Beiträge von Ullie

    Maisach hat seit Freitag auch welche auf der Hauptstraße, muss morgen mal einen Meterstab mitnehmen.

    Richtung Westen gehts, da sind kaum Parkplätze, Richtung Osten sind fast die ganze Straße entlang auf dem Seitenstreifen Parkplätze makiert/beschildert.

    Als ich heute morgen das erste mal Richtung Westen unterwegs war, hätte ich ein Super Bild schießen können:

    Auto steht mit offener Fahrertür da, die endet genau über der Strichmarkierung.

    Also wieder etwas getan für die Sicherheit der Radfahrer.

    Ist das diese Straße, die Hauptstraße in Maisach?:

    https://www.google.com/maps/@48.21725…t/data=!3m1!1e3

    Wenn's dir nicht viel Mühe macht, halte doch bitte mal nach folgenden Punkten Ausschau:

    Wie ist der Schutzstreifen im Bereich der Bushaltestelle markiert?

    An dieser Stelle in Hannover ist kein Schutzstreifen, sondern ein Radfahrstreifen, der im Bereich der Bushaltestelle stumpf unterbrochen wird: https://www.google.com/maps/@52.33852…t/data=!3m1!1e3

    Früher war dort ein Schutzstreifen, der nicht unterbrochen war im Bereich der Bushaltestelle. Das kann man auf der streetview-Aufnahme von 2008 sehen:

    https://www.google.com/maps/@52.33815…!7i13312!8i6656

    Gibt es Leitlinien in der Straßenmitte? Auf dem Satellitenbild sind Mittelmarkierungen zu sehen. Finde ich schlecht, weil das nach meiner Beobachtung Autofahrer dazu bringt weiter am Rand zu fahren.

    Und sind die Radfahrstreifen auf der Seite auf der die Autos parken, mit einem größeren Abstand zum Bürgersteig markiert als auf der anderen Seite, an der keine Autos parken? Würde Sinn machen wegen der Dooring-Gefahr.

    Aber du schreibst ja, dass die geöffnete Autotür-Außenkante über der Strichlinie schwebt. Und ich befürchte, du meintest damit nicht die Strichlinie, die den Schutzstreifen nach rechts vom Fahrbahnrand abtrennt, sondern die nach links zur Straßenmitte hin. :(

    Foto wäre toll!

    Oh, gerade in der Familie werden häufig Punkte getauscht! Ich kenne da jedenfalls mehrere Familien, bei denen das so ist. Oft ist das Auto auch auf die Eltern zugelassen und die übernehmen mal den ein oder anderen Punkt, bevor beim Kind entweder das Punktekonto voll ist oder kurz bevor irgendwelche Tilgungsfristen ablaufen.

    Was kennst du denn für Leute??(

    https://www.abendblatt.de/hamburg/polize…ehuder-Weg.html

    "Das Cabrio geriet auf die entgegenkommende Fahrspur und kollidierte mit den Radfahrern. Das Ehepaar kam verletzt ins Krankenhaus." So steht es im Abendblatt.

    In einer Fahrradstraße sind doch in der Regel gar keine Fahrspuren markiert. Ist es da überhaupt angebracht, von der "Gegenfahrspur" zu sprechen?

    Dass das Cabrio dort hin "geriet" ist, ist ein interessanter Gesichtspunkt: Ist es ein selbstfahrendes Fahrzeug gewesen? So was gibt es ja heutzutage und in einigen US-Staaten nehmen selbstfahrende Fahrzeuge auch am Straßenverkehr teil.

    Oder ist es vielleicht so, dass der Fahrer des Mercedes frontal auf die Radfahrer zugehalten hat und deshalb jetzt besser darauf warten sollte, dass auch in Deutschland autonom fahrende Fahrzeuge zugelassen sind, so dass er wieder Auto fahren kann?

    Auf NDR heißt es am 27.7.2020: "Auf einer Fahrradstraße an der Alster hat ein Autofahrer am Sonntagabend zwei Menschen verletzt." Das hört sich schon anders an. In der NDR-Berichterstattung ist auch nicht von Fahrspuren die Rede.

    https://www.ndr.de/nachrichten/ha…nfall14844.html

    ... gewesen, temporär, man weiß es ja gerade nicht ...

    In der Tat, man weiß nicht so recht, was derzeit gilt.

