Beiträge von Ullie

    Mal abgesehen davon, dass es völlig theoretischer Natur ist, wie ein Autofahrer sich verhalten soll, denn wer schon mal ein Reh oder ein Wildschwein vor dem Auto hatte, verhält sich meistens nicht rational, sondern nach Reflex und dass ist sehr unterschiedlich. Meist auch bei Hasen und anderem Kleinvieh.

    Da ich ja als Landei schon Auswirkungen gesehen habe, die ein Schwein oder ein Rotwild an einem KFZ und dessen Insassen hinterlassen kann, rate ich auf jeden Fall zu einer Voll-Bremsung, mit und ohne Aufkleber hinten dran.

    Die meisten Autos haben doch heutzutage ein Antiblockiersystem, das verhindert, dass der Wagen zum Beispiel beim Durchfahren einer Kurve gerade aus von der Straße rutscht, wenn der Fahrer eine Vollbremsung macht, weil ihm zum Beispiel gerade in dieser Kurve ein Reh oder ein anderes Tier vors Auto läuft. Mit einem solchen Aniblockiersystem dürfte es doch eigentlich kein Problem sein eine Vollbremsung hinzulegen, so dass die ADFC-Empfehlung, "Bremsen Sie möglichst stark ab" ein bisschen unklar bleibt. Das Antiblockiersystem ermöglicht doch bei der Vollbremsung genau dieses vom ADAC geforderte "Bremsen Sie möglichst stark ab". Inzwischen haben ja auch Motorräder und vereinzelt auch Fahrräder Bremsen mit einem Antiblockiersystem.

    "Seit Jahren sterben in Niedersachsen Tag für Tag rund 70 Rehe im Straßenverkehr. Was kann dagegen helfen?", so lautet die Bildunterschrift unter dem Bild von einem toten Reh, das in der Nordwest-Zeitung veröffentlicht wurde. " Wildunfälle 2019: 260.000 Rehe sterben auf Niedersachsens Straßen, von Matthias Brunnert, NWZ-online vom 12.1.2020

    https://www.nwzonline.de/blaulicht/hann…3957614746.html

    Ganz klar: Die Antwort muss lauten: Auto stehen lassen und mehr Rad fahren! Allerdings muss ich gestehen, dass ich auch schon mehrfach kurz davor war Kaninchen zu überfahren, die ganz urplötzlich aus dem dichten Gras über den Radweg hoppelten. Und einmal wäre mir beinahe eine Eule zum Verhängnis geworden, die mir frühmorgens auf einer abschüssigen Landstraße beinahe ins Vorderrad geflogen wäre.

    260.000 Rehe, dazu 2000 Wildschweine, gut 1100 Dam- und Rothirsche sowie Tausende Hasen, Kaninchen, Füchse und Dachse werden laut dem verlinkten Bericht alleine in Niedersachsen jedes Jahr Opfer des immer weiter zunehmenden und sich immer stärker beschleunigenden Autoverkehrs. "Der beste Schutz gegen Wildunfälle," so die ADAC-Sprecherin Alexandra Kruse

    "seien angepasste Geschwindigkeit und vorausschauendes Fahren. „Wer Tempo 80 statt 100 fährt, reduziert den Bremsweg um 25 Meter und reduziert im Fall eines Wildwechsels die Unfallschwere.“":

    Schade nur, dass Aufrufe zur Temporeduktion vom ADAC nur selten zu vernehmen sind. Und wenn überhaupt, dann nur als Ratschlag für das persönlich Autofahrerverhalten. Ich sehe in der Häufigkeit der Wildunfälle einen eindeutigen Hinweis zu deutlich geringeren Tempolimits auf allen Straßen, nicht nur auf der Autobahn, sondern gerade auch auf Landstraßen. Aber da habe ich den ADAC wohl nicht auf meiner Seite.

