Beiträge von Ullie

    Galileo hat uns beigebracht, das, was wir sehen und hören, als die Wahrheit hinzunehmen und das selbstgebastelte Geschwurbsel der Kardinäle hintanzustellen. Seitdem gibt es die moderne Naturwissenschaft.

    Leider hat sich diese Aufklärung in der Juristerei noch nicht durchgesetzt. Dort glaubt man immer noch, dass sich durch das Anbringen eines Schildes ein Gehweg in einen Radweg verwandelt. Also wirklich verwandelt, in echt.

    Mit einem Behördenmitarbeiter zu reden ist m.E. etwa so, als wenn Galileo mit einem Pfarrer redet. Da kommt nix bei raus.

    Das sag' mal nicht, denn ein Theologe kennt sich aus mit Verwandlungen. Schließlich hatte Jesus Wasser in Wein verwandelt. Und zwar nicht einfach dadurch, dass er ein anderes Schild dran gehängt hätte.

    Aber es war eben Jesus, der das tat, und der die Kraft dazu hatte und nicht irgendein Behördenmitarbeiter, der meint es ihm gleich zu tun, wenn er durch das Aufhängen eines Schildes "glaubt", Trampelpfade in Fahrradwege verwandeln zu können.

    Mal gucken, was auf der nach oben offenen Harmlosigkeitsskala noch so geht: Transporter gerät in Bushaltestelle – Mutter und Kind tot

    In dem Text wird beschrieben, dass der Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren hat. Dann steht da: "Auf der Höhe einer Bushaltestelle sei er beim Wiedereinscheren nach rechts von der Fahrbahn abgekommen." Ob mit "er" der Fahrer oder der Kleintransporter gemeint ist oder ob das absichtlich unklar bleibt?

    Dann heißt es weiter:

    "Dabei kollidierte der Transporter den Angaben zufolge mit einer an der Haltestelle wartenden Frau und ihrem Kind."

    Auf der Internetseite "Der deutsche Wortschatz" habe ich mal nachgelesen, wie das Wort "Kollision" definiert wird:

    "Zusammenstoß von Fahrzeugen, besonders Schiffen

    Beispiele:

    eine Kollision zwischen einem Tanker und einem Passagierschiff

    die Kollision verursachte Schäden am Küstenschiff

    eine Kollision mit einem Eisberg ereignete sich im Atlantik

    bei der Kollision des Güterzugs mit einer Lokomotive wurden drei Wagen zerstört

    die Kollision mehrerer Autos auf der vereisten Autobahn forderte drei Todesopfer"

    DWDS – Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache
    Kollision – Schreibung, Definition, Bedeutung, Etymologie, Synonyme, Beispiele | DWDS
    www.dwds.de

    Die nach oben offene Verharmlosungs-Skala wurde damit wohl einmal mehr nach noch weiter oben erweitert.

    Hat schon mal wer vom "Idaho Stop Law" gehört. Die Internetseite Radspannerei berichtet darüber:

    "Wenn Radfahrer ein rotes, achteckiges Schild mit der weißen Aufschrift „STOP“ vor sich sehen, bedeutet das eine Pflicht zum Anhalten. Beide Räder müssen still stehen, der Fuß muss von der Pedale auf den Boden gesetzt werden. Insofern sind Radfahrer allen anderen Verkehrsteilnehmern gleichgestellt. Allerdings ist die Anhaltepflicht für die Radfahrer besonders ineffektiv, denn es kostet viel Energie, ein Fahrrad abzustoppen und danach wieder auf Reisegeschwindigkeit zu bringen. Im Staat Idaho in den USA gab es kürzlich eine Gesetzesinitiative, die zum Ziel hatte, das Gebot zum Halt bei Stopschildern für Radfahrer aufzuweichen. Statt vollständig anzuhalten würde es nach diesem Gesetzesentwurf ausreichen, langsam an eine Stopstraße heranzurollen und sie zu passieren, wenn sie frei ist. Das so genannte Idaho Stop Law wurde vom Parlament leider nicht verabschiedet. Eine ähnliche Regelung hierzulande würde helfen, das Radfahren gleichzeitig sicher und effizient zu machen."

    https://rad-spannerei.de/2009/05/05/rad…esetzt%20werden.

    Hallo. Wer weiß, wo ich eine Information über Stoppschild finden kann. Danke

    "Bremsen Sie und halten Sie drei Sekunden an der Haltelinie. Ihre Reifen müssen still stehen. Gewähren Sie dem Querverkehr Vorfahrt. Wenn die Haltelinie fehlt, halten Sie an der Sichtlinie."

    Quelle: http://www.strassenschilder.de/vorschriftszeichen/stop/

    Habe mal gehört, dass Fahrradfahrer*innen mindestens einen Fuß auf den Boden absetzen müssen, bevor sie nach dem Stoppen weiterfahren.

