Beiträge von Michael

    Wie versprochen jetzt noch das Update wie es gelaufen ist. Im Ergebnis bin ich auf Sylt, mein Fahrrad ist es auch und ich war nur 1h später da als geplant.

    Ich bin heute morgen um 5 Uhr aufgestanden. 6.20 Uhr ab Hamm nach Münster, angekommen auf Gleis 4 statt 3.

    Entgegen der Planung kam der IC2314 auf Gleis 3 statt 12 an und war umgekehrt gereiht. Letzteres wurde erst kurz vorher angekündigt. Letztendlich aber alles gut - für Wenigfahrer natürlich schon die volle Dröhnung DB Fernverker. Auch erfuhren viele erst am Tag selber dass man nur bis Husum kommt.

    Mir als Stammkunde macht sowas nicht viel aus. Das Personal war auch wirklich bemüht. Aber für Wenigfahrer sind diese kleinen Unzulänglichkeiten natürlich eine subobtimale Visitenkarte.

    Ich entschied mich in Harburg auszusteigen. Da der Zug brechend voll war konnte ich so entspannt aussteigen. Negativ waren die Aufzüge in Harburg, da passt kein Rad rein, also hoch gewuchtet.

    Nicht ideal aber ging noch. Über Wilhelmsburg und den neu sanierten alten Elbtunnel die Palmaille hoch nach Altona - ich wollte eigentlich am Altonaer Balkon hoch aber hatte glatt den Fischmarkt vergessen.

    Gegen 10 20 war ich in Altona. Keine Minute zu spät. Der Bahnhof war voller Kegelclubschlagermove-Rückkehrer. Man kam also gar nicht erst ohne Probleme zum Gleis.

    Dann ging es aber doch. Der RE6 nach Westerland hatte wohl 8 Wagen, alles Married Pair, und war 120 Prozent ausgelastet. Ich bin dennoch irgendwie noch rein gekommen. Vom Komfort her hervorragende Wagen die keinen Vergleich scheuen müssen.

    Wir kamen nach 3h pünktlich in Westerland an.

    Wäre ich auch in Husum rein gekommen? Ich weiß es nicht. 90 Prozent wollten von Altona nach Westerland.

    Insgesamt aber würde ich sagen es war sehr sehr voll aber die Bahn hat einen guten Job gemacht. Die Leute waren sehr entspannt, und es ist interessant woher die Leute alle kommen. Neben mir saßen 4 Österreicher die mit dem Flugzeug aus Wien kamen und auch nach Sylt wollten.

    Ich war übrigens der einzige der aus dem IC die Harburg Variante gewählt hat. Zwei hatten vorsorglich auf die Räder verzichtet, die anderen sind im Zug geblieben. Ich gehe davon aus dass sie mit der Husum Variante auch ans Ziel kamen.


    Michael

    Hallo Malte,

    zu diesem Thema habe ich auch bei DSO Fragen gestellt, der Thread ist hier:

    https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?003,8988638,page=1

    Ich bin nächste Woche ja im Norden, und möchte mit meinem Fahrrad nach Sylt. Mal sehen wie ich das schaffen werde, mein IC fährt mal wieder nur bis Husum. Daher auch an euch die Frage, was würdet ihr machen?

    Ich komme Sonntags mit dem IC2314 von Münster aus. Sonntag ist in NRW das Ferienbeginn-Wochenende, was das heißt, muss man nicht näher erläutern. Meine Familie und ich fahren schon getrennt, weil ich im IC 2311, der 2h später fährt, keine Fahrräder mitnehmen konnte. Jetzt endet mein IC leider in Husum, meine Familie fährt dagegen durch.

    Und ich will auf mein Fahrrad natürlich nicht verzichten, daher suche ich noch ein Szenario (siehe Thread). Ich neige derzeit zu folgenden Alternativen:

    1. Alternative 1: In Hamburg Hbf aussteigen, nach Altona radeln und dann warten wenn ein Zug bereitgestellt wird, und dort reinspringen. Was genau fährt aktuell für Material auf der Marschbahn?

    Vorteil der Variante: "Drin ist drin, und in Altona besteht noch eine Chance mit dem Fahrrad reinzukommen". Nachteil: Endet der Zug in Elmshorn, komme ich gar nicht erst in den Zug.

    2. Alternative 2: Im IC bis Husum bleiben, und dann in den überfüllten RE6. Die Chance reinzukommen ist wohl gleich Null.

    3. Alternative 3: In Hamburg umsteigen, mit dem RE nach Tarp, dann nach NIebüll, und dort in einen Zwischentakt nach Sylt.

    4. Alternative 4: Tarp - Niebüll, dann da in einen Zug nach Römö und weiter nach Skaerbaek, und dann nach Römö und dann mit der Fähre nach Sylt. Ich bin ja für viel Blödsinn zu haben, aber das ist dann vielleicht doch ein bisschen weit.

    Also eigentlich sind alle Varianten schlecht, und eigentlich ärgert es mich, dass ich als Kunde mich jetzt um eine mögliche Lösung kümmern muss, dabei will ich doch nur Bahn fahren.

    Wie seht ihr das, was ist realistisch? Michael

    Hallo Malte,

    ich hab das im Blick und kenne Simon auch persönlich. Leider ist das gerade eine sehr heiße Kartoffel. Ein Musterbeispiel für Kirchturmdenken im Ruhrgebiet. Mehr findest Du auch auf der RS1 Seite bei Facebook (bei der bin ich auch Redakteur).

    Der RS Ruhr soll ja überwiegend auf der alten Bahntrasse der rheinischen Bahn verlaufen. Dieser ist an der Stelle tatsächlich sehr breit und das ganze Gebiet ist städtebaulich, freundlich gesagt, Aufwertungsbedürftig.

