Beiträge von Ullie

    Aktuelle 7-Tage-Inzidenzzahlen aus Niedersachsen

    Aufgeführt sind die Kommunen mit einem Inzidenzwert über 100:

    Landkreise, kreisfreie Städte
    Sonntag
    21.03.2021
    Montag
    22.03.2021
    Dienstag
    23.03.2021
    Mittwoch
    24.03.2021
    Donnerstag
    25.03.2021
    Freitag
    26.03.2021
    Samstag
    27.03.2021
    ...
    Braunschweig, Stadt87,887,489,8100,2108,3105,5108,7
    Celle145,2131,8150,3146,4152,5161,4143,6
    Cloppenburg250,2237,3234,4226,2225,0206,2209,2
    ...
    Delmenhorst, Stadt69,669,677,476,1104,4101,9103,1
    ...
    Emden, Stadt42,150,150,168,190,2106,2120,2
    Emsland147,1154,2156,6158,4173,4195,7186,6
    ...
    Gifhorn102,5102,5101,4107,6119,0138,8172,8
    ...
    Hannover, Region120,7121,3123,5130,7120,8137,3139,1
    Harburg92,893,194,7101,8104,5110,8110,8
    ...
    Hildesheim87,088,192,177,2104,4107,0109,5
    ...
    Leer123,0113,6112,4135,3134,1176,3189,7
    ...
    Oldenburg82,590,293,284,097,8126,8134,5
    ...
    Osnabrück95,2108,1105,0115,6117,3134,9140,8
    Osnabrück, Stadt189,4203,3187,0193,0187,6198,5209,4
    ...
    Peine161,7155,0155,8176,6163,9163,2158,0
    ...
    Salzgitter, Stadt202,3212,9199,4184,1189,9195,6219,6
    Schaumburg109,0110,9110,3115,3128,6112,8121,7
    ...
    Vechta142,1142,1133,7133,7139,3129,5130,2
    ...
    Wesermarsch109,5127,6131,0125,3147,9153,5180,6
    ...
    Wolfsburg, Stadt77,282,080,497,388,4102,1102,9

    Quelle: https://www.niedersachsen.de/Coronavirus/ak…_niedersachsen/

    Damit haben 20 von 45 Landkreisen / kreisfreien Städten einen Inzidenzwert über 100, bei dreien liegt der Wert über 200!

    Das ist in jedem Fall eine dramatische Negativentwicklung im Vergleich zu den Werten von vor rund zweieinhalb Wochen, nämlich vom 10. März 2021:

    Es gibt in den Landkreisen Wesermarsch, Leer, Cloppenburg, Vechta, Region Hannover, und Peine also in 6 von 45 Landkreisen (einige davon sehr Bevölkerungsstark / inkl. kreisfreie Städte) Werte über 100, zum Teil deutlich über 100 im ländlichen Raum Cloppenburg sind es fast 150.

    "Ab 125.000 Kilometer Laufleistung überholt der elektrisch angetriebene e-Golf einen aktuellen Golf TDI in der CO2-Bilanz. Zusammenfassend ergibt sich laut der „Life Cycle-Assessment“-Studie des Konzerns für den aktuellen Golf TDI (Diesel) über den gesamten Lebenszyklus eine Emission von durchschnittlich 140 g CO2/ km, während der e-Golf einen Wert von 119 g CO2/km erreicht."

    Auto Motor Sport vom 25.4.2019

    https://www.auto-motor-und-sport.de/tech-zukunft/a…2Fkm%20erreicht.

    Wie hoch ist noch gleich die CO2-Steuer für den e-Golf?

    Die Taktik, Elektrofahrzeuge steuerlich zu begünstigen, geht in mehrfacher Hinsicht komplett nach hinten los:

    E-Fahrzeuge erzeugen ähnliche CO2-Mengen wie Verbrennermotoren. (siehe oben)

    Und E-Fahrzeuge benötigen dieselbe Verkehrsfläche und nutzen diese sogar noch stärker ab als Fahrzeuge mit Verbrennermotor, weil das Beschleunigungsvermögen oft noch stärker ist und die Fahrzeuge schwerer sind.

    Und wie der Batterieschrott wiederverwendet werden kann, ist auch noch nicht befriedigend geklärt.

    Leider führen diese Hinweise in hitzigen Wahlkampf-Debatten oft dazu, dass Anhänger der Verbrennermotoren sich in ihrer Ansicht bestätigt fühlen, am Verbrennermotor festzuhalten. Die Notwendigkeit einer Verkehrswende weg vom Auto, wird dann einfach weggeleugnet mit der Argumentationskette: "Eine Verkehrswende, egal wie die aussehen sollte, ist nicht möglich, weil das Auto unersetzbar ist, und Elektroautos auch nicht umweltfreundlicher sind als Autos mit Verbrennermotoren."X(

    Viele Unfälle passieren deshalb nicht, weil die schwächeren der Verkehrsteilnehmer*innen ihr Verhalten darauf ausrichten, solche Unfälle zu vermeiden, weil sie es nämlich sind, die am stärksten darunter zu leiden hätten, es oft genug mit dem Leben bezahlen müssten.

    So wird das Aggressionsverhalten beim Autofahren zum Normalfall. Die Aggressivität tritt auf in Form von struktureller Gewalt.

    Ein Fahrlehrer berichtet in einem You-Tube-Video, dass er mit seinen kleinen Kindern am Zebrastreifen folgendes erlebt: "Obwohl wir wirklich ganz ersichtlich und klar am Zebrastreifen stehen, fahren die fast alle gnadenlos an uns vorbei, ohne langsamer zu werden, ohne irgendwelche Beobachtungen."