    Auf der ADAC-Internetseite ist diese Aussage zu lesen:

    "Jetzt sind nicht nur die neuen Fahrverbote, sondern alle Änderungen des Bußgeldkatalogs vom April 2020 nichtig. Diese Rechtsauffassung vertreten immer mehr Experten aufgrund der engen Beziehung zwischen Bußgeld und Fahrverbot. Hiervon nicht betroffen sind die Verhaltensregeln der StVO etwa in Bezug auf den Schutz von Radfahrern."

    Aber beinhaltet das auch, dass das Halten auf Schutzstreifen wie es in der Verkehrsnovelle beschlossen wurde, weiter verboten ist?

    Und wie wird es gegebenenfalls sanktioniert? Wird es überhaupt kontrolliert? Oder sagen sich viele Polizeidienststellen, in der jetzigen Situation verzichten wir auf Kontrollen?

    Seit mehreren Monaten bin ich kürzlich mal wieder durch die Fahrradstraßen in der Menschingstraße-Brehmstraße gefahren.

    Dort wurden neue Fahrradpiktogramme angelegt.

    So sahen die alten aus:

    Die wurden geschwärzt und neue , blaue Kreise darüber gelegt:

    Die neuen Bodenpiktogramme sind etwas kleiner als die alten.

    So weit ich das beobachtet habe sind die neuen blauen Piktogramme jetzt überall in Hannover Standard.

    Ich finde sie zu klein. Sie dürften gerne einen Durchmesser von 2,50 bis 3,00 m haben.

    Siehe Fotomontage:

    Können sie nicht. Nie im Leben. Das mag in einigen Werbebroschüren anders aussehen, aber das Notbremssystem meines Autos kann nur "Unfallschwere reduzieren" und die "Warnung vor Aufprall" kann nur Hindernisse vor dem Auto erkennen. Noch nicht einmal das Abstandhalteradar, welches auf der Fahrbahn Radfahrer gut wahrnimmt, ist in der Lage eine Quer zu Fahrbahn stehende Kunststoffbarriere zu erkennen.

    Fahrer müssen hinschaun. Sonst nix. Wenn die Sonne im Weg ist muss eben langsamer abgebogen werden.

    Also ich stelle mir das so vor: Du fährst mit deinem PKW auf eine Kreuzung zu. Dein Unfallschutz-Assistenzsystem, das längst weiß, dass du auf eine Kreuzung zu fährst, bremst das Fahrzeug so weit runter, dass es in der Lage ist einen kreuzenden Radfahrer zu erkennen und rechtzeitig zu reagieren, also nicht nur die Unfallfolgen vermindern, sondern wirklich den Unfall verhindern. Das müsste doch machbar sein. Es gibt doch verschiedene US-Staaten, in denen autonom fahrende Autos unterwegs sind. Die "schaun" doch hin. Die fahren doch nicht dauernd Menschen tot.

    Was ich sagen will (bzw. fragen will): Ist es jetzt speziell das Unfallschutz-System, was in deinem Auto eingebaut ist, dem du es nicht zutraust, dass es einen solchen Unfall wie beschrieben verhindern kann. Oder traust du das grundsätzlich keinem automatischen Unfallschutz-System zu.

    Ich will jetzt hier nicht unbedingt Werbung für automatisiertes Fahren machen. Aber es gibt doch auch heute schon vielfache Assistenzsysteme, auf die sich Autofahrer verlassen. Wenn man so will, dann ist ein ganz normaler Rückspiegel auch so eine Art Assistenzsystem. Erst recht ein Spurhalte-Assistent oder ein Antiblockiersystem, das ABS ist doch schon seit 2004 Pflicht in allen Neuwagen.

    Warum ist ein Assistenzsystem noch keine Pflicht, dass den beschriebenen Unfall verhindern kann, in einem Fall, in dem in der Unfallberichterstattung zu lesen ist, der Fahrer habe den Radfahrer nicht gesehen?

    Wen würdest du denn bestrafen wollen? Herrn Meyer und/oder den Studenten, der wahrheitswidrig angibt, gefahren zu sein? Ich behaupte einfach, der Student würde das nicht tun (oder zumindest nicht zum gleichen Preis), wenn er dafür eine empfindliche Strafe riskiert.

