aha. Ich finde es eine Frechheit, diese "Alternative" in einen Radwanderweg einzubauen.
Nach der Logik hätten wir dann ja ein super-duper Rad-Fernwege-Netz in Deutschland.Ja klar sind da einige Lücken - aber die Alternative ist doch Bahn. Oder Bus. Oder das eigene Auto...
Rad-Wanderwege sehe ich sehr kritisch. Was mich am meisten stört: Wozu brauchen wir Radwanderwege, wenn es doch genug Straßen gibt, auf denen Radfahrer viel besser fahren können als auf den oft viel zu schmalen, mit zahlreichen Schikanen gespickten "Radwanderwegen". Sowohl an der Weser, als auch an der Donau, am Main und an der Elbe, das sind wohl die bekanntesten Radwanderwege in Deutschland, aber auch an der Mosel, der Saar, der Leine und an Lahn und ich bin da überall schon gefahren, gibt es zahlreiche Stellen, an denen ich darüber geflucht habe, dass es kritische bis sehr kritische Stellen gibt, an denen Radfahrer geradezu verar.... werden.
Was der "typische" Radwanderer erwartet, ist ein möglichst breiter Radwanderweg, den er mit keinen anderen Verkehrsteilnehmern teilen muss. Dafür nimmt er, so mein Eindruck, die vielen "Verar... "- Stellen in Kauf. Hauptsache er hat seine Ruhe.
Mir geht das dann manchmal ganz schön gegen den Strich, wenn mal wieder ein Abschnitt über eine Sandpiste, Schotterpiste oder Kopfsteinpflasterpiste führt, oder absurde Kraxeleinlagen erfolgen, um Radfahrer davon abzuhalten, ganz einfach auf der nahe gelegenen Landstraße solche Problemstellen zu umfahren.
Dabei ist ein Super-duper-Radfernwegenetz in Deutschland, doch praktisch schon vorhanden. Es gibt zahlreiche gut ausgebaute Landstraßen, die jedoch von viel zu vielen Autos mit viel zu hohen Geschwindigkeiten befahren werden. Anstatt jedoch den Autoverkehr drastisch zu reduzieren und die Geschwindigkeiten deutlich zu verringern werden Radfahrer auf "Radwanderwege" abgedrängt, die an vielen Stellen einfach nur ein Zumutung sind.
Gut viele "Radwanderer sehen das anders, die wollen "ihren" ganz eigenen Radwanderweg. Und zumindest auf kurze Sicht, ist das ja auch eine verständliche Erwartung. Aber die sollen sich dann bitteschön nicht dran stören, wenn auf bestimmten Abschnitten auf den Zug verwiesen wird.
Oder sie sollen sich halt dafür stark machen, dass die Alternative zum Zug, die Fahrt über eine Bundesstraße, so gestaltet wird, dass dort die Autofahrer zu sehr viel Rücksichtnahme gegenüber dem Radverkehr gezwungen werden.