Beiträge von Ullie

    Erst galt das:

    Aufnahmedatum 14.3.2020


    Dann das:

    Üstra Internetseite vom 24.9.21:

    "24.09.2021

    Ab sofort können Fahrgäste in die Busse von ÜSTRA und regiobus auch wieder vorne einsteigen.

    (...)

    „Wir freuen uns, dass wir nun so weit sind, auch die vorderen Türen unserer Busse wieder öffnen zu können“, betont ÜSTRA Vorständin und regiobus Geschäftsführerin Elke van Zadel. Beide Unternehmen haben in den letzten Monaten den Einbau von Schutzwänden im Einstiegsbereich vorgenommen. Damit werden Fahrpersonal und Fahrgäste vor Infektionen geschützt." Auskünfte zur Fahrt oder Tariffragen und natürlich der Verkauf von Fahrkarten können damit wieder gefahrlos erfolgen."

    Details

    Und dann das:

    Hannover Verkehr vom 12.12.21:

    "Aussetzen des Vorneeinstiegs in den Bussen von Üstra und Regiobus

    Üstra und Regiobus setzen ab, Montag, 13. Dezember, vorübergehend den Vorneeinstieg in ihren Bussen wieder aus."

    Coronavirus: 3G-Regel und FFP2-Pflicht in Bussen und Bahnen
    Mobil in Hannover: Auto, Bus und Bahn, Fahrrad, Flug, Unterkunft und Tickets
    news.hannover-verkehr.de

    Und jetzt das:

    Punkt-Linden vom 5.4.2021:

    "Vorneeinstieg und Fahrkartenverkauf in Bussen wieder möglich

    (...)

    Die Busse der ÜSTRA und der regiobus öffnen ab sofort (Dienstag, 5. April) wieder ihre vordere Tür und bieten Fahrgästen die Möglichkeit, einen Fahrschein beim Busfahrpersonal zu kaufen."

    Vorneeinstieg und Fahrkartenverkauf in Bussen wieder möglich
    Die Busse öffnen ab heute, Dienstag, 5. April, wieder die vordere Tür zum Einsteigen, auch Tickets können wieder im Bus gekauft werden.
    punkt-linden.de

    Und wenn es sich dann irgendwann herausstellen sollte, dass ein Totalversagen der politischen Akteure bei der Gesetzgebung für eine verbindliche Corona-Impfpflicht mitverantwortlich dafür ist, dass in den Bussen wieder vier Sitzplätze und der Vorneeinstieg gesperrt werden, dann ... :cursing:

    Schaun wir mal, wie es sich ohne Masken entwickelt.

    Maske gilt weiterhin im ÖPNV, aber der Vorne-Einstieg ist jetzt wieder möglich.

    Was heißt hier, wie es sich ohne Masken entwickelt? In mehreren Geschäften, in denen ich gestern und heute war, wird auf Initiative der Geschäftsleitung an der Maskenpflicht festgehalten.

    Und für den ÖPNV ist das sogar weiter vorgeschrieben. Busfahren, Bahnfahren, Maschseeschifffahren ohne Maske ist nicht.

    Ob ich das für richtig, oder für falsch halte, sei mal dahin gestellt.

    Es ist in jedem Fall eine nachteilige Situation für den ÖPNV:

    Mit Maske fahren geht einigen Fahrgästen schon lange auf den Nerv, auch denen, die durchaus eine Sinnhaftigkeit darin sehen. Besonders ärgerlich: Für Fahrten im Auto gilt schon länger keine Maskenpflicht mehr, auch dann nicht, wenn Leute zusammen fahren, die nicht zur Familie gehören.

    Aber in Bus und Bahn gilt weiter die Maskenpflicht, obwohl an vielen anderen Stellen die Corona-Schutzmaßnahmen zurückgefahren wurden. Das passt nicht zusammen.

    Würde jedoch die Maskenpflicht in Bus und Bahn nicht mehr gelten, dann schreckt das andere Leute ab, die sich nur dann auf das "Wagnis" ÖPNV einlassen, wenn dabei von allen Fahrgästen Masken getragen werden.

    So oder so kann der ÖPNV dabei nur verlieren. :(

    Immerhin stehen ab dieser Woche wieder vier Sitzplätze und ca. 2 Stehplätze zusätzlich in den Bussen zur Verfügung, die in der zurückliegenden Corona-Zeit gesperrt waren. Die Sitzplätze direkt hinter dem Fahrer waren gesperrt, auch und der vordere Einstieg war gesperrt. Jetzt kann man wieder vorne einsteigen und auch wieder Fahrkarten beim Fahrer kaufen. :)

    "Busse öffnen die vordere Tür zum Einsteigen – Fahrpersonal verkauft wieder Tickets im Bus

    05.04.2022

    Hannover – Die Busse der ÜSTRA und der regiobus öffnen ab sofort (Dienstag, 5. April) wieder ihre vordere Tür und bieten Fahrgästen die Möglichkeit, einen Fahrschein beim Busfahrpersonal zu kaufen. Als Schutzmaßnahme gegen eine Coronainfektion waren die vorderen Türen der Busse seit Beginn der Pandemie geschlossen und der Bereich direkt hinter dem Fahrerarbeitsplatz abgesperrt worden. Diese Maßnahme wurde nun aufgehoben."

    Details

    Das Bild oben ist übrigens von Oktober 21, da war schon einmal der Vorne-Einstieg für ein paar Wochen wieder erlaubt worden, bevor er dann erneut verboten wurde.

    Ist es nur eine vage Hoffnung, dass jetzt der Vorne-Einstieg wieder dauerhaft möglich ist?

    Oder heißt es bald wieder: Nur hinten einsteigen?

    Die Vorwürfe gegen Bandera sind wissenschaftlich belegt und es gibt keinen zwingenden Grund, dass die Ukraine ihn zum Staatshelden erklärt. Es liegt nahe, dass Putin auf die Bandera-Anhänger verweist, wenn er den Vorwurf erhebt, seine Armee kämpfe in der Ukraine gegen Nazi-Banden.

    "Von russischer Seite wird seit dem Beginn des Krieges in der Ukraine der Bandera-Kult staatlicher ukrainischer Stellen dazu genutzt, die durch die Revolution 2014 an die Macht gekommenen demokratischen Parteien und Politiker pauschal als „Faschisten“ zu verunglimpfen."

    Stepan Bandera – Wikipedia
    de.wikipedia.org

    Putins Angriffskrieg ist nicht nur eine völkerrechtswidriger Angriffskrieg, sondern bestärkt die ukrainischen Nationalisten, die sich zu Bandera bekennen, auch noch zusätzlich darin, eine selbstkritische Aufarbeitung der Geschichte abzulehnen.

    Dabei hätte Putin aus dem Umgang der Sowjetunion mit Bandera lernen können: "Zum anderen war es ausgerechnet die Sowjetunion, die den in ihrer Propaganda so sehr verteufelten und in Abwesenheit zum Tode verurteilten Bandera noch populärer machte: 1959 tötete der KGB-Agent Bogdan Staschinski Bandera in dessen Münchner Exilwohnung mit einer Pistole, die Blausäuredampf versprühte."

    aus der Spiegel vom 6.3.2014

    Stepan Bandera: Umstrittener ukrainischer Nationalist
    Erst wurde er zum "Helden der Ukraine" ernannt, dann wurde Stepan Bandera der Titel wieder aberkannt: Kaum eine Figur steht so sehr für die Zerrissenheit des…
    www.spiegel.de

    Es ist aber auch nicht richtig, über die vielen Entgleisungen des ukrainischen Botschafters in Deutschland, Melnyk, großzügig hinwegzusehen, weil die deutsche Regierung möglicherweise vor klaren Worten zurückschreckt, aus Furcht in den "sozialen Netzwerken" als kleinkariert oder nicht genügend einfühlsam gegenüber den Nöten der Ukraine dargestellt zu werden.

    Ich hoffe sehr, dass diese Positionen sich nicht verbreiten:

    Ein ukrainischer Außenminister, der die deutsche Regierung beschimpft und den Menschen in Deutschland einreden will, dass sie ein schlechtes Gewissen haben müssten.

    Eine Grünen-Politikerin, die in einer Fernsehdiskussion am Sonntag, 3.4.2022, eine von Nato-Staaten einzurichtende Flugverbotszone fordert. Diese Beiträge mögen vielleicht irgendwie aus der Sicht derer, die sie darlegen, verständlich sein. Aber sie dürfen nicht als ein sinnvoller Beitrag zu einer Beendigung von Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine missverstanden werden.

    "Die Politikerin Marieluise Beck hat sich bei "Anne Will" für eine Flugverbotszone ausgesprochen. Zudem plädierte sie für ein sofortiges Embargo von russischem Öl und Gas.

    Die Bremer Politikerin Marieluise Beck (Grüne) hat sich in der ARD-Talksendung "Anne Will" klar für eine Flugverbotszone über der Ukraine ausgesprochen. "Der Himmel über der Ukraine muss endlich geschlossen werden", sagte Beck."

    radio bremen, Buten und Binnen vom 4.4.22

    Bremer Grünen-Politikerin Beck fordert Flugverbotszone über Ukraine
    Die Politikerin Marieluise Beck hat sich bei "Anne Will" für eine Flugverbotszone ausgesprochen. Zudem plädierte sie für ein sofortiges Embargo von russischem…
    www.butenunbinnen.de

    Die Anne Will Diskussion gestern Abend hat bei mir eine Erinnerung an diese Szene aus der alten Verfilmung von "Im Westen nichts Neues" geweckt:

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    Vielleicht sind meine Befürchtungen übertrieben? Ich hoffe es sehr!

    Die Beiträge von Robin Alexander, stellvertretender Chefredakteur der "Welt", hörten sich allerdings doch schon sehr nach den aufpeitschenden Reden des Oberlehrers in dem Filmklassiker an.

    Aber richtig erschrocken hatte ich mich über die Grünen-Vertreterin. Dagegen wirkte selbst der stellvertretende Springer-Chef-Ideologe noch blass. :(

    Hier der Link zur Anne Will Fernsehdiskussion:

    Streit um russisches Öl und Gas - Soll Deutschland den Import sofort stoppen?
    Anne Will diskutiert mit Lars Klingbeil, Markus Söder, Veronika Grimm, Marieluise Beck und Robin Alexander.
    daserste.ndr.de

    Ja, die Hinweise auf gravierende Kriegsverbrechen Russlands nach den Funden in Butscha haben sich noch einmal dramatisch verdichtet! Und: Nein, die will ich keinesfalls irgendwie relativieren oder klein reden. Aber es gilt gerade in so einer Situation, dass es unbedingt wichtig ist, einen kühlen Kopf zu bewahren!

    Und es muss ein Ende damit haben, dem ukrainischen Botschafter in Deutschland, Andrij Melnik, seine ständigen Entgleisungen nachzusehen. Die FR berichtete über Melnyk am 24.3.2022: "Melnyk, der im Jahr 2014 Botschafter wurde und davor als Generalkonsul der Ukraine in Hamburg tätig war, ist politisch nicht unumstritten. So erregte er 2015 den Unmut der Bundestags, als er seinen Besuch am Grab des Partisanenführers und NS-Kollaborateurs Stepan Bandera in München auf Twitter publik machte. Bandera, den Melnyk als „unseren Helden“ bezeichnete, war Politiker der ukrainischen Nationalisten OUN, arbeitete im Zweiten Weltkrieg mit der Wehrmacht zusammen und gilt überwiegend als Kriegsverbrecher. (...)

    aus: FR vom 24.3.2022: "Ukrainischer Botschafter Andrij Melnyk unterstützt ultrarechtes Asow-Regiment"

    Es ist wenig glaubwürdig, wenn Melnyk die russischen Gräueltaten als Kriegsverbrechen brandmarkt und Waffen, Waffen und noch mehr Waffen einfordert, wenn er selbst einem Kriegsverbrecher huldigt.

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    Ich hatte ja schon eingangs darauf hingewiesen, dass das Buch "Die Waffen nieder" kostenfrei im Internet zugänglich ist unter der Adresse: https://www.projekt-gutenberg.org/suttner/waffenni/chap001.html

    Gerade habe ich gesehen, dass in der Reihe, "Sommers Weltliteratur to go", das Buch in einer Kurzfassung vorgestellt wird.

    Die oben verlinkte Ausgabe von Sommers Weltliteratur to go ist vom 14.3.22 und es wird kurz Bezug genommen auf den Krieg Russlands gegen die Ukraine.

    Wer es also immer noch nicht geschafft hat, "Die Waffen nieder" zu lesen, der hat hier die Chance, das Wichtigste in Kurzfassung unterhaltsam aber auch ernsthaft zu erfahren.

    PS: Außer vom Bedford-Strohm :)

    Ganz allein auf weiter Flur steht der evangelische Bischof der bayrischen Landeskirche und ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedform-Strohm allerdings nicht da. Da gibt es eine ganze Reihe von weiteren Beispielen dafür, dass Bischöfinnen und Bischöfe die Aufnahme von Flüchtenden anmahnen:

    "Der Bischof von Berlin-Brandenburg, Martin Kruse, hat sich für die weitere Aufnahme von Flüchtlingen aus Ex-Jugoslawien ausgesprochen und die Hilfe der Kirche für von Abschiebung bedrohte Angolaner verteidigt. Angesichts eines Trends, „Türen dichtzumachen“, mahnte er in einem Interview der Berliner Morgenpost Gelassenheit und Hilfsbereitschaft an." taz vom 14.2.94

    "Papst und deutsche Bischöfe appellieren, Flüchtlingen zu helfen ... und jede kirchliche Einrichtung soll wenigstens eine Flüchtlingsfamilie aufnehmen."

    katholisch.de vom 6.9.2015

    Franziskus: Jede Pfarrei soll eine Familie aufnehmen
    Es war ein klarer Arbeitsauftrag, den Papst Franziskus am Sonntag beim Angelus-Gebet an die katholische Kirche in Europa erteilte: Jede Pfarrei, jedes Kloster…
    www.katholisch.de

    "Die Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck, Kirsten Fehrs, hat die Bundesregierung aufgefordert, weitere Flüchtlinge aufzunehmen."

    Tageblatt vom 27.12.2015

    https://www.tageblatt.de/lokales/blaulicht_artikel,-f%C3%BCr-aufnahme-weiterer-fl%C3%BCchtlinge-_arid,1183909.html

    "Besondere Aufmerksamkeit muss den Flüchtlingen gelten, mögen sie in der Ukraine nach

    einem sichereren Ort suchen oder sich auf den Weg ins Ausland machen. Es ist wichtig, dass

    die Europäische Union die rechtlichen Voraussetzungen für eine möglichst unbürokratische

    Aufnahme in den Mitgliedsstaaten schafft. Auch Deutschland ist um flexible Regelungen

    bemüht."

    DER AGGRESSION WIDERSTEHEN

    DEN FRIEDEN GEWINNEN

    DIE OPFER UNTERSTÜTZEN

    Erklärung der Deutschen Bischofskonferenz

    zum Krieg in der Ukraine vom 10.3.22

    https://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/diverse_downloads/presse_2022/2022-034a-Anlage1-FVV-Vierzehnheiligen-Pressebericht_Ukraine-Erklaerung.pdf

    Dazu passt dieser HAZ-Bericht:

    Zitat: "Nach dem Zoff um den Pop-up-Radweg am Schiffgraben setzt die Stadt Hannover jetzt auf eine dauerhafte Lösung. Rückenwind gibt ihr ein Gutachten, das deutliche Verbesserungen für Radfahrer sieht ..."

    Schiffgraben: Hannover hält an Radweg fest – und will Poller aufstellen
    Nach dem Zoff um den Pop-up-Radweg am Schiffgraben setzt die Stadt Hannover jetzt auf eine dauerhafte Lösung. Rückenwind gibt ihr ein Gutachten, das deutliche…
    www.haz.de

    Mehr dazu auf:

    Ullie
    29. Juni 2021 um 11:00

    Aktueller Stand:

    Das Radfahrer-frei Schild, das einst den Bürgersteig frei gab für den Fahrradverkehr, ist abgehängt. Und es sieht danach aus, dass der Radfahrstreifen bleibt.

    Die HAZ vom 31.3.2022 berichtete:

    "Nach dem Zoff um den Pop-up-Radweg am Schiffgraben setzt die Stadt Hannover jetzt auf eine dauerhafte Lösung. Rückenwind gibt ihr ein Gutachten, das deutliche Verbesserungen für Radfahrer sieht – ohne allzu große Verschlechterungen für den Autoverkehr."

