Die Argumentation:
und
könnte direkt vom ADAC stammen.
Also, weil Fahrradfahrer auf der Fahrbahn den Verkehr behindern "könnten", aber deswegen wahrscheinlich nicht weniger Fußgänger vom KFz -Verkehr gefährdet werden, ist es kein Problem, wenn zusätzlich zu den Fußgängern auch die Radfahrer gefährdet werden.
Klingt für mich unglaublich schlüssig
Wenn du dieses Gefährdungspotenzial, dem Auch Fußgänger*innen ausgesetzt sind, ausschließen willst , dann benutze einfach die Fahrbahn. Ich hatte von Angebotsradwegen gesprochen.
Und mit dem "Vorbeifahren", auch ein gern genutztes Argument von KFz-Lenkenden, deren Vertretern und StVB: Wir reden hier von einem Zeitraum, der in der Regel mit 2-3 Minuten benannt wird. Also von einer Strecke von 1 - 1,5km. Das kommt wahrscheinlich so oft vor wie ein 4er im Lotto, dass KFz über diese Strecke einen schmalen Radfahrer nicht überholen können.
Im Gegensatz zum "normalen" Straßenverkehr, wo es überhaupt kein Problem ist, wenn KFz 15 Minuten hinter einem LKW fahren. Wenn ich mit dem Traktor unterwegs bin, fahre ich auch nicht ständig an der Straßenrand um jemanden vorbei zu lassen, und das ist ein ganz anderes Hindernis als ein Radler. Aber auch da kommen die Leute in der Regel in einer zumutbaren Zeit vorbei.
Es kommt halt sehr auf die Verkehrsbelastung mit Autoverkehr an. Auf jeden Fall ist es so, dass das zur Seite fahren, um schnellere Fahrzeuge passieren zu lassen, für einen Fahrradfahrer einfacher zu verwirklichen ist als z.B. für ein Trekkergespann mit zwei Erntewagen.
Entsprechend dürfte die Erwartung an den Fahrradfahrer höher sein, bei passender Gelegenheit anzuhalten, um den schnelleren Autoverkehr passieren zu lassen. Und selbst bei Tempo 30 max. und sogar auch dann, wenn Tempo 30 eingehalten wird vom Autoverkehr, ist das Tempo der Autos immer noch rund doppelt so hoch oder mindestens um ein Drittel höher als dass der meisetn Fahrradfahrer*innen. Auf jeden Fall ist es rund doppelt so hoch wie das Tempo einer nicht trainierten und routinierten Fahrradfahrerin. Und genau die Grupppe von Menschen gilt es durch attraktive Radverkehrsanlagen besonders anzusprechen, sodass die Anzahl der Fahrradfahrer*innen deutlich zunimmt.
Und das bedeutet nicht, dass schnellere Fahrradfahrer*innen, die lieber auf der Fahrbahn fahren, abgeschreckt werden. Denn ich hatte von Angebotsradwegen gesprochen.
Letztlich ist es ja auch eine Frage der Verkehrsdichte auf dem Radweg. Wenn dort sehr viele Fahrradfahrer*innen unterwegs sind, liegt es natürlich nahe, auf der Fahrbahn zu fahren.