    Um nicht missverstanden zu werden: Solche Fahrzeug-Aufkleber https://www.pfotenshop.ch/images/product…r-tiere%201.jpg oder solche https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/61n5nFezy4L._SX466_.jpg

    halte ich für gefährlichen Unfug! Denn sie könnten einen Autofahrer dazu verleiten gegebenenfalls gefährliche Fahrmannöver einzuleiten, die über das Abbremsen hinaus gehen. Denn eines ist klar: Bei einem drohenden Zusammenstoß des Fahrzeuges mit einem Hasen oder einer Katze, aber auch mit einem größeren Tier, wie ein Reh oder ein Wildschwein gilt:

    "Wenn der Zusammenstoß nicht zu vermeiden ist, auf keinen Fall ausweichen. Die Gefahren für Sie selbst (z.B. durch Baumaufprall) und den Gegenverkehr sind bei Ausweichmanövern in der Regel höher als der Zusammenstoß mit dem Wild. Bremsen Sie möglichst stark ab und halten Sie das Lenkrad gut fest."

    https://www.adac.de/verkehr/verkeh…e/wildunfaelle/

    Und da kann ich mich den ADAC-Empfehlungen nur anschließen! Trotz der schier unüberschaubaren Flut von Aufklebern (siehe Beispiele oben), nehme ich mal an, dass die übergroße Mehrheit der Autolenker diese unbedingt Ernst zu nehmende Verhaltensempfehlung des ADAC beherzigen!

    Aber darüber hinaus gibt der ADAC weitere Empfehlungen, bei denen ich mir nicht so sicher bin, dass sie stets beherzigt werden:

    • Auch ohne Verletzte, muss immer die Polizei unter der Rufnummer 110 verständigt werden. Geben Sie auch Ihren genauen Standort durch. In vielen Bundesländern muss bei einem Wildunfall zusätzlich noch ein Jäger informiert werden. Bitten Sie darum, dass Ihnen der Jäger eine Wildschadenbescheinigung aushändigt.
    • Wenn möglich, das tote Tier an den Randstreifen ziehen, damit keine Folgeunfälle passieren. Wegen eventueller Tollwutgefahr aber nicht mit bloßen Händen anfassen (Handschuhe!)
    • Verletzte Tiere nicht anfassen, da sie sich wehren könnten.
    • Warten Sie am Unfallort, bzw. in sicherer Entfernung bis Polizei oder Jäger da sind.

    Wichtig: Das angefahrene Wild darf vom Unfallort nicht entfernt werden, sonst droht eine Anzeige wegen Wilderei. Das kann eine saftige Strafe nach sich ziehen. Dasselbe gilt auch für die Mitnahme verendeter Tiere für den eigenen Verzehr. Das darf nur der Jagdpächter."

    Und ich muss selbst an dieser Stelle gestehen: Ich weiß nicht, ob ich im Falle eines Wildunfalles in Niedersachsen verpflichtet bin, nicht nur die Polizei sondern auch den Jäger anzurufen.

    Aber wie verhält man sich eigentlich als Radfahrer richtig im Falle eines unmittelbar drohenden Wildunfalles? Mit dem Auto einen Keiler rammen, das mag zwar Blechschäden verursachen, aber mit dem Fahrrad kann man das sicher nicht empfehlen.

    So, nach dem kleinen Ausflug in die Stadt-Land-Fluss-Animositäten wieder zurück zum eigentlichen Thema:

    Das WDR-Lied mit der Oma als Umweltsau hat folgenden Text:

    (Mir ist nämlich rückblickend aufgefallen, dass wir ausgiebig darüber stritten, ohne eigentlich den Text genau zu kennen.)

    Erste Strophe:

    Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad, Motorrad, Motorrad.

    Da sind tausend Liter Super jeden Moooonat.

    Meine Oma ist ne alte Umwelt-Sau.

    Zweite Strophe:

    Meine Oma sagt Motorradfahrn ist voll cool, echt voll cool, echt voll cool.

    Sie benutzt das Ding im Altersheim als Rollstuhl.

    Meine Oma ist ne alte Umwelt-Sau.

    Dritte Strophe:

    Mein Oma fährt im SUV beim Arzt vor, beim Arzt vor, beim Arzt vor.

    Sie überfährt dabei zwei Opas mit Rollator.

    Meine Oma ist ne alte Umwelt-Sau.

    Vierte Strophe:

    Meine Oma brät sich jeden Tag ein Kotelett, ein Kotelett, ein Kotelett.

