Am 26. Februar lag mein Schild dann schon danieder…
… und es wurde fröhlich abgebogen:
Fahrschulen kriegen das im Regelfall ganz gut hin, denn Fahrschüler wissen ja gar nicht aus Erfahrung, wie die Ampelschaltung hier vorher war:
Alle anderen haben aber nach wie vor große Probleme mit der neuen Regelung. Ich möchte behaupten, die Quote der so genannten Rotlicht-Sünder beträgt hier immer noch über 75 Prozent. Allerdings ist das auch Abhängig von der jeweiligen Situation: Warten mehrere Kraftfahrzeuge an der Ampel und der erste fährt los, dann fahren alle. Fährt der erste nicht, dann gibt’s in der Regel Missmut, woraus ich schließe, dass jemand bei rot gefahren wäre, hätte er die Möglichkeit bekommen.
Am Abend komme ich in die Verlegenheit, Gäste vom Bahnhof mit dem Auto abzuholen und an dieser Stelle die Pole-Position zu besetzen. Der Kraftfahrer hinter uns hupt und gestikuliert wie wild, führt dann den sterbenden Schwan auf, hupt noch einmal. Dann schaltet der Signalgeber auf grünes Licht um, er kapiert’s aber immer noch nicht, überholt uns beim Rechtsabbiegen und zeigt uns den Scheibenwischer. Lebenslanges Lernen gilt wohl nicht am Lenkrad.