Beiträge von Blaue Sau

    Ich hab die letzten Jahre bei einem solchen Wetter immer fröhlich die 55mm Spikes aufgezogen und mir somit Krafttraining gespart.

    Und dabei so manchen übervorsichtigen Kraftfahrer überholt.
    Dieses Jahr ist es anders. Die Entscheidung fiel Mittwoch morgen.
    Ich bin am Schneeschippen, da kachelt auch schon der erste Sprinter mit 60 durch die T30 Strecke, versucht noch am Fußgängerüberweg zu bremsen, schafft es nicht und rutscht erst mal auf den Gehweg.
    Weitergeschippt, Busfahrer ist brav und fährt unter 30. Der gestresste Typ hinter ihm nicht, der überholt, unterschätzt die Kurve und kachelt volles Rohr gegen den Bordstein. Meine Frau hat mir erzählt, dass der Typ knapp 3 Stunden auf den ADAC gewartet hat. Tja, so eilig war es dann wohl doch nicht.
    Die beide Dinger haben mir aber gereicht, nicht die Spikes aufzuziehen sondern eine Fahrkarte zu ziehen.
    Richtige Entscheidung.
    Denn gestern konnte ich in der Mittagspause im Abstand von 10 Minuten zwei Auffahrunfälle beobachten. Ob nun Sommerreifen oder nicht angepasste Geschwindigkeit - keinen Bock das am eigenen Leib auszuprobieren.

    Und um es zu relativieren: die meisten sind absolut korrekt und souverän gefahren.
    Einen gewissen Prozentsatz an Idioten hat man immer, bzw. kalkuliere ich die immer mit ein.
    Wenn sich diese Minderheit aber von Jahr zu Jahr in Unfähigkeit und Dummheit überbietet - und dieses Jahr scheint ein besonderes zu sein, dann kann man das Rad auch mal stehen lassen.
    Wobei - zu Fuß gehen war jetzt auch nicht so der Burner. Gehwege räumen? In Hamburg? Muahahahahha.
    Aber Spikes gibt es ja nicht nur fürs Rad...
    Trotzdem bin ich lieber recht weit vom Fahrbahnrad gelaufen. Man weiß ja nie.

    Was Verschleiß angeht. Im regenreichen Jahr 2017 dürfte ich so 7500km auf der blauen Sau, meinem Alltagsrad, gesessen haben.
    Gebraucht habe ich: 5 Ketten, Marke Shimano billig. 1,5 Zahnkränze. 1 Kettenblatt. 60 ml Dynamic Kettenöl. Einmal Schaltzughülle.
    In Geld ausgedrückt sind das so um die 130,- Euro.
    Eine Rohloff hätte ich also nach 5 Jahren drin. Aber ich mag Kettenschaltung ;)

    Fakt am Rande:
    Kollege wurde auf unserem Firmenparkplatz (Privatgelände) zugeparkt.
    Polizei angerufen, mit der Frage ob sie den Halter kontaktieren können.
    Antwort lautete, sie wären in 20 Minuten da.
    OK, dafür ist also Zeit.
    Musste dann doch nicht kommen, da ich das Problem über den Einstieg durch die Heckklappe selbst in die Hand genommen habe.

    Der Mann wäre gut bei der AfD aufgehoben.
    Unsinnige Anfragen stellen können die ja ganz gut.
    Vielleicht sollte mal jemand eine Anfrage stellen und auswerten, wie viel Geld Therings Nachforschungen jetzt schon gekostet hat, bzw. wie viele Stunden.
    Und wie hoch der Prozentsatz an Fragen ist, die nicht beantwortet werden können.

    Die können es einfach nicht besser.
    So lange Hinz und Kunz munter Schilder aufstellen dürfen und keine Ortsbegehungen stattfinden, kommt eben sowas bei rum.
    Vllt. sollten wir mal nebenberuflich ein Kleingewerbe gründen:
    Absicherungsservice Radverkehr.

    im Juli hatte Hamburg Ferien, da geht der Verkehr ingesamt zurück.

    Regen mag sich auf die Deiche auswirken, aber weniger auf den Citybereich.

    Meine Alltagsleistung ist recht konstant geblieben, meine Trainingsleistung ist rapide in den Keller. Keine Lust bei Dauerregen Einheiten abzuspulen.

    Ich melde manchmal Blitzer in meiner Fahrradstraße. Aber nicht an den Tagen, in denen dort wirklich einer steht. :whistling:

    Meine Facebook Fake Accounts wurden leider mit der Zeit alle gesperrt. Ich war mal sehr aktiv in diversen Blitzergruppen, aber irgendwann fällt das leider auf...

    Und jetzt berücksichtige noch den Effizienz-Faktor: Wetten, dass die Berichterstattung über die beschädigten Fahrzeuge der Kampfparker einen wesentlich höheren Effekt auf die Parkdisziplin ausübt als die alle Jubeljahre mal verteilten 5-Euro-Knöllchen der Polizei?

    Ja. Mir schwirrt ja auch schon lange die Idee herum, Fakenews mit eben dieser Thematik zu verbreiten.
    "Automarder geht um. 20 zerstörte Außenspiegel bei Falschparkern am Wiesendamm"

    Herrlich diese Videos. Wenn auch ziemlich sicher in Deutschland strafbar. Schadenfreude kann ich mir trotzdem nicht verkneifen.Sehr schön fand ich auch das unangeschlossene Fahrrad bei stark abschüssigem Gehweg. Leider haben waren keine Bremsen dran...

    Ich weiß nicht. Wenn mich ein Autofahrer auf das Übelste gefährdet und ich ihm an der nächsten roten Ampel die Quittung in Form einer rechten Geraden durch das offene Fenster präsentiere,
    dann sieht das auf einem Video bestimmt lustig und nachvollziehbar aus, aber ist halt trotzdem der falsche Weg und strafbar.

    Und an diesen Beispielen sieht man recht gut, wie komplex es doch ist, ein "gerechtes" Urteil zu finden.
    Holz- und Betonstücke von Brücken werfen - gibt medial ein ziemliches Echo. Seit Jahrzehnten.
    Also dürfte fast jeder der irgendwann einmal an einem Zeitungsständer vorbeigelaufen ist die Auswirkungen einer solchen Tat in großen Lettern gesehen haben.
    Da wird es meiner Meinung nach schwer sich herausreden zu können, sich der Folgen nicht bewusst gewesen zu sein.
    Seilspannen ist nicht weniger gefährlich. Die Folgen sehen allerdings weniger dramatisch aus, Enthauptungen sind mir jetzt keine bekannt.
    Dann kommt noch dazu, dass ein ähnliches Video viral ging und von vielen gefeiert wurde: Fahrrad wird unangeschlossen abgestellt und angebunden, die Diebe legen sich dann fürchterlich auf die Fresse.
    Oder solche Szenen werden als "Prank" nachgestellt und sehen total lustig aus.


    Und dann kommt auch immer die Einzelfallbetrachtung dazu. Anfang 20. Angetrunken. Vermutlich mit einem IQ knapp über der Dämlichkeitsgrenze.
    Bringt es etwas, so eine Person 8-10 Jahre wegzusperren? Oder hatte sie genug Empathie gezeigt, auch zu verstehen was das für eine widerliche Tat war?
    Vielleicht sind 2-3 Jahre genau die richtige Zeit für den Delinquenten um z.B. im Knast eine Ausbildung zu machen, einen geregelten Ablauf im Leben zu finden.


    Ich finde es gut, dass unser Justizsystem nicht vollkommen auf Bestrafung ausgelegt ist. Auch wenn manche Urteile nicht nachvollziehbar und augenscheinlich ein Witz sind.
    Im Grunde kennt man nur die Berichte darüber, nicht die Gutachten, nicht die Absprachen zwischen Delinquenten, Staatsanwälten, Richtern, Sozialarbeitern, Psychologen.