Beiträge von Th(oma)s

    [Bildanalyse]

    Danke für deine Detektivarbeit.

    Nach den Bildern zu urteilen, würde ich jetzt auf ein Szenario tippen, bei dem die beiden Radfahrer den rechten (freigegebenen) Gehweg in Richtung Süden benutzten und in den Weidegrund nach links abbiegen wollten. Der LKW kam in gleicher Richtung von hinten und erfasste den auf die Fahrbahn einschwenkenden Radfahrer.

    Jetzt habe ich mir noch einmal die Bilder aus der Pressemeldung angeschaut. Demnach sieht es so aus, als wäre der LKW in Richtung Süden gefahren und nicht der Radfahrer. Dieser müsste dann vom linksseitigen Geh-/"Radweg" nach rechts abgebogen sein. Das kaputte Fahrrad liegt -auf den Bildern zu erkennen- auf der westlichen Straßenseite und auch der Schattenwurf des LKW kann für die Unfallzeit 12 Uhr nur bedeuten, dass der LKW in Richtung Alter Postweg gefahren ist und nicht der Radfahrer.

    Der verunglückte Radfahrer und seine Tochter waren wohl auf dem linken Geh-/Rad(?)weg des Ostmoorwegs nach Süden unterwegs und wollten links/nach Osten in den Weidegrund abbiegen. Der LKW befand sich im Gegenverkehr, so dass der Radler (vielleicht, weil er beim Nebeneinanderfahren auf dem engen Weg zu weit rechts fuhr und von der Bordsteinkante abrutschte?) frontal gerammt wurde.

    Tja. Und dann kam der russische Überfall und die so genannte Brückentechnologie namens Erdgas löste sich in Luft auf. Und nun sitzen wir wieder mal auf dem Topf.

    Klitzekleines Missverständnis: Viessmann steht nicht kurz vor der Pleite, und es geht auch nicht um einen Notverkauf, weil sie zu lange an der Dinotechnik "Gasheizung" festgehalten hätten. Vielmehr wird nur die ausgezeichnet laufende moderne Wärmepumpen-Abteilung veräußert, und zwar für richtig fettes Geld - undenkbar, wenn das Management so starrsinnig gewesen wäre wie unterstellt.

    Offenbar sieht aber die Unternehmerfamilie durchaus noch eine Zukunft im klassischen Fossilheizungsmarkt, denn ansonsten hätten sie dieses Geschäftsfeld sicherlich gleich mitverkauft.

    Obwohl also jährlich mit vielen Millionen Euro Bahnübergänge umgebaut werden zu Brücken oder Unterführungen gehen die Unfallzahlen nicht zurück. Wie kann das sein?

    Die Zahl der Übergänge dürfte gemessen an der Zahl der Bauvorhaben riesig sein.

    Für Fahrradunfälle an Bahnübergängen siehe hier bei mir im Blog. Auch im Blog aus dem März 2022 eine Auswertung zu einem auffälligen Unfallcluster auf der Bahnstrecke Kempten-Neu-Ulm.

    Da stellen sich Fragen:

    Warum werden Halbschranken nicht durch Vollschranken ersetzt? Vorausgesetzt, dort passieren tatsächlich seltener Unfälle. Vollschranken sind vermutlich teurer, aber sind diese Mehrkosten tatsächlich so hoch?

    Halbschranken gibt es in zwei Varianten. Einmal die echte Halbschranke, wo nur die Fahrbahnseite der jeweiligen Fahrtrichtung abgeriegelt wird. Zum anderen die doppelte Halbschranke, wo jede Seite des Gleiskörpers zwei kurze (halbe) Schranken hat, deren jeweils die Gegenfahrbahn sperrende Komponenten vor Durchfahrt des Zuges zeitlich verzögert schließen. Letzteres ist wahrscheinlich der beste Kompromiss, um das „Einsperren“ von Fahrzeugen oder Fußgängern zu verhinden, und gleichzeitig wie eine Vollschranke nach einer Schonfrist das Gleis komplett zu blockieren. Leider hat man dabei aber wegen der vier Balken den doppelten (Kosten-)Aufwand.

    Richtig teuer wird es, wenn zur Fahrbahn noch auf jeder Seite ein Rad-/Gehweg abgeriegelt werden muss. Dann hat man u.U. acht kurze statt zwei lange Balken zu bewegen. Da gibt es dann gerne mal für den Langsamverkehr gar nichts oder bloß gefährliche Drängelgitter.

    Gleicher Inhalt in der Saarbrücker-Zeitung ohne Paywall. Bei der schwarz - gelben Gestaltung des Aufklebers habe ich schon Assizoationen zu einer bestimmten Bewegung.