    Kann mir aber nicht vorstellen, dass das zum Beispiel auch für ein solches Fahrrad gilt:

    Der Autofahrer ist also laut Polizei auch ein Opfer des von ihm selbst verursachten Unfalls.

    Immerhin wird tatsächlich ein Verursacher benannt.

    Gewissermaßen ist der Autofahrer auch ein Unfallopfer. Es war eine Riesendummheit, in den 50er und 60er Jahren es zuzulassen, dass der Autoverkehr in einem so hohen Maße sich ausbreiten konnte und dass autogerechte Städte gebaut wurden.

    An dem Problem knabbern wir noch heute und vielen fehlt bis heute komplett das Problembewusstsein, wie diese Wahlwerbung zeigt. FDP und CDU versuchen damit beim Wähler zu punkten, weil auf der Wiehbergstraße (Foto) im Zuge einer Veloroute eine Fahrradstraße eingerichtet werden soll und die Parkplätze wegfallen sollen.

    Der Autofahrer ist ein Unfallopfer der Pro-Auto-Propaganda-Parteien.

    Auf Hannover.de ist u. a. Folgendes zu dem Unfall zu lesen:

    "Aus bisher noch ungeklärter Ursache hatte der 67-jährige Fahrer eines BMW die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und war mit einer 50-jährigen Radfahrerin kollidiert. Anschließend prallte das Fahrzeug mit einer Laterne und einem Verkehrsschild zusammen und blieb auf der Seite liegen. Durch die Hilfe mehrerer Passanten konnte der Mann das Unfallwrack jedoch noch vor Eintreffen der Feuerwehr selbständig verlassen.

    Ein Notarzt untersuchte und versorgte beide Unfallopfer. Während der Unfallverursacher sich leicht verletzte, erlitt die Radfahrerin schwerere Verletzungen, war aber durchgehend ansprechbar. Beide wurden durch den Rettungsdienst in hannoversche Krankenhäuser gebracht."

    Zwei Verletzte bei Verkehrsunfall | August 2021 | Pressemitteilungen | Presse- und Öffentlichkeitsarbeit | Feuerwehr Hannover | Sicherheit & Ordnung | Leben in der Region Hannover

    Die Verkehrsschilder jedenfalls waren in Rekord-Geschwindigkeit wieder aufgerichtet worden. Hoffentlich geht es auch dem Unfallopfer wieder besser.

    Hier zwei Fotos etwa ein Tag nach dem Unfall:

    Beide Unfallbeteiligten befuhren zuvor den Kötnerholzweg (dort gilt Tempo 50) überquerten bei Grün die Fössestraße und fuhren dann in die Nieschlagstraße (Tempo 30 Zone). Viele Anwohner, Fußgänger*innen und Radfahrer fordern schon lange, dass auch im Kötnerholzweg Tempo 30 gelten soll. Die Stadt hat das bislang mit Hinweis auf den Status der Straße Kötnerholzweg abgelehnt. Es handele sich um eine Hauptverkehrsstraße auf der Tempo 50 gelten müsse.

    In Paris wurden solche Straßen gerade erst umgeschildert.

    Und in Mainz ist sogar auf mehrspurigen Hauptverkehrsstraßen Tempo 30 ausgeschildert. Hier zwei Bilder aus Mainz:

    in der Süddeutschen:

    "Parkverbote, hohe Gebühren, nächtliche Fahrsperren: Norwegen sagt den Scootern den Kampf an. Auch Dänemark und Schweden sind für die elektrischen Flitzer längst kein gutes Pflaster mehr.", heißt es in dem Artikel. Ein so konsequentes Vorgehen wünschte ich mir gegen das allgegenwärtige und Alles vernichtende Verkehrsmittel Auto.

    Autos raus aus Stadt und Land. Halleluja!

    In Minute 47:55 betreibt Herr Döhring von der FDP "Gerichtsschelte", obwohl er behauptet, das nicht tun zu wollen. Döhring kritisiert, dass das Gericht das Auto-Parken in der Fahrradstraße Kleestraße reduziert hat. Seine Forderung: Wenn in einer Straße Autos parken und es deshalb dort eng ist, dann darf dort eben keine Fahrradstraße eingerichtet werden. :(

    Hintergrund:

    taz vom 20.8.2021 https://taz.de/!5789989/ Keine Ausnahme für Autos

    Vielleicht liege ich ja falsch, aber war das ein autonomes Auto oder klingt das nur so?

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    In der Polizeimeldung ist es nur eine Radfahrerin:

    "Im hannoverschen Stadtteil Linden-Mitte hat am Dienstag, 31.08.2021, ein Autofahrer mit seinem Auto eine Radfahrerin erfasst. In der Folge verlor der Mann die Kontrolle über sein Fahrzeug. Das Auto rammte Verkehrszeichen und kippte auf die Seite. Sowohl die Radfahrerin als auch der Autofahrer wurden verletzt und kamen in Krankenhäuser."

