Beiträge von Malte

    Ich kann die Sache mit den Spritpreisen noch nicht so ganz einordnen.

    Mir ist klar, dass das für Leute, die, wie man so schön sagt, aufs Auto angewiesen sind, weil sie im tendenziell eher günstigeren ländlichen Raum und nicht in der Stadt wohnen, durchaus vor Probleme stehen, wenn der Liter Benzin nicht mehr 1,50 Euro, sondern 2,50 Euro kostet.

    Andererseits kann ich hier in Lüneburg nicht beobachten, dass sich am Mobilitätsverhalten nennenswert viel geändert hätte.

    Ich hatte ja schon einmal von meinen Nachbarn in Hamburg-Eidelstedt erzählt, die jeden Morgen zur ungefähr gleichen Uhrzeit die etwa acht Kilometer lange Strecke vom Eidelstedter Platz bis in die Hamburger Innenstadt mit dem Auto zurücklegten. Ich war mit dem Fahrrad schneller, weil ich keinen Parkplatz suchen musste, noch schneller ginge es nur mit der parallel verlaufenden S-Bahn. Aber man fuhr unabhängig von den Kosten eben lieber mit dem Auto.

    Nun wohnen wir nach einer Zwischenstation im etwas beschaulicheren Kiel nun im deutlich kleineren Lüneburg. Und auch hier fahren meine Nachbarn morgens, Brumm-Brumm, mit dem Auto in die Innenstadt.

    Luftlinie etwa 1,3 Kilometer. Das gehe ich in nicht einmal einer Viertelstunde zu Fuß, da steige ich noch nicht mal aufs Fahrrad.

    Und weil diese Stadt so klein ist und die Strecken so kurz, fährt man in der Mittagspause zum Essen wieder nach Hause. Und dann wieder mit dem Auto 1,3 Kilometer Luftlinie zur Arbeit. Und abends wieder zurück. Klar, das sind dann insgesamt mit Umwegen fürs Parkhaus immerhin bestimmt acht Kilometer, das fällt natürlich nicht so richtig als Kostenfaktor ins Gewicht gegenüber dem Verschleiß am Auto und den Kosten fürs Parken.

    Aber wenn ich mir angucke, wie die Leute hier hin und her fahren, dann muss ich trotzdem daran denken, dass es so schlimm wohl noch nicht sein kann, wenn die lieben Gewohnheiten noch nicht aufgegeben werden.

    Seit meine Frau nun mit der Bahn zur Arbeit nach Celle fahren kann, haben wir unser Auto so gut wie überhaupt nicht mehr bewegt. Letzte Woche habe ich noch mal für 2,30 Euro pro Liter getankt, man weiß ja nie, aber ansonsten bin ich durchaus erleichtert, dass ich meine täglichen Wege ohne Auto zurücklegen kann.

    Na gut, dann halt nicht. Mit dem Gedanken spiele ich ja auch mehrmals pro Woche:

    Polizei NRW Märkischer Kreis - Eine Pkw-Fahrerin hat am Donnerstag vor einer roten Ampel in #Menden ihren Zigarettenstummel zum Fenster raus auf die Straße geschmissen. Ein Fahrradfahrer hob den offenbar noch glühenden Stummel auf und beförderte ihn…
    Eine Pkw-Fahrerin hat am Donnerstag vor einer roten Ampel in #Menden ihren Zigarettenstummel zum Fenster raus auf die Straße geschmissen. Ein Fahrradfahrer hob…
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    Ich beobachte das bereits seit ein paar Tagen und habe nach und nach ein paar Backup-Vorgänge ausgeschaltet. Irgendjemand scheint sich hier gründlich zu verschlucken, aber die üblichen Verdächtigen wären’s nicht. Immerhin dauerte der Serverausfall heute Nacht nur eine knappe Viertelstunde.

    Den Grünpfeil dürfte es doch dann nicht geben, oder?

    Nach meiner laienhaften Einschätzung nicht, nein. Das hat sich allerdings nach meiner Erfahrung in den letzten Jahren in anderen Städten auch nicht so richtig interessiert, wo immer ich das angemerkt hatte.

    Ich finde keine Worte für das, was in der Ukraine gerade geschieht.

    Als Schwarzmaler und Pessimist hat mich diese Entwicklung nicht überrascht, aber ich fühle mich so elend, diese Invasion aus der Ferne in Echtzeit zu verfolgen.

    Schlimmer als diese Entwicklung ist nur die dunkle Vorahnung, welche Eskalationsstufe Putin als nächstes bespielen möchte. Sobald er nach dem Baltikum mit drei NATO-Mitgliedern greift, dürfte es das ja gewesen sein.

    Ich habe Montag in der Mittagspause noch mal ein paar Ampelphasen abgewartet und es fuhr so gut wie bei jedem Umlauf jemand über rotes Licht.