    Weil Discounter-Fleisch so gut wie gar nix kostet.

    Meine Oma ist ne alte Umwelt-Sau.

    Fünfte Strophe:

    Meine Oma fliegt nicht mehr, sie ist geläutert, geläutert, geläutert.

    Stattdessen macht sie jetzt zehnmal im Jahr ne Kreuzfahrt.

    Meine Oma ist doch keine Umwelt-Sau.

    Meine Oma ist doch keine Umwelt-Sau.

    Damit liegt nun der ganze Text vor, was hoffentlich zu einer kritischen Würdigung desselben beiträgt!

    Ich habe ihn übernommen aus den Untertiteln des WDR-Beitrages, der von einem "kim stefan" ins Netz gestellt wurde.

    https://www.youtube.com/watch?v=wsWOOYlwjeI&app=desktop

    Auch das finde ich bemerkenswert: Der WDR hat den Liedbeitrag von seiner Internetseite heruntergenommen, aber man findet den Beitrag trotzdem immer noch sofort in voller Länge im Internet.

    Und neu hinzugekommen ist dieser Beitrag des ebenfalls Öffentlich Rechtlichen Bayrischen Rundfunks:

    Umweltsau Oma - das Schmählied des WDR | quer vom BR

    Da dieser Hinweis zu Beginn des BR-Filmbeitrages eingeblendet wird, will auch ich nicht versäumen diesen Hinweis zu geben:

    Das nachfolgende Programm

    ist für Zuschauer

    über 60 Jahren

    nicht geeignet!
    https://www.youtube.com/watch?v=J0DAeSiA_1o

    Das ist jetzt keine Umfrage, aber eine Petition zur Unterstützung für den Plan in Osnabrück eine Stadtbahn zu bauen.

    Das ist natürlich einerseits umwelt- und verkehrspolitisch ganz allgemein sehr wünschenswert. Darüber hinaus ist es aber auch direkt für den Radverkehr von Vorteil. Weil Stadtbahnen mehr Platz bieten als Busse verbessern sich i. d. R. die Mitnahmemöglichkeiten für Fahrräder, was zum Beispiel bei Schietwetter-Eindrüchen von Vorteil sein kann oder z. B. im Falle einer akuten Ermattung oder einfach nur um den Fahrtzielradius zu erhöhen!

    Die Petition hat den Namen:

    Stadtbahn für Osnabrück – Machbarkeit untersuchen!

    Und so kommt man hin: https://www.openpetition.de/petition/onlin…eit-untersuchen

    Bitte unterstützen!

    Eine andere Stelle in Wiesbaden, wo eine Klotzreihe das ordnungswidrige Zuparken des Radfahrstreifens verhindert:

    Dort wo die Klötzchenreihe startet steht eine kleine Bake. Die vordere ist schon arg zersaust.

    Im Bild hinten links mündet die Friedrichstraße auf die Schwalbacher Straße.

    Bei der Suche in mapillary habe ich eine Aufnahme entdeckt aus der Zeit vor der Klötzchenreihe und einem ordnungswirdig auf dem Radfahrstreifen parkenen Auto:

    https://www.mapillary.com/app/?lat=50.08…VxQ&focus=photo

    Und auch auf dieser google-Satellitenaufnahme kann man sehen, dass der Radfahrstreifen zugeparkt ist. (Dazu nach antippen des Links die "Globus-Ansicht" aktivieren!)

    https://www.google.de/maps/@50.07983…t/data=!3m1!1e3

    Auch in 2020 ist Friday for Future am Start, in Hannover mit einer Demo am 17.1.2020:

    Quelle: https://klimaschutzkalender-hannover.de/Veranstaltung/…nstance_id=2548

    Eine erste Aktion von Fridays for Future Aktivist*innen gab es bereits gestern vor der Siemens-Niederlassung in Laatzen:

    Hier ein Link zu einem Bild auf der Neue Presse Internetseite:

    https://www.neuepresse.de/var/storage/im…lery_detail.jpg

    Und zur Fotogalerie

    https://www.neuepresse.de/Mehr/Bilder/Pr…-in-Alt-Laatzen

    Um das entscheiden zu können, müsste man tatsächlich erst mal vor Ort genau nachmessen. Das habe ich leider versäumt bei meinem letzten Wiesbaden-Aufenthalt. Und hier im Forum haben wir ja nur zwei leicht unterschiedliche Satellitenbilder-Messungen. Ich habe auch im Internet noch keine genaueren Angaben gefunden. Diese geschützten Radfahrstreifen sind in Wiesbaden übrigens durchaus kein Standard, sondern eher eine Ausnahme. Das funktioniert nur dort, wo rechts neben dem Radfahrstreifen kein Parkstreifen existiert.

    In der Regel sind die geschützten Radfahrstreifen in Wiesbaden auch nicht sehr lang, so dass es eigentlich nicht notwendig ist, dort überholen zu können. Ggf. mauss man halt mal sich ein kleines Weilchen gedulden.

    Und die geschützten Radfahrstreifen in Wiesbaden können auch deshalb einigermaßen unbedenklich genutzt werden, weil sie nicht an parkenden Autos entlang führen, wo man damit rechnen muss, dass sich plötzlich eine Autotüre auftut, so dass man beim Ausweichversuch gegen die Absperrung fährt.

    ;)Die Verkehsbehörde hat jedenfalls auch in der Form vorgesorgt, dass der Grünstreifen neben dem gemeinsamen Fuß- und Radweg nicht über Gebühr als Ausweichfläche in Anspruch genommen wird. Zwei aufeinandergestapelte Fußplatten bilden eine wirkungsvolle Barriere, die die Verkehrsteilnehmer davon abhält, in den Grünstreifen auszuweichen.;) Oder hat die da jemand einfach nur mal eben so kurz dort abgelegt?

    Aufnahme vom 9.1.2020 (Beachte den gelben Pfeil!)

    Ach nee. Kurz vor Weihnachten lagen die auch schon da:

    Aufnahme vom 23.12.2019

    Dabei wäre es doch gar nicht so schwer zu bewerkstelligen, die abgesperrte Fahrspur für den Radverkehr zu ertüchtigen. Noch ein paar Absperrgitter zwischen die Baken und fertig wäre ein provisorischer abgesperrter Zweirichtungsradweg, der auch über die Baustellenzeit hinaus Bestand haben könnte.

    Diese Fahrspurabsperrung (Für wen oder was eigentlich?) ist im neuen Jahr dazu gekommen.

    Die herrlich frische neu geweißte Markierung ist schon längst wieder verblichen im Fahrrad- und Fußgängertunnel durch das Ihme-Zentrum.

    Doch seit einigen Tagen hängen zwei handgeschriebene Plakat, die vor Glätte warnen. Vielleicht war es während der zurückliegenden Frost-Tage im Tunnel und am Tunnelausgang zur Blumenauerstraße besonders glatt?

    Und ist der Tunnel auch noch so wenig attraktiv. Ich finde es toll, dass es Leute gibt, die sich die Arbeit machen mit handgeschriebenen Plakaten auf Gefahren aufmerksam zu machen. Gar nicht toll finde ich, dass sich von offizieller Seite anscheinend immer noch nichts tut.

       

    Ich habe dem netten Mitarbeiter der StVB mal geschreiben...

    Offensichtlich erfolgreich.

    Zustand Ende 2019:

    Weihnachten ist vorbei, da wurde der Weihnachtsbaum ein wenig gelichtet.

    Es wurde ein echtes 5er-Schild aufgehängt.

    Und beim Zusatzschild Radfahrer frei wurde das "frei" zugeklebt.

    Zustand heute (9.1.2020):

    Fehlt jetzt eigentlich nur noch das Schild, dass auf den Rad-Gegenverkehr aufmerksam macht:

    Mal abgesehen davon, dass ich das nach wie vor für ein Unding halte, dass der Radverkehr in beide Richtungen und der Fußgängerverkehr auf engsten Raum zusammengedrängt werden. Und das schon seit über einem Jahr Bauzeit. Der Zweirichtungs-Radverkehr sollte auf der äußeren Fahrspur stattfinden, die zu diesem Zweck abgesperrt wird.