    "Ruft da einer zum Mord an Radfahrern auf?"

    Schon die mit dem Vorwand "muss sein, wg. Verkehrssicherheit!" begründete Benutzungspflicht ist quasi ein solcher Aufruf: es gibt keine einzige rechtskonforme Art und Weise der Fahrbahnradfahrergefährdung. Im Gegenteil, die Unterstellung, es gäbe da eine Antriebs-abhängige Spezialgefährdung für einen Teil der Fahrbahnnutzer ist logisch zwingend mit der Annahme verknüpft, dass die Radfahrer-gefährdenden Gesetzesbrecher das Merkmal "Fahrzeug wird gekurbelt" vor ihrer gefährdenden Handlung wahrgenommen haben müssen und sie ergo vorsätzlich handeln.

    Mir geht es um die Behauptungen, dass E-Fuels eine genauso effiziente oder sogar bessere Alternative zum E-Auto seien. Diese Aussage ist physikalisch betrachtet Humbug.

    Und mir geht es um die Behauptung, der Ersatz von fossilen Energieträgern durch E-Sprit sei in Flugzeugen effizienter als in Verbrennerautos. Der Erde ist es schnurz, woher das CO2 in der Atmosphäre stammt. Das betrifft nicht nur die geografische Herkunft, sondern auch die Art der Maschine, die das CO2 emittiert. Apropos "geografische Herkunft egal": wegen dieses Sachverhaltes ist es auch viel sinnvoller, wir fördern mit deutschem Geld die Dekarbonisierung da, wo mit dem gleichen Geld der größte weltweite Effekt zu erwarten ist. Es kommt (nur mal als Beispiel) in keinster Weise darauf an, ob E-Fuels, die in der Sahara produziert werden, am Ende in Deutschland in Autos oder in Flugzeugen verbrannt werden. Wir könnten die E-Fuels auch nach Ägypten verkaufen und dort die CO2-Emission senken. Wir müssten noch nicht einmal mit unserem Geld irgendwas aufwendig bauen (Windmühlen, Solarparks). Wir könnten stattdessen genausogut den Brasilianern einfach für ein paarhundert Milliarden den Regenwald abkaufen bzw die Farmer auf ehemaligem Regenwald entschädigen und das Gebiet wieder aufforsten.

    Für Langstreckenflüge sehe ich derzeit technisch keine Alternative zum Kerosin und das ginge klimaneutral nur mit synthetischem Treibstoff. Auch die derzeit in (früher) Entwicklung befindlichen Konzepte für Wasserstoffantriebe drehen sich allenfalls um Mittelstreckenflugzeuge.

    Der Elefant im Raum ist die Möglichkeit, dann halt einfach keine (Langstrecken-)Flüge mehr zu machen. Was nicht geht, geht nicht*.

    Die gegen die E-Fuels ins Feld geführte Argumentation, diese Treibstoffe seien aufgrund der stark endergonen Bilanz der Synthese Verschwendung, gilt jedenfalls auch für E-Kerosin. Die Thermodynamik ist doch kein Wunschkonzert, und das Perpetuum Mobile wird auch dann nicht möglich, wenn ich es mir zugunsten eines bestimmten Zweckes ganz doll wünsche*.

    *) Hört denn niemand auf die Wissenschaft? Seufz.

    Ich denke doch, auch mit Kreislaufwirtschaft ist es möglich, Überschüsse zu erzeugen, um Rente, Krankenhäuser usw. finanzieren zu können.

    Beispiel Flaschenpfand: Das ist Kreislaufwirtschaft pur. Die benutzten Flaschen werden von den Konsumenten an den Sammelstellen beim Neueinkauf von Getränken zurückgebracht.

    Die Flaschen werden gereinigt, erneut befüllt und landen wieder beim Verbraucher.

    Die Mitarbeiter in den beteiligten Branchen verdienen Geld und zahlen in die Rentenkasse usw.

    Ein Pfandflaschenrecycler und ein Softwareentwickler stranden auf einer einsamen Insel. Wer überlebt?


    Der Softwarentwickler. Der geht einfach ins Homeoffice. :evil:

    Da wäre mal eine unabhängige Kalkulation des Wirkungsgrades spannend. Wenn man liest, dass bei der H2-freisetzenden Hydrolyse Frischwasser gebraucht wird und Abwärme frei wird. lässt das nichts gutes für den technischen Masseneinsatz erwarten. Der entstehende Magnesiumhydroxid-Schlamm hat wegen des Wassergehalts eine ziemlich hohe Masse (wohin damit?) ist zudem als starke Base ätzend/korrosiv. Will man sich mit sowas abgesehen vom Gewicht in größeren Mengen herumschlagen?

