Beiträge von Ullie

    Die StVZO schreibt auch für wenig Fahrer ZWEI von einander unabhängige Bremsen vor.

    Eine Rücktrittbremse hat nur den Bruchteil der Verzögerung wie eine durchschnittliche Felgebremse am Vorderrad.

    Missverständnis: Mit einer "zweiten Handbremse" meinte ich tatsächlich eine zweite Handbremse zusätzlich zu der ersten Handbremse und zusätzlich zu der Rücktrittsbremse, also insgesamt drei Bremsen. Bin nun mal vorwiegend Flachlandfahrer, und habe die Rücktrittbremse lieb gewonnen. Auch wenn hier manche so tun, als sei es völlig "gaga" ein Fahrrad mit Rücktrittbremse zu fahren, so ficht mich das nicht an. Und ich weiß von vielen Menschen, die die Rücktrittbremse sehr schätzen. Allerdings ist es wichtig, in Gegenden mit langen und steilen Bergabfahrten die Rücktrittbremse nicht übermäßig zu strapazieren. Und dabei hilft eine zweite Felgenbremse am Hinterrad zusätzlich zu der Felgenbremse beim Vorderrad.

    In den Niederlanden ist mir übrigens aufgefallen, dass dort Fahrräder mit Rücktrittbremse oft nicht mit einer zweiten Bremse ausgestattet sind.

    Ullie würde das Galoppieren verbieten, denn das ist schneller, als der Mensch von sich aus reisen könnte. Ich frage mich manchmal ob Ullie eine satirische Erfindung ist.

    Das ist der Richtige, der davon spricht, ich sei ignorant gegenüber anderen Informationen:

    Wie oft muss man noch schreiben, dass das falsch Ist. Pardon, aber Ihre Ignoranz gegenüber den Informationen aus anderen Beiträgen ist wirklich blutdrucktreibend.

    Ich hatte hinreichend darauf hingewiesen und mit Quellenangaben nachgewiesen, dass meine kritische Würdigung von Pedelecs unter anderem vom Verkehrsexperten Knoflacher erläutert wird.

    Ihr Pferde-Beispiel ist geradezu ein ausgezeichneter Hinweis darauf, wie richtig Knoflacher mit seiner Warnung vor motorisierten Individualfahrzeugen liegt, die durch einen geringfügigen Daumendruck oder einer kleinen Fußbewegung, oder einem fast widerstandsfreien Pedalieren eine starke Beschleunigungskraft entfalten.

    Es ist im Vergleich zur Anschaffung eines KFZ relativ aufwendig ein Pferd zu halten. Und:
    "Abhängig vom Straßenzustand, den Witterungsbedingungen und den geographischen Gegebenheiten (flache Strecke oder Steigung) betrug die Reisegeschwindigkeit einer Kutsche im 19. Jahrhundert etwa 10-12 Kilometer pro Stunde."

    Die Geschichte der Postkutsche
    Jedes Jahr ist sie eines der Highlights auf dem Christkindlesmarkt und begeistert Jung und Alt - die Postkutsche! Bei der Postkutsche des Museums für…
    www.christkindlesmarkt.de

    Wie oft muss man noch schreiben, dass das falsch Ist. Pardon, aber Ihre Ignoranz gegenüber den Informationen aus anderen Beiträgen ist wirklich blutdrucktreibend.

    Was soll dieser unversöhnliche Ton? Vielen Dank für den Hinweis. Auch wenn es die Diskussion zusätzlich verkompliziert. "Viele Hersteller geben die Leistung ihres Pedelecs mit 250 Watt Nennleistung an. Die maximale Spitzenleistung eines Pedelec-Motors ist nach geltender Gesetzeslage tatsächlich jedoch unbegrenzt." steht so bei: https://ebikeplus.de/lexikon/nennleistung/

    Außerdem heißt es da:

    "Der zum Beispiel mit 250 Watt maximaler Nenndauerleistung offiziell eingestufte Bosch PERFORMANCE CX erreicht so eine deutlich höhere Maximalleistung von völlig legalen 600 Watt."

    Vielleicht können Sie ja noch mal erläutern, wie sich das konkret auswirkt hinsichtlich der Frage der Beschleunigungs-Fähigkeit. Ein Motor mit niedriger Maximalleistung wird vermutlich weniger stark beschleunigen als ein Motor mit hoher Maximalleistung. Für Lastenräder und/oder schwere Personen ist das vermutlich von besonderer Bedeutung.

    Mit Bezug auf die Warnung Knoflachers vor der Motor-unterstützten starken Beschleunigung bei Fahrzeugen bleibt festzustellen: Weniger ist oft mehr. Andererseits ist beim Einsatz solcher Pedelec-Fahrzeuge eine hohe Maximalleistung wichtig für die benötigte Kraft beim Beschleunigen großer Massen.

    Mehr Infos zu Lastenfahrrad Lotti hier: https://www.gemuesekiste.com/page/1185/lastenrad-lotte

    Es gibt ja wirklich einige Arten von Bremsen am Fahrrad, aber jede ist nicht besonders schwer zu warten.