    Schiffgraben: Hannover hält an Radweg fest – und will Poller aufstellen
    Nach dem Zoff um den Pop-up-Radweg am Schiffgraben setzt die Stadt Hannover jetzt auf eine dauerhafte Lösung. Rückenwind gibt ihr ein Gutachten, das deutliche…
    www.haz.de

    Die Situation dort auf dem viel zu engen Bürgersteig, der nicht einmal breit genug alleine für den Fußverkehr ist, war schlicht unerträglich. Jetzt gibt es den Radfahrstreifen an Stelle von einer der früher mal zwei Fahrbahnen Richtung stadtauswärts und der Radfahrstreifen darf auch bleiben. Aber nur deshalb, weil es den Autoverkehr nicht beeinträchtigt. ;(

    Kein Aprilscherz, sondern ab 1973 erprobt auf einer Versuchstrecke in Hagen, ist dieses Cabinentaxi:

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    Ein Zitat aus dem Film:

    "Die Zukunft des Nahverkehrs, auf der Teststrecke in Hagen ist sie vorweggenommen."

    Allerdings hat Hagen auch drei- bis viermal so viel Einwohner*innen wie Stade.

    Trotzdem wurde die Versuchsstrecke 1981 abgebaut.

    Cabinentaxi – Wikipedia

    Das Verkehrsunternehmen "Die Öffis, Nahverkehr Hameln Pyrmont" setzen ein Zeichen gegen den Krieg:

    Aktuelles Foto aus Hameln.

    An der zentralen Hamelner Bushaltestelle am Bahnhof stehen immer wieder Busse im kurzen Pausenmodus, in dem in der Regel die Fahrtzielanzeige "http://www.oeffies.de" lautet, also Werbung für die eigene Internetseite.

    Älteres Foto aus Hameln.

    Die Botschaft "Stoppt den Krieg" ist auch ein Beitrag gegen den Krieg, den Russland gegen die Ukraine führt. Vermutlich würde jedoch eine entsprechende Maßnahme in Russland den Initiator in arge Bedrängnis bringen. Manche Kommentatoren spitzen derzeit die Kriegs-Ereignisse dahingehend zu, dass angeblich einzig die Alternativen ein Gewaltfrieden nach Putins Gusto oder eine Ausweitung des Krieges zur Diskussion stünden, bei dem auch andere Staaten aktiv ins Kriegsgeschehen eingreifen. Und zwar nicht nur mit Waffenlieferungen.

    Diese Zuspitzung der Diskussion ist eine gefährliche Entwicklung.

    Der hannoversche Landesbischof Meister wurde zu dieser Frage auf t-online am 1.4.2022 so wiedergegeben:

    "Meister betonte: "Die einzige Zukunft des Menschen auf diesem Erdball liegt in einem friedlichen und gerechten Zusammenleben." Er könne Waffenlieferungen "eigentlich nicht gutheißen. Denn sie verschärfen natürlich einen Zustand, zu dem es eigentlich nie kommen sollte – den Krieg". Allerdings sei durch die Aggression der russischen Armee eine Lage entstanden, "in der aus pragmatischen Gründen Waffenlieferungen an die Ukraine notwendig sein müssen – zur Einschränkung von Gewalt und um die Opfer vor lebensbedrohlichem schwerem Unrecht zu schützen"."

    https://beta.t-online.de/region/hannover/news/id_91940968/landesbischof-ruft-zu-kompromissen-im-ukraine-krieg-auf.html

    Vor zwei, drei Jahren habe ich einen Polizisten aus unserem Wohngebiet im ICE von Leipzig nach Jena getroffen. Damals war er noch bei der Bundespolizei und kam von Berlin. In Uniform können die auch ICE fahren. Sie müssen dann halt einschreiten wenn es Ausschreitungen im Zug geben sollte. Eine sehr sinnvolle Regelung.

    Finde ich auch. Ich würde das sogar noch ausweiten auf Lehrer*innen an Schultagen. Wer als Lehrer*in mit den Öffis zur Arbeit fährt, der trifft dabei auch immer wieder auf Schüler*innen seiner Schule. Da kann doch der zwangsläufig vorverlegte Dienstbeginn auch irgendwie abgegolten werden, z. B. in Form von freie Fahrt für Lehrer an Schultagen.

    "Seit 1998 besteht zwischen Baden-Württembergs Innenministerium und der DB Regio ein entsprechender Vertrag. Polizeibeamte in Uniform dürfen Nahverkehrszüge und Interregios gratis nutzen – in der 2. Klasse und ohne Anspruch auf einen Sitzplatz. Die Bahn verspricht sich davon ein besseres Sicherheitsgefühl aller Reisenden." Ob das wohl auch in Hamburg gilt? Und welche Verkehrsverbünde lassen ebenfalls Polizeibeamte in Uniform kostenlos mitfahren?

    Ich finde die Idee gar nicht schlecht. Und ein weiteres Ergebnis könnte sein: Weniger Parkplatzsorgen!

    Leichte Fahrzeuge gab es immer schon, in den 50er-Jahren waren sie auch sehr viel weiter verbreitet als heute. Der heise-Artikel beschäftigt sich nicht damit, warum die immer größeren und schwereren Fahrzeuge so beliebt sind. Stattdessen wird diese Forderung aufgestellt: "So gelte es etwa, die Akzeptanz von LEV zu steigern. Auch Anreize für Kauf und Nutzung, regulatorische Maßnahmen, der Aufbau der notwendigen Infrastruktur sowie mehr komfortable und sichere Fahrzeugkonzepte seien entscheidend."

    Das läuft darauf hinaus, dass Käufer dieser Fahrzeuge beim Kauf einen saftigen Bonus bekommen sollen, der von allen Steuerzahlern finanziert werden müsste. Auch von denen die ausschließlich zu Fuß, mit dem Rad und dem ÖPNV mobil sind.

    Die falsche Verkehrspolitik wird einfach noch weiter ausgeweitet, diesmal auf Fahrzeuge, die sich dann in manchen Haushalten als motorgetriebens Zweit-, Dritt- oder Viert-Fahrzeug ansammeln werden. <X

    Würde man dagegen auf Landstraßen ein generelles Tempolimit von 60 km/h einführen und gleichzeitig den ÖPNV auch im ländlichen Raum ausbauen und eine für den ÖPNV klar vorrangberichtigte Verkehrsführung anordnen, dann wäre die Chance größer, dass tonnenschwere Energiefresser zum Auslaufmodell werden.

    Aber das will ja fast keiner, dass die Autonutzung eingeschränkt wird.

    Siehe zum Beispiel den beachtlichen Wahlerfolg der zukünftigen saarländischen SPD-Ministerpräsidentin, die sich im Wahlkampf ganz "unverkrampft" zum großen Auto-Fan erklärt:

    „Ich will, dass wir im Saarland das Auto von morgen bauen."

    „Ich will, dass wir im Saarland das Auto von morgen bauen."
    Wadern – er ist grün und 55 Jahre alt. Und seit vergangenem Sommer gehört der Peugeot 404 Ministerin Anke Rehlinger (43, [...]
    www.anke-rehlinger.de

    Interview auf Anke Rehlingers eigenen Internetseite.

    Was ins Auge sticht ist erst mal die Überschrift! Ein klares Bekenntnis zum Verkehrsmittel Auto. Und die Überschrift sagt nichts darüber aus, wie das Auto von morgen beschaffen sein soll.

    Dazu diese Aussage Rehlingers aus der selben Quelle:

    "Rehlinger: „Ich will, dass wir im Saarland das Auto von morgen bauen. Aber das sieht anders aus und tankt anders. Die Elektromobilität wird eine Form sein, auch Wasserstoff-Antriebe. Fahrzeuge müssen vor allem leichter werden.“"

    Nichtssagende Lippenbekenntnisse, die die plakative Überschrift nicht in Frage stellen."

    Rehlinger will Autos bauen und gewinnt mit diesem Bekenntnis Wahlen. Wenn es nicht so skurril, krass, "spaßig" wäre, dass landauf, landab vom Energiesparen und der Verkehrswende geredet wird und gleichzeitig mit Pro-Auto-Slogans Wahlen gewonnen werden, dann wäre es zum Heulen.

    Aber es ist halt wie es ist: Nun haben wir eine Lösung bekommen, die einigermaßen das repräsentiert, was wir gerne haben wollten, und wir sind schon wieder nicht zufrieden.

    Um wirklich zufrieden sein zu können, klingt die Idee "9 für 90", wie der VBB es formuliert ein bisschen zu sehr nach "aus der Hüfte geschossen" und nach "werbeträchtig daher gesagt".

    Auch wurde in Zusammenhang mit solchen Preisnachlass-Initiativen schon immer zu Recht moniert, dass nicht nur der Preis sondern auch das Angebot stimmen muss.

    Coronabedingt ist die Auslastung von Bussen und Bahnen zurzeit jedoch niedrig, Kapazitäten sind also vorhanden, soweit jemand nicht durch eine zu große Ansteckungsfurcht getrieben ist, den ÖPNV zu meiden.

    Und es wird hoffentlich eine Möglichkeit gefunden werden, Dauerkartenbesitzern einen finanziellen Ausgleich zu ermöglichen. Zumindest eine Gutschreibung sollte möglich sein, die dann zukünftige Fahrkartenkäufe im Preis reduziert.

    An dem bereits weiter oben erwähnten ÖPNV-Freifahrtag an einem Adventssamstag in Hannover wurde das ÖPNV-Angebot verstärkt und einige neuralgische Innenstadtstraßen für den Autoverkehr gesperrt.

    Da tut sich die wohlstandverwahrloste grüner Blase halt leicht. Wenn man wenig Auto fährt, vielleicht auch noch selber Strom produziert, nicht mit Öl oder Gas heizt, dann ist das kein so großes Problem. Aber wer jeden Tag 10-20km zur Arbeit mit dem Auto pendeln muss, da siehts schon ganz anders aus.

    Es ist schade, dass die Regierung nicht schnell und spontan Maßnahmen beschlossen hat. IN zwei Wochen haben sich alle an den Zustand der Welt gewöhnt und da geht nix mehr, was unsere Bequemlichkeit stören könnte.

    Eigentlich hatte ich ja beim Wählen irgendwie die Erwartung, dass so einiges davon mit einer grünen Bundesregierung sowieso schnell kommt, ganz ohne Krieg. Aber selbst so etwas reicht nicht, es wird also noch ein langer Weg werden in diesem Land, bis da so simple Sachen kommen werden wie Tempolimit, Windkraftausbau, höhere Spritpreise, ........

    Höhere Spritpreise, die kriegsbedingt, bzw. embargobedingt sind, leiden unter dem Problem, dass keine neuen Perspektiven damit aufgezeigt werden, die tatsächlich zu einem Umbau in Richtung nachhaltige Mobilität und nachhaltiges Wirtschaften beitragen.

    Zu groß ist die Versuchung sich einzureden, dass ja alles wieder seinen ganz normalen Gang gehen wird, wenn die Kriegsereignisse vorbei seien und wieder Normalität einkehrt, so dass man im Grunde nichts ändern müsse.

    Ob das mit der "Rückkehr zur Normalität" je geschehen wird, sei mal dahin gestellt. Aber eine Verkehrswende und der Umbau zu nachhaltigem Wirtschaften sollte von mehr Substanz getragen sein, als von der Idee kurzfristig Einschränkungen hinzunehmen.

    Vor allem auch deshalb, weil es sich letztlich nicht um "Einschränkungen" handelt, wenn zum Beispiel alle Menschen sich vernünftiger und gesünder ernähren, weil sie vegetarisch oder vegan essen. Es sind auch keine gravierenden "Einschränkungen" damit verbunden wenn Nahrungsmittel nicht durch Europa und der Welt hin- und hertransportiert werden, anstatt kurze Transportwege anzustreben und stärker regional und saisonal zu essen.

    Letztlich ermöglicht das alles ein Plus an Freizeit. Ich muss mich nicht für das neueste Automodell mit noch mehr PS abrackern, sondern kann den preiswerten und ressourcenschonenden ÖPNV benutzen. Der ÖPNV ist preisgünstiger und ressourcenschonender, wenn das auch derzeit nicht immer und überall deutlich wird, weil der MIV so hoch subventioniert ist und dem ÖPNV gegenüber vielfach mit Privilegien ausgestattet ist.

    Es geht ja heute auch keiner mehr her und jammert über die gravierenden Einschränkungen der persönlichen Freiheit und des Konsumgenusses mit dem 2008 beschlossenen Rauchverbot. Hier ein dlf-Beitrag von 2018 zum zehnjährigen Rauchverbot-Jubiläum:

    Zehn Jahre Rauchverbot - Langer Streit um den blauen Dunst
    Die Aufregung war groß: Rauchverbot in Gaststätten. Raucher fühlten sich gegängelt, Kneipiers fürchteten den wirtschaftlichen Absturz. Vor zehn Jahren trat das…
    www.deutschlandfunk.de

    "Das heute von der Bundesregierung vorgestellte zweite Energie-Entlastungspaket sieht vor, „für 90 Tage ein Ticket für 9 Euro/Monat („9 für 90“) einzuführen“. Die konkrete Umsetzung wird nun mit allen Beteiligten abgestimmt. Der VBB wird sich mit den Ländern Berlin und Brandenburg und den Verkehrsunternehmen im Verbund verständigen, um die konkreten Rahmenbedingungen zur Umsetzung zu erörtern."

    Quelle: Internetseite des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg VBB, 24.3.2022

    Neues ÖPNV-Angebot „9 für 90“ - Konkrete Umsetzung wird zeitnah geprüft
    Energieentlastungspaket: Bundesregierung möchte neues ÖPNV-Angebot „9 für 90“ schaffen Konkrete Umsetzung wird zeitnah geprüft – Fahrgäste werden um Geduld…
    www.vbb.de

    Was schreiben die anderen Verkehrsverbünde und wie wird die konkrete Umsetzung direkt vor Ort dann aussehen? Auf der GVH- Seite habe ich noch keine neuen Nachrichten dazu entdeckt. (GVH = Großraum-Verkehr Hannover)

    Wie wird sich das deutlich vergünstigte Monatskartenangebot auswirken?

    Erfahrungen in diese Richtung gibt es unter anderem durch einen Adventseinkaufssamstag im Advent 2019:

    "Adventsshopping in Hannover: Busse und Bahnen sollen nichts kosten – nächstes Jahr

    2019 hat die Region Hannover es schon einmal erfolgreich getestet: Busse und Bahnen waren an einem Sonnabend im Advent kostenlos. „Bus und Bahn gratis fahr’n“ – Das soll es 2022 wieder geben, findet die Ratspolitik in Hannover." HAZ vom 16.12.21 https://www.haz.de/Hannover/Aus-d…nen-gratis-sein

    Kleine Hoffnungszeichen

    Vielleicht ist bei vielen der Gedanke noch sehr im Vordergrund, dass innerhalb weniger Wochen eine Entscheidung fällt im Krieg, den Russland gegen die Ukraine entfacht hat. Viele lehnen sich zurück und sagen sich: Wird schon nicht so heiß gegessen, wie's gekocht wird. Und bald ist wieder business as usual.

    Die Nachrichtenlage ist derzeit eher traurig und manche wollen einfach gar nichts mehr darüber hören, was in der Ukraine passiert. Das ist sicher auch ein Stück Eigenschutz. Und allemal besser, als in der düsteren Nachrichtenlawine unterzugehen.

    Aber es gibt auch immer wieder Hoffnungszeichen zu beobachten. Und ich denke, es lohnt sich, sein Augenmerk darauf zu lenken, das ist besser als einfach die Augen ganz verschließen und es schützt davor in einen Strudel schlechter Nachrichten heruntergezogen zu werden.

    So berichtete die HAZ-Druckausgabe über eine Aktion des ortsansässigen Nahverkehrsunternehmens, die aufmerksamen Verkehrsteilnehmer*innen in den letzten Tagen bereits aufgefallen sein dürfte.

    Hier der Link zur HAZ-Internetseite mit dem Artikel. Leider nur gegen Bezahlung, aber der erste Absatz ist so lesbar:

    Solidarität: Üstra und Regiobus kleben Ukraine-Herzen an ihre Fahrzeuge
    Busse und Bahnen von Üstra und Regiobus sind ab sofort mit blau-gelben Ukraine-Herzen unterwegs. Mitarbeiter haben diese an die Front der Fahrzeuge geklebt, um…
    www.haz.de

    Gab es solche Aktionen auch andernorts?