    Also in meinem Tatort-Krimidrehbuch würde ich den Studenten als Tipp-Geber für den Täter glimpflich davonkommen lassen. Oder vielleicht sogar selbst zum Täter machen, weil er herausfindet, dass er eine Person vor dem Führerschein-Entzug bewahrt hat, die einer Person aus seinem Bekanntenkreis geschadet hat durch seine Raserei.

    https://rp-online.de/nrw/staedte/xa…zt_aid-52273563

    Na klar, die tief stehende Sonne war schuld. Kann ja keiner damit rechnen, dass ein Radfahrer auf einem Radweg unterwegs ist. :cursing:

    Du hast eben nicht das Verkehrsmalbuch für Kinder gelesen, das die Polizei Österreich herausgibt: https://issuu.com/ivgroup/docs/ipa_malbuch

    Siehe auch hier im Forum: RE: Scharrrf rrrächts fahren!

    Sonst würdest du das wissen, dass die pöööse, pöööse Sonne die Autofahrer blendet:

    Da kannst du das alles auf Seite 26-27 nachlesen: "Es ist später nachmittag. Die Sonne steht sehr tief und blendet den Autofahrer. Schon hat es gekracht. Der Autofahrer hat den Mann auf dem Fahrrad übersehen. ...":cursing:

    Warum wird in solchen Berichterstattungen keine Aussage dazu getroffen, dass moderne Notbremssysteme helfen können, solche Unfälle zu verhindern oder zumindest die Unfallschwere zu reduzieren.

    Ja es gab einen Unfall mit einem automatisch gesteuerten Fahrzeug, dass möglicherweise einen LKW-Aufbau für ein Werbeplakat gehalten hat.

    Aber es geht ja erst mal gar nicht darum, dass das Auto automatisch gesteuert wird. Sondern darum, dass Assistenzsysteme die Arbeit des Fahrers unterstützen, ohne ihn aus der Verantwortung zu entlassen.

    Es ist tatsächlich so, dass die Stadtverwaltung weiterhin peu á peu Radverkehrsfurten rot beschichtet. Hier ein aktuelles Beispiel aus Linden: Blumenauer Straße, Einmündung Schwarzer Bär.

    (Hoffentlich werden in den nächsten Tagen auch die weißen Strichlinie erneuert und die Fahrradpiktogramme aufgetragen!)

    Und so sah es dort früher aus:

    https://www.google.com/maps/@52.36795…!7i13312!8i6656

    Die streetview-Aufnahme von 2008 zeigt die selbe Furt, aber von der anderen Seite aus aufgenommen.

    Und ein Beispiel aus der Südstadt: Einmündung Brehmstraße in den Bischofsholer Damm. Hier ist bereits das Fahrradpiktogramm mit Doppelpfeil aufgetragen.

    Dazu ebenfalls die street-view-Aufnahme von 2008:

    https://www.google.com/maps/@52.36744…!7i13312!8i6656

    In beiden Fällen sind es Fahrradfurten, die in beide Richtungen für den Fahrradverkehr freigegeben sind. Und das jeweils aus gutem Grund, denn so sind Radfahrer nicht gezwungen abzusteigen oder Umwege und mehrere zusätzliche Straßenkreuzungen in Kauf zu nehmen. In beiden Fällen sind es Relationen, die vom Radverkehr in beide Richtungen sehr häufig benutzt werden.

    Wenn das diese Stelle in Puchheim ist:

    https://www.mapillary.com/map/im/VwuI-HlYzcFKW2Dwkq2qFg

    also Allinger Straße zwischen Ringpromenade und Blumenstraße:

    Möglicherweise soll der "Fahrrad-Schutzstreifen" dazu beitragen, dass an diesem Straßenrand keine Autos halten oder parken? Die von dir verlinkte mapillary-Fahrt bin ich rückwärts gefahren bis der Schutzstreifen an einer Bushaltestelle endet.

    Den ganzen Schutzstreifen entlang gibt es keine gefährliche Dooring-Zone, weil dort keine Autos parken.

    Wäre dort kein Schutzstreifen, dann würden dort vermutlich Autos parken. Vermutlich auch dann, wenn dort ein Parkverbotschild stehen würde. Vielleicht ist ein Schutzstreifen ein wirksamerer Schutz vor Falschparkern, als ein Parkverbotschild?