    Der Link ist so kopiert, dass man sofort an der beschriebenen Stelle in den Video landet.

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    Ich finde, das verkennt die Tatsache, dass nicht die Alten das Problem sind, sondern Aggressivität im Straßenverkehr. "Road Rage" wird das in anderen Ländern genannt, da gibt es sogar Lehrstühle für das Phänomen. Bei uns gibts Fahrradprofessoren.

    Diese Aggressivität im Straßenverkehr rührt möglicherweise daher, dass jeder mit dem Auto fahren darf. Es wird ja geradezu als ein Lebens-Grundrecht, als eine Art Menschenrecht eingestuft, Auto fahren zu dürfen. Obwohl nachweislich andere Grundrechte durch den Gebrauch (oder besser durch den Missbrauch) des Autos als "Massenverkehrsmittel" beschnitten werden, zum Beispiel das Recht auf körperliche Unversehrtheit.

    Zudem kollidieren die Freiheitsrechte der Autofahrer mit denen anderer Verkehrsteilnehmer.

    Hier im Forum wird ja immer wieder auf die Problematik der Radwegebenutzungspflicht hingewiesen, mit der sich der Autoverkehr freie Fahrbahn verschafft.

    Aber auch die Fußgänger-Rechte werden erheblich eingeschränkt.

    Auf der "Fahrbahn" zu Fuß gehen? Wer das versucht, wird massiv bedrängt. Ein Hupkonzert ist ihm im jeden Fall sicher.

    Abseits eines vorhandenen Fußgängerüberweges die Straße queren? Im Falle eines Unfalles wird das mindestens zu deinem Nachteil ausgelegt oder noch schlimmer: Das Unfallopfer wird zum Verursacher erklärt.

    Das Fahren mit dem Auto an sich ist bereits ein außerordentlich auf Aggression ausgerichtetes menschliches Fehlverhalten.

    Besonders entlarvend ist, dass ausgerechnet diejenigen Vertreter der Politik und Lobbygruppen, die sich am engagiertesten und energischsten für die unbegrenzte Autofahrerei stark machen sich am vehementesten dagegen sperren, dass der Führerscheinbesitz stärker an Regeln gebunden wird, die zum Beispiel körperliche oder psychische Ausfallerscheinungen zum Ausschlusskriterium machen.

    Siehe zum Beispiel der lange Kampf um das Verbot von Alkohol am Steuer:

    Das hat das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" 1953 zum Thema Alkohol am Steuer geschrieben:

    "Unter den anfeuernden Kommentaren der Boulevardpresse und unter dem Eindruck der Tatsache, daß der Straßenverkehr in Deutschland pro Jahr 13 000 Tote und über 400 000 Verletzte fordert, ist das Delikt »Alkohol am Steuer« zu einer Art neuzeitlichen Straßenraubs aufgewertet und der Trunkene hinter dem Volant zu einem sozial minderwertigen Tätertyp deklassiert worden. Während die anderen, die nüchtern, aber miserabel fahren, ob ihrer Unfähigkeit bemitleidet werden, gilt er als der Verkehrssünder schlechthin und als Charakterschwächling.

    https://www.spiegel.de/politik/bei-gr…6?context=issue

    Lese den ganzen Artikel und es wird klar, dass sich der Spiegel, besonders in den 50er und 60er Jahren stets auf die Seite der Gesellschaft geschlagen hatte, die die Gefahren des Autoverkehrs verharmlosten und keinen Anlass für Maßnahmen zur Eindämmung dieser Gefahren sahen.

    In einem Faktencheck der Süddeutschen von 2012 erklärt der damalige FDP-Generalsekretär Patrick Döring:

    "Forderungen nach einer Fahrtüchtigkeitsüberprüfung halte ich für überflüssig,".

    Lediglich die Grünen sprachen sich in dem SZ-Faktencheck für einen "Gesundheits-TÜV" aus: "Jung und Alt sollten sich regelmäßig Kontrollen unterziehen, um ihre Fahrtüchtigkeit unter Beweis zu stellen."

    https://www.sueddeutsche.de/auto/verkehrsp…der-1.1775150-6

    Dieses Parteiergreifen für "Die alten Autofahrer" im Straßenverkehr ist nichts anderes als Teil eine Taktik, die Fahrtüchtigkeit grundsätzlich nicht in Abrede zu stellen. Unter keinen Umständen, mit keinerlei Berechtigung sollen daran Zweifel aufkommen, dass jeder zum Steuer greifen darf. Auch wenn diese Taktik heutzutage etwas dezenter verfolgt wird, als vom Spiegel in den 50er Jahren, als für das Nachrichtenmagazin feststand, auch wer zur Flasche greift, der darf zum Steuer greifen. Auch ein besoffener Autofahrer kann ein guter Autofahrer sein, er muss den überhöhten Alkoholgenuss nur ausreichend gewohnt sein.

    Autofahren ist schließlich kein Menschenrecht. Das sollten nur solche Menschen tun dürfen, die dazu geeignet sind.

    Problematisch wird es dann, wenn die Siedlungsstrukturen und Mobilitätsangebote so gestaltet sind, dass es quasi keine Alternative zum Fahren mit dem PKW gibt.

    Die immer wiederkehrende Diskussion über eine regelmäßige Gesundheitsüberprüfung von Führerscheininhabern spricht Bände.

    Meines Erachtens wird vor allem deshalb an dieser Stelle nicht deutlich schärfer durchgegriffen, weil eben die Autofahrerei von vielen Menschen als ein Art Grundrecht postuliert wird.

    Dabei könnte eine regelmäßige Gesundheitsüberprüfung auch sehr gut verknüpft werden mit einem Update in Sachen Verkehrsrecht.

    Vielleicht würden dann auch mehr Autofahrer*innen verstehen, dass in vielen Situationen Radfahrer*innen völlig im Recht sind, wenn sie auf der Fahrbahn fahren.

    Die Politik scheut jedoch davor zurück, schärfere Bedingungen an den Führerscheinbesitz zu knüpfen, weil sich durch den Verzicht auf verbindlichere Standards für den Führerscheinerwerb und den Führerscheinbesitz eine Win-Win Situation ergibt:

    Einerseits kommt die Politik so nicht in die Lage, Führerscheinbesitzer zu verärgern.

    Andererseits erspart sich die Politik den ÖPNV-Ausbau, der notwendig ist, um besonders im ländlichen Raum Mobilität jenseits des MIV zu ermöglichen. Dabei könnten hier relativ niedrige Investitionskosten zu sehr großen Einspareffekten führen.

    Dazu kommt, dass gesundheitsbedingte Einschränkungen Autofahrer*innen oft erst sehr spät, im fortgeschrittenen Lebensalter, trifft. Und dann fällt das Umgewöhnen auf den ÖPNV zunehmend schwerer. Die "Wegnahme" des Führerscheins wird als dramatische Einschränkung der Lebensqualität gefürchtet.

    Adsche Habe gerade mal nach Video-Gottesdiensten bei Youtube gesucht.

    Hier einer von September 2020 aus München aus Sankt Maximilian mit Pfarrer Schießler:

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    Das Predigtthema ist das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg. Ein sehr provokantes Gleichnis!

    Das Gleichnis beginnt bei 10:20, die Predigt folgt im Anschluss.

    Das ist mir durchaus klar, dass diese Substitute für den stationären Handel existieren. Genau so existiert für den Präsenzgottesdienst aber auch ein Substitut mit dem Radiogottesdienst. Was ist also der Unterschied? Um diese Frage haben Sie sich irgendwie ein wenig gedrückt.

    Ich habe hier mal den Aushang für Präsenzgottesdienste des Bistums Hildesheim verlinkt:

    https://www.bistum-hildesheim.de/fileadmin/date…i_A3_200717.pdf

    Darüber hinaus gibt es weitere Merkblätter und Anweisungen, aus denen u. a. hervorgeht, dass im Gottesdienst nicht wie sonst üblich gesungen wird.

    Ich würde das irgendwo zwischen Supermarktregeln und Straßenverkauf bei Cafés und Gaststätten einstufen, die das so geregelt haben, dass man hineingehen darf (max. 2 Personen), um zum Beispiel die Kuchentheke in Augenschein zu nehmen und im Warmen auf die Zubereitung seines Heißgetränks "to go" zu warten.

    Aber wie heißt es so treffend bei Matthäus Kapitel 4, Vers 4: "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, ..." (von Kuchen allein übrigens auch nicht, aber das ist ein anderes Kapitel)

    https://www.die-bibel.de/iframe/begriff…telle/50/40010/

    Der Unterschied beim Präsenzgottesdienst ist die Wahrnehmung der anderen Gemeindemitglieder mit allen Sinnen und das damit verbundene Gemeinschaftsgefühl, das intensiver ist als zum Beispiel bei einer gemeinsamen Gottesdienst-Videokonferenz. Oder einem Fernsehgottesdienst.

    Immer wieder erstaunlich ist der Erfindungsreichtum bei der Gestaltung von Baustellen-Beschilderungen.

    Bei dieser Ausschilderung war das richtige Schild [Zeichen 239] wohl gerade nicht zu Hand, also hat man dieses Schild [Zeichen 240] mit Klebeband modifiziert und sicherheitshalber noch ein [Zusatzzeichen 1012-32] drunter gehängt, weil so ganz amtlich ist die modifizierte Variante von [Zeichen 240] ja nicht unbedingt.

    Ist halt die Harry Potter Generation. Was willste machen?

    Bei dem Plakat stand offensichtlich nicht der qualmende Lok-Schornstein als problematischer Aspekt im Vordergrund.

    Und selbst ich kenne so was nur von Museumsbahnen und den ganz wenigen regulären Eisenbahn-Strecken, auf denen noch Dampflokomotiven fahren. Dass die Abgase einer Dampflokomotive stinken wie die Hölle, kann man ja in einem romantischen Kinderfilm nicht sehen, bei der ein Zug durch eine Traumlandschaft dampft.

    Bei vielen Händlern ist es möglich, Waren zu bestellen und vor Ort abzuholen und per Ladentür-Verkauf einzukaufen.

    Viele Händler setzen dabei auch auf das Internet. Aber es ist auch möglich, per Telefon etwas zu bestellen.

    Dann gibt es natürlich weiterhin die Möglichkeit, die Ware selbst im Schaufenster zu präsentieren. Ist zwar nicht so gut wie wenn man die Ware anfassen kann, aber mehr als ein Foto.

    Viele Gastronomen bieten "Coffee to go", aber auch Speisen an, die man per Internet oder per Telefon bestellt und sich abholt.

    "Coffee to go kriegt so eine ganz neue Bedeutung: Da es nicht erwünscht ist und auch nicht den Corona-Schutzbestimmungen entspricht, mit dem Kaffeebecher in der Hand sich in Grüppchen zusammenzustellen, wird der Kaffee eben im Gehen getrunken.

    Die Ansteckungsgefahr ist dabei extrem niedrig.

    Die Anzahl der Personen, die zum Beispiel eine Bäckerei betreten, ist begrenzt und darauf wird auch hingewiesen und es wird eingehalten. Zumindest bei einer kleinen Bäckerei kann man das auch überprüfen. Bei einem großen Supermarkt (die ja weiter geöffnet haben dürfen) ist es schwer als Kunde zu beurteilen, ob das hinkommt mit der max. Personenzahl.

    Die abgesagte Osterruhe hätte ja vielleicht zeigen können, ob sich das pandemie-mäßig auswirkt, wenn ein paar Tage am Stück alle Läden zu haben. Auch die Supermärkte.

    Das kann man vielleicht auch bei den Schulen beobachten, wenn jetzt in den Ferien alle Präsenzangebote bei Null sind? Dann müssten eigentlich die Neuinfektionen bei Schüler*innen zurückgehen, wenn es so ist, dass die vorsichtig durchgeführten Präsenzangebote doch zu riskant gestaltet waren.

    In dem von dir verlinkten Spiegel-Artikel heißt es: "Die katholische Kirche hat die Bitte der Politik zurückgewiesen, an Ostern nur virtuelle Gottesdienste abzuhalten. »Zu Weihnachten haben wir gezeigt, wie wir mit Vorsicht Messe feiern können. Darauf wollen wir Ostern nicht verzichten«, twitterte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, vor dem wichtigsten christlichen Fest des Jahres."

    Sehr viele Christen gehen das ganze Jahr über in keinen Gottesdienst, und viele Christen besuchen seit der Corona-Pandemie keinen Präsenz-Gottesdienst mehr und dann gibt es auch noch eine stattliche Anzahl, die schon seit Jahren den Fernseh- oder Radio-Gottesdienst für sich entdeckt haben:

    "Allein die Fernsehgottesdienste, die das ZDF am Sonntagmorgen im ökumenischen Wechsel sowie die ARD zu besonderen Feiertagen übertragen, erreichen durchschnittlich 800 000 Zuschauer. Im Radio sendet der Deutschlandfunk bundesweit wöchentlich einen Gottesdienst am Sonntagmorgen mit mehreren Hunderttausend Hörern." 27.11.2012 https://www.bistumspresse.de/content/wie-vi…ttesdienste-mit

    ndr-Info beispielsweise sendet auch sonntags Radiogottesdienste.

    "Das Internet ermögliche zudem neue Mitmach-Formen, erklärt Fischer. Denkbar sei, dass die User Fürbitten einschicken und die Gottesdienste live kommentieren. Letzteres ist seit Donnerstag auf dem Facebook-Kanal des Kölner Internetportals DOMRADIO.DE möglich."

    https://www.domradio.de/themen/corona/…g-corona-zeiten

    Wenn jetzt ein Bischof sagt, die Weihnachtsgottesdienste haben gezeigt, dass es möglich ist mit Vorsicht Messe zu feiern, oder ein Kultusminister sagt, die Schulen seien "pandemiefest", weil Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, dann ist das keine "Garantie-Erklärung", in dem Sinne, das eine Ansteckung mit dem Corona-Virus garantiert ausgeschlossen ist.

    Und sowohl Schule als auch Kirche sind in der Lage, Fernbeschulungsangebote, bzw. Fernseelsorge-Angebote zu entwickeln, bzw. zu verstärken und weiterzuentwickeln. Trotzdem halte ich es für richtig, die sonst üblichen Präsenz-Angebote zumindest in abgespeckter Form aufrecht zu erhalten. Und da darf auch ein Kultusminister mal sagen, die Schulen seine "pandemiefest" und ein Bischof darf sagen, "wir haben gezeigt, wie wir mit Vorsicht Messe feiern können", ohne dass man diese Aussage gleich auf die "Goldwaage" legt.

    Was mir viel mehr Kummer macht, ist die Selbstgerechtigkeit, mit der Wirtschaftsvertreter auftreten und ihre Forderungen verkünden. Und jetzt die Kanzlerin dafür loben, dass sie nach ihrer Pfeife tanzt: "Viele deutsche Verbände begrüßen die Entscheidung der Bundesregierung, die Beschlüsse zur Osterruhe zurückzunehmen. Es sei ein „Signal der Vernunft“, lautet es etwa vom Handelsverband."

    https://www.welt.de/politik/deutsc…Wirtschaft.html

    Weiter heißt es in der Welt vom 24.3.2021:

    „Respekt, dass die Kanzlerin diesen Schritt gemacht hat“, sagte auch Thilo Brodtmann, Hauptgeschäftsführer des Maschinenbauverbandes VDMA. Den Unternehmen blieben milliardenschwere Kosten durch die Ruhetage erspart. Zudem würden negative Effekte bei der Versorgung und bei Lieferketten vermieden. „Die Vernunft hat sich in einer schwierigen Situation durchgesetzt“, sagte Brodtmann. Die Korrektur der Entscheidung sei ein gutes Signal: „Im Grundsatz funktioniert der Dialog zwischen Politik und Wirtschaft auch unter dem Druck der Corona-Pandemie.“

    Keinerlei Anzeichen von Bescheidenheit und selbstkritischer Reflexion. Es geht ja um das Wohl der Wirtschaft und wirtschaftliche Belange werden von solchen Leuten absolut gesetzt. Unter "Dialog" versteht der Hauptgeschäftsführer des Maschinenbauverbandes, dass die Wirtschaft bestimmt wo es langgeht und die Politik spurt.

    Warum nicht eine Anklage wegen versuchten Mordes? Mögliche Antwort: Weil die Staatsanwälte und Richter Audifahrer sind.

    Vielleicht sollte man es bei Richter*innen auch so halten, wie ich es für die Mitarbeiter*innen im Verkehrsaußendienst vorgeschlagen habe: Einstellungsvoraussetzung: Kein Führerscheinbesitz / Nicht-Auto-Fahrer (Nicht nur "Nicht-Audi-Fahrer").

    Und warum stört dich das? Du willst doch ohnehin sämtliche Autos abschaffen, oder zumindest den Privatbesitz an diesen. Wenn man den Privatbesitz teurer macht, gibt es am Ende weniger Autos. Toll, oder?

    Insbesondere in der Stadt mit dem begrenzten Raum müssten dann viele mangels Stellplatz ihren PKW loswerden, aber gerade in der Stadt sind die Alternativen besser als auf dem Land.

    Hast du Statistiken, wie viele Führerscheininhaber einen PKW besitzen bzw. regelmäßig fahren, und wie viele ihr Grundrecht "Mobilität" auf andere Art und Weise wahrnehmen?

    Es ist wichtig eine Perspektive zu verfolgen, die auf den Nichtgebrauch von Autos ausgerichtet ist.

    In der Diskussion über Verkehrskonzepte kommt es immer wieder zu dem Punkt, "ohne Auto ginge es nun mal nicht".

    Das ist nicht nur unzutreffend, dass es ohne Auto nicht gehen würde, selbstverständlich könnte die Menschheit sehr gut ohne Autos leben. Ja sie könnte sogar deutlich besser ohne Autos leben, als mit Autos. (Von wenigen unumgänglichen Spezialanwendungen abgesehen.)

    Gerade bei dem Vorschlag, es könne jeder ein Auto besitzen, wenn er dafür einen Stellplatz nachweist, ist nicht konsequent das Ende bedacht worden.

    Vordergründig hört es sich so an, als würden damit Stellplatzprobleme gelöst und es stünden dann weniger Autos auf den Straßen herum.

    Nicht bedacht ist die Gefahr, dass dieser Vorschlag auf eine Siedlungsstruktur hinauslaufen könnte, in der es keine Städte mehr gibt. Wenn der Wunsch nach Autobesitz so groß ist, dass die Menschen dafür bereit sind, Stellplätze zu erwerben, um ein Auto besitzen zu können, dann müssten in vielen Stadtteilen nach und nach Häuser abgerissen oder Brachflächen bebaut werden, um genug Stellplätze in Parkhäusern zu schaffen.

    Gleichzeitig droht die Gefahr einer Flucht auf's Land, wo Bauland preiswert und ein Stellplatz billig ist. Die Flächenzersiedelung würde dadurch zusätzlich angeheizt, anstatt gebremst werden.

    Und Gerhart es geht nicht drum, dass ich alle Autos abschaffen will, oder alle Privatautos.

    ;) Bin ich der "König von Deutschland"? Wie sollte ich das denn bewerkstelligen? ;)

    Es geht darum eine Mobilitäts-Perspektive zu entwickeln, die allen Menschen Mobilität ermöglicht. Und das geht nicht mit dem Auto als Massenverkehrsmittel. Sowie du aber anfängst, das Auto als Massenverkehrsmittel in Frage zu stellen, kommst du nicht darum eine irgendwie geartete Zuteilung vorzunehmen. Und dieses Zuteilungsproblem lässt sich am besten dadurch lösen, dass keiner mehr Auto fährt.

    Auch im ländlichen Raum sind ÖPNV-Alternativen möglich. Und die sind deutlich preiswerter als der massenhafte Gebrauch von Autos.

    "Friedhofsmauer am Lindener Berg Friedhof durch Unfall stark beschädigt"

    Linden-Punkt vom 23.3.2021

    https://punkt-linden.de/news/friedhofs…friedhof-unfall

    Und so sieht es dort jetzt aus:

    Dem verlinkten Artikel zufolge geht das Zerstörungswerk auf das Konto eines Mercedes AMG, über den der Hersteller schreibt:

    "Die Mercedes-AMG GT Black Series markiert die Rückkehr eines Kultnamens in die Welt der Supersportwagen. Unorthodox, ungezähmt, ultimativ. Er ist aus kompromissloser Technik gepaart mit beispielloser Leistung hervorgegangen - besonders auf der Rennstrecke."

    https://www.mercedes-amg.com/en/vehicles/gt/coupe.html

    Da hat wohl jemand die Werbe-Anzeige allzu wörtlich genommen und ist mit dem 390 kW (530 PS) starken "Supersportwagen" "ungezähmt" den Lindener Berg am Schulbiologie-Garten vorbei hinauf gefahren, hat dort ganz "unorthodox" die rotweißen Klapp-Poller umfahren wollen und ist dabei "ultimativ" in die Friedhofsmauer gekracht. Fällt so was eigentlich unter Störung der Totenruhe?

    In etwa dort wo das Fahrrad am Zaun lehnt, standen übrigens die vier Fahrradbügel, die in dem Bericht erwähnt wurden. Auf den Fotos ist nur noch der fünfte und letzte in der Reihe zu sehen, die anderen sind bereits abgeräumt.

    Das hier ist der Startpunkt der "Rennstrecke" Am Lindener Berg:

    https://www.google.com/maps/@52.36171…!7i13312!8i6656

    Bis zum Unfallort sind es rund 400 m.

    https://www.google.com/maps/@52.36231…!7i13312!8i6656

    Bei dem enormen Beschleunigungsvermögen (von 0 auf 100 km/h in unter 4 Sekunden), ist das genug Strecke, um Geschwindigkeiten von deutlich über 100 km/h zu erreichen. Auf einer Strecke, auf der ein Tempo 30 Limit gilt!

    Mit einem Intelligenten Geschwindigkeitsassistenten (Intelligent Speed Assistant = ISA) könnten solche Unfälle vermieden werden oder zumindest in ihrer zerstörerischen Auswirkung begrenzt werden. Zum Glück sind laut dem Unfallbericht keine Menschen getötet worden.

    Was ist dir unverständlich? Dass Präsenzgottesdienste erlaubt sind, aber andere Dinge mit geringerem Risiko nicht? Darum ging es mir nicht. Wenn du das so meinst: Das ist einfach Priorisierung. Wir haben so etwas wie ein "Kontaktbudget", das aufgeteilt wird, und in dem viele Gottesdienste hoch priorisieren.

    Ich meinte etwas anderes: Ich hätte gern die Erklärung, um sie dann auseinander nehmen zu können, denn ich denke, dass dahinter der Fehlschluss steht, dass Hygienekonzepte in Kirchen zu keinen Ansteckungen führen können. Das wiederum geht nicht damit zusammen, dass es natürlich auch bei Hygienekonzepten Ansteckungen gibt.

    Nimm mal die Schulen: Dort heißt es seit rund einem 1/2 Jahr: Die Schulen sind Pandemie-fest aufgrund der Hygienekonzepte, die dort greifen.

    Das mit dem "Pandemie-fest" war so eine Aussage des Nds. Kultusministers, bei der absehbar war, dass es einen Haufen Leute gibt, die nur auf eine solche Aussage gewartet haben, um sie dann zu "zerreißen".

    Nichtsdestotrotz gab es und gibt es viele Menschen, die sehr froh darüber waren und sind, dass zumindest in einem eingeschränkten Umfang Schulunterricht stattfand. Und die können vielleicht ganz gut leben mit der Aussage, die Schulen sind pandemiefest.

    Quelle für Tonnes Aussage: https://www.mk.niedersachsen.de/startseite/akt…fdp-194387.html

    Mir ist eine vergleichbare Aussage von einem leitenden Kirchenvertreter im Sinne von "die Gottesdienste in den Kirchen sind Pandemiefest" nicht bekannt.

    Leider gibt es Personen, die meinen, ein Gottesdienst sei eine so heilige Sache, dass dabei keine Übertragung von Corona-Viren stattfinden könne, selbst dann nicht, wenn man auf jegliches Hygienekonzept verzichtet. Ich kann dir aus meinem Erfahrungs-Umfeld versichern, dass das nicht verbreitet ist. Allerdings gibt es in allen Religionen und Weltanschauungen religiöse Eiferer.

    Bewertungen, die vergleichbar sind, mit denen von Tonne zu der "pandemiefesten Schule" fallen häufig in der Diskussion um den Autoverkehr:

    „Autobahnen in Deutschland sind die sichersten Straßen“

    Verkehrspolitiker Oliver Wittke (CDU) spricht sich gegen ein Tempolimit aus. Er sehe keine Gefahrenlage, die es rechtfertige, die Freiheit der Menschen einzuschränken, ... DLF vom 27.12.2019

    https://www.deutschlandfunk.de/tempolimit-aut…ticle_id=466686

    Tobe dich mit deiner "Lust am Auseinandernehmen" doch mal an einem solchen Gegenstand aus!

    Peter Viehrig Danke für den Link.

    Habe die Angaben mal mit örtlichen Zeitungsmeldungen verglichen:

    Am 10.3.2021 berichtete der Reutlinger Generalanzeiger:

    "Weitere Lockerungen im Landkreis Tübingen

    Inzidenz fünf Tage in Folge unter 35. Oberbürgermeister Boris Palmer setzt bei Testpflicht auf Einsicht und verzichtet auf Kontrollen."

    https://www.gea.de/neckar-alb/kre…id,6406240.html

    Heute, 25.3.2021 heißt es:

    "Das Landesmodellprojekt »Öffnen mit Sicherheit« entwickelt sich erfreulich. Auch 16 Tage nach der Wiederöffnung der Geschäfte in Tübingen liegt die Inzidenz in der Stadt bei 30. Für den kommenden Samstag erwarten Oberbürgermeister Boris Palmer und die Pandemiebeauftragte Dr. Lisa Federle einen großen Besucheransturm. Aus diesem Grund wird die Zahl der Tagestickets (Tagesticket = Corona-Negativ-Nachweis), die für auswärtige Gäste zur Verfügung stehen, am kommenden Samstag auf maximal 3.000 begrenzt."

    https://www.gea.de/dossiers/coron…id,6413956.html

    Allerdings sieht es so aus, dass es Unterschiede gibt zwischen der Stadt Tübingen und dem Landkreis Tübingen.

    Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Tübingen am 24.3.2021 ist 65.2 (siehe S. 4)

    https://www.gesundheitsamt-bw.de/lga/DE/Fachinf…_LGA_210324.pdf

    Am 10.3.2021 lag die 7-Tage-Inzidenz bei 28,4 (siehe S. 4)

    https://www.gesundheitsamt-bw.de/lga/DE/Fachinf…_LGA_210310.pdf

    am 24.2.2021 lag die Inzidenz-Zahl im Landkreis Tübingen bei 44,1 (siehe S.3)

    https://www.gesundheitsamt-bw.de/lga/DE/Fachinf…_LGA_210224.pdf

    Leider habe ich keine entsprechenden Zahlen aus Tübingen Stadt gefunden.

    Der Landkreis Tübingen hat rund 230.000 Einwohner.

    Davon leben rund 90.000 Einwohner in der Stadt Tübingen.

    Interessant dürfte sein, was die Stadt Tübingen unter "auswärtige Gäste" versteht. Sind auch die Landkreis-Bewohner im Landkreis Tübingen, die nicht in der Stadt Tübingen wohnen, auswärtige Gäste?

    Und wie will die Stadt Tübingen den Ansturm der auswärtigen Gäste wirksam begrenzen. Die Zahl der ausgegebenen "Tagestickets" lässt sich ja vielleicht bei guter Abstimmung und Kommunikation begrenzen. Aber was passiert, wenn der Dreitausendunderste kommt und ihm gesagt wird, dass für ihn kein Tagesticket mehr erhältlich ist?

    Und wer will anderen auswärtigen Besuchern der Stadt Tübingen den Zutritt verbieten, die einfach nur mal so kommen wollen und nicht unbedingt scharf drauf sind, einzukaufen. Um in Tübingens Fußgängerzone zu flanieren braucht es kein Tagesticket.

    Und wie ist es mit der Vorlage des Tagestickets im Café oder beim Kauf eines Speiseeis in der Tüte im Straßenverkauf?

    Es geht mir rein darum, dass körperliche Gewalt in Deutschland viel zu lasch behandelt wird. In Folge davon werden Strafverschärfungen für Gewalt gegenüber Amtsträgern, gegenüber Ehefrauen, gegenüber religiösen Minderheiten, gegenüber Kindern.... gefordert. Dabei gibt es relativ hohe Strafen für Gewalt gegen Menschen bereits. Auf dem Papier.

    Ich wünsche mir an der Stelle einfach ein heftiges Eingreifen des Staates bei der ersten Verfehlung.

    Ich sehe da bei der Autofahrerei ein noch gravierenderes Problem:

    Es kommt nur in sehr extremen Ausnahmefällen dazu, dass das zu schnelle Fahren mit dem Auto im Falle eines Unfalles als bedingt vorsätzliche Körperverletzung beurteilt wird.

    Aber auch das ist nicht der eigentliche Skandal. Vielmehr finde ich es skandalös, dass es die Möglichkeit der automatischen Temporegulierung gibt, ISA (Intelligent Speed Assistant), diese aber nicht flächendeckend verbindlich zur Pflicht gemacht wird.

    Aber was will man erwarten in einem Land wie Deutschland, das eisern daran festhält, dass auf vielen Autobahnabschnitten gerast werden darf, bis der Sanitäter kommen muss.

    Ullie

    Die Bindung des Führerscheins an hohe finanzielle Hürden ist bereits jetzt gegeben und macht das zu einem gewissen Anteil zu einem Klassenprivileg, von dem ich wenig halte. Es würde genügen, den KFZ-Besitz (um auch eine Umgehung über die Eigentumsfrage zu verhindern) an nachgewiesene eigene Stellplätze zu koppeln.

    Außerdem ist weniger der Erwerb des Führerscheins das Problem, sondern dessen fehlende Einziehung bei Bedarf. Der Täter da oben hat nun mehrfach seine fehlende Eignung für die motorisierte Teilnahme am Straßenverkehr bewiesen. Wieso beträgt die Sperre nur 18 Monate? Wieso muß der keine MPU machen. Das mag rechtlich begründet sein, das ist mir aber egal. Das Recht kann man ändern.

    Wenn es so ist, dass bereits jetzt der Erwerb des Führerscheins zu einem gewissen Anteil ein Klassenprivileg darstellt (sehe ich übrigens genau so), dann führt doch dein Vorschlag, den Autobesitz mit einem Stellplatznachweis zu verbinden, erst recht dazu, dass die Autofahrerei zu einem Luxusgut der Privilegierten wird.

    Und um genau das zu vermeiden, hatte ich für die deutliche Qualitätsverbesserung bei der Fahrer*innenschulung und die damit einhergehende Verteuerung die Verknüpfung mit einer nachweisbaren beruflich-betrieblichen Notwendigkeit angeregt.

    Der relativ leichte Erwerb des Führerscheins, weitgehend ungebunden an irgendwelche Voraussetzungen (lediglich Altersvorgabe, Flensburger Punkte-Register, das greift ja schon vor dem Erwerb eines Führerscheins) führt dazu, dass die Autofahrerei als eine Art Grundrecht für jedermann wahrgenommen (aufgefasst) wird und tatsächlich auch von sehr vielen wahrgenommen (genutzt) wird.

    Und das auf Kosten anderer Grundrechte, wie zum Beispiel Bewegungsfreiheit.

    Es gibt ja hier im Forum immer wieder die Forderung, dass das Fahrradfahren auf der Fahrbahn stattfinden solle. Und da sage ich, das ist richtig! Aber dann liebe Fahrbahnradler seid doch bitte so konsequent und tretet auch für das Recht auf Fahrbahngehen ein!

    Das ist ja im Wesentlichen der Ansatz aus Tübingen.

    Funktioniert der denn?

    Ich habe gestern gelesen, dass sich die Inzidenz in Tübingen in den letzten zwei Wochen verdreifacht hat. Ich habe nicht mehr rausbekommen, ob dieser Effekt tatsächlich auf mehr Infektionen oder auf eine Ausleuchtung der Dunkelziffer zurück geht.

    Abgerufen heute um ca. 10:00 Uhr ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Tübingen bei 65,2:

    https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/pre…n-wuerttemberg/

    Wo hast du das denn mit der Verdreifachung gelesen?

    Wer schon vorsätzlich Menschen überfährt, fährt sowieso ohne Führerschein weiter. Das viel größere Problem hab ich mit der Bewährung. Mein Rechtsempfinden verbietet mir irgendwie diese Art der Verhätschelung von vorsätzlichen Gewalttätern.

    Die gehören aus der Gesellschaft entfernt. Je länger, desto besser! :cursing:

    Du willst das Problem von seinem schrecklichen Ende her anpacken.

    Da empfehle ich eine andere Vorgehensweise. Es passieren auch so genug schreckliche Unfälle auch von Leuten, die einen Führerschein haben. Und die ihn auch nicht dadurch verlieren, dass sie mit dem Auto in einen "Unfall verwickelt" sind. Da muss dann schon grobe Fahrlässigkeit oder bedingter Vorsatz nachgewiesen werden.

