Da nebenan die Fahrbahn angesichts des Durchfahrverbots quasi komplett frei ist, muss die Blockade ja einen Grund haben. Vielleicht werden Radfahrer kontrolliert, vielleicht soll tatsächliche eine kurzzeitige Sperrung des Radweges zugunsten der Bauarbeiten weiter hinten erfolgen, wo gerade ein Haus abgebrochen wird — wer weiß.
Die Arbeitsstelle gibt es auch nach über einem Jahr immer noch. Die beiden Zeichen 250 haben mittlerweile etwas an Wirkung verloren und regelmäßig fährt dort ordnungswidrig anderer Verkehr durch. Dafür parken Lieferwagen nunmehr auf dem Radweg, offenbar weil sie ja auf der Fahrbahn irgendwie verboten wären.
Weiter hinten, an der eigentlichen Arbeitsstelle, konnten früher Fußgänger und Radfahrer durch einen engen Notweg die Arbeitsstelle passieren. Offenbar bin ich dort laut meiner Strava-Aufzeichnung nur einmal mit dem Rad vorbeigekommen und habe nur zwei Aufnahmen von diesem Notweg, der hier rechts in der Ecke zu sehen ist:
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In der Gegenrichtung sah es damals so aus, dass ein kleines Schild vor entgegenkommenden Radfahrern warnte. Naja.
Weil sich die Arbeitsstelle weiter ausgebreitet hat, wurde der Notweg gestrichen und
aufgestellt. Das funktioniert erwartungsgemäß nicht und wird mit dem Bus mächtig eng, denn dort läuft jeder wie er will:
Offenbar sind Fußgänger nicht bereit, sich auf einen nicht unerheblichen Umweg einzulassen, der nicht nur über zwei Lichtzeichenanlagen führt, sondern auch erst einmal bis zu 150 Meter in die falsche Richtung. Zwar warnt auch ein Schild davor, dass im weiteren Straßenverlauf für Fußgänger kein Platz ist, aber davon bekommt man nichts mit, wenn man aus dem Bus aussteigt oder das benachbarte Einkaufszentrum verlässt:
Vielleicht ist das so wie mit den Trampelpfaden, die abseits der befestigten Wege durch den Park führen: Man erkennt schnell, dass diese so genannte Umleitung nicht den Bedarf der Verkehrsteilnehmer trifft.
Und das ist ja leider so gut wie immer der Fall, wenn Arbeitsstellen auf den nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmer treffen.