    Und laut StVO-Novelle ist ja auch das Halten auf dem Schutzstreifen neuerdings verboten.

    Der Herr Meyer mit seinem florierenden Punktehandel heißt ja nicht wirklich Herr Meyer. Und justiziabel ist sein Punktehandel offensichtlich nicht. Meines Erachtens ist das Stoff für eine spannende neue Tatort-Folge:

    Da wird eine Leiche gefunden in einem Autowrack, das mit 200 Sachen und mehr gegen eine Betonwand gesteuert wurde und in Flammen aufging. Das ist schon mal eine spektakuläre Auftakt-Szene!

    Der Patholge entdeckt Spuren von Schlafmitteln in der Leiche, die sich nach und nach als ehemaliger Cheforganisator eines florierenden Punktehandels entpuppt. ...

    Die Techniker entdecken am Autowrack Spuren einer Lenker- und Gaspedal-Manipulation. ... Möchte jemand das Drehbuch für die neue Tatort-Folge weiterschreiben?

    Übrigens: Wenn man die Suchworte "Ampel nach tödlichem Unfall" eingibt, dann kommen sehr viele Suchergebnisse in denen beschrieben wird, dass nach schweren, oft tödlichen Unfällen an den Unfallorten Ampeln errichtet werden.

    Mein Vater, inzwischen über 80 Jahre alt, hat mal erzählt, er könne sich noch erinnern, dass es "früher" überall Kreisel gab. Nach und nach wurden daraus ampelgesteuerte Kreuzungen gemacht. Heute werden wieder Kreisel draus. Das ist wohl wie mit der Mode...

    "Um die Außenbezirke der Niedersachsenstadt schließt sich ein Ring von autobahnähnlichen, kreuzungsfreien Schnellstraßen, über die der Fern- und Durchgangsverkehr ohne Geschwindigkeitsbegrenzung surrt. Die City umfaßt ein zweiter, engerer Ring aus gleichfalls doppelbahnigen Schnellstraßen von 50 Metern Gesamtbreite, an deren Gelenken mächtige Verkehrskreisel wie Turbinenräder die Automobile in jede gewünschte Richtung wegschaufeln. Und im Westen und Süden der Stadt sind Baukolonnen mit Planierraupen und Betonierungsmaschinen schon an der Arbeit, die ersten aufgeständerten Hochstraßen Deutschlands zu errichten und mithin den Verkehr erstmals in die "zweite Ebene" zu verlegen.

    Wenn sie fertig sind, können die Autofahrer aus der Richtung Ruhrgebiet - was kaum in einer anderen deutschen Stadt möglich ist - unbehindert durch Kreuzungen oder Ampeln mit unbeschränkter Geschwindigkeit bis zum Stadtkern preschen; über einen Verkehrskreisel werden sie dann auf den doppelbahnigen Innenstadtring geschleust, auf dem sie ihr Ziel in der City ansteuern."

    Quelle: S. 56, 2. und 3. Spalte

    https://magazin.spiegel.de/EpubDelivery/spiegel/pdf/42625552

    Wenn dein Vater über 80 ist, dann hat ihn vielleicht das, was in dem zitierten Artikel von 1959 zu lesen ist, geprägt. Er war damals ja ein junger Mann. Das was vielleicht von dir und noch später Geborenen in der Zeit des Aufwachsens und der Entwicklung politischen Bewusstseins eher kritisch bewertet wurde, das galt für viele der Älteren in ihrer Jugend als außerordentlich erstrebenswert.

    Die Fortschrittsgläubigkeit in den 50er und 60er Jahren war anfangs ungebrochen. Total! Was ja auch sehr eindringlich in dem oben zitierten Text deutlich wird!

    Die Verkehrskreisel sind keine Modeerscheinung, sondern zwei "technischen" Faktoren zu "verdanken". Es ist eine Möglichkeit größere Mengen von Verkehr einigermaßen störungsfrei und schnell abzuwickeln, so lange die Verkehrsdichte das noch zulässt. Ab einer bestimmten Verkehrsdichte funktioniert das dann nicht mehr.

    Und in den 50er-Jahren waren Ampeln noch längst nicht so weit verbreitet wie heute, dafür aber deutlich teurer und im Vergleich zu heute nur sehr begrenzt automatisch steuerbar und sie waren nicht vernetzt.