    POL-H: Linden-Mitte: Auto erfasst Radfahrerin und überschlägt sich - zwei Verletzte
    Hannover (ots) - Im hannoverschen Stadtteil Linden-Mitte hat am Dienstag, 31.08.2021, ein Autofahrer mit seinem Auto eine Radfahrerin erfasst. In der Folge…
    www.presseportal.de

    Es ist auf jeden Fall ein Beispiel, dass schnelle Twitter-Nachrichten an Genauigkeit zu wünschen übrig lassen.

    Gerade, 1.9.2021, 18:44 Uhr hat der Verkehrswende-Dialog in Hannover im Freizeitheim Ricklingen begonnen.

    Hier der Link zum Livestream:

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    Der ADFC Hannover hat die Verkehrs-Expert*innen der Parteien eingeladen, die zur Kommunalwahl am 12.9.21 antreten.

    Wenn du den Link anklickst, dann klicke auf "Auf youtube ansehen"! Dann beginnt der live-stream!

    Der ÖPNV profitiert von Tempo 30 max. innerorts.

    Dieses Fazit ziehen David Huber und Veronique Kring in ihrer Studienarbeit:

    Tempo 30 als neue innerstädtische Regelgeschwindigkeit - Chance oder Gefahr für den ÖPNV?

    Hamburg, 09. September 2020

    Prüfer: Prof. Dr.-Ing. Carsten Gertz | Betreuer: M.A. Felix Czarnetzki

    "Tempo 30 als innerstädtische Regelgeschwindigkeit bringt die optimalen Voraussetzungen für ein sicheres und gleichberechtigtes Miteinander aller Verkehrsteilnehmer*innen. Unter Berücksichtigung eines Gesamtverkehrskonzeptes, das eine Verkehrswende anstrebt, sollten Verkehrsunternehmen daher bereit sein, kurzfristig negative Auswirkungen zu akzeptieren, um langfristig positiv von den Änderungen zu profitieren."

    https://www2.tuhh.de/mobillab-hh/wp-content/uploads/sites/31/2021/02/010_Huber_Kring_Tempo-30-Chance-oder-Gefahr-fuer-den-OePNV.pdf

    Tempo 30 gibt es auf Hauptverkehrsstraßen in Mainz schon seit 2020 siehe Foto!

    Passend zum Thema:

    alles wissen
    Mehrere deutsche Großstädte fordern flächendeckend Tempo 30 innerorts. Einige europäische Metropolen wie Brüssel oder Helsinki haben es bereits eingeführt. Was…
    www.hr-fernsehen.de

    "alles wissen": Tempo 30 in der Stadt – was bringt das?

    SENDETERMINE

    Do. 09.09.21, 20:15 Uhr

    Fr. 10.09.21, 04:05 Uhr

    Fr. 10.09.21, 09:20 Uhr

    So. 12.09.21, 15:30 Uhr

    "Mehrere deutsche Großstädte fordern flächendeckend Tempo 30 innerorts. Einige europäische Metropolen wie Brüssel oder Helsinki haben es bereits eingeführt. Was bringt Tempo 30 in der Stadt für Umwelt und Klima? Und kann es den Straßenverkehr sicherer machen?"

    Ich bin mal gespannt, wie in der Sendung flächendeckend Tempo 30 innerorts dargestellt wird.

    Drei Fragen finde ich besonders spanend:

    1. Wird einmal mehr so getan, als sei Tempo 30 innerorts ohnehin kein Thema, weil es in vielen Städten angeblich so viele Staus gäbe, dass ohnehin nicht schneller als Schrittgeschwindigkeit gefahren werden könne? Hoffentlich macht die Sendung deutlich, dass besonders gefährliche Rasereien dann stattfinden, wenn die Straßen weniger voll sind.

    2. Wie soll Tempo 30 durchgesetzt werden gegen notorische Raser? Die FAZ schrieb beispielsweise vorgestern: "In Paris kann es für Raser künftig teuer werden. Von Montag an gilt auf fast allen Straßen der französischen Hauptstadt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern. Bei Überschreitung drohen Geldbußen von mindestens 90 Euro." Na und? Es ist doch reine Polemik, wenn die FAZ weiter schreibt. "Wer mit dem Auto nach Paris fährt, muss künftig das Tacho fest im Blick behalten."