    Es war aber lustiger! Das erste Fahrzeug war ausweislich eines weißen Schildes auf dem Dach eine Fahrschule. Die junge Dame am Lenkrad hielt bei rotem Licht an, es ergab sich eine kurze Diskussion, dann bog sie bei rotem Licht rechts ab. Da wüsste ich ja mal gerne, was sie mit dem Fahrlehrer besprochen hat.

    Nächster Umlauf, nächster Spaß: Der Kraftfahrer bremst und hält an. Der Fahrer hinter ihm fährt ihm vor Wut beinahe hinten rein, huuuuuupt und gestikuliert, brüllt „Fahr doch, du Arschloch!“ aus dem Fenster, gefolgt vom Klassiker: „GRÜNER WIRD’S NICHT!!!“ Wurde es aber doch: Gleich danach schaltete der Signalgeber auf grünes Licht und mit dem Gezeter war’s schlagartig vorbei.

    Der Rest war halt eher so lala, es hält nunmal kaum jemand bei rotem Licht an. Whatever.

    Während ich dort die Kreuzung beobachtete, bekam ich eine Antwort vom Mängelmelder der Stadt Lüneburg. Man kann ja über die Verwaltung sagen was man will, aber die Antworten zum Mängelmelder kommen in der Regel schnell und ausführlich. Und: Die Stadt kannte das Problem bereits, empfand aber den Anteil an Rotlichtverstößen nicht so drastisch als dass hier jetzt beispielsweise ein Zeichen 131 „Ampelschaltung geändert“ aufgestellt werden müsste (wobei man ja zurecht fragen darf, wenn jemand eine rote Ampel aus Gewohnheit nicht erkennt, wer wird denn ein Verkehrszeichen bemerken?). Man werde aber noch mal Rücksprache mit anderen Behörden halten.

    Abends kam ich noch mal dort vorbei und wartete noch mal ein paar Minuten, wie es denn wohl dieses Mal um die Quote bestellt wäre. Nun:

    Die beiden waren lustig: Der erste hielt ganz normal an, der zweite musste wütend hupen, daraufhin fuhren beide über rotes Licht:

    Und noch mal mein Lieblingspizzadienst, wenn auch dieses Mal in anderer Besetzung. Der Fahrer steht an der roten Ampel, spielt am Handy irgendein albernes Spiel. Die Vollscheibe schaltet auf grün, er fährt los — und bremst sofort wieder ab. Gerade noch mal gutgegangen:

    Dann schaute er sich rüber zum Beifahrersitz gebeugt noch mal die beiden Signalgeber genau an und schlussfolgerte offenbar, jetzt doch noch fahren zu können. Keine Ahnung, auf welche Idee er jetzt gekommen ist. Vielleicht hatte er Angst, dass die Pizza im Kofferraum kalt würde.

    Nicht bei jedem, aber sicherlich bei vielen. Ich helfe Freunden immer bei der Nebenkostenabrechnung und da gab es einen Fall, wo ihre Mieter auf einmal die vierfachen Heizkosten verursacht haben wie der Vormieter. Die hatten in der Wohnung ständig >25°C und die Temperatur bei voll aufgedrehten Thermostaten über das Öffnen der Fenster reguliert. Kann man sich nicht ausdenken.

    Ich muss beim Thema Heizkosten immer an meine Wohnung in Hamburg-Eidelstedt denken, Baujahr 1989, in der es diese Einrohrheizung gab, die man wohl damals für eine gute Idee hielt. In meiner Wohnung war der Bypass des Heizkörpers im Wohnzimmer defekt, das war der erste Heizkörper im Strang, so dass ich in Schlafzimmer, Bad und Küche nur heizen konnte, wenn im Wohnzimmer die Heizung auf 28 °C oder so hochgedreht war.

    Habe dann den Vermieter informiert, der sich des Problems nur abseits der Heizperiode annehmen wollte, was dann drei Sommer lang nicht passiert ist und im Endeffekt habe ich nie geheizt, sondern von den Heizkosten der benachbarten Mieter profitiert. Das gab dann immer eine satte Rückzahlung bei den Heiz- und Nebenkosten.

    Dafür schimmelte dann im Schlafzimmer die Außenwand. Der Vermieter meinte, ich hätte nicht richtig geheizt und gelüftet, womit er ja definitiv recht hatte. Er sah dann aber auch nach einer kurzen Diskussion ein, dass es sich ohne Heizung nicht ordentlich heizen und lüften lässt.

    Man muss auf eine Heizungsart umbauen, die nur geringe Vorlauf-Temperaturen braucht, also Flächenheizung (Bodenheizung oder Wandheizung).