    Entscheidender dürfte aber auch damals schon der psychische Faktor gewesen sein: Warum sonst beschreibt der Autor des Spiegelartikels die Verkehrskreisel als "mächtig" und vergleicht sie mit "Turbinenrädern", mit gewaltigen, riesigen Turbinenrädern, die in der Lage sind "Autos wegzuschaufeln"?

    Vielen die ganz unkritisch auf die Vergangenheit schauen mit einem verklärten Blick, denen scheint es so zu ergehen, dass sie das nicht gar nicht wahrhaben wollen, dass sich Dinge ändern können. Und die finden dann auch heute noch Kreisel ganz toll.

    Und tatsächlich funktioniert er ja auch, so ein bisschen jedenfalls, bei geringen Verkehrsmengen bei Einspurigkeit, wenn am besten gar kein Radverkehr stattfindet und nur sehr wenig Fußverkehr.

    Vor allem aber funktioniert er als überdimensionierte Verkehrsanlage, die zeigen soll: Wir können uns das leisten, so einen Kreisel zu bauen. Das ist uns der fließende Autoverkehr wert. Als ein "Fortschrittssymbol" sozusagen.

    Nachhaltige Mobilität für alle Menschen dagegen funktioniert ganz ohne Privat-PKW-Verkehr und Kreisel braucht es auch nicht.

    Aber wer weiß vielleicht täusche ich mich ja? Gibt es Beispiele für eine reine Fahrrad- und Fußgängerinfrastruktur, in der Kreisel vorkommen?

    Sie suchen eine Quelle dafür, dass Menschen den Tempobegrenzer verteufeln? Nehmen Sie zum Beispiel diese Karikatur aus der Autobild vom 27.1.2017:

    https://cache.pressmailing.net/thumbnail/stor…-f-r-alle-autos

    Hier der Artikel dazu: https://www.presseportal.de/pm/53065/3545885

    "Die Straßen sind frei, die Sicht ist perfekt und der Termin rückt näher: Viele Autofahrer treten in dieser Situation schon mal aufs Gaspedal und fahren ein paar Stundenkilometer schneller als erlaubt." (Quelle wie angegeben) Was folgt ist der Versuch den automatischen Tempobegrenzer zu verteufeln. "Zwangsbremse" ist das immer wieder verwendete Wort, mit dem Auto-Bild dagegen Stimmung macht.

    Womit wir auch bei der Quelle sind für den ersten Befund:

    Die Autofahrerei ist verknüpft mit einem hohen Suchtpotenzial und hoch infektiös, weil es den Tempovirus verbreiten hilft, eine gefährliche Suchterkrankung. Denn die Vernunft und der Verstand sprechen ganz klar dafür, den automatischen Begrenzer verbindlich einzuführen, genau so wie es bereits seit Jahren eigentlich ein Tempolimit auf Autobahnen hätte geben müssen.

    Was anderes als eine gefährliche Suchterkrankung soll denn dafür verantwortlich sein, dass es immer noch kein generelles Tempolimit auf Autobahnen gibt? Oder das zu schnelles Fahren vom Verkehrsminister als Kavaliersdelikt verharmlost wird?

    Fahrbahnradler forderte: "Schülerinnen und Schüler fahren kostenlos."

    Und dem halte ich entgegen:

    Schülerinnen und Schüler fahren nicht einfach kostenlos, sondern sie lernen in der Schule, dass der ÖPNV nicht etwas ist was einfach kostenlos ist, sondern etwas wertvolles, das allen Menschen Mobilität ermöglicht, eine zivilisatorische Errungenschaft.

    Und Schülerinnen und Schülern ist das Gefühl zu vermitteln, dass sie etwas leisten, nicht in der Form wie heute so oft üblich in Form von guten Noten. Oder gar wie in Bayern besonders unheilvoll verbreitet in der Form: Wer schon früh gute Noten schreibt, sichert damit seine Schullaufbahn auf dem Gymnasium.