    Spanien als Vorbild: Paris führt in Innenstadt Tempolimit 30 ein
    In Paris kann es für Raser künftig teuer werden. Von Montag an gilt auf fast allen Straßen der französischen Hauptstadt eine Höchstgeschwindigkeit von 30…
    www.faz.net

    Fast alle Autofahrer*innen fahren heutzutage mit Navigationssystemen, die Tempolimits ansagen können oder per Warnton alarmieren können, wenn das Tempolimit erreicht ist und so den Autofahrer davon entlasten, ständig auf den Tacho zu starren, wie die FAZ schreibt. Aber selbst ohne Navigationssystemen mit entsprechenden Funktionen wäre diese Aussage einfach nur billige Polemik, denn wenn kein Tempo 30 gilt, dann gälte ja Tempo 50, das ebenfalls eingehalten werden müsste, zur Not mit dem Blick auf den Tacho, wenn auf elektronische Helfer verzichtet wird.

    3. Wie wird das Thema ÖPNV abgearbeitet? Leider wird immer wieder gerne so getan, als würde Tempo 30 den ÖPNV ausbremsen. Das ist nun wirklich leicht widerlegbar. Aufgrund der regelmäßigen Haltestellenstopps ist der Omnibusverkehr und Straßenbahnverkehr ohnehin deutlich langsamer unterwegs als der Autoverkehr, weil Tempo 50 zwischen zwei Haltestellen nur für eine sehr kurze Distanz erreicht wird. Gilt dagegen Tempo 30, dann gleichen sich die Zeiten von Bus und Auto stärker an als das jetzt bei Tempo 50 max. der Fall ist.

    Rechenbeispiel: Busse und Straßenbahn beschleunigen und Bremsen mit 1m/Sek², bzw. -1m/Sek².

    Für eine Beschleunigung von 0 auf 50 km/h (das ist ~14m/Sek) benötigt ein Bus 14 Sekunden und legt eine Strecke von rund 100m zurück. (14 Sekunden multiplizieren mit der Durchschnittsgeschwindigkeit während der Beschleunigungsphase, das ist 7m/Sek)

    Bei der üblichen Haltestellendichte von 200 bis 300 m ist der Bus also höchstens ein Drittel der Strecke mit Tempo 50 unterwegs, denn für das Beschleunigen auf 50 und das Bremsen braucht das Fahrzeug jeweils 100m.

    Für eine Beschleunigung von 0 auf 30 km/h (das ist ~8m/Sek) benötigt ein Bus 8 Sekunden und legt eine Strecke von rund 32m zurück. (8 Sekunden multiplizieren Durchschnittsgeschwindigkeit 4m/Sek)

    Bei einer Haltestellendichte von 200 m bis 300 m ist der Bus also eine sehr viel längere Zeitspanne mit der zulässigen Höchstgeschwindigkeit (bei Tempo 30) unterwegs. Und damit die meiste Zeit genau so schnell wie ein Auto.

    Hoffentlich hat ein Journalist mit gearbeitet, der einigermaßen gut rechnen kann und sich nicht von irgendwelchen "Autoexperten" einreden lässt, der ÖPNV würde besonders darunter leiden, wenn nur noch Tempo 30 innerorts gefahren wird.

    Übrigens gilt diese Überlegung, ob Tempo 30 eine Verbesserung bringt, in ähnlicher Weise auch für Fahrräder und zwar ganz ohne groß zu rechnen. Tempo 25 (mit einem Pedelec leicht erreichbar auch für weniger gut auf Fitness konditionierte Radfahrer*innen) ist eben nur 5km/h langsamer als Tempo 30 km/h.

    Ob die 21 Direktkandidaten der Klimaliste für die Bundestagswahl ein eigens Werbe-Video haben, weiß ich nicht.

    Aber ich habe dieses hier von der Klimaliste Baden-Württemberg gefunden:

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    In Baden-Württemberg (und Rheinland-Pfalz) kämpfte die Klimaliste im Frühjahr auch um die Zweitstimme und errang immerhin 0,9% der Wählerstimmen.

    Es ist schon richtig immer wieder darauf hinzuweisen, dass Fahrradwege nicht per se das Fahrradfahren sicherer machen.

    Mehrspurige Fahrstreifen auf breiten Fahrbahnen, die von vielen Autos mit hohen Geschwindigkeiten befahren werden, machen jedoch definitiv den Fahrradverkehr nicht sicher und attraktiv. Und den ersatzlosen Rückbau eines Fahrradweges und stattdessen einfach nur die Anlage einer zusätzlichen Autospur würde erst recht von niemandem als eine geeignete Maßnahme zur Förderung des Radverkehrs betrachtet werden. Auch dann nicht, wenn dort Tempo 30 gelten würde. Und auch dann nicht, wenn dort durch die gegebenen technischen Möglichkeiten sicher gestellt würde, dass dort kein Auto schneller als Tempo 30 fährt.

    Leider gibt es auch in Städten wie Hannover, in denen der Fahrradverkehr schon seit mehreren Jahrzehnten verhältnismäßig stark etabliert ist, immer noch Straßen mit breiten, mehrspurigen Richtungsfahrbahnen an denen trotzdem nur sehr schmaler Radwege entlangführen.