    Na vielen Dank für's Mutmachen. Aber ganz unrecht hast du nicht, wenn man's erst mal anpackt, dann findet sich auch ein Lösungsweg. Trotzdem hat mich die zitierte Wartungs-Beschreibung erst mal ganz schön abgeschreckt.

    Aber selbst bei den bewährten Bremsen mit Bremszug hat es mich immer früher schon geärgert, dass es unterschiedliche Nippel gibt. Ich weiß nicht, ob das immer noch so ist, beim letzten Bremszugwechsel bei einem Bekannten hatten die sehr gebräuchlichen zylinderförmigen gepasst.

    Auch bei einer V-Brake brauchts das entsprechende Werkzeug, z. B. Hex in einer Größe, die meist nicht in jedem Haushalt vorhanden ist. Eine klassische Rücktrittbremse zu warten ist sicher nicht einfacher als eine hydraulische Bremse.

    Was ist eine Hex? Hatte ich bei dem schon oben erwähnten Bremszugwechsel nicht gebraucht. Und das war eine V-Brake-Bremse.

    Rücktrittbremse hatte ich auch schon mal auseinander (und wieder zusammengebaut), aber würde ich heute nur noch von der Fahrradwerkstatt machen lassen. Besonders dann, wenn es eine Rücktrittbremse in einer Nabenschaltung ist.

    Der große Vorteil der Rücktrittsbremse: Hält sehr, sehr lange ohne Wartung, wenn das Fahrrad moderat bewegt wird. Für Vielfahrer mit ausgiebigen Bergabfahrten kommt allerdings die Rücktrittbremse nur in Kombination mit einer zweiten Handbremse (Felgenbremse vorn und Felgenbremse hinten) infrage.

    Wenn sich der Bremskolben nicht mehr reindrücken läßt, musst Du es eh zerlegen. Kann sein das der Korrosion hat. Bzw. wenn zu schlimm, ist neuer Sattel angesagt.

    Hydraulische Bremsen sind aber so einfach afgebaut, ein zerlegen reinigen und zusammenbauen (mit neuen Dichtungen) schafft selbst ein 4 Däumer auch bei einer Porsche 8-Kolben-Bremse.

    "SCHRITT 1: DAS ERFORDERLICHE KIT
    Sie müssen sich zunächst ein Kit für hydraulische MTB-Bremsen besorgen, das je nach Bremsmodell leichte Unterschiede aufweisen kann. Im Allgemeinen besteht es aus zwei Spritzen (oder einer Spritze und einem Becher) mit entsprechenden Schläuchen, die mit einem Anschluss für Spülstellen ausgestattet sind, Bremskreisöl (Mineral oder DOT, je nach Bremsmodell) und einem oder mehreren Gabel- oder Inbusschlüsseln."

    Quelle: https://wd40.co.uk/how-to/how-to-…mountain-bikes/

    Alleine diese Beschreibung des 1. Schritts für die Wartung einer Fahrrad-Hydraulikbremse wäre für mich ein klarer Marschbefehl Richtung Fahrrad-Werkstatt.

    Um das Fahrrad als Alltagsverkehrsmittel für ebene oder nur leicht hügelige Strecken auf Distanzen bis ca. 5 km einfache Strecke zu benutzen, braucht es gewiss keine Hydraulikbremsen. Leider habe ich den Eindruck, dass zunehmend Menschen davon abgeschreckt werden, das Fahrrad als Alltagsverkehrsmittel zu benutzen, weil sie beim Fahrradkauf mit zunehmend mehr technischen Neuerungen an Fahrrädern konfrontiert werden. Das treibt einerseits die Preise in die Höhe, andererseits weiß man nicht so recht, was wirklich nötig ist. Und ich habe den Eindruck, gleichzeitig sind die handwerklichen Fertigkeiten rückläufig.

    Vielleicht ist das ein Grund dafür, dass Anbieter wie Swap-Bike anscheinend erfolgreich am Markt sind. Die auffälligen blauen Vorderreifen fallen mir in Hannover recht oft ins Auge:

    Die Fahrräder werden vom Anbieter gewartet und ggf. repariert, bzw. erneuert. Dafür ist eine monatliche Leihgebühr zu entrichten.

    Dieses Konstrukt gibt es auch in Hannover:

    Blick von oben: (Google-Satellitenbild)

    Goethestraße · Hannover
    Hannover
    www.google.com

    Immerhin: In Hannover ist der Streifen nicht rechts von zwei Geradeausspuren und einer Linksabbiegespur wie in München:

    Auf street view sieht das Konstrukt am Beginn in Hannover anders als in München aus, nämlich so, als sei es vorgesehen, alternativ zum roten Radfahrstreifen auf dem Hochbordradweg weiterzufahren. Und das machen auch viele Fahrradfahrer*innen.

    Google Maps
    Find local businesses, view maps and get driving directions in Google Maps.
    www.google.com

    Allerdings ist der Hochbordfahrradweg nur als Rechtsabbiegespur für den Fahrradverkehr gedacht, der auf der Straße Leibnizufer nach rechts auf dem benutzungspflichtigen Fahrradweg Richtung Rathaus weiterfahren will.

