Beiträge von Radfalter

    Auf der googlestreetview-Aufnahme von 2018 hängt unter dem Stop-Schild auf deinem Bild noch ein blaues rundes Schild, dass nur Rechtsabbiegen zulässt.

    Zeichen 209, Vorgeschriebene Fahrtrichtung – rechts

    Und unter dem Schild würden die Zusatz-Schilder die du fotografierst hast, auch Sinn machen. Hier der Link zum googlestreetview-Bild von 2018:

    Ja, das stimmt. Im April war es noch [Zeichen 206] und VZ209. Danach kamen die Zusatzschilder als Einschränkung des VZ209 hinzu.(*)

    Die Querstraße war bis vor kurzem Einbahnstraße, ist nun in beide Richtungen freigegeben. (Obwohl, im Hintergrund sehe ich doch noch ein [Zeichen 220-20] - auch ein Relikt?)


    Vermutlich hat jemand den Auftrag bekommen, das Zeichen 209 abzubauen, ohne Berücksichtigung der Zusatzschilder. Diese "kletterten" den Schildermast hinauf und zieren nun das [Zeichen 206].


    Ist im Ergebnis jedenfalls suboptimal. Mail an Stadtverwaltung ist raus, mal sehen...


    (*) An den Zusatzschildern selbst glaube ich nicht ganz unschuldig zu sein. Geradeaus kommt man in eine für Radfahrende und Lieferverkehr freigegebene Fußgängerzone. Ursprünglich war an dem Mast nur das Schild "Vorgeschriebene Fahrtrichtung rechts". Hatte Im April darum gebeten, die Geradeausfahrt für Radfahrende freizugeben, den LIeferverkehr hat die "zuständige Stelle" dann selbst mit ergänzt.

    Hier ein Photo von damals:

    Ich bin ja immer wieder überwältigt, wie konsequent in meiner Heimatstadt Fürth sogar direkt neben dem Rathaus dem Radverkehr Vorfahrt eingeräumt wird:



    Lasst es mich betonen: Die Aufnahme ist echt, kein Photoshop.


    Leider weiß der Querverkehr nichts von seinem großen Glück, für Radfahrende (und nächtlichen Lieferverkehr) gemäß rechts-vor-links halten zu dürfen; er sieht nur [Zeichen 301].

    Habe besagten Artikel im Zeit-Magazin gelesen und mich erst mal mächtig geärgert. Radfahren (und am schlimmsten ohne Helm) wird als selsbtmörderisch dargestellt.


    Doch dann... langsam, langsam dämmerte es mir. Konsequent zu Ende gedacht, kann die Schlußfolgerung doch nur lauten: Autos sind aus den Städten komplett zu verbannen. Das ist das Ziel des Artikels, das muss die Absicht des Autors gewesen sein.


    Nun hat er dieses natürlich nicht explizit formuliert, sondern überlässt es dem geneigten Leser, nach der Lektüre und Verarbeitung selbst zu diesem Schluss zu kommen. Genial in zweifacher HInsicht: Er umgeht eine möglicherweise doch noch leicht autoaffine Chefredaktion, und beim Leser stellt sich dieser Gedanke ein, als ob es ein eigener und kein eingepflanzter wäre.


    Chapeau, oder vielmehr: Fahrradhelm.


    :saint:

    Letzte Woche in Lyon. MIndetstens 5 Anbieter für E-Scooter - danach nicht mehr weitergezählt. Einen von Tier ausgeliehen - ein Pulk stand gerade herum.

    Einige Runden um die Place Belcour gedreht - richtig großer Platz im Zentrum.


    Interessantes Feature: Am Rande des Platzes, entlang der Fahrbahn, fuhr der Scooter 20 km/h - im Inneren des Platzes nur 7 km/h. Die Handy-App (auf die man während der Fahrt nicht blicken sollte) zeigte das Innere als roter Bereich - offenbar eine Art Geofencing für Fußgängerbereiche.

    Heißt das jetzt links fahren die Radfahrer und rechts die Radfahrerinnen?

    Vorschlag für eine soziopolitisches Experiment. Schild anbringen, Mittlelinie pinseln, und dann geht es ans Abzählen:

    Orientiert sich die Verteilung links und rechts der Mittellinie eher am Geschlecht? Oder eher am gefahrenen Radtyp? Und ändert sich die Verteilung, wenn man das Schild an der Mittelsenkrechten spiegelt?

    (Unnötig anzumerken, dass die Benutzungspflicht des Weges für Radfahrer* mit Trapez-Rahmen entfällt.)


    Bonusfrage, die aber leider voraussichtlich mangels zu geringer Anzahl der Fälle nicht mit ausreichender Signifikanz beantwortet werden kann: Wo fahren Tandems, bei denen eine* der Fahrer* über ein Oberrohr, d* andere über einen tiefen Einstieg verfügt?

    "Verkehrszeichen Radschnellwege

    Das Verkehrszeichen „Radschnellwege“ soll in die StVO aufgenommen werden, um die Kennzeichnung von Radschnellwegen auch unabhängig von der Fahrbahnbeschaffenheit wie z.B. auf sandigem Untergrund möglich zu machen."


    Bitte helft mir. Ist das Satire oder Ernst?


    Radschnellwege mit sandigem Untergrund?

    Es ist wohl tatsächlich so, dass man "vergessen" hat, den Bußgeldkatalog sinnvoll zu ändern, als man die Beleuchtungsvorschriften vor einiger Zeit geändert hat.

    Aber ob etwas eine Ordnungswidrigkeit darstellt, regelt doch nicht der Bußgeldkatalog, sondern ein Gesetzt oder eine Verordnung? Nulla poena sine lege...


    Ein Unterschied zwischen Fahrrädern und Autos ist doch, dass letztere eine Betriebserlaubnis benötigen, in der die vorhandenen "Teile" beschrieben sind. Diese gibt es nicht bei Fahrrädern, somit vermisse ich die Argumentationsgrundlage für "Was vorhanden ist, muss funktionsfähig sein".


    Also, ich verstehe das ganze nicht so wirklich. Ein Rad mit Oberrohr kann von Frauen und Männern gefahren werden, ebenso eines ohne. Die einzige Stelle, wo eine geschlechtsspezifische Zuordnung passiert, ist in den von einer gewissen Erwartungshaltung geprägten Köpfen der Betrachter.
    Wenn man es nun sexistisch findet, dass nur oberrohrige Räder piktographiert werden - ist man dann nicht selbst der Sexist?

    An der Kreuzung Aegidientorplatz wurde ein neuer ampelgesteuerter Fahrradüberweg angelegt. Das habe ich in die openstreetmap-Karte eingezeichnet. Dazu ein Foto. Wie kann man eigentlich die openstreetmap-Betreiber darauf aufmerksam machen, dass da eine Änderung stattgefunden hat, die noch nicht in der Karte eingetragen ist?

    Das ist das Schöne an Openstreetmap: Du kannst (und darfst, und sollst) neue Wege selbst in die Karte eintragen.


    Unter openstreetmap.org registrieren ("sign up", oben rechts) und mit "edit" die Karte ergänzen.

    Das Fragezeichen in der Werkzeugleiste am rechten Rand führt dann zu einem Walkthrough, der die Editor-Funkionen erklärt.


    Ob ein im Editor gezeichneter Weg ein Feldweg, eine Straße, ein Fuß-, Reit- oder Radweg ist, entscheiden bei openstreetmap neben dem Wegtyp ("highway=") sogenannte "Tags". Hilfreich für diese ist https://wiki.openstreetmap.org…verkehrsanlagen_kartieren, wo Beispiele für verschiedener Arten der Radverkehrsführung und die entsprechenden Tagmöglichkeiten gezeigt werden

    Nein, maximal 20 km/h und erst ab 14 Jahren.

    Da ging es um Pedelecs :)

    Zitat

    Wegen der aufrechten Körperhaltung fallen sie nicht so auf, wie Fahrradfahrer.

    Sollte man sie dann nicht sogar besser sehen?


    Zitat

    Ich finde generell, alle sollten mit Helm fahren, auch Fahrradfahrer!

    Aber doch nicht etwa auch Autofahrer? Reicht es denn nicht, dass dieser Sicherheitsgurt die teure Kleidung zerknittert, soll jetzt auch noch ein unbequemer Helm die Frisur zerstören?