    Mit dem neuen Jahr dazugekommen ist tatsächlich die Absperrung einer der Fahrspuren. Allerdings nicht zum Zwecke der Radverkehrs-Umleitung, sondern anscheinend um Platz zu schaffen für auf Zufahrt wartende Baustellenfahrzeuge, bzw. für die Zufahrt von Baustellenfahrzeugen:

    :(

    Ein gutes hat die Sache:

    Soweit ich das mitbekommen habe, ist da noch kein Unfall passiert im Bereich der Baustellenumleitung. Auch nicht als die 5er-Schilder noch nicht aufgehängt waren. Und das beweist doch, dass Radfahrer viel vorsichtiger und umsichtiger fahren, als es ihnen immer wieder von verschiedenen Seiten nachgesagt wird.

    Das halte ich für gefährlichen Murks und Pseudo-Protection. Es wird das Spur-Denken und somit enges Überholen noch mehr befördern als der Breitstrich alleine und dazu bereiten die Dinge eine Sturzgefahr.

    Außerdem dürfte dieser Radfahrstreifen nicht die Mindestbreite aufweisen. Das Überholen langsamerer Radfahrer ist dort nicht möglich. So ein Mist kommt dabei heraus, wenn Radfahrer Käfige mit vergoldeten Gitterstäben fordern.

    Wenn man verhindern will, dass Radfahrstreifen zugeparkt werden, muss man konsequent Verstöße ahnden, anstatt so einen Murks zu bauen.

    Auf dem google-Satellitenbild habe ich mit der Messfunktion ca. 1,60m (ohne Markierung) ermittelt. Das wäre gerade eben so die Mindestbreite.

    Und nun? Die Klötze wieder abbauen?

    Den Radfahrstreifen rot markieren?

    Die Klotzreihe zur Fahrbahnmitte hin verschieben, um z. B. 2,00 m breite Radfahrstreifen zu erhalten?

    Und dann den Radfahrstreifen Rot markieren, oder nur mit weißer Strichlinie?

    Die polemische Bemerkung, "Radfahrer fordern Käfige mit vergoldeten Gitterstäben", alleine löst ja noch nicht das konkrete Problem vor Ort. (So berechtigt der Einwand auch sein mag.)

    Was die strengere Kontrollen gegen Zuparken von Radfahrstreifen angeht wird man sehen müssen, wie sich das zukünftig entwickelt, falls das höhere Bußgeld und der Punkt in Flensburg tatsächlich kommen. Ich fürchte auch in Zukunft wird es damit alleine nicht getan sein.

    Protected bikelines sind eine aktuelle Forderung im Kampf um eine verbesserte Radwegeinfrastruktur.

    In Wiesbaden habe ich diese Variante einer "protected bikeline" fotografiert.

    Die ersten drei Schutz-Klötze sind krumm gefahren. So was müsste eigentlich umgehend ausgewechselt werden, denn das Vertrauen auf den möglichen Schutz, den eine "protected bikeline bietet, schwindet dramatisch, wenn ich als Radler an einem solchen Zerstörungswerk vorbei fahre.

     

    Die protcted bikeline ist in der Bahnhofstraße gegenüber der Einfahrt zum Parkhaus Markt: https://www.google.de/maps/search/wi…t/data=!3m1!1e3

    Das Satellitenbild ist vermutlich vor dem Einrichten der protected bikeline aufgenommen worden.

    VZ 306 ist doch das hier: [Zeichen 306]

    Aber wie soll dann ein Radfahrer, der an der gezeigten Stelle auf die querende Straße trifft, wissen, dass es eine Vorfahrtsstraße ist.

    Normalerweise müsste doch ein [Zeichen 205] oder [Zeichen 206] angebracht sein.

    Andererseits ist es ja "nur" der Radverkehr, der überhaupt an diese Stelle gelangen kann. Da werden doch dann oft dieselben Zeichen in deutlich kleinerer Ausführung benutzt.

    Vielleicht so:

    Oder genügt vielleicht doch die weiße Strichlinie. Obwohl, eine Markierung kann doch eigentlich eine Beschilderung nicht einfach so ersetzen.

    Beim ersten "auf Pkw achten" haben selbigeals Grundstücksausfahrer keinen Vorrang, da ist es eine Frechheit, ja.

    Beim zweiten ist es quasi eine Rechts-vor-links-Situation, der von oben hat bei der vorgeschriebenen Schrittgeschw. auf die für ihn von rechts kommenden eine bessere Sicht als der Radler an der gehweglosen (Abstand also NULL) Hausecke, von daher ist die unsymmetrische Warnbeschilderung dort eigentlich nicht zu kritisieren ...

    Auch ein Radfahrer, der wie ein Autofahrer von rechts kommend sich der Kreuzung nähert, auf der der Radler vor PKW gewarnt wird, hätte an der Stelle Vorfahrt. Vor Radlern aber wird nicht gewarnt. Warum?

    Mueck ich fürchte, wir dürfen uns da nichts vormachen. Die "unsymmetrische Warnbeschilderung" wie du sie nennst, hat keine Berechtigung.

    Sie hätte sie auch dann nicht, wenn dort ein Achtung Schild [Zeichen 101] mit dem Zusatz "PKW und Radfahrer beachten" stünde. Und da fällt mir auf, dass LKW gar nicht erwähnt sind. Zumindest die Müllabfuhr muss doch auch da durch fahren.

    Außerdem ist doch auf dem Schild "verkehrsberuhigte Zone" [Zeichen 325.1] bereits ein Auto abgebildet, das deutlich macht, dass ab hier mit KFZ zu rechnen ist.

    Wenn ich das richtig mitgekoppelt habe, dürfte es sich um diese Stelle handeln: https://www.mapillary.com/app/?lat=50.06…X1w&focus=photo

    Dort sehe ich weder ein [Zeichen 306] an der Hauptfahrbahn, noch ein [Zeichen 205] an der einmündenden Nebenfahrbahn. Es handelt sich auch nicht um einen Feld- oder Waldweg und das Einfahren auf die Hauptfahrbahn erfolgt nicht über einen abgesenkten Bordstein. Also gilt rechts vor links, wenn ich nichts übersehen habe.

    http://www.gesetze-im-internet.de/stvo_2013/__8.html

    Dass das sicherlich nicht so gemeint ist, sehe ich aber auch so und dass man sich als Radfahrer darauf nicht verlassen sollte, erst recht. Aus meiner Sicht fehlen dort vorfahrtregelnde Verkehrszeichen.

    Ergänzung: An der Kreuzung vorher übrigens auch: https://www.mapillary.com/app/?lat=50.06…mew&focus=photo

    Ich bewundere echt deine Fähigkeiten, so was auf mapillary zu finden. Mir fehlt da oft echt das Geschick. Aber du liegst goldrichtig. Auf der von dir verlinkten Aufnahme kann man unter dem Straßennamen Biebricher Allee die Hausnummern 89-129 lesen. Daraufhin habe ich noch mal in meine Fotosammlung geguckt und dieses Bild gefunden, das die selbe Stelle und das selbe Schild zeigt, allerdings von der anderen Seite. Deshalb stehen da die selben Hausnummern in umgekehrter Reihenfolge: 129-89

    Was die rechts vor links Geschichte angeht, die ja auch nur spaßig gemeint ist: Ich fürchte die drei dicken Fahrbahnbegrenzungsbalken sprechen da eine eindeutige Sprache, wie ja auch schon wer anders hier vermutet hat.

    Mir sind in Wiesbaden an vielen Stellen diese Fahrradmarkierungen in Kombination mit einem Pfeil aufgefallen. Und ich halte sie eigentlich für eine gute Idee. Auch wenn dann (oder vielleicht gerade weil dann) solche absurden Szenen möglich werden.

    Hier ein anderes Beispiel:

     

    Die Aufnahmen von dem etwas länger haltenden oder parkenden Transporter entstanden in der Blücherstraße. Hinter dem Transporter geht links die Lothringer Straße ab.

    Hier ein Link zur entsprechenden googlemaps-Aufnahme. (Mapillary hat nicht geklappt.)

    https://www.google.de/maps/place/Bl%…698!4d8.2246989