    Schülerinnen und Schüler leisten bereits eine ganze Menge, indem sie den ÖPNV benutzen oder zu Fuß gehen oder mit dem Rad zur Schule fahren, was aber von kaum jemandem gewürdigt wird in der Institution Schule. Ich bin da echt ziemlich sauer, weil ich es erleben musste, dass einige Lehrer einfach den Eltern sagten, sie haben ihren Kindern für Schulausflüge Einzelfahrkarten mitzugeben, obwohl es Gruppenkarten gibt, die viel billiger sind. Immerhin haben diese Lehrer mit den Kindern Schulausflüge mit Bus und Bahn gemacht, anderen war das ganz einfach zu unbequem, die sind erst gar nicht mit den Kindern raus.

    Vielen in der Institution Schule und dafür Verantwortlichen ist es auch ziemlich schnuppe, dass viele Kinder mit dem Auto gebracht werden, anstatt dass die Kinder Sebstständigkeit lernen in einem Lernfeld, in dem sie autonom handeln können und eigentlich dafür ertüchtigt werden sollten, das sehr bewusst zu tun.

    Es reicht eben nicht aus zu sagen: Sozialstaat heißt: "Kinder fahren kostenlos mit Bus und Bahn", sondern die Mobilitätsfrage muss ein Schwerpunkt pädagogischer Arbeit sein. Diese Welt ist zu klein und zu wertvoll, als dass darauf genug Platz wäre, damit jeder Mensch mit von Jahr zu Jahr größer und schwerer werdenden Autos mit immer mehr PS diese Erde und ihre Ressourcen auf's Äußerste strapaziert.

    Und deshalb ist es wichtig den Schülerinnen und Schülern zu vermitteln: Es ist wichtig und gut, dass ihr zur Schule kommt und es ist nicht egal wie ihr hierherkommt, sondern es kommt darauf an, dass das so geschieht, das Alle gefahrlos kommen können. Wenn man sich das tägliche Verkehrschaos rund um so manches Schultor anschaut, dann ist doch ganz augenfällig, das da zur Zeit gründlich was schief läuft.

    Es gibt wohl momentan noch so eine Art Konsens, dass technische Systeme nur "assisitieren" dürfen, aber niemals die Handlungs-Kontrolle übernehmen dürfen, wenn der Fahrer das nicht explizit wünscht. Ist so 'n gesellschafts-politisches Ding.

    Hab ich mal irgendwo gelesen, wo es darum ging, warum nicht längst innerhalb von geschlossenen Ortschaften das Auto einfach gedrosselt wird.

    Gesellschaftlich schlichtweg "unerwünscht".

    In bestimmten gesellschaftlichen Kreisen ist das ganz sicher unerwünscht.

    Es gab da mal Kreise, in denen war es unerwünscht, das Rauchen in Gaststätten und öffentlichen Gebäuden zu verbieten. Andere wiederum forderten Schluss mit Rauchvergiftung.

    Ein automatischer Tempobegrenzer ist bei vielen Menschen durchaus erwünscht, die sich nicht zu denen zählen, die vom Tempovirus befallen sind. Und die es sehr schätzen würden, wenn sie in einer verkehrsberuhigten Zone keine Raser befürchten müssten. Oder die nichts übrig haben für illegale Autorennen auf den Ausfallstraßen usw.

    Technische Systeme assistieren außerdem bereits seit Jahren zum Teil Jahrzehnten.

    Siehe zum Beispiel Bremskraftverstärker.

    Antiblockiersystem.

    Spurhalteassistent.

    Einparkhilfe.

    An und für sich ist das Auto als solches bereits ein technisches Assistenzsystem für die Fortbewegung.

    Leider verknüpft mit einem hohen Suchtpotenzial und hoch infektiös, weil es den Tempovirus verbreiten hilft, eine gefährliche Suchterkrankung, die manche Menschen dazu treibt etwas aus heutiger Sicht so Einfaches wie einen automatischen Tempobegrenzer zu verteufeln.

    Besteht in Hannover keine Schulpflicht?

    Im Prinzip ja, in Hannover und in ganz Niedersachsen.

    Aber gerade die zurückliegenden Corona-Wochen haben gezeigt, dass die Schulpflicht massiv vernachlässigt wird.

    Plötzlich wird deutlich, dass die Schulen und die Schüler gar nicht ausreichend ausgestattet sind mit digitalen Endgeräten. Das Land sagt, für die Ausstattung der Schulen seien die Kommunen zuständig. Und die spielen den Ball zurück und sagen: Das Land muss erst mal Bildungspläne schreiben, in denen digitale Datenverarbeitung in den heute üblichen Formen enthalten ist und dann die Kommunen in die Lage versetzen, die dafür notwendigen Geräte anzuschaffen.

