Du vielleicht nicht, aber andere Menschen verhalten sich anders: Gewinn größer als Risiko, Selbstüberschätzung (mir passiert sowas nicht), .... Das scheint mir ganz verwandt dazu, warum die Todesstrafe keine abschreckende Wirkung hat.
Um es noch überspitzter zu formulieren: Es bringen sich Leute selbst mit dem Auto um und trotzdem fahren noch Leute mit dem Auto.
Ich messe einem anderen Urteil damals höchstens eine Verlangsamung der Verbreitung von Autos zu.
Nein, die Ausbreitung des Autos hätte bis auf wenige Anwendungsfälle gar nicht stattgefunden, wenn die Gefährlichkeit dieses Verkehrssystems im gesellschaftlichen Disput im Vordergrund gestanden hätte.
Ein Vergleich: In den meisten Staaten in Europa ist die Waffenvernarrtheit und der Waffenkult, wie er in den USA betrieben wird, deutlich weniger verbreitet. Der Privatbesitz von Schusswaffen, darüber herrscht ein recht großer gesellschaftlicher Konsens wird sehr kritisch gesehen, bzw. ganz und gar abgelehnt.
Und das trägt dazu bei, dass in europäischen Ländern signifikant deutlich weniger Menschen durch Schusswaffengebrauch sterben als z. B. in den USA.
Es ist an der Zeit, den Privatbesitz von Autos gesellschaftlich zu ächten und die bislang noch notwendigen öffentlichen Anwendungsfälle zu reduzieren. Der Ansatz Autos sicherer zu machen wird die Unfallgefahr nicht lösen.
Oder kurz gesagt: Das Auto muss weg!