    Und gibt es nicht auch heute schon Verbrennermotoren, die statt Diesel oder Benzin einfach Wasserstoff verbrennen? Wozu dann E-Fuels in den Tank, wenn auch Wasserstoff möglich ist? Zumindest bei LKWs müsste das doch gehen, weil dort die Tanks schwerer sein dürfen als bei einem Flugzeug.

    Wasserstoff ist schneller verflogen als du "Dampfdruck" sagen kannst. Die Moleküle sind zudem so winzig und so wenig zu Wechselwirkungen geneigt, dass sie durch die allermeisten Materialien einfach hindurch diffundieren können. Um H2 über längere Strecken zu transportieren, musst du es in Platinschwämmen absorbieren oder unter extrem hohem Druck verflüssigen. Beides ist aus naheliegenden Gründen aufwendig und sehr teuer. Und "Teuer" ist immer auch ein Ausdruck dafür, dass irgendwo an ganz anderer Stelle im Wirtschaftskreislauf unter CO2-Produktion Entropie vernichtet werden muss, um die benötigte Kaufkraft zu schöpfen.

    "Und solange noch irgendwo..." An welche Länder denkst du da? China, Russland, Ungarn?

    Alle Länder. Oder kennst du eines, das heute dekarboniert ist oder es wenigstens absehbar in den nächsten 20 Jahren sein wird? Mit "dekarbonisiert" meine ich dabei nicht, dass der Anteil des CO2-Ausstoßes, der durch Mobilität, Heizung und Stromerzeugung zustande kommt, CO2-frei abzulaufen hat, sondern dass auch Stahlerzeugung, Kunstdüngerproduktion, Zementindustrie und alles was sonst noch Prozesswärme (Glas), Kohlenwasserstoffe (Kunststoffe) oder H2 (Ammoniak) für chemische Synthesen benötigt, ohne CO2-Bildung erfolgt. Solange dieses Ziel nicht erreicht ist, könnte man E-Fuels auch nehmen, um Kalk zu rösten oder eine Thomasbirne zu heizen - das hätte dann für die Netto-CO2-Bilanz der Welt die selbe Klimawirkung wie das Verbrennen in Altautos, Flugzeugen oder Schiffen.

    Das ändert nichts an der Physik: So lange das Land, in dem die E-Fuels hergestellt werden, seinen eigenen Energiebedarf nicht zu 100% aus Erneuerbaren deckt, muss man entscheiden ob die dort verfügbare Energie für E-Fuels genutzt wird oder für etwas anderes.

    Andererseits: wenn E-Fuels als Autosprit thermodynamisch vermeintlich „unmöglich“ sind, sind sie auch als E-Kerosin oder E-Schiffsdiesel genauso thermodynamisch „unmöglich“.

    Und solange noch irgendwo irgendwelche fossilen Energieträger verbrannt werden, ist es im Hinblick auf die weltweite CO2-Bilanz vollkommen schnurz, ob E-Fuels ggf bisschen fossiles Kerosin, fossilen Schiffsdiesel, fossiles Gas, fossilen SpaceX-Raketentreibstoff oder halt fossilen Sprit ersetzen.

    Die Hauptsätze der Thermodynamik gelten immer und Energie kann sich nicht vermehren.

    Die Hauptsätze der Thermodynamik sagen vor allem eines: mit Kreislaufwirtschaft generierst du keine Überschüsse für irgendwelche Transferleistungen (Rente, Krankenhäuser, Pflege, Schulen und Unis, Kultur, Sport, Tourismus, Sozialhilfe, Arbeitslosengeld, Entwicklungshilfe, Militärhilfe für die Ukraine - und last but not least, Fördermittel für die Finanzierung von "Erneuerbaren" Energien).

    Unfall im Längsverkehr(?) mit Sturz und Fahrerflucht

    https://www.nordbayern.de/region/fuerth/…htet-1.13129196

    Die Frage ist allerdings, ob es sich bei dem Crash überhaupt um einen missglückten Überholvorgang gehandelt hat, oder ob die vermeintliche "Überholerin" nicht einfach nur mit Tunnelblick geradeausgefahren ist, ohne den Radfahrer wahrzunehmen und vor allem ohne ein bewusst ausgeführtes Überholmanöver einzuleiten.

    Angesichts der Kombination aus Uhrzeit, Dunkelheit, außerörtlicher Ortslage und Fahrerflucht ist jedenfalls davon auszugehen, dass die Kollision bei Verkehrsstille stattfand, und dass es somit erstmal keinerlei Anlass gab, sich mit zu knapp gewähltem Seitenabstand am Radfahrer vorbei zu drücken. Es sei denn, man nimmt einen "Punishment Pass" als Vergeltungsmaßnahme fürs Radwegignorieren an.