    Immerhin für die Grundschulen und die Sekundarstufe 1 gibt es Schülerfahrkarten. (Mit den bereits weiter oben beschriebenen Einschränkungen.) Will aber ein Lehrer einen Ausflug mit seiner Klasse machen, dann muss er erst mal überprüfen, wer von den Schülern eine Fahrkarte hat und wer nicht und dann ggf. bei den Eltern das Geld dafür eintreiben.

    Das ist dann natürlich immer eine gute Gelegenheit, Eltern zu verdeutlichen, warum der Besuch eines Museums oder eines Betriebes usw. wichtig ist für die Bildungslaufbahn ihrer Kinder. Es ist ja nicht so, dass die Eltern das alle so sehen. Kostet aber eben auch die Lehrer sehr viel Zeit, diese zusätzliche Elternarbeit.

    Dieses Karten einzeln kaufen hat natürlich auch den Vorteil, dass sich die Lehrer mal so richtig intensiv mit dem Tarifsystem des ÖPNV beschäftigen.

    Und sie erfahren dann so nebenbei, dass der eine oder andere seiner Schüler ein Sozialticket-Anspruch hat, was dann für diesen Schüler eine andere Fahrkarte erforderlich macht als für die anderen.

    Das Land und die Kommunen tun schon einiges dafür, ihrer Schulpflicht nachzukommen. ;) Schließlich lernen so Lehrer und Schüler eine Menge dazu. Allerdings bleibt dafür anderes auf der Strecke und schließlich stehen doch Kommune und Land in der Pflicht, in der "Schulpflicht" nämlich, gefälligst mehr zu tun, um eine gute Ausbildung der Landeskinder zu gewährleisten.

    Aber es ist ja auch so einfach für das Land hier den Schmalfuß zu machen, denn viele Eltern sind so drauf, dass sie es für selbstverständlich halten, dass das Kind durch das Elternhaus ausgestattet mit dem neuesten technischen Gerät jeden Tag mit dem Mamataxi vor die Schultür gekutscht wird. X/

    Es besteht ja schließlich Schulpflicht! Und wenn andere Eltern da nicht mithalten können und in den Schulen Mangelverwaltung herrscht, dann sind natürlich die Eltern der ohnehin schon bildungfernen und benachteiligten gesellschaftlichen Schichten selber Schuld, wenn bei deren Kindern der Schulerfolg ausbleibt.

    Aber die größte Kröte, die er (derjenige, der Vom Autositz auf den Sattel wechselt) dauerhaft schlucken muss, ist die Aufgabe seiner 1-Class-Position im Straßenverkehr. Und damit steht und fällt m.E. die sog. "Verkehrswende".

    Sehr gut den Ist-Zustand beschrieben. Und zugleich die Aufgabe aufgezeigt: Jemand, der vom Autositz auf den Sattel oder in den ÖPNV wechselt, bei dem darf erst gar nicht das Gefühl aufkommen, dass er seine 1-Class-Position im Straßenverkehr aufgibt.

    Vielmehr muss alles getan werden, und vieles von dem was getan werden muss, ist technisch längst möglich, es muss alles getan werden, dass kein Mensch mehr auf die Idee kommt, als Autofahrer genieße er eine 1-Class-Position.

    Dann kommt auch nicht das Gefühl auf, eine 1-Class-Position aufzugeben, wenn man das Auto stehen lässt.

    Eines Sozialstaats würdig wäre allerdings einzig und allein die Regelung: Schülerinnen und Schüler fahren kostenlos.

    Ich denke nicht, dass das eines Sozialstaates würdig wäre. Im Gegenteil. Das wäre ein Signal dafür einen komplett anstrengungsfreien Weg durchs Leben vorzuzeichnen. Letztlich auch ein Dämpfer für diejenigen Schülerinnen und Schüler, die zu Fuß zur Schule gehen oder einen Tretroller oder ein Fahrrad benutzen.

    Und es wäre ein Signal dafür, den ÖPNV noch einmal in seinem Ansehen zu schädigen. Quasi ihn zu einer Art "Resterampe im Personentransportwesen" machen, die für die gesellschaftlich und wirtschaftlich Abgehängten" gut ist, aber nicht für "Mamas Liebling", der im SUV zur Schule gefahren wird und komplett asozial im absoluten Halteverbot aussteigen darf.

    Allerdings muss endlich eines geschehen: Die Schule muss die Möglichkeit haben als Institution und für ihre Schüler diese mit Fahrkarten zu versorgen, die die Schule an die Schüler ausgibt. Ebenso wie ein Mittagessen. Die Schulen müssen endlich ihrer Verantwortung gerecht werden, die Kinder die sie beschulen auch so zu versorgen, dass sie dort die Leistungen vollbringen können, die man von ihnen erwartet.

    Das ist was anderes als "kostenlos" fahren. Es bedeutet: Wir wollen, dass du zur Schule kommst und dafür bekommst du eine Fahrkarte, mit der du auch zum Sportverein oder zur Bücherei usw. fahren kannst. Die ist nicht kostenlos oder umsonst, sondern verknüpft mit der Erwartung, dass du sie sinnvoll benutzt.

    Ich will von mir nicht behaupten, dass ich Experte sei in Fragen autonom fahrender Autos. Aber ist es nicht merkwürdig, dass einerseits darüber berichtet wird, dass es bereits autonom fahrende Autos gibt und diese täglich im Einsatz sind, aber andererseits so getan wird, als sei es nicht möglich, dass in moderne Neufahrzeuge Mechanismen eingebaut werden, die zuverlässig durch entsprechende GPS-Steuerung, Kamerasteuerung, ... und was es alles gibt, zuverlässig sicher stellen, dass Autos nicht schneller fahren als jeweils angeordnet?

    Natürlich ist das alles möglich! Zuverlässig möglich! Erprobt und bewährt!

    Schon seit rund 20 Jahren!!!

    In einem Zeit-Artikel vom 15. Januar 2015 (also bereits vor 5 Jahren) beschreibt Dirk Asendorpf ISA.

    "ISA, Intelligent Speed Adaptation.

    So heißt ein schlauer Tempomat, der schon seit Ende der neunziger Jahre zur Verfügung steht. (...)

    Ein Dutzend Versuchsreihen in Australien, Japan und sieben europäischen Ländern hat in den vergangenen 15 Jahren die Praxistauglichkeit nachgewiesen. Hunderte Testautos waren mit ISA im normalen Verkehr unterwegs. Größere Probleme mit der Technik oder gefährliche Situationen sind nirgendwo aufgetreten. Und mit der Erfahrung stieg die Akzeptanz. Sogar Fahrer, die sich selbst als Raser bezeichneten, lobten das System und fuhren nach dem Ende des Tests zurückhaltender."

    https://www.zeit.de/2015/03/tempom…verkehr-technik

    Gerade streitet man sich in Deutschland über die gerechten Strafen für Tempoverstöße. Und Scheuer gelingt es, wie schon bei der Maut, wie schon bei der Fahrradhelmdiskussion ... die Diskussion emotional aufzuheizen und in komplett zweitrangige, drittrangige, viertrangige Richtungen zu lenken, um zu verhindern, das über das gesprochen wird, was schon seit Jahren bereit liegt und endlich verbindlich für alle eingebaut werden muss in alle Autos. Ob das Ding nun ISA heißt oder wie auch immer. Die Technik steht bereit und es ist unverantwortlich, so zu tun als gäbe es das alles nicht, oder die Technik stecke noch in den Kinderschuhen.

    (Siehe zum Beispiel: Jahresbericht 2000, Verband der Automobilindustrie: "Aufbauend auf den bereits heute in einer Reihe von Fahrzeugtypen angebotenen Fahrerassistenzsystemen wird in den EU-Mitgliedstaaten Großbritannien, Niederlande und Schweden die Einführung eines Systems in der Europäischen Union gefordert, welches die Fahrgeschwindigkeit der Fahrzeuge in bestimmten

    Regionen automatisch begrenzt - von außen gesteuert etwa durch Eingriffe in die Kraftstoffzufuhr des Fahrzeugs. Dieser als Intelligent Speed Adaptation (ISA) bezeichnete Ansatz soll die Zahl der Unfälle im Straßenverkehr vermindern helfen, ..." https://www.vda.de/dam/vda/public…_1653338842.pdf )