Es gibt wohl momentan noch so eine Art Konsens, dass technische Systeme nur "assisitieren" dürfen, aber niemals die Handlungs-Kontrolle übernehmen dürfen, wenn der Fahrer das nicht explizit wünscht. Ist so 'n gesellschafts-politisches Ding.
Hab ich mal irgendwo gelesen, wo es darum ging, warum nicht längst innerhalb von geschlossenen Ortschaften das Auto einfach gedrosselt wird.
Gesellschaftlich schlichtweg "unerwünscht".
In bestimmten gesellschaftlichen Kreisen ist das ganz sicher unerwünscht.
Es gab da mal Kreise, in denen war es unerwünscht, das Rauchen in Gaststätten und öffentlichen Gebäuden zu verbieten. Andere wiederum forderten Schluss mit Rauchvergiftung.
Ein automatischer Tempobegrenzer ist bei vielen Menschen durchaus erwünscht, die sich nicht zu denen zählen, die vom Tempovirus befallen sind. Und die es sehr schätzen würden, wenn sie in einer verkehrsberuhigten Zone keine Raser befürchten müssten. Oder die nichts übrig haben für illegale Autorennen auf den Ausfallstraßen usw.
Technische Systeme assistieren außerdem bereits seit Jahren zum Teil Jahrzehnten.
Siehe zum Beispiel Bremskraftverstärker.
Antiblockiersystem.
Spurhalteassistent.
Einparkhilfe.
An und für sich ist das Auto als solches bereits ein technisches Assistenzsystem für die Fortbewegung.
Leider verknüpft mit einem hohen Suchtpotenzial und hoch infektiös, weil es den Tempovirus verbreiten hilft, eine gefährliche Suchterkrankung, die manche Menschen dazu treibt etwas aus heutiger Sicht so Einfaches wie einen automatischen Tempobegrenzer zu verteufeln.