Auch Amphibien werden oft plattgefahren. Gibt es da Zahlen ? Und es gibt auch Wildunfälle auf Strecken, die auf 60 km/h begrenzt sind.
Da dürften schon einige zusammenkommen. Achtung: Verzehr von Mahlzeiten jetzt bitte einstellen:
"Warnschilder werden aufgestellt
Denn wegen überfahrener Tiere muss an manchen Stellen mit erhöhter Rutschgefahr gerechnet werden. Deshalb werden an bekannten Wegen Schilder mit dem Zusatzzeichen "Krötenwanderung" aufgestellt, um die Autofahrer vor dieser Gefahr zu warnen."
aus: Der Westen, Warnung vor Unfallgefahr durch Krötenwanderung, 2.3.2012 https://www.derwesten.de/auto/warnung-v…-id6419237.html
Das heißt dann wohl auch: In ein bis zwei Monaten ist es wieder so weit.
Aber anders als Wildtiere, werden Kröten wohl materiell nicht bewertet. (Die Kröten kosten keine Kröten.
) Es sei denn es sind so viele, dass das Auto ins Rutschen kommt und es dadurch zum Crash kommt. Die Kröten selbst fallen dabei allerdings wiederum nicht materiell ins Gewicht.
Wieviel die getöteten Rehe kosten und ob da wer für entschädigt wird, das ist mir auch noch nicht so ganz klar.
Aber zu den Leistungen der Versicherungen habe ich diese Zahlen vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) gefunden:
2008 Wildunfälle: 241.000, Versicherungsleistungen: 498 Millionen € (rund 2066 € je Unfall)
2017 Wildunfälle: 275.000, Versicherungsleistungen: 744 Millionen € (rund 2705 € je Unfall)
https://www.gdv.de/resource/blob/…wnload-data.pdf
Und das finde ich jetzt sehr interessant!
Wodurch wird die Zunahme der Wildunfälle um 14% verursacht?
Wie kommt die deutlich höhere Kostensteigerung um über 30% bei den Versicherungsleistungen je Unfall zu Stande?
Hat das vielleicht auch etwas damit zu tun, dass die Wildunfälle bei immer höheren Geschwindigkeiten geschehen?
Wie wirkt sich die Geschwindigkeit aus auf die Schwere der verursachten Schäden bei einem Wildunfall?
Hat eine entsprechendes Diagramm eine linearen Verlauf oder ist es eine quadratische Kurve wie beim Luftwiderstand?
Immerhin: Wenn zum Beispiel die Geschwindigkeit der Radfahrenden ansteigt, weil zunehmend Radfahrerinnen auf Elektroräder umsteigen, dann wird schnell ein großes Getöse angestimmt, dass insbesondere die Älteren unter den Radfahrerinnen und Radfahrern mit den höheren Geschwindigkeiten hoffnungslos überfordert seien und deshalb jetzt angeblich massenhaft Unfälle verursachten.
Wenn jedoch die Anzahl und die Schwere der Wildunfälle zunimmt, dann wird das mit einem Achselzucken abgetan.