Der Nimbus ist auch schon wieder weg, und die Gegenüberstellung zweier ausgesuchter komplementärer Ausreißer (Berlin 2024 gegen Helsinki Juli 2024-Juni 2025) ist übles Cherrypicking.
Was ist das denn für ein spöttelndes Gerede? "Der Nimbus ..."
Der Nimbus ist ein Heiligenschein und wird dann als ironischer Begriff benutzt, wenn ein Vorzeigeprojekt einmal nicht ganz so vorzeigbar daherkommt.
Zu den Unfallverhütungs-Maßnahmen in Helsinki, die zahlreichen Fahrradfahrern das Überleben sicherten und sichern (im Vergleichszeitraum starben in Berlin 55 Verkehrsteilnehmer*innen davon 11 Fahrradfahrer+innen https://www.sueddeutsche.de/projekte/artik…3/?reduced=true ) , zu den Maßnahmen in Helsinki gehört etwa Tempo 30 als generelle Höchstgeschwindigkeit innerorts. ( https://www.tagesschau.de/ausland/europa…stoten-100.html )
Im vorliegenden Fall passierte der tödliche Unfall auf einer Sandpiste in einem Wald:
"Der Kalkkiheikanpolku ist ein Sandweg im Wald, nicht weit vom Ufer des Pikku Kallahti entfernt.
Wenn Sie sich der Unfallstelle aus Richtung Kallvikinniementie nähern, erwartet Sie ein Gefälle. Danach biegt die Route scharf nach links ab. In der von Bäumen gesäumten Kurve ist die Sicht schlecht."
So wird in dem von dir verlinkten Artikel der Unfallort beschrieben ( https://www.hs.fi/helsinki/art-2000011411839.html , automatische Übersetzung)
Der Artikel von der SZ belegt mit Zahlen, dass eine Stadt, die das Tempo für Autos reduziert und mit Radverkehrsinfrastruktur die Situation für Radfahrende verbessert, damit etwas tut, um das Überleben der Radfahrenden zu sichern. Und du kommst daher und nimmst einen Unfall, der auf einer abseits gelegenen Sandpiste im Wald geschah, zum Anlass, um der SZ "Cherrypicking" vorzuwerfen? Ernsthaft jetzt?![]()
Selbstverständlich kann es auch bei einer hervorragenden Radfahrinfrastruktur zu tödlich verunglückten Fahrradfahrer*innen kommen, aber im Vergleich kommt das halt deutlich seltener vor als bei einer weniger guten Fahrradinfrastruktur. (Es sei denn, die Fahrradinfrastruktur ist so grottenschlecht, dass ohnehin niemand das Fahrrad benutzt.)