    Früher stand dort ein altes Reiterstellwerk, das man als Anlaufpunkt hätte verwenden können. Praktischerweise hat das aber letztes Jahr gebrannt und wurde dann abgerissen.

    Es soll jetzt dort das sogenannte Eltingviertel gebaut werden. Das ist auch an sich in Ordnung, hochwertige Immobilienbebauung ist im traditionell ärmeren Essener Norden durchaus notwendig um die ganze Gegend aufzuwerten. Tatsächlich könnte man an der Stelle auch ein ideales Eintrittsportal in Richtung Innenstadt bauen und damit Radschnellweg und Innenstadt miteinander verbinden.

    Leider scheint der Investor (den es offiziell noch gar nicht gibt) etwas gegen den Bahndamm zu haben, der angeblich die städtebauliche Entwicklung hemmt. Der Bahndamm stellt aber das Höhenniveau her und verläuft in mehreren Metern Höhe. Ohne Bahndamm hätte der RS Ruhr da innerhalb von 400m zweimal eine Steigung von 10 Metern zu überwinden, auch wäre dann die kreuzungsfreie Führung weg. Hinzu kommt, dass das Eltingviertel von 3 Seiten von autobahnähnlichen Schneisen umgrenzt wird (die aber seltsamerweise keine Barriere darstellen sollen, so wie der Bahndamm angeblich eine ist).

    Zwar gibt es jetzt Pläne, die auch bei Abtragung des Damms eine Führung des RS1 auf Stelzen und durch Häuser (!) mitten durch das Quartier vorsehen. Im Antrag im Stadtentwicklungsausschuss wird aber diese Führung nicht gefordert. Vielmehr sagt der Antrag, man solle sich auf die Abtragung des Damms festlegen, bei der Entwicklung des Radverkehrs aber eine "Abwägung zwischen Belangen der Radfahrer und denen der städtebaulichen Entwicklung" vornehmen.

    Es ist außerdem völlig unklar, wer diese Stelzenlösung durch Häuser finanziert. Das Land könnte das vermutlich nicht, weil Landstraßen nach dem StrWG selten über Häuser führen. Die Stadt plant auch erstmal nur eine Umfahrung, die so schön "Intercityroute" heißt. Die ist aber bergig (das Ruhrgebiet ist NICHT flach), überhaupt nicht intuitiv zu finden, und die würde niemand von sich aus finden.

    Mit anderen Worten: Das Ziel ist es, größtmögliche Verdichtung für den Investor zu schaffen, und der Radweg ist unfinanziert. Im Ergebnis droht, dass man den Bahndamm abträgt, aber stattdessen NICHTS baut. Im schlimmsten Fall muss man dann mit dem Fahrrad über 6 Ampeln und 20 Höhenmeter überqueren.

    Das zuständige PK lehnt Radfahrstreifen auf dem Wiesendamm ab. Begründung - es müsse Rücksicht auf das Quartier genommen werden, es bestehe hoher Parkdruck und daher wäre der Streifen immer zugeparkt. Stattdessen Tempo 30 im Mischverkehr - sprich es wird weiter überholt und gerast.

    Quelle ist eine Drucksache für den Regionalausschuss.

    Wenn die Grünen es ernst meinen mit der Fahrradstadt muss der Senat hier intervenieren und die Fachbehörde zurückpfeifen.

    Es wird ja lustigerweise auch der Fahrradklimatest erwähnt, das Ergebnis aber nicht. Warum wohl?

    Man sollte aber auch fair sein. Der Bericht erscheint mitten in der Bildungsphase des neuen Senats und bezieht sich auf die bisherige Verkehrspolitik. Die neuen Personalentscheidungen sind noch gar nicht getroffen, auch die Planungen sind noch nicht fix. Für 2017 erwarte ich wirkliche Fortschritte, der Senat muss liefern.

    Fairerweise sei gesagt, wenn man sich den Blödsinn anschaut, der in den ersten Jahren der BB gebaut wurde, dann hat sich in den letzten 2 Jahren vor der Wahl doch endlich was getan. Der Senat wacht allmählich auf. Daher bin ich zuversichtlich dass sich jetzt wirklich was tut.

    OT aber ich habe mich über den Missbrauch der Sternfahrt durch die Linkspartei wirklich massiv geärgert. Und ich fand den Tourenleiter super, dass er da so konsequent war. In der Sache sehe ich die Einstellung des Nachtzugverkehrs auch kritisch, allerdings kostet der nun Mal Geld, und dann müsste man schon seriös sagen wo man es hernimmt. Jedenfalls ist die Sternfahrt bewusst überparteilich - insofern fand ich es auch ein wenig fragwürdig, dass Frau Fegebank sprechen durfte, aber gut, in der Regierung ist sie, also muss sie m.E. auch liefern.

    Genug o/t, ich fand die Tour von Altona aus eigentlich sogar schöner als sonst. Max-Brauer-Strese-Feldstraße fand ich deutlich besser als über die Hafencity. Nur das Bremsen bergab ging mir die ganze Zeit massiv auf die Nerven.

    ich war mit einem Freund von mir am Mittwoch noch einmal vor Ort. Die Brücke Bracken ist fertig und die Trasse damit vorerst vollständig. Am Kaisers haben sie ein paar Bügel montiert - ansonsten waren wir beide erneut darüber einig wie toll die Trasse geworden ist. Zwischen Wichlinghausen und Schee gibt es zwei höhengleiche Kreuzungen die nicht ideal sind - ansonsten kein Grund zur Kritik.

    Ich bleibe bei meinem bisherigen Urteil - die Trasse ist beispielhaft. Rege genutzt wurde sie auch.