    RUS und UAE, QA sicher nicht.

    Aber ob bei letzteren noch Benzinkutschen rumfahren interessiert nicht, RUS wird demnächst wieder 3. Welt Land sein und damit auch egal.

    Problem wird USA bleiben.

    China ist gerade Vorreiter E-Auto und Erneuerbare. Da werden in Großstädten keine Verbrenner mehr fahren, während wir noch diskutieren, ob ein Rad und ein Klein-E-Fahrzeug legal in der Garage abgestellt werden darf.

    Wichtig wäre noch das Indien einen ähnlichen Weg einschlägt, Indonesien und Vietnam etc.

    Ohne den "motorisiert-industriellen Komplex" und seine Wertschöpfungskapazitäten gäbe es leider überhaupt kein Geld, von dem sich irgendwer Elektroautos (oder Solarpanels und Windmühlen) kaufen könnte. Das Gesetz gilt auch in Indien, China oder dem Rest der Welt.

    Gedankenexperiment: wir führen eine zweite Währung ein. Dieser Ökodollar darf im Gegensatz zum Euro ausschließlich für Waren und Dienstleistungen verwendet werden, die klimaneutral generiert wurden. Das alte Geld darf weiter wie bisher für alles verwendet werden. Die Zentralbanken erhalten den Auftrag, durch bedarfsgerechte Emission dieser neuen Währung bei gleichzeitiger jährlichen Entnahmen von 5% des Umlaufkapitals in konventionellen Euro dafür zu sorgen, dass bis in 20 Jahren das Wirtschaftssystem zu 100% auf klimaneutral umgestellt wird. Gleichzeitig wird festgelegt, dass Löhne, Gehälter, staatliche Fördermittel, Ausgaben der Öffentlichen Hand entsprechend auf die neue Währung umgestellt werden. Alles weitere regelt der Markt. Und, klappt das?

    Das Lustige ist ja, dass niemand E-Fuels verbieten will. Es geht darum, dass ab 2035 in der EU keine Neuwagen mit Verbrennungsmotor mehr zugelassen werden sollen.

    IMO geht es überhaupt nicht um das, was 2035 los sein wird. Es geht einzig darum, *kurzfristig* (also etwa die nächsten 3 bis 5 Jahre) den Absatz von Verbrennern weiter am Laufen zu halten. Und IMO wird aus genau dem gleichen Motiv von Seiten der Klimaretter so vehement für das sachlich definitiv nicht nötige Verbot gestritten. Und natürlich geht es da nicht nur um Porsche, sondern um alle etablierten Automarken.

    Alle paar Jahre wird ja momentan der jeweilige Wagen abgestoßen und durch was neues ersetzt („neu“ muss dabei nicht zwingend „Neuwagen“ bedeuten, aber ein florierender Gebrauchtwagenmarkt fördert den Neuwagenabsatz, indem er die Bereitschaft der Verkäufer fördert, ihren jungen neu gekauften Wagen schon frühzeitig auszuwechseln). Dieser Nach-unten-Durchreichen-Rhythmus droht derzeit auf für die Industrie ungünstige Weise in die Länge gezogen zu werden, weil die exorbitanten E-Auto-Preise zusammen mit der Unsicherheit, was in ein paar Jahren auf dem Gebrauchtwagenmarkt für Verbrenner los sein wird, und ob es in Zukunft mit E-Autos noch dieses gewohnte konsumfreundliche fröhliche „nach-unten-Weiterreichen“ geben wird, die Käufer zögern lassen. Die Botschaft „es wird auch nach 2035 noch neue Verbrenner geben“ soll *jetzt* das Signal aussenden „alles gut, du kannst dir auch ruhit 2024 noch wie gewohnt dein neues Verbrennerauto gönnen!“.

    Bei der Heizung wird es noch einmal eine Größenordnung absurder als in der E-Fuel Debatte für Verbrennungsmotoren, weil es bereits effizienter wäre, direkt mit Strom zu heizen, als damit erst Gase zu erzeugen, die man anschließend verbrennt.

    Deiner Abbildung fehlt die Dimension „Zeit“.

    Wir haben gerade erst gehört, dass wir künftig allen verfügbaren Strom brauchen werden, damit die Klimaretter mit subventioniertem E-Kerosin weiter billig zu ihren Konferenzen um die Welt fliegen können. Da wird das mit dem „Heizen mit Strom direkt“ wohl erstmal ebensowenig was wie indirekt mit E-Heizöl.