    Zum Beispiel die Vahrenwalder Straße:

    Google Maps
    Find local businesses, view maps and get driving directions in Google Maps.
    www.google.com

    Die beiden Richtungsfahrbahnen jeweils getrennt durch das Gleisbett für die Stadtbahn, haben jeweils drei Fahrspuren, von denen die äußere temporär (außerhalb der Verkehrsspitzen) zum Parken freigegeben ist.

    Ich sehe nicht, dass durch einen ersatzlosen Rückbau des viel zu schmalen Radweges an der Vahrenwalder Straße der Radverkehr dort sicherer gemacht werden würde. Es sei denn dadurch, dass dann dort im Vergleich zu heute, kaum noch Radverkehr stattfinden würde.

    Sehr gut vorstellen kann ich mir da einen geschützten breiten Radfahrstreifen, der an Stelle der rechten Fahrspur angelegt werden könnte. Parken am Fahrbahnrand wäre dann nicht mehr möglich. Aber da ist jetzt in den Verkehrsspitzenzeiten auch nicht möglich.

    Was wäre wenn es deutlich weniger Autoverkehr gäbe, so dass eine Fahrspur auf der Vahrenwalder Straße ausreicht? Man bräuchte dann vielleicht zusätzlich zur Stadtbahn Omnibusverkehr und könnte dann eine Fahrspur je Richtungsfahrbahn für den Omnibusverkehr und Radverkehr reservieren. Eine Fahrspur für den Autoverkehr reicht dann aus. Und die Bürgersteige könnten entsprechend verbreitert werden.

    Mir fehlte in der Diskussion die Reduktion des Autoverkehrs im Allgemeinen und die Bevorzugung von kleinen, leichten E-Autos.

    Als "Sofortmaßnahme für den Klimaschutz" wäre mir Tempo 130 eingefallen.

    Aber wahrscheinlich wollte Frau Baerbock nicht zu viele unschlüssige Wähler abschrecken.

    Tatsächlich fordern die Grünen schon seit langem Förderprämien für kleine, leichte E-Autos:

    Umweltbonus: Grüne fordern Prämie für Elektro-Kleinstfahrzeuge der Klassen L6e und L7e, Elektroauto-news vom 27. 1. 2020

    Umweltbonus: Grüne fordern Prämie für Elektro-Kleinstfahrzeuge der Klassen L6e und L7e
    Kleinst-Stromer wie der Renault Twizy werden nicht gefördert. Das könnte sich ändern. Das BMVI prüft die Förderfähigkeit dieser Fahrzeugklasse.
    www.elektroauto-news.net

    "Die Grüne fordern, die Umweltbonus genannte Kaufpreisförderung von Elektroautos anzupassen. Hybridautos sollen keine Förderung mehr bekommen, stattdessen sollen Elektroleichtfahrzeuge wie der Renault Twizy oder der Microlino in den Kreis der förderfähigen Fahrzeuge aufgenommen werden. „Es ist absurd, dass Elektroleichtfahrzeuge einerseits auf die Elektromobilitätsziele der Bundesregierung einzahlen sollen, aber bei der Förderung außen vor bleiben“, sagte der Bundestagsabgeordnete Stephan Kühn von den Grünen der taz."

    Die Förderung von kleinen, leichten E-Autos, ist für die Grünen also tatsächlich schon lange ein Thema, das allerdings in einem Wahlkampf ganz schnell droht, instrumentalisiert zu werden für hämische Wahlkampfschwindeleien. Das hat man ja leider sehr unschön beobachten können bei der Forderung nach einer Förderprämie für Lastenräder.

    Ich fürchte, dass eine Betonung der Forderung, auch kleine und leichte E-Autos der Fahrzeugklassen L6e und L7e steuerlich zu begünstigen, sofort vom politischen Gegner zu einer Hetzkampagne missbraucht würde, die dann wieder umständlich und kräftezehrend aufbereitet werden müsste. Ähnlich wie es jetzt auch bei der Förderprämie für Lastenfahrräder gelaufen ist.

    Dagegen ist es wirklich bedauerlich, dass ein generelles Tempolimit von Tempo 130, nicht in dem Triell vorkam. Da sehe ich durchaus die Chance, dass hämische Gegenkampagnen ganz von sich aus ins Leere laufen würden, ohne dass viel Aufklärungsarbeit geleistet werden müsste, denn ein generelles Tempolimit von 130 auf Autobahnen ist vermutlich durchaus in breiten Bevölkerungsschichten mehrheitsfähig:

    statista vom 30.4.21: Sollte aus ihrer Sicht ein Tempolimit von 130 km/h auf deutschen Autobahnen umgesetzt werden?

    "42 Prozent der Befragten waren der Meinung, dass ein Tempolimit von 130 km/h auf deutschen Autobahnen auf jeden Fall eingeführt werden sollte. Etwa 36 Prozent der Befragten lehnten ein Tempolimit ab."

