Beiträge von Alf

    Ein solcher Vorwegweiser für den Radverkehr gibt es auch in Fürstenfeldbruck, Kreuzung Oskar-von-Miller-Straße/Bahnhofstraße. Dort wird der Radverkehr auf dem Foto in Blickrichtung rechts mit [Zeichen 239][Zusatzzeichen 1022-10] herangeführt. Hinter der Kreuzung geht es dann links zunächst mit [Zeichen 240] weiter, um sich dann nach zehn Metern in [Zeichen 239][Zusatzzeichen 1022-10] zu verwandeln. Trotzdem will man den Radverkehr von der Fahrbahn fernhalten und hofft, dass so die Radfahrer die Beschilderung befolgen. Zumindest den Vorwegweiser. Ob dann tatsächlich nur in Schrittgeschwindigkeit balanciert wird, interessiert sowieso niemanden.

    Ich würde

    ... Oder ist allen Teilnehmern der Verantwortungskette so etwas einfach egal?

    Tja, eine Menge Leute hat hier anscheinend schlichtweg ihren Beruf verfehlt. Und ich gebe zu, in der Vergangenheit bereits mehrfach mit dem Gedanken gespielt zu haben, mich auf einen solcher Arbeitsplätze zu bewerben. Wohlgemerkt, damit der Laden läuft und das Fahrrad rollt.

    Dann kann es aber nicht sein, dass die Führung des neuen Radwegs die Radfahrer nun auf die Fahrbahn zwingt, obwohl es vorher dort nicht der Fall war. Nicht, dass ich etwas gegen Fahrbahnfahren hätte. Aber erstens steige ich als Radfahrer aus Prinzip nicht ab, erstens befahre ich niemals Gehwege und erstens werde ich dort bereits an der letzten legalen Möglichkeit auf die Fahrbahn überwechseln, um dann an der nächsten legalen Möglichkeit hinter dem Baum wieder den Radweg zu erreichen.

    Soviel dann zum Thema: "Wir machen alles wieder so, wie es vorher war..."

    In München-Pasing scheint man sich nicht einig zu sein, ob es sich beim Hellihofweg um einen gemeinsamen Geh- und Radweg oder um einen Gehweg mit Radfahrfreigabe in Schrittgeschwindigkeit handeln soll:

    Man beachte die Bodenmalerei! Gut hinschauen, es ist auf dem Bild nur schwer erkennbar.


    Hier ein Überblick der Situation:

    Am Wochenende hatte ich mich per E-Mail an das Kreisverwaltungsreferat gewandt. Mal sehen, was passiert. Eine Antwort von denen steht noch aus.

    Solche Spielchen kennt man aus der Großen Kreisstadt Fürstenfeldbruck auch:

    Obwohl die Streuscheibe auch den Radverkehr korrekt regeln würde, dürfen Radfahrer nur auf die für sie nicht gültigen Fußgängersymbole in der Streuscheibe achten.


    Hier gibt es nicht einmal eine Kombi-Streuscheibe. Wofür auch? Radverkehr darf hier gar nicht stattfinden. Das nächste Bild verrät die ganze Wahrheit:


    Aha! Wenn hier also doch ein Radfahrer verbotenerweise die Kreuzung linksseitig überquert, soll er bitteschön den Signalgeber der Fußgänger beachten und nicht etwas die Lichtzeichen des Fahrverkehrs, weswegen er sich eigentlich 15 Meter weiter vorne aufstellen müsste, um diese zu beobachten (hier nicht im Bild zu sehen).

    Das zuständige Landratsamt ist seit über einem Jahr durch mich über diese Missstände informiert.

    Passiert ist:

    Ich habe es doch schon immer gewusst: Radfahrer brauchen bei [Zeichen 239] [Zusatzzeichen 1022-10] mitnichten nur in Schrittgeschwindigkeit fahren. Es sei denn, es ist ausdrücklich angeordnet!

    Wo? In München, Dachauer Straße stadtauswärts hinter der Kreuzung Pelkovenstraße.

    Klappt aber nicht, das mit den vielen Radwegen, moniert die Morgenpost: Radwege-Ausbau in Hamburg stockt gewaltig

    Das schönste an dem dortigen Video von der Mopo ist bei 0:24 der Radfahrer, welcher die Radverkehrsführung mitten auf der Kreuzung nach rechts verlässt. Man weiß jedoch nicht, warum und wohin. Und bei 0:38 eine Gehwegradlerin, die wohl genau weiß, warum sie nicht auf dem Radweg fährt. Mit diesem Video wird ein Großteil der Radfahrer in ihrer Ansicht auch noch verstärkt, die StVO sei lediglich eine EMPFEHLUNG.

    Ich tendiere ja, solchen Oberlehrern mit kompletter Ahnungslosigkeit zu begegnen. Einfach dumm stellen und sich für den wertvollen Hinweis bedanken. "Oh, das wusste ich ja gar nicht. Da könnten Sie Recht haben. Ich habe nicht so weit gedacht. Danke, dass Sie mich angehalten haben. Ich fahre damit gleich heim...". Das Gegenüber ist befriedigt und steigt als "Sieger" wieder in sein Auto ein. Alles andere verlängert und verkompliziert die Sache doch nur. Es gibt einfach zu viele Zeitgenossen, bei denen Reden einfach in keinster Weise mehr hilft.

    Ja, ich weiß: kann auch nach hinten losgehen. Immerhin versteht sich der andere ja als Sieger. Also wird er es beim nächsten Mal wieder so machen.