Ich habe auch noch eine Mail an die AGFK und das Ministerium geschrieben, das die Auszeichnung verliehen hat.
Absolute genial, der AGFK mal reinen Wein einzuschenken. Der Text ist dermaßen geill!!!! (Entschuldigt dieses Wort!)
Die AGFK wird mächtig enttäuscht von der Stadt Stade sein und fordert das Zertifikat nun hoffentlich schleunigst zurück. Eigentlich müsste sich der AGFK arglistig hintergangen fühlen. Oder ist denen das etwa scheißegal? Ich fürchte ja.
Ich selber hatte die AGFK schon vor Jahren schriftlich darauf hingewiesen, dass die Große Kreisstadt Fürstenfeldbruck diese Auszeichnung nicht verdient, solange an Lichtzeichenanlagen nicht endlich die Streuscheibe getauscht oder um eine Fahrradampel ergänzt wird. Ansonsten besteht an mehreren Kreuzungen und Einmündungen in Fürstenfeldbruck nun feindliches Grün dank Richtungspfeile für den Kraftverkehr. Die AGFK hatte daraufhin geantwortet, dass solche eklatanten Mängel kein Hinderungsgrund für eine Auszeichnung seien. Aber vor allem hatte ich den Eindruck, dass die AGFK damals überhaupt gar nicht verstanden hatten, was ich denn überhaupt meinte.
Die Beurteilung, ob eine Stadt fahrradfreundlich ist, kann meiner Meinung nach nur dadurch objektiv festgestellt werden, indem nachgewiesen kompetente Kräfte der AGFK spontan, verdachtslos und unangekündigt den betreffenden Ort von Ost nach West und von Nord nach Süd mit dem Fahrrad durchqueren. Dazu noch einige Diagonalverbindungen und sämtliche Hauptverkehrsstraßen mit allen denkbaren Fahrbeziehungen. Natürlich setze ich voraus, dass bei diesen Testfahrten auf jeden Fall die notwendige Kompetenz mitgebracht wird, um Missstände zu erkennen. Ehrlich gesagt, bezweifle ich es stark, dass dort eine derartige Sensibilität tatsächlich vorliegt. Wie kann es ansonsten sein, dass beispielsweise Radschutzstreifen, die durch den Türaufschlagbereich führen, und gleichzeitig die Kraftfahrer zum Engüberholen einladen, als positiv angesehen werden?