    Tempolimit auf deutschen Autobahnen | Statista
    Die Statistik zeigt das Ergebnis einer Umfrage zu einem generellen Tempolimit von 130 km/h auf deutschen Autobahnen.
    de.statista.com

    Aber man sollte die Kampagnenfähigkeit der Autolobbyisten nicht unterschätzen. Fest steht, wer in Deutschland ein generelles Tempolimit auf Autobahnen fordert, der muss mit mächtig Gegenwind rechnen. Beim Tempolimit 130 auf Autobahnen dürfte es allerdings der Autolobby schwer fallen, Gegenwind aus der Bevölkerung zu entfachen.

    Im grünen Wahlprogramm heißt es dazu: "Für die Autobahnen wollen wir ein Sicherheitstempo von 130 km/h. Wenn besondere Gründe es notwendig machen, wie beispielsweise in Städten oder Ballungsgebieten oder um sie herum, dann gelten maximal 120 km/h."

    https://cms.gruene.de/uploads/documents/Wahlprogramm-DIE-GRUENEN-Bundestagswahl-2021_barrierefrei.pdf

    Interessant ist, dass das Wort Tempolimit an dieser Stelle vermieden wird und stattdessen ein "Sicherheitstempo" gefordert wird.

    "Verkehrspolitik in Frankreich - Paris führt fast überall Tempo 30 ein" auf tagesschau.de vom 30.8.2021

    Paris führt auf den meisten Straßen Tempo 30 ein
    Weniger Lärm, weniger tödliche Unfälle - und die Mehrheit der Bürger will es so: Seit heute gilt in Paris auf den meisten Straßen ein Tempolimit von 30 km/h.…
    www.tagesschau.de

    "Weniger Lärm, weniger tödliche Unfälle - und die Mehrheit der Bürger will es so: Seit heute gilt in Paris auf den meisten Straßen ein Tempolimit von 30 km/h.

    (...)Die Stadtbewohnerinnen und -bewohner wünschten sich sichere Radwege, breitere Bürgersteige, eine ruhigere Stadt, "in der sie ihre Kinder in die Schule bringen können - ohne Angst, dass ein zu schnell fahrendes Auto sie umfährt".

    (...)

    Die Stadt beruft sich auf ein Umfrage, nach der fast 60 Prozent der Pariser und Pariserinnen mehr oder weniger für Tempo 30 seien. Und auf die Weltgesundheitsorganisation: Ein Zusammenprall mit einem 50 km/h fahrenden Auto sei für einen Fußgänger zu 80 Prozent tödlich. Bei 30 Kilometern pro Stunde dagegen nur zu zehn Prozent.

    (...)

    Konservative auf den Barrikaden Falsch, sagt dagegen der französische Verein "40 Millionen Autofahrer". Geschäftsführer Pierre Chasseray hat Tempo 30 in Paris schon kritisiert, als es noch ein Versprechen vor der Wiederwahl der Bürgermeisterin war: "Das ist eine groteske, dumme Maßnahme, die die Bürger gegeneinander aufbringt. Aber die Medien fahren darauf ab.

    (...)

    Die konservative Oppositionschefin im Pariser Stadtrat, Rachida Dati, läuft Sturm. "Durch Madame Hidalgos Verkehrspolitik gibt es jetzt sogar Nacht-Staus. Den Begriff verwendet eine Satirezeitung." Und Staus führten zu mehr Abgasen. "Ansonsten will sie 100 Prozent Fahrrad. Das ist Anarchie", meint Dati: "Heute heißt es in Paris: Fußgänger gegen E-Roller, Auto gegen Fahrrad." Man müsse besser regulieren und sich an der Realität ausrichten." (Hervorhebungen von mir)

    Eigentlich sollte man doch meinen, dass die Fahrbahnen hinreichend sicher seien, wenn dort Tempo 30 gilt. Es ist ein Widerspruch, der häufiger auftaucht, wenn über Maßnahmen berichtet wird, die dem Radverkehr zu Gute kommen. Nach meiner Beobachtung verhält es sich so:

    In Tempo-30-Zonen in Wohngebieten sollte es eigentlich keine Radwege geben. Aber besonders in Altbeständen existieren häufig veraltete Fahrradwege zum Teil aus den 70er und 80er Jahren, die manchmal sogar schon recht breit gestaltet sind, ohne jedoch die heute geltenden Mindestmaße zu erfüllen. Selbst dann wenn solche Radwege nicht als benutzungspflichtige Radwege gekennzeichnet sind, werden sie häufig noch von vielen Fahrradfahrer*innen benutzt.

    Auf Hauptverkehrsstraßen, auf denen in Deutschland in der Regel Tempo 50 gilt, sind die Radwege manchmal schon gut ausgebaut mit durchgehenden Mindestbreite von 1,50 m bis 2,00 m. Dann gibt es aber auch Abschnitte auf diesen Straßen mit gut ausgebauten Fahrradwegen, zum Beispiel vor Krankenhäusern oder vor Kindergärten, an denen ein sogenanntes "Strecken-30" angeordnet ist, also ein kurzer Abschnitt von rund 200-300 m, auf dem nur Tempo 30 gefahren werden darf. Leider weiß ich nicht genau wie die Situation in Frankreich ist, wo jetzt in Paris ein weitgehendes Tempo-30-Gebot angeordnet wurde.

    In der Berichterstattung über die Tempo-30-Anordnung in Paris wird deutlich: "Die Stadtbewohnerinnen und -bewohner wünschten sich sichere Radwege,...".

    Und ich denke, diese Forderung ist berechtigt. Die Fahrbahn einer stark befahrenen innerstädtische Straße, auf der heute noch Tempo 50 gilt, wird für viele Radfahrer*innen nicht einfach so von Heute auf Morgen dadurch attraktiver, dass der Autoverkehr, dort nur noch mit Tempo 30 lang fahren darf. Eine wichtige Rolle spielt dabei das nur allzu berechtigte Misstrauen gegenüber "Temposündern".

    Hier wäre es interessant zu erfahren, wie dass die Bürger*innen von Paris sehen.

    Und es wäre interessant zu erfahren, wie das die Bürger*innen sähen, wenn durch verbindlich arbeitende Intelligente Geschwindigkeitsassistenten (ISA) zuverlässig das Einhalten der geltenden Tempolimits sicherstellen würde.

    Eine ähnliche Betrachtung verdienen auch Fußgängerüberwege. Es gibt in Hannover Wohngebiete, in denen zum Teil schon seit drei Jahrzehnten Tempo-30-Zonen angeordnet sind. Eigentlich sollten dort keine Fußgängerüberwege mehr nötig sein und sie sind eigentlich auch nicht vorgesehen. Aber sie genießen Bestandsschutz und bei den Anwohnern oft sehr große Beliebtheit. Auf dem Titelbild des tagesschau.de-Beitrages ist übrigens eine Straßenszene mit Zebrastreifen abgebildet!

    Ich denke solche Fragen müssen mit bedacht werden, wenn Tempo 30 flächendeckend durchgeführt wird, was ich sehr begrüße.

    Mann kann es natürlich nach vielen Seiten hin auswerten, was die Kandidatin und die Kandidaten für das Kanzleramt im ersten Triell dieses Wahlkampfes gesagt haben. Weil ich es für verkehrspolitisch besonders interessant halte, lenke ich hier die Aufmerksamkeit auf die Antworten von Olaf Scholz, Annalena Baerbock und Armin Laschet auf die Frage der Moderatorin:

    "Sollen Innenstädte autofrei werden?

    Scholz hält sich in der Frage bedeckt und verweist auf Nachfrage darauf, dass er als damaliger Bürgermeister für Hamburg darin keine Option sah.

    Baerbock findet es richtig, wenn Städte sich dafür entscheiden, autofrei zu werden, um mehr Platz für die Menschen in den Städten zu haben.

    Laschet lehnt autofreie Städte mit der Begründung ab, "Wir wollen auch noch lebendige Städte haben."

    Minute 1:58 bis 2:23.

    Das sagen die Experten zum Triell
    Das erste Wahl-Triell der Kanzlerkandidaten auf RTL und ntv liegt hinter uns. Die spannende Frage danach: Was sagen die Experten zum Auftritt von Armin…
    www.n-tv.de

    Mir fehlte einerseits eine Präzisierung, dass "autofreie Städte" nicht nur "autofreie Innenstädte" bedeutet, sondern auch autofreie Stadtteile. Und mir fehlte andererseits die Perspektive für den ländlichen Raum. Gerade im ländlichen Raum muss die Infrastruktur gezielt auf den ÖPNV zugeschnitten werden. Dazu zählt auch ein deutlich niedrigeres Tempolimit auf Landstraßen. Die Höchstgeschwindigkeit muss auf den Omnibusverkehr ausgerichtet sein, der vielerorts das Rückgrat des ÖPNV in ländlichen Raum darstellt. Und Omnibushaltestellen müssen so gestaltet sein, dass der Autoverkehr dort nicht an den haltenden Omnibussen vorbeifahren kann. Vielmehr müssen die Autos hinter dem Omnibus warten.

    Beispiel für eine Omnibushaltestelle an der der Autoverkehr nicht an dem haltenden Omnibus vorbeifahren kann:

    Ort: Haltestelle "Friedhof Marienwerder"

    Google Maps
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    Hab ich von hier: https://www.heise.de/news/Elektroau…ie-6175751.html

    Schön, dass Frau Bärbock "die Gruppe" erkennt. Ich tu mich da schwerer... Bin ich Geringverdiener? Im Vergleich zu den Kandidaten allemal.

    Vielen Dank für den Link. Mit den entsprechenden Stichworten aus dem heise-artikel bin ich auch andernorts fündig geworden, zum Beispiel bei der SZ vom 26. 8. 2021, Baerbock für mehr Förderung beim Kauf von Elektroautos:

    "Für Geringverdiener sollte diese Umstiegsprämie um 3000 Euro erhöht werden auf 9000 Euro, sagte die Grünen-Spitzenkandidatin zur Bundestagswahl am Donnerstag bei einer Veranstaltung des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) in Hannover. "Der zweite Teil soll aus unserer Sicht über einen zinslosen Kredit über die KfW bereitgestellt werden." Dieser Kredit könne dann etwa zurückgezahlt werden, weil das Tanken mit Strom deutlich günstiger sei als mit Benzin."

    Baerbock für mehr Förderung beim Kauf von Elektroautos
    Geringverdiener sollten nach Ansicht von Annalena Baerbock mehr finanzielle Unterstützung beim Kauf von Elektroautos erhalten. Für Geringverdiener sollte…
    www.sueddeutsche.de

    Vermutlich handelt es sich um eine Reaktion auf die Kritik an der von den Grünen vorgeschlagenen Förderprämie für Lastenräder. Das führte ja zu dem Vorwurf, dass von einer solchen Förderprämie ausschließlich bessergestellte Großstadtbewohner profitierten. Wär käme sonst auf den angeblich absurden Gedanken, sich ein Lastenrad zuzulegen.

    Ums angekratzte soziale Image blank zu polieren also kontert die grüne Spitzenkandidatin mit einer Extra-Prämie für den E-Autokauf + günstige Kredite.

    Mit Vernunft hat das alles wenig zu tun. Viel günstiger als ein Lastenrad ist ein Kinderanhänger, der nur ein Bruchteil kostet und zudem oft auch in guter Qualität und gutem Erhaltungszustand gebraucht erworben werden kann. Ein Lastenrad zum Transport von "Mineralwasserkisten" (sonst die Standard-Ausrede für den Besitz eines Autos) halte ich für Nonsons. Abgesehen von Lieferdiensten gibt es auch da die Optionen guter Gepäckträger oder Fahrradanhänger, und überhaupt ist es einfacher einen Sprudelautomaten zu benutzen, bei dem lediglich alle paar Wochen eine neue CO2-Patrone fällig wird.

    Dieser Nonsens, hochpreisige Fahrzeuge zu fördern, obwohl mit ÖPNV-Fahrzeugen und Fahrrädern extrem preisgünstige Alternativen zur Verfügung stehen, wird zum Wahlkampf-Geschenke-Standard.

    Interessant ist noch ganz was anderes: "Dieser Kredit könne dann etwa zurückgezahlt werden, weil das Tanken mit Strom deutlich günstiger sei als mit Benzin.", heißt es in dem SZ-Artikel (s. o.). Ist das so? Das würde aber auch bedeuten deutlich geringere Steuereinnahmen als jetzt durch die Mineralölsteuer.

    Sieht das niemand, will das niemand sehen, oder steckt da ein ganz raffiniertes Kalkül dahinter, das ich nicht sehe?

    Fakt ist, mit den immensen Prämien für Elektro-Autos werden voraussichtlich steuerbegünstigt Millionen von Fahrzeugen auf die Verkehrsflächen losgelassen, die nicht nur jetzt Steuergelder in Milliardenhöhe verschlingen, sondern auch ihr Leben lang deutlich geringere Steuereinnahmen einbringen, als das bei Autos mit Verbrennermotoren der Fall sein wird. Und das alles trotzdem ohnehin der Autobesitz und sein Gebrauch heute schon hochgradig steuersubventioniert ist.

    Ich habe ehrllich gesagt bislang noch nie Lastenräder woanders als auf dem Gehweg parken sehen. Dass man dafür vermeintlich keinen Parkplatz braucht, ist doch der einz^h^h^h größte Vorteil der Dinger für Privatpersonen und Geschäftsleute.

    Es ist in der Tat eine neue Diskussion, die da ausgelöst wird durch die zunehmende Verbreitung von Lastenrädern, aber auch die Leihfahrräder oder die Elektro-Leihtretroller.

    Auch die zunehmend größeren Fahrräder der Briefeausträger*innen nehmen immer mehr Fußwegfläche ein und führen zu Konflikten, um die ohnehin oft knappe Verkehrsfläche für den Fußverkehr und den Radverkehr.

    Nur langsam wächst die Einsicht, dass sich diese zunehmende Verbreitung von solchen Verkehrsmittel, sich nict einfach so zurückdrehen lässt.