    Das ist für mich auch der größte Knackpunkt: Ein wesentlicher Teil der Bestandsbauten dürfte ja noch mit Wandheizkörpern ausgestattet sein, bei denen man mit 25 °C nichts wird. Meine Eltern haben im Herbst ihre alte Heizwert- gegen eine Brennwert-Gasheizung und ich bin mir nicht sicher, ob das eine gute Idee war. Ich empfand die geringeren Temperaturen der Heizkörper schon als grenzwertig und mutmaße, bei kalten Tagen würde es schnell ungemütlich.

    Will sagen: Für diese Form der Energiewende werden wir eine Menge Geld und Aufwand investieren — zusätzlich zu der ohnehin bereits zur vorgesehen Dämmung in den nächsten Jahrzehnten.

    Wie macht man mit so nem Ofen warmes Wasser? Bzw. mit einer Wärmepumpe? Da muss es doch immer noch eine zweite Heizquelle fürs Warmwasser geben? Ich glaube, wir hatten ganz früher, als wir noch mit Ölöfen in jedem Zimmer geheizt haben, einen Durchlauferhitzer. Mit ner Gasflamme.

    Es gibt so genannte wassergeführte Öfen, die nicht nur die Raumluft, sondern auch einen isolierten Wassertank beheizen, aus dem dann die Heizung gespeist wird. Im Sommer wird das Wasser dann mit Solarzellen auf dem Dach erwärmt.

    Da kann Malte so viel über Komfortöfen (zurecht) meckern wie er möchte. Gerade bin ich froh, einen zu Hause zu haben.

    Was für 'ne Kacke.

    Tja, meine Meinung zu Holzheizungen muss ich womöglich revidieren. Wenn uns nicht allzu schnell etwas einfällt, sitzen wir hier im nächsten Winter in der Kälte. Unser Mehrfamilienhaus wird bislang mit Gas geheizt:

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    Und darauf verlassen, dass Uncle Sam seine LNG-Tanker schickt, während unser Bundeskanzler seine Termineinladung ausschlägt, mag ich auch nicht setzen. Wer weiß, wie die US-Wahlen im Herbst 2024 ausgehen und ob Trump seine europäischen Partner nicht direkt am 20. Januar 2025 fallen lässt.

    Dieser Monolog, den Putin gerade gehalten hat, war ja das mit Abstand verstörendste, was ich an politischen Reden seit längerer Zeit gehört habe. Ich bin mir nur nicht sicher, ob er „nur“ der Ukraine den Krieg erklärt hat oder auch der gesamten NATO.

    Es müsste jetzt nur noch Gerichte geben, die urteilen: "Da Sie den Warnblinker eingeschaltet haben, ist erwiesen, dass Sie bei der Ordnungswidrigkeit mit Vorsatz gehandelt haben. Schauen wir doch mal nach, wie es sich auf das Bußgeld auswirkt, wenn keine Fahrlässigkeit vorliegt, sondern ..."

    Hmm, nach meiner Kenntnis wird doch schon auf der Bußgeldstelle Vorsatz angenommen, sobald die Warnblinklichtanlage eingeschaltet ist. Das dürfte beim Amtsgericht in der Regel auch so sein.

    Ich finde es ja sehr irritierend, dass die Stimmung bei dieser Thematik von einem Tag zum anderen ins Negative gekippt ist.

    Bislang las ich in den Medien nur davon, dass Holzöfen CO2-neutral wären und eine ganz besondere Wärme ausstrahlten, seitdem das Umweltbundesamt seine Meinung zu dem Thema aktualisiert hat, geht’s in der Presse kaum noch unter „Bundesregierung will Kamine verbieten“, was ja in jeglicher Hinsicht nicht stimmt, denn das Umweltbundesamt ist nicht die Bundesregierung und von einem Verbot kann noch lange nicht die Rede sein.

    Man könnte sich dem Thema auch mal auf leisen Sohlen nähern und als Presseerzeugnis mal in Frage stellen, ob das mit den Holzöfen in Wohngebieten denn wirklich so geil ist, wenn’s bei uns heute schon wieder so sehr stinkt, dass wir nicht lüften können, und so mancher Betreiber eines Ofens gar nicht weiß, wie man den ordentlich befeuert.

    Aber ich tippe mal: Das gibt nicht so viel Reichweite. Stattdessen ist man jetzt auf den Empörungszug aufgesprungen von wegen „die Grünen wollen euch schon wieder was verbieten“ (was ja interessanterweise nicht ansatzweise stimmt, denn gerade bei den Grünen höre ich mir immer wieder an, wie toll und sauber und umweltfreundlich Holzöfen wären).

    Schade, dass in der Öffentlichkeit bei jedem Thema nur noch Extrempositionen vorgetragen werden.

    Der spezielle Signalgeber für Radverkehr regelt aber nur die Fahrbeziehung "geradeaus". Für die Fahrbeziehung "rechts" für Radