"Wo Tore mehr zählen als Räder": Die Zeit berichtet, dass die Stadt Essen ihren Radverkehrsetat gestrichen hat. Die dafür eingeplanten 500.000 Euro fließen in das defizitäre Fußballstadion.
Beiträge von arvoituksellinen
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Wenn DIE immer auf der Strasse fahren, dann fahre ich...
Man achte auch auf die Wortwahl in dem Artikel (die Überschrift ist da weniger reißerisch): "Ein 36 Jahre alter Radfahrer ist auf einem Fuß- und Fahrradweg in Bad Homburg mit einem entgegenkommenden Auto zusammengeprallt." Der Radfahrer mit dem Auto, nicht umgekehrt...
1 Jahr bzw. 1 Jahr und 4 Monate auf Bewährung, sowie 1 Jahr Führerscheinsperre für 1 Todesopfer.
Das Strafmaß ist in der Tat enorm! Und dann noch auf Bewährung...
Ob eine zufällige Tötung beispielsweise mit einem Messer oder einem Baseballschläger ein ähnliches Strafmaß, nach Jugendstrafrecht, brächte? -
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Zeit Online zum Klostersternumbau: Kampf der Großspurigkeit.
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Unter der Überschrift "Kampf der Großspurigkeit" berichtet jetzt auch Zeit Online über den Klosterstern und seine Neugestaltung (in der Printausgabe stand der Artikel schon vor zwei Wochen). Geschrieben hat's derselbe Frank Drieschner, der im Sommer schon über die Bürgerversammlung berichtete. Ob es was nützt, das Thema unaufgeregt und überregional zu behandeln?
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Weinen vor Glück... Migrantinnen lernen Fahrradfahren (Artikel in der Süddeutschen).
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Vorletztes Wochenende (2. Advent) in Porto (Nordportugal), strahlend blauer Himmel, Sonnenschein, 18 °C...
An der Strandpromenade am Atlantik sah ich diesen Fahrradladen, dessen Werbeschrift auf der Markise wahrscheinlich auch verständlich ist, wenn man kein Portugiesisch gelernt hat:A ultima loca de bicicletas antes de Nova Iorque
Der letzte Fahrradladen vor New York -
@timovic
Völlig d'accord, was Tempo 30 angeht. Allerdings steht in dem Artikel, der BMW sei "langsam" gefahren (was immer das heißen mag). -
Cascadia: Jaja, ich weiß, das ist nicht real, aber da wird mir ja schon beim Hinkucken schlecht! Ich kann ja noch nicht mal Trackstand...
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Ja, über dieses tolle Verhältnis von Wohneinheiten zu Fahrradstellplätzen war ich auch gestolpert (wahrscheinlich hätte ich noch viel mehr i in das "viiiiiiel zu gering" schreiben sollen). Aber meiner Meinung nach macht es das Leben entschieden leichter, wenn man sich auf das Positive konzentriert und die gute Absicht/den tollen Plan/das magere Ergebnis anerkennt (was nicht ausschließt, dass man gegen das Negative angeht).
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Heute mittag, gerade laufen die Nachrichten im Radio, denk' ich, ich höre nicht recht, als eine Meldung aus meiner pfälzischen Heimat kommt:
"Die Stadt Kaiserslautern will die Zahl der Fahrradstellplätze im Stadtgebieterhöhen. Die Verwaltung hat angekündigt, bei Baugenehmigungen künftigzu prüfen, ob ausreichend Fahrradstellplätze berücksichtigt sind. EinSprecher sagte, Anlass dafür sei der zunehmende Radverkehr. BeiMehrfamilienhäusern ab drei Wohnungen müsse zum Beispiel ein Stellplatzpro Einheit eingerichtet werden, bei Hotels und Pensionen sei ein Stellplatzje 30 Betten vorgesehen und bei Studentenwohnheimen ein Stellplatz prozwei Betten. Ausgenommen von der Regelung sind den Angaben zufolgeunter anderem Einfamilienhäuser und bereits bestehende Gebäude."
Gut, jetzt kann man natürlich maulen, dass die Anzahl der Fahrradplätze viiiel zu gering ist; dass nur von Plätzen, aber nicht von Fahrradständern die Rede ist (Felgenkiller?); dass der Altbestand ausgenommen ist, usw. usf. Aber es stimmt mich doch hoffnungsfroh, dass auch aus der Provinz vernünftige Anstöße kommen können.
Wo gibt es ähnliche Auflagen?
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@Kampfradler
Der Link funktioniert nicht (ich jedenfalls lande bei der Telekom-Navigationshilfe). Gemeint war wohl das hier (Zwischenüberschrift "irreführende Verkehrszeichen"). -
Zitat von Verkehr(t)
eine "Tröte" ist doch keine hellklingende Glocke!
Das ist ja wie bei der Bildbetrachtung in manchen Zeitschriften (Wer findet alle Fehler):
Wenn man genau hinkuckt, sieht man, dass am Vorderrad keine Speichenreflektoren sind... tststs
Und im Hintergrund leuchtet ein linksseitiges VZ 237. Und Herr Schmid trägt KEINEN HELM! Ich bin schockiert. -
Der Zweiter Bürgermeister von München unternimmt Selbstversuche auf dem Fahrrad. Gut so, nur dann kann man ja in der Verkehrspolitik (bei der es dem verlinkten Artikel zufolge Stillstand gibt) auch was bewegen. Aber dann sollte man wissen, dass man als Erwachsener nicht auf dem Bürgersteig fahren darf.
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Zu Sicherheit beim Radfahren:
Hättet Ihr's gewusst, was die "Verbraucherinformation direkt" da verbreitet: "Einer der wahrscheinlich wichtigsten Aspekte beim sicheren Radfahren ist das Tragen von Schutzkleidung." (Vor allem Helm, aber auch auffällige Kleidung mit Reflektoren sowie Handschuhe, Shirts und Jacken mit Protektoren.) Und nicht vergessen: Zu den "besonderen Sicherheitsmaßnahmen" gehört auch "das Fahren auf ausgezeichneten Flächen (Radweg)".
Einzig den Tipp, "das Fahren mit Licht (vorn und hinten)" erhöhe die Sicherheit, mag ich uneingeschränkt begrüßen.
Bullxxit-Artikel. -
Zur Schulung der E-Bike-Fahrer: Das Bild zeigt -- schön mit greller Warnweste und Helm verzierte -- Senioren, die da durch einen Slalom staksen.
Und die kriegen dann wertvolle Hinweise der Polizei: "Im Kreisverkehr mit Fahrradweg" (ist sowas überhaupt zulässig?) soll man "kein Handzeichen geben" -- ohne Begründung. Stattdessen "bei Weiterfahrt im Kreis links über die Schulter den Verkehr beobachten und Blickkontakt zum Autofahrer aufnehmen" -- das will ich sehen, wie das nackensteifen E-Bike-Fahrern gelingt, ganz abgesehen davon, dass auch Blickkontakt erfahrungsgemäß vor gar nichts schützt. Und nicht vergessen, dass "auch (!) Autofahrer unaufmerksam sein können" -- als ob man das als Radfahrer nicht täglich erfahren würde.
Ein schönes Fazit: "Doch zum Schluss waren alle durch die Schulung auf den Straßenverkehr und die Benutzung des Elektrofahrrades gut vorbereitet." Dann ist ja alles gut. -
"An rutschigen Stellen, wie Gullydeckeln oder bei feuchtem Laub" soll man langsam und vorsichtig fahren, sagt der Verkehrssicherheitsexperte. Gut gebrüllt, Löwe. Aber als Radfahrer sollte man gar nicht im Rinnstein und über die Gullydeckel fahren. Und wenn der Radweg voller feuchtem Laub ist, fährt man auf der
StraßeFahrbahn – die wird nämlich saubergehalten. -
Ach Malte,
spiel doch nicht den agent provocateur! Das kann - wie heißt er gleich? - Bernd Mercer besser. Speichenreflektoren, also bitte!
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Gerade in den Radionachrichten gehört: Die junge Frau, die im Auto ihr Handy bediente und dabei zwei Radfahrer überfuhr, von denen einer starb , ist wegen versuchten Mordes verurteilt worden. Die Stuttgarter Zeitung berichtet darüber. Es fehlt beim Bericht vom Strafmaß, dass die junge Frau noch einen Haufen Sozialstunden bekommt.