Drei Wochen habe ich mein E-Bike jetzt. Gut 400 km gefahren seither in huckeliger Mittelgebirgslandschaft, vieles gesehen, das ich noch nicht kannte, obwohl ich schon über 30 Jahre hier in Kaiserslautern wohne. Immer noch begeistert.
Und ich habe einiges gelernt.
- Ein kaltes Getränk bleibt in der Aluflasche die ganze Fahrt über kühl, auch ohne Isotasche.
- Die Befestigung eines Trinkflaschenhalters bei einem Rad mit Tiefeinstieg will gut überlegt sein, sonst geht der Vorteil des tiefen Einstiegs verloren. (Nachdem ich dadurch beim Aufsteigen einmal das Gleichgewicht verloren und nähere Bekanntschaft mit dem Asphalt gemacht habe, steckt er jetzt am Vorderrohr, dadurch bin ich aber in der Flaschenhöhe beschränkt.)
- Funktionskleidung wird überbewertet.
- Es gibt ihn, den typischen E-Bike-Fahrer, mit Helm und Funktionskleidung auch für die Fahrt zum Wochenmarkt, sehr aufrecht, sehr weit rechts im Rinnstein und auf Radwegen "sehr breit".
- Die Radwege sind teilweise eine Katastrophe: geschottert (die Autokorrektur hat hier gerade "gescheitert" geschrieben) oder andere "wassergebundene Decke", viele Höhenmeter, wo die Straße ("Fahrbahn") nebenan glatt und eben ist, und wirr geführt.
- Die HBR-Beschilderung (vereinfacht gesagt die Radwegweisung in Rheinland-Pfalz) ist rein touristisch ausgerichtet, ist also für Alltagsfahrten eher hinderlich. Und viele Lücken hat sie. Und sie führt allzu oft auf mit Vz. 250 gesperrte Forst- und Wirtschaftwege ( Gelöschtes Mitglied hat das mehr als einmal bemängelt, und er hat völlig recht).
- Es gibt keine vernünftigen Karten für Radfahrer - 1:160.000 ist gut für die Planung, hilft aber vor Ort nicht weiter. Und OSM ist auch nicht das gelbe vom Ei. Zumal der Handyempfang an allzu vielen Stellen... äh, Handyempfang, was ist das?
Fazit nach drei Wochen Radfahren kann zur Sucht werden...