Beiträge von Michael

    Hallo Malte,


    ich hab das im Blick und kenne Simon auch persönlich. Leider ist das gerade eine sehr heiße Kartoffel. Ein Musterbeispiel für Kirchturmdenken im Ruhrgebiet. Mehr findest Du auch auf der RS1 Seite bei Facebook (bei der bin ich auch Redakteur).


    Der RS Ruhr soll ja überwiegend auf der alten Bahntrasse der rheinischen Bahn verlaufen. Dieser ist an der Stelle tatsächlich sehr breit und das ganze Gebiet ist städtebaulich, freundlich gesagt, Aufwertungsbedürftig.


    Früher stand dort ein altes Reiterstellwerk, das man als Anlaufpunkt hätte verwenden können. Praktischerweise hat das aber letztes Jahr gebrannt und wurde dann abgerissen.


    Es soll jetzt dort das sogenannte Eltingviertel gebaut werden. Das ist auch an sich in Ordnung, hochwertige Immobilienbebauung ist im traditionell ärmeren Essener Norden durchaus notwendig um die ganze Gegend aufzuwerten. Tatsächlich könnte man an der Stelle auch ein ideales Eintrittsportal in Richtung Innenstadt bauen und damit Radschnellweg und Innenstadt miteinander verbinden.


    Leider scheint der Investor (den es offiziell noch gar nicht gibt) etwas gegen den Bahndamm zu haben, der angeblich die städtebauliche Entwicklung hemmt. Der Bahndamm stellt aber das Höhenniveau her und verläuft in mehreren Metern Höhe. Ohne Bahndamm hätte der RS Ruhr da innerhalb von 400m zweimal eine Steigung von 10 Metern zu überwinden, auch wäre dann die kreuzungsfreie Führung weg. Hinzu kommt, dass das Eltingviertel von 3 Seiten von autobahnähnlichen Schneisen umgrenzt wird (die aber seltsamerweise keine Barriere darstellen sollen, so wie der Bahndamm angeblich eine ist).


    Zwar gibt es jetzt Pläne, die auch bei Abtragung des Damms eine Führung des RS1 auf Stelzen und durch Häuser (!) mitten durch das Quartier vorsehen. Im Antrag im Stadtentwicklungsausschuss wird aber diese Führung nicht gefordert. Vielmehr sagt der Antrag, man solle sich auf die Abtragung des Damms festlegen, bei der Entwicklung des Radverkehrs aber eine "Abwägung zwischen Belangen der Radfahrer und denen der städtebaulichen Entwicklung" vornehmen.


    Es ist außerdem völlig unklar, wer diese Stelzenlösung durch Häuser finanziert. Das Land könnte das vermutlich nicht, weil Landstraßen nach dem StrWG selten über Häuser führen. Die Stadt plant auch erstmal nur eine Umfahrung, die so schön "Intercityroute" heißt. Die ist aber bergig (das Ruhrgebiet ist NICHT flach), überhaupt nicht intuitiv zu finden, und die würde niemand von sich aus finden.


    Mit anderen Worten: Das Ziel ist es, größtmögliche Verdichtung für den Investor zu schaffen, und der Radweg ist unfinanziert. Im Ergebnis droht, dass man den Bahndamm abträgt, aber stattdessen NICHTS baut. Im schlimmsten Fall muss man dann mit dem Fahrrad über 6 Ampeln und 20 Höhenmeter überqueren.

    dann fahr da mal lang. Ist wirklich ideal wenn du null Prozent radverkehrsanteil haben willst- das bisherige Problem ist dass du alsRadler dort entweder ohne Sicherheitsabstand überholt wirst oder angehupt wirst. Dieser Vorschlag ändert daran nichts weil der Platz nicht erhöht wird - vielmehr soll Kampfparken legaliisiert werden. Das wäre eine Todesfalle.

    Das zuständige PK lehnt Radfahrstreifen auf dem Wiesendamm ab. Begründung - es müsse Rücksicht auf das Quartier genommen werden, es bestehe hoher Parkdruck und daher wäre der Streifen immer zugeparkt. Stattdessen Tempo 30 im Mischverkehr - sprich es wird weiter überholt und gerast.


    Quelle ist eine Drucksache für den Regionalausschuss.


    Wenn die Grünen es ernst meinen mit der Fahrradstadt muss der Senat hier intervenieren und die Fachbehörde zurückpfeifen.

    Es wird ja lustigerweise auch der Fahrradklimatest erwähnt, das Ergebnis aber nicht. Warum wohl?


    Man sollte aber auch fair sein. Der Bericht erscheint mitten in der Bildungsphase des neuen Senats und bezieht sich auf die bisherige Verkehrspolitik. Die neuen Personalentscheidungen sind noch gar nicht getroffen, auch die Planungen sind noch nicht fix. Für 2017 erwarte ich wirkliche Fortschritte, der Senat muss liefern.


    Fairerweise sei gesagt, wenn man sich den Blödsinn anschaut, der in den ersten Jahren der BB gebaut wurde, dann hat sich in den letzten 2 Jahren vor der Wahl doch endlich was getan. Der Senat wacht allmählich auf. Daher bin ich zuversichtlich dass sich jetzt wirklich was tut.

    OT aber ich habe mich über den Missbrauch der Sternfahrt durch die Linkspartei wirklich massiv geärgert. Und ich fand den Tourenleiter super, dass er da so konsequent war. In der Sache sehe ich die Einstellung des Nachtzugverkehrs auch kritisch, allerdings kostet der nun Mal Geld, und dann müsste man schon seriös sagen wo man es hernimmt. Jedenfalls ist die Sternfahrt bewusst überparteilich - insofern fand ich es auch ein wenig fragwürdig, dass Frau Fegebank sprechen durfte, aber gut, in der Regierung ist sie, also muss sie m.E. auch liefern.


    Genug o/t, ich fand die Tour von Altona aus eigentlich sogar schöner als sonst. Max-Brauer-Strese-Feldstraße fand ich deutlich besser als über die Hafencity. Nur das Bremsen bergab ging mir die ganze Zeit massiv auf die Nerven.

    ich war mit einem Freund von mir am Mittwoch noch einmal vor Ort. Die Brücke Bracken ist fertig und die Trasse damit vorerst vollständig. Am Kaisers haben sie ein paar Bügel montiert - ansonsten waren wir beide erneut darüber einig wie toll die Trasse geworden ist. Zwischen Wichlinghausen und Schee gibt es zwei höhengleiche Kreuzungen die nicht ideal sind - ansonsten kein Grund zur Kritik.


    Ich bleibe bei meinem bisherigen Urteil - die Trasse ist beispielhaft. Rege genutzt wurde sie auch.

    Jetzt hatte ich eine schöne lange Antwort getippt, dann aber auf den falschen Antwortenknopf gedrückt - wie ich doch diese Forumssoftware dafür verfluche, dass unten rechts ein weiterer "+Antworten" Knopf ist, den man auch mit "alles Löschen" bezeichnen könnte.


    Seis drum. Ich war ja Montag da, also noch vor dem "Weselskystreik". Den möchte ich hier mal nicht bewerten. Solange allerdings die RB 48 und der RE 7 (noch) von der DB betrieben werden, sind diese betroffen. Die RB 48 in Opladen fährt teilweise sogar noch mit den guten, alten, n-Wagen, also diese schönen umgebauten Silberlinge, ansonsten mit den "Brettsitzquietschies" der Baureihe 425. Ändert sich aber demnächst, der RE 7 wurde von National Express in der Ausschreibung gewonnen.


    Ich war mit meiner Route sehr zufrieden. Meine Variante, also Vohwinkel-Schee-zurück nach Vohwinkel-Korkenziehertrasse nach Solingen, dann S7 nach Remscheid-Lennep, dann Balkantrasse ist zwar etwas weiter, dafür fährt man über die Müngstener Brücke mit der S-Bahn, und die Korkenziehertrasse fand ich persönlich sehr schön.


    Jedenfalls bin ich beeindruckt, wie gut man in diesem eigentlich extrem bergigen Gelände mit dem Fahrrad fahren kann. Dank der Trassen ist selbst dort alltagstaugliches Radfahren nicht unmöglich.