Ich sehe mich als Verkehrsteilnehmer. Unterwegs bin ich zu Fuß, mit dem Rad, mit Motorrad und mit dem Auto.
Den motorisierten Verkehr empfinde ich als Gewalttätig. Auch wenn ich motorisiert unterwegs bin.
Wenn ich mit nem Sprinter o.ä. unterwegs bin scheint alles friedlich zu sein, aber sobald ich mit einem Trabbi, dem Motorrad oder Fahrrad unterwegs bin scheinen mich recht viele abschießen zu wollen. Besonders schlimm ist es wenn ich mit einem Moped (45kmh) fahre. Die Leute strengen sich richtig an um mich in die Bredouille zu bringen.
Eine sehr erschreckende Zustandsbeschreibung! Und wenn man dann noch so was sieht, ...
... dann möchte man gar nicht gerne darüber nachdenken, was gewesen wäre, wenn es nicht "nur" eine Laterne gewesen wäre auf der Fußgänger*innen-"Schutz"-Insel, die "Autokontakt" hatte.
Und - ein Fahrrad ist ein Fahrzeug. Ein Fahrzeug gehört auf die Fahrbahn.
An wen richtet sich dieser Appell? Vielleicht an Menschen mit ausgeprägtem Märtyrer-Bewusstsein?
"Eine Märtyrerin oder Märtyrer ist eine Person, die sich für ihre Überzeugung opfert oder Verfolgungen auf sich nimmt."![]()
Freilich, diejenigen, die davon abraten Fahrradwege zu benutzen, weil man dann von Rechtsabbiegern übersehen wird, können aus einer anderen Perspektive heraus behaupten, dass nur Menschen mit Märtyrerbewusstsein es auf sich nehmen, Fahrradwege zu benutzen, obwohl es dabei erwiesenermaßen häufig zu tödlichen Abbiegeunfällen kommt.
Ghostbike an der Ecke Hans-Böckler-Allee / Seligmannallee wo eine Fahrradfahrerin von einem rechtsabbiegenden LKW getötet wurde.
Immerhin, diese Gegenmaßnahme wurde inzwischen umgesetzt:
Und diejenigen, die im fetten Straßenpanzer (SUV) sitzen, krepieren derweil an Kreislauf- und Herzerkrankungen wegen Bewegungsmangel.![]()