    Deshalb ist es besser die Emission von Führerscheinen von vornherein an sehr hohe Auflagen zu binden.

    Für ein 1,5 Tausend bis knapp unter 2 Tausend Euro ist jeder, ohne näheren Nachweis für die Notwendigkeit, in der Lage einen Führerschein zu machen. Warum eigentlich? Passieren nicht genug schreckliche Unfälle mit Autos? Sind die nachteiligen Auswirkungen für die Umwelt nicht gravierend genug?

    Was spräche denn dagegen hohe Hürden für den Erwerb des Führerscheins zu errichten? Führerschein nur, wenn dafür eine berufs- und betriebsbedingte Notwendigkeit nachgewiesen wird. Vergabe nur auf Zeit, spätestens alle 2 Jahre muss die Notwendigkeitsprüfung erneuert werden. Die Ausbildung muss deutlich intensiviert werden, was dann auch mit deutlich höheren Kosten verbunden ist, für die jedoch nicht der Prüfling aufkommen muss, sondern der Betrieb in dem jemand arbeitet.

    Auch ganz ohne Auto- o.a. Industrie halte ich es für eine Schnapsidee, die Ostereinkäufe alle auf nur Ostersamstag zu bündeln, was passiert wäre, wäre Gründonnerstag zu geblieben wie geplant ...

    Da stimme ich dir zu, zumal ursprünglich geplant war, auch den Samstag vor Ostern die Supermärkte nur teilweise zu öffnen.

    "Die beiden regulären Werktage Gründonnerstag und Ostersamstag werden als "Ruhetage" definiert. In der Zeit gilt ein generelles Ansammlungsverbot. Bereits geöffnete Außengastronomie muss in der Zeit schließen. Supermärkte dürfen nur am Karsamstag teilweise öffnen." Quelle: turi2, "Bund und Länder beschließen harten Lockdown über Ostern" von Tatjana Kerschbaumer 23. Mrz. 2021, 5:25 Uhr

    https://www.turi2.de/aktuell/angela…r-supermaerkte/

    Es war jedoch nicht der Protest der Supermarktkunden, der das Konzept der Osterruhe letztlich zum Einsturz brachte, und es waren auch nicht die Proteste der Kirchen, die aufgefordert wurden, auf Präsenzgottesdienste generell zu verzichten, und es war auch nicht der Protest des Tourismusverbandes, dessen Forderung nach Hotelöffnungen wohl unerhört bleiben wird, trotz ausgefallener "Osterruhe", sondern es war besonders der Protest des Verbandes der Automobilindustrie, der am Mittwochmorgen in den Nachrichtensendungen in Dauerschleife lief und dabei stets im Mittelpunkt stand.

    Siehe zum Beispiel Tagesschau vom 24.3.2021, 9:00 ab Minute 2:20

    "Plötzliche Betriebsstillegungen ... seien nicht darstellbar" sagte die Präsidentin des Verbandes VDA Müller https://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/ts-42083.html

    Ebenjene Hildegard Müller, für die gilt:

    "Nicht der Motor ist das Problem, sondern der fossile Kraftstoff"... Deutschlands mächtigste Autolobbyistin bremst Verkehrsminister Scheuer bei Plänen für den Ausstieg aus fossilen Verbrennern 2035 aus." SZ vom 18.3.2021

    (Hat man das schon mal gehört, dass "unser Andi mit Benzin im Blut" von jemandem "ausgebremst" wird?)

    SZ vom 18.3.2021

    https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/aut…itaet-1.5238671

    Hildegard Müller, die betont:

    "VDA-Chefin - "Praktisch nicht zu schaffen":

    Müller hält EU-Abgaspläne für nicht umsetzbar"

    Automobilwoche, Mittwoch, 18. November 2020,

    https://www.automobilwoche.de/article/202011…nicht-umsetzbar

    Und es ist nach wie vor unklar, welche Maßnahmen stattdessen ergriffen werden sollen, um die 3. Welle zumindest noch ein bisschen einzudellen. Derweil zerreißt man sich das Maul über die fehlenden Details bei einer "Osterruhe" als Corona-Schutzmaßnahme. Und man kann nur hoffen, dass möglichst wenige Menschen gibt, die das Debakel jetzt zum Anlass nehmen, mal so richtig die "Sau rauszulassen".

    In vielen Schulen fehlen nach wie vor die Testkits zum Selbertesten, mit denen eigentlich diese Woche ein Probelauf vorgenommen werden sollte. ;) Na ja vielleicht kommen die ja noch bis Morgen, dann können die Lehrer mit ihren Schülern den Test durchführen, damit dann alle "guten Gewissens" in den Flieger nach Malle oder sonst wohin steigen können. Schließlich ist in Niedersachsen Freitag der letzte Tag vor den Osterferien. ;)

    Und was gilt in den Betrieben, wo sich die Regierung bekanntlich schwer tut damit, strenge Vorgaben zu verordnen und deren Einhaltung zu überwachen? (Siehe Abgasskandal)

    "Bundesfinanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat die Arbeitgeber in Deutschland dazu ermahnt, ihre Mitarbeiter regelmäßig auf das Coronavirus zu testen."

    RND vom 23.3.2021 https://www.rnd.de/politik/corona…JOXBHXCS6Y.html

    Scholz hat die Betriebe "ermahnt", d. h.: "Macht das gefälligst, sonst ... "

    Ja was ist sonst? Sonst passiert euch auch nichts weiter, es fahren ja auch noch genug dreckige Diesel-PKW unbehelligt durchs Land.