    Der Fahrradverkehr, der auf den Hochbordradweg auffährt, um die Straße Leibnizufer zu queren und weiter geradeaus zu fahren Richtung Steintor, der steht dann vor dieser Fußgängerampel:

    Google Maps
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    Und die Fahrradfahrerin/der Fahrradfahrer steht vor der Frage, ob es jetzt nur zu Fuß weitergeht, um auf die andere Straßenseite zu gelangen. Eh klar, wie diese Frage von vielen beantwortet wird.

    Die gute Frau musste den Wagen bergauf ab und an schieben und ist sicher nicht dem Beschleunigungsvirus erlegen bei der Fahrt.

    Der Wagen war imho übrigens sogar noch langsamer als ein Pedelec.

    Es geht nicht so entscheidend um die Frage Geschwindigkeit.

    Kennen Sie diese kleinen Autos für Kinder, die werden als Spielzeug verkauft und fahren höchstens Schrittgeschwindigkeit.

    https://cms-images.mmst.eu/2rj3gcd43pmw/7yMLJNNeL6leCDO69GIEUx/a9da0767a27020092eaecaf0c06f9594/junge-faehrt-kinder-elektroauto-zeigt-daumen-hoch.jpg?q=60&w=1098

    "Die maximale Geschwindigkeit ist vom Modell abhängig. Elektroautos, die für Kinder ab drei Jahren geeignet sind, verfügen in der Regel über 12 Volt und schaffen damit 4 bis 5 Kilometer pro Stunde – also etwa Schrittgeschwindigkeit. Für Kinder ab sechs Jahren gibt es Elektrofahrzeuge mit 24 oder 36 Volt, die 7 bis 8 Kilometer pro Stunde schnell fahren können." heißt es in einer Beschreibung:

    Kinder-Elektroauto: Tipps für den Kauf | MediaMarkt
    Kinder-Elektroautos bringen schon den Kleinsten großen Fahrspaß! Lies jetzt bei MediaMarkt, was du beim Kauf beachten solltest.
    www.mediamarkt.de

    Ich halte die für brandgefährlich und würde sie auf jeden Fall von Kindern fernhalten wollen. Und zwar nicht wegen der "hohen" Geschwindigkeit.

    Noch was: Bertha Benz war ganz sicher nicht so dumm, dass sie nicht gewusst hätte, was für ein Entwicklungspotenzial in der Erfindung ihres Mannes steckt. Und was für ein Profit damit möglich ist.

    Ich habe Sie schon beim ersten Mal verstanden. Bei beiden wird aber nicht Körperkraft verstärkt. Der Fahrer muss nur durch Druck auf das Pedal oder Drehen am Griff die Motorleistung regulieren. Von einer Verstärkung der Muskelkraft zu sprechen, ist daher unangebracht, da die Motorleistung nicht steigt, wenn man kräftiger am Griff dreht oder mit mehr Kraft auf das Gaspedal drückt.

    Darin unterscheiden sich beide von einem Pedelec und einem S-Pedelec, bei denen tatsächlich die Muskelkraft verstärkt wird: Wenn man nicht in die Pedale tritt, läuft auch der Motor nicht (von der Schiebehilfe rede ich jetzt nicht).

    Ansonsten ist jetzt auch bei mir nun Schluss, egal wie viele Beiträge Sie noch parallel zum selben Thema starten, um Ihre immer gleichen Thesen zu wiederholen.

    Aber das ist doch der Kerngedanke, um den es beim Thema Pedelec geht. Da wird doch die Diskussion erst spannend.

    Sie haben den Kerngedanken darin zum Ausdruck gebracht, dass Sie sagen, beim KFZ Auto oder beim KFZ Elektrotretroller ist das Drücken aufs Gaspedal oder der Daumendruck auf den Geschwindigkeitsregler kein Einsatz von Körperkraft. Und auch ich hatte mich schwer damit getan, dass als einen Einsatz von Körperkraft zu bezeichnen.

    Eine andere mögliche Bezeichnung wäre vielleicht Steuerbefehl mit einem Körperteil geben.

    Es ist allerdings auch so, dass ich beim in die Pedale treten beim mit einem Pedelec den Eindruck hatte, ich tue fast nichts, trete sozusagen ins Leere und trotzdem hat das Fahrzeug unerwartet kräftig beschleunigt (hatte allerdings auch die höchste Unterstützerstufe eingeschaltet). Das war sozusagen ein Steuerbefehl durch kreisende Beinbewegung. Irgendwie aber auch ein Einsatz von Körperkraft. Aber das ist das Gaspedal mit dem Fuß drücken auch irgendwie.

    Natürlich wäre es schön, wenn alle ihre Autos abschaffen würden und stattdessen Pedelecs fahren. (Meinetwegen auch Speed-Pedelec). Aber ich fürchte das wird nicht einfach so geschehen. Und bei Speed-Pedelecs fände ich es auch schon nicht mehr ganz so schön. Und ich lehne es auch entschieden ab, das Speed-Pedelec in ähnlicher Weise wie das Pedelec als Fahrrad zu bezeichnen.

    Wenn man die Mobilitäts-Visionen dagegen ganz grundsätzlich durchdenkt, stehen die Chancen besser für eine grundlegende Verkehrswende.

    ... aber es knallt recht laut. In 61 Jahren müsste man das schon mal live miterlebt haben, wenn es eine relevante Anzahl wäre ...

    Wenn du Nachholbedarf hast, dann schaue hier:

    Bei "Kottan ermittelt" war es ein Running-Gag.

    Leider auch einmal unpassender Weise mit einem Fahrradfahrer.

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    Doch, es war sehr wirtschaftlich, weil man so günstig an die in den Städten gebrauchten billigen Arbeitskräfte kam ...

    Zu Zeiten des Bahnbaus nicht, weil die Frau daheim blieb, da hatte sie vor Erfindung von Waschmaschine & Co. genug zu tun, während der Mann zur Arbeit in die Stadt fuhr ...

    Inzwischen haben Mann und Frau Arbeit und ein eigenes Auto ...

    In den 60er und 70er Jahren hatten viele Haushalte nur ein Auto. Und viele Frauen noch keinen Führerschein. Trotzdem begann das Geschäftesterben in den kleinen Ortschaften.

    Samstags war in vielen Familien der Tag an dem zum nächsten großen Verbrauchermarkt gefahren wurde. Das Auto wurde vollgestopft mit Vorräten für zwei bis drei Wochen. Was Dort gekauft wurde, das wurde in den kleinen Läden in den Ortschaften nicht mehr gekauft.

    Ein Dorf (nicht Grundzentrum!) mit Bahnanschluss war sehr selten – und die wenigen Beispiele, die ich hier finde, sind nicht gerade Beispiele für lange gebliebene Läden. Eher im Gegenteil: So gibt es in Radbruch bei 2250 Einwohnern einen Bahnhof, aber keine Läden; nebenan in Handorf dagegen bei 2000 einen Laden, aber eine lausige ÖPNV-Anbindung (im Grunde nur Ruf- und Schulbusse).

    Jetzt stelle dir einmal die Entwicklung ohne Auto vor. Radbruch hätte aufgrund der Bahnanbindung deutliche Standortvorteile gegenüber Handorf gehabt.

    Es gäbe vermutlich eine halbstündliche Anbindung nach Lüneburg, bzw. in der Gegenrichtung nach Hamburg. Jetzt ist die Anbindung nur stündlich.

    Für die Leute aus Handorf gäbe es neben der Möglichkeit die 5 km mit dem Fahrrad zum Bahnhof Radbruch zu fahren auch noch einen guten Omnibusanschluss oder gar Gleisanschluss. In Radbruch müsste man dann allerdings umsteigen. Warum also nicht gleich in Radbruch bleiben? Zum Arbeiten, Einkaufen, Kultur, Vereinsleben, Ärzte etc.

    Und wie sieht es jetzt aus? Mit dem Auto ohne Umsteigen über die A 39 oder A25 direkt nach Hamburg.

    Das ist richtig. Allerdings sehe ich das Pedelec als attraktivere Alternative zum Auto als es ein motorloses Fahrrad ist. Und ein Pedelec belastet die Umwelt oder andere Menschen um Größenordnungen weniger als ein Auto. Es ist daher das viel kleinere Übel.

    Natürlich ist das Pedelec für manchen Autofahrer eine deutlich attraktivere Alternative zum Auto als ein Fahrrad. Allerdings kann man das zum Beispiel auch von einem Motorroller sagen.

    Ein Motorroller verbraucht deutlich weniger Energie und wenn es einer mit E-Antrieb ist, dann ist auch die Umweltbelastung nicht so extrem wie bei einem Motorroller mit Verbrennermotor.

    Ob es wirklich nötig ist, für eine Verkehrswende die strengen Kriterien anzulegen, die Knoflacher formuliert?

    Andererseits: Wo genau soll denn die Grenze der "Möglichen" liegen?

    Und birgt es nicht eine große "Rückfallgefahr" wenn man, anders als Knoflacher vorschlägt, nur eine sehr lasche Grenzziehung vornimmt?

    Knoflacher fordert jedenfalls eine sehr deutliche Grenzziehung: Wenn beim Individual-Verkehrsmittel die Motorkraft dazu kommt und durch eine geringe Körperkraft das Fahrzeug sehr viel stärker beschleunigt werden kann als das mit der reinen Körperkraft möglich wäre, dann sieht er den Virus Auto am Start, mit in vielfacher Hinsicht verheerenden Folgen.

    Ich schätze Knoflacher, aber er sieht das Ganze zu sehr aus der Perspektive eines Stadtbewohners. Ein Freund von uns wohnt hier: Google Maps Die nächste Einkaufsmöglichkeit befindet sich im knapp 10 km entfernten Cadenberge. Da würde mich wirklich interessieren, wie Knoflachers Idealvorstellung von Mobilität dort konkret aussieht.

    Für Knoflacher ist klar, das ein anderer Mobilitätsfortschritt, ohne Auto, sehr viele andere Entwicklungen positiv hätte beeinflussen können. Sein Buch neues Buch heißt "Virus Auto 4.0: Lebensraum für Mensch und Natur in Stadt und Land". "und Land" bedeutet, dass er den ländlichen Raum ebenso im Blick hat wie die Stadt. Muss doch bald mach nachlesen, was er da zur Entwicklung in ländlichen Räumen schreibt.

    Nachdem was ich von dem Vorgängerbuch Virus Auto in Erinnerung habe, sieht er vor allem das Problem, dass das Leben auf dem Land durch das Auto noch stärker beeinträchtigt wird als in der Stadt. Denn in der Stadt gibt es häufiger als auf dem Land die Möglichkeit ohne Auto zu leben. Während es in manchen ländlichen Räumen geradezu einen Zwang gibt ein Auto zu besitzen, um im notwendigen Maß mobil sein zu können. Dem kann man begegnen indem der ÖPNV ausgebaut und die Möglichkeiten für den Fahrradverkehr verbessert werden und gleichzeitig die Freiheiten und Räume für den Autoverkehr reduziert werden. Zum Beispiel beklagt Knoflacher, dass im ländlichen Raum immer mehr Ortsumgehungen gebaut wurden, die zunächst dazu führten, dass der Autoverkehr im Zentrum der Ortschaften sich reduzierte. Aber längerfristig ist der Autoverkehr insgesamt dann doch wieder angestiegen auch in den Ortschaften selbst, weil es immer mehr Menschen möglich war immer größere Strecken immer schneller mit dem Auto zurückzulegen. Ortschaften die ausschließlich an den ÖPNV angeschlossen sind, ohne Zufahrtsmöglichkeiten für privaten Autoverkehr, hätten dieses Problem nicht. Und wenn alle Bewohner einer Ortschaften den ÖPNV nutzen, dann sind da auch gute Taktzeiten möglich.

    Sehr kleine Ortschaften oder weit ab von Ortschaften gelegene Einzelhäuser dagegen wären vermutlich in einer Mobilitätsentwicklung ohne Auto erst gar nicht entstanden. Oder wo es sie bereits gab, häufiger verlassen und aufgegeben worden.

    Doch, um den Faktor 1000!

    Nochmal: Der Elektro-Tretroller mit 500 Watt ist ein KFZ bei dem der Nutzer die eigene Körperenergie durch Motorkraft um ein hohes Maß vervielfacht.

    Ein E-SUV mit 500.000 Watt ist ebenfalls ebenfalls ein KFZ bei dem der Nutzer die eigene Körperenergie durch Motorkraft um, ein hohes Maß vervielfacht.

    In diesem Punkt, dass vom Fahrer nur eine sehr geringe eigene Körperkraft aufgewendet werden muss, durch die er mithilfe des KFZ-Motors um ein Vielfaches verstärkt eine starke Beschleunigung erfährt, unterscheidet sich der Elektro-Tretroller nicht vom E-SUV.

    Für Knoflacher besteht darin das Grundübel, das er Virus Auto nennt. Laut Knoflacher die Ursache für eine Mobilitäts-Fehlentwicklung mit dramatischen Folgen. Und möglicherweise war bereits die von den Autoproduzenten zur Ikone erkorene "Pionierin" der Autofahrerei, Bertha Benz vom Virus Auto befallen, als sie 1888 die erste Autofahrt in der Geschichte der Menschheit angetreten ist.

    Viel vernünftiger wäre es jedenfalls gewesen, die Strecke von Mannheim nach Pforzheim mit der Eisenbahn zu fahren. Die gab es damals nämlich auch schon. Von Mannheim über Durlach nach Pforzheim. Immerhin: "Noch als 90-Jährige appellierte Bertha an alle Autofahrer: „Bitte, fahrt nicht so schnell." https://www.deutschlandfunk.de/bertha-benz-au…ometer-100.html

    Und Sie vergleichen 400 W mit 400 kW (Service-Tipp: das kleine "k" bedeutet einen Unterschied von einem Faktor 1000)

    Wo vergleiche ich 400 W mit 400 kW? Meinen Sie vielleicht diesen Satz:

    Langfristig im Sinne von einem Idealbild widerspricht ein Pedelec dem Ziel einer menschlichen und nachhaltigen Mobilität. Aber natürlich nicht in dem Maß wie ein 400 kw E-SUV.

    Ein Pedelec hat zwar nur 250 Watt Tretunterstützung. Und trotzdem widerspricht es dem Idealbild von Mobilität, in dem es keine Fahrzeuge für den Individualverkehr gibt, bei denen der Nutzer die eigene Körperenergie durch Motorkraft vervielfacht.

    Beim Pedelec (max. 250 W) muss aber immerhin ein gewisses Maß an eigener Körperkraft aufgebracht werden, um damit fahren zu können.

    Beim Elektro-Tretroller (max. 500 Watt) dagegen genügt bereits ein leichter Daumendruck, um das Fahrzeug auf bis zu 20 km/h zu beschleunigen.

    Klar das ist klimapolitisch und umweltpolitisch betrachtet immer noch besser als ein E-SUV mit 500 kW.

    Aber der Elektrotretroller ist eben bereits ein KFZ, das mit sehr geringem Energieaufwand eine relativ hohe Beschleunigung ermöglicht. Knoflacher zufolge ist das das Grundübel, den er Virus Auto nennt. Da unterscheidet sich der 500 W Elektro-Tretroller nicht vom 500 kW E-SUV, außer vielleicht darin, dass beim SUV nicht der Daumen sondern der rechte Fuß den Beschleunigungs-Steuermechanismus betätigt.

    Wenn Sie Knoflacher da nicht folgen mögen, dann sagen Sie es, aber tun Sie nicht so als ob ich Watt mit Kilowatt verwechsele.

    Und schon wieder vergleichen Sie 400 kW mit 400W *gähn*

    Die Frage ist halt, wo liegt die Grenze, bei der es problematisch wird. Beim KFZ als Individualverkehrsmittel wird es problematisch (siehe Knoflacher: Virus Auto)


    Das Pedelec ermöglicht eine deutlich niedrigere Tretunterstützung als das S-Pedelec.

    Deshalb ist es auch gerechtfertigt, bei einem S-Pedelec (bis zu 4-fache Tretunterstützung bis zu 45 km/h) von einem KFZ zu sprechen.

    Das Pedelec lässt sich vielleicht gerade eben noch so als Fahrrad bezeichnen und wird auch so in den geltenden Bestimmungen überwiegend so behandelt.

    Ein Elektrotretroller wird nach den geltenden Gesetzen und Verordnungen als KFZ bezeichnet, was ich für sehr richtig halte. Dabei fährt ein Elektrotretroller nur maximal 20 km/h schnell, während ein Pedelec bis 25 km/h Tretunterstützung leistet.

    "Die zulässige Nenndauerleistung eines Elektrotretrollers von 500 Watt beträgt etwa das Fünffache der Dauerleistung eines durchschnittlichen Radfahrenden und liegt deutlich über der eines Pedelecs (max. 250 Watt)."

    E-Scooter auf Radwegen: ADFC gibt Tipps für Radfahrende bei einem Unfall
    Seit 2019 müssen E-Scooter und Co. auf Radwegen fahren. Der ADFC gibt Tipps, worauf sich Radfahrende einstellen müssen, auch bei einem Unfall.
    www.adfc.de

    Der Gesetzgeber vergleicht also 250 Watt mit 500 Watt und kommt zu dem Schluss, dass das eine ein Fahrrad und das andere ein KFZ ist.

    Der ÖPNV (der in den meisten Dörfern erst NACH dem Auto kam!) ist dabei nur der Versuch einer Symptom-Korrektur: Er ermöglicht es den Leute ohne Auto aus den Dörfern noch "irgendwie" in das Grundzentrum zu kommen – ein Angebot, dass eigentlich weder ansatzweise wirtschaftlich oder ökologisch ist (weil man für eine stark schwankende Nachfrage planen muss) noch als "komfortabel" bezeichnet werden kann. Und von da auch gleich in die Kreisstadt weiter zu fahren, ist schon fast ZU einfach. Keine Anstrengung, der Aufpreis ist marginal (im HVV 3,80 statt 2,70) und selbst die Fahrzeit ist für 25 statt 5 km gerade mal das doppelte. Dieser bei keinem (!) anderen Verkehrsmittel so krass auftretende Skalen-Effekt führt dazu, dass etwas was eigentlich eine Alternative zum Auto sein will, eine Alternative zum Dorfladen wurde.

    Der ÖPNV war in vielen Ortschaften bereits sehr früh präsent auf jeden Fall deutlich früher als das Auto, wenn diese Ortschaften nämlich an einer Eisenbahnlinie lagen. Trotzdem führte diese ÖPNV-Anbindung nicht dazu, dass örtliche Geschäfte schließen mussten, weil die Menschen mit dem ÖPNV in die größeren Ortschaften zum Einkaufen gefahren sind.

    Und damit meint er hohe Geschwindigkeiten und nicht 25 km/h statt 20 km/h. Was die kleinen Strukturen zerstört, sind Fahrzeuge, mit denen man ohne Anstrengung in 30 Minuten in der nächsten Stadt ist, die 20 km entfernt ist. Das schafft auch ihr bei 60km/h abgeregelter Turbo-Omnibus nicht.

    Es geht hier nicht um den von mir "bei 60 km/h abgeregelten "Turbo-Omnibus"!

    Ein Omnibus darf auf der Landstraße nicht schneller als 60 km/h fahren, wenn sich im Inneren Fahrgäste auf Stehplätzen aufhalten.

    Der ADAC zum Beispiel hat das nicht richtig dargestellt:

    "Höchstgeschwindigkeit für Lkw und Busse
    Lkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis 7,5 Tonnen dürfen auf Landstraßen maximal 80 km/h fahren. Das gilt auch für Lkw, Kleintransporter und Wohnmobile mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis 3,5 Tonnen, die mit einem Anhänger unterwegs sind, und für Busse.

    Für Lkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 7,5 Tonnen liegt die zulässige Höchstgeschwindigkeit bei 60 km/h."

    Geschwindigkeit auf Landstraßen: Was ist erlaubt?
    Viele schwere Unfälle passieren auf Landstraßen. Welche Höchstgeschwindigkeit dort gilt, und was Lkw beachten müssen.
    www.adac.de

    So steht es dagegen in §3 StVO, in Absatz 3:

    (3) Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt auch unter günstigsten Umständen
    außerhalb geschlossener Ortschaften

    (...)

    b) für

    (...)
    cc)
    Kraftomnibusse mit Fahrgästen, für die keine Sitzplätze mehr zur Verfügung stehen,
    60 km/h, ..."

    StVO - Straßenverkehrs-Ordnung

    Ich finde, Pedelecs sind zu erfolgreich, um sie jetzt zu verbieten und eine Person auf einem Pedelec ist viel besser als eine Person in einem Auto.

    Ob das jetzt bis 20 untertützt oder bis 25 macht keinen großen Unterschied. Beides sind zügige, aber nicht abnorm hohe Geschwindigkeiten. Pedelecs werden ja nicht nur innerorts auf engen Radverkehrsanlagen genutzt, sondern auch über Land.

    Ich gehe d'accord, dass mehr als 25 generell keine gute Idee wäre für diese Fahrzeuggattung.

    Würdest du dann bereits im Umlauf befindliche Räder zurückrufen und zwangsdrosseln lassen wollen? So rein praktisch?

    Ich finde es wichtig, das Verkehrsmittel Pedelec richtig einzuordnen. Die Frage wie das Idealbild von Mobilität aussieht, das dir oder mir oder Knoflacher im Sinn hat, ist deshalb wichtig, weil diese Zielvorstellung eine Einordnung ermöglicht. Knoflachers Idealbild von Mobilität schließt aus, dass Fahrzeuge als Individualverkehrsmittel benutzt werden, die es dem Fahrer ermöglichen mit geringem Körpereinsatz eine starke Beschleunigung und hohe Geschwindigkeiten zu erzielen.

    Bei einem Verbrenner-SUV mit 300 und mehr PS ist klar, dass das nicht im Sinne Knoflachers ist. Und es gibt darüberheinaus bereits heute einen relativ großen gesellschaftlichen Konsenz, dass das keine erstrebenswerte Fahrzeuge sind, die ein Klima- und Umweltfreundliche Mobilität ermöglichen.

    Das sieht schon wieder ganz anders aus bei einem Elektro SUV. Der darf dann auch gerne 300 kW haben (was mehr als 400 PS entspricht). Und trotzdem findest du noch eine ganze Reihe Menschen, die davon überzeugt sind, dass sie mit einem entsprechenden Fahrzeug-Wechsel einen wertvollen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten. Große Teile der Politik, Fahrzeughersteller und viele Medien bestärken ihn in seiner Einschätzung.

    Bei einem Wechsel von einem Auto zu einem S-Pedelec oder Pedelec wird keiner in Frage stellen, dass das eine deutliche Verbesserung im Sinne von Umwelt- und Klimaschutz darstellt. Ich befürchte allerdings, dass der Kauf eines S-Pedelecs oder Pedelecs nur in seltenen Fällen dazu führt, dass jemand, der ein Auto hat, das Auto aufgegeben wird. Auch langfristig nicht.

    "Knoflachers Vorschläge für eine umweltschonende und menschenwürdige Verkehrspolitik haben gleichermaßen gesellschaftliche, ethische und verkehrspolitische Substanz.« Sacha Rufer (umweltnetz-schweiz)" Quelle: https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/A1068614324 Buchvorstellung Virus Auto 4:0 von Hermann Knoflacher

    Kurzfristig, sozusagen als persönliche Sofortmaßnahme, begrüßt auch Knoflacher das Pedelec, wenn dafür jemand sein Auto abschafft.

    Langfristig im Sinne von einem Idealbild widerspricht ein Pedelec dem Ziel einer menschlichen und nachhaltigen Mobilität. Aber natürlich nicht in dem Maß wie ein 400 kw E-SUV.

    Knoflachers Beurteilungsgrundsatz für sein Idealbild von Mobilität geht davon aus, dass ein Individual-Verkehrsmittel durch eigene Kraft des Fahrers bewegt werden soll. Die Unterstützerkraft des Pedelec widerspricht bereits dieser "reinen Lehre". Trotzdem können Regionen mit steilen Anstiegen, starkem Gegenwind oder persönliche körperliche Einschränkungen auch für Knoflacher ein Grund sein das Pedelec zu benutzen. Bei der Diskussion hier über die Pedelec-Geschwindigkeiten habe ich bisweilen den Eindruck, dass es nur noch um die Frage geht, wie schnell das Pedelec fahren darf, bis zu dem Punkt, an dem die Motorunterstützung abschaltet. Und weil es einige locker schaffen einen 35er-Schnitt zu fahren, sehen sie diese Grenze bei 35 km/h, ich zum Beispiel sehe dementsprechend diese Grenze bei 15 km/h, denn viel schneller bin ich mit dem Fahrrad ohnehin nicht unterwegs.

    Klar erscheine ich damit manchen als "Spaßbremse", umgekehrt kommt mir der Gedanke vom "Fahrrad-Raser" manchmal in den Sinn. Unabhängig von solchen sachfremden Vorwürfen halte ich es aber für wichtig zu Kriterien zu kommen, die beständiger sind. Es kann ja nicht das Ziel sein, dass Yeti ein Pedelec mit Tretunterstützung bis 35 km/h fährt, weil das seiner persönliche Dauerleistung beim Fahrradfahren ohne Hilfsmotor entspricht und Ullie ein Pedelec mit Tretunterstütung bis max. 15 km/h fährt, weil er ohne Tretunterstützung auch nicht schneller mit dem Fahrrad unterwegs wäre.;) Und wenn ich dann nachweisen kann, dass ich irgendwann in meiner wilden Jugend schon mal unfallfrei mit dem Fahrrad von der Sababurg blitzeschnelle ins Wesertal gedonnert bin, darf ich mein Pedelec dann upgraden auf 45 km/h.:P

    Ein wichtiges Kriterium sollte die Unfallgefahr sein. Zum Glück verlaufen Fahrrad-Unfälle oft sehr glimpflich, nicht zuletzt aufgrund des niedrigen Tempos. Bei schnellen Bergabfahrten sind ggf. die Verletzungsfolgen gravierender. Aber wer gewohnt ist bergab zu fahren, der hat darin eine gewisse Routine, die zu seinem Schutz beiträgt.

    Trotzdem lehne ich es ab, die Menschen mit dem Pedelec schneller zu machen, als sie es von Natur aus sind. Unterstützung bei Gegenwind, Anstiegen, Handycaps, wie eine Erkrankung oder Behinderung, dafür ist das Pedelec okay. Aber die die Grenze für die Tretunterstützung muss dann nicht unbedingt bei 25 km/h liegen. Eine niedrigere Grenze für die Tretunterstützung ist wünschenswert und trägt dazu bei, dass es im Fahrradverkehr nicht hektischer zugeht, als ohnehin schon. (Klar im Autoverkehr ist es tausendmal hektischer, aber der soll ja nun gerade nicht das Vorbild sein! ;) )

    Ha, Omnibusse müssen auf jeden Fall auf 25km/h abgeriegelt werden, damit es keinen schwindlig wird und alle etwa gleich schnell unterwegs sind und alles flutscht.

    Sehr lustig ^^. Omnibusse sind gemeinsam genutzte Verkehrsmittel, keine Individualverkehrsmittel. Da unterscheidet Knoflacher sehr deutlich. Jetzt verfalle aber nicht ins Gegenteil, Turbo-Omnibusse hat Knoflacher nicht verlangt!

    Sie bringen immer alles durcheinander. Natürlich ist es es völlig normal, mit einem Fahrrad schneller als 25 km/h zu fahren, wenn es z.B. bergab geht. Selbst im flachen Stade kenne ich Strecken, da muss man sich einfach nur rollen lassen, um auf dieses Tempo zu kommen (jedenfalls, wenn man mit mehr als 0,7 bar Reifendruck fährt). Wer das nicht will, darf dort bremsen.

    Ich fürchte, da bringen Sie was durcheinander. Es ist eben nicht völlig normal, mit dem Fahrrad schneller als 25 km/h zu fahren, weil es eben nicht normal ist, dass es bergab geht. Übrigens könnte man auch mit einem Pedelec, dass zum Beispiel bei 15 km/h aufhört Tretunterstützung zu leisten bergab mit 50 km/h und schneller fahren, genau wie mit einem normalen Fahrrad ohne eingebauten Motor. Ich habe doch nirgends davon gesprochen, dass Pedelecs ab einer bestimmten Geschwindigkeit zwangsgebremst werden sollen.

    Genauso gilt für die Küste: Bei stetigem kräftigen Rückenwind und einer Gangschaltung mit ausreichend hoher Übersetzung ist es möglich mit dem Fahrrad 25 km/h und schneller zu fahren. Leider habe ich an der Küste das subjektive Gefühl ständig nur mit Gegenwind kämpfen zu müssen. Aber das ist natürlich ganz subjektiv. Und das geht sicher nur mir so. ;)

    Sowohl in Gegenwind-Gegenden als auch Gegenden mit Steigungen, da sind wir uns doch schon weiter oben einig gewesen, macht das Pedelec Sinn. Aber hohe Geschwindigkeiten stellen Menschen auch vor Probleme. Das hatten wir auch schon erörtert im Zusammenhang mit Schussfahrten bergab. Knoflacher nennt noch ein anderes Problem:

    "Aber hohe Geschwindigkeiten ersparen uns doch Zeit?", wird Knoflacher gefragt. Seine Antwort: "Leider nein. Wenn die Geschwindigkeiten steigen, werden nur die Wege länger, doch die investierte Zeit bleibt gleich. Ein Beispiel: Wir fahren weite Wege, um dieselben Dinge einzukaufen, die es auch im kleinen Laden um die Ecke gibt. Das Problem an der Sache ist: Hohe Geschwindigkeiten zerstören kleine Strukturen." (aus dem bereits mehrfach verlinkten Interview im Mangern Magazin)