Alles anzeigenMomentan, also als Sie das geschrieben haben, ist aber nur Führungspersonal ausgetauscht worden wegen Unzufriedenheit.
Wohl vergleichbar mit z. B. der Entlassung Maaßsens .
Die Säuberungen, die dagegen stehen sind Zwangsumsiedlung, Entführung, Arbeitslager und Ermordung von gewählten Beamten (Bürgermeister z. B.) und der Zivilbevölkerung, Zwang zur Annahme der russischen Staatsbürgerschaft,......
Es sind geschätzt 1,6 Mio Ukrainer Richtung Russland umgesiedelt worden und wie viele davon freiwillig oder unfreiwillig, weiß kein Mensch.
In den von den Russen, ähh Separatisten besetzten Gebiete im Osten sind die Zahlen nicht ganz klar, aber seit 2014 sind mehrere tausend Leute "verschwunden".
Den Unterschied erkennen vielleicht sogar Sie.
Erst mal erkenne ich, dass Sie von "den Russen" sprechen. Das ist so eine "Redensart", die anknüpft an Sprechmuster aus der Zeit des Ersten und Zweiten Weltkriegs. "Jeder Schuss ein Russ!", hieß es damals.
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In den sog. Separatistengebieten haben nicht nur prorussische Milizen Verbrechen begangen. Schon im September 2014 berichtet Amnesty International über Kriegsverbrechen auf beiden Seiten.
Das rechtfertigt nicht den Angriffskrieg der Russischen Föderation gegen die Ukraine.
Umgekehrt sollten Missstände und Demokratiedefizite in der Ukraine nicht einfach übersehen werden.
Es wäre falsch, sich blindlings auf eine Seite ziehen zu lassen.
So wie damals mit solchen "patriotischen Sprüchen", wird einem leider auch heute wieder vermittelt, dass man sich gefälligst für eine Seite zu entscheiden habe. So zum Beispiel bei dieser Meldung vom ZDF vom 22.3.22: "Mittels zweier Dekrete hat der ukrainische Präsident jüngst elf pro-russische Parteien verboten und will die ukrainischen TV-Sender zu einem Sendekomplex vereinigen. In Kriegszeiten legitime Schritte oder hat dies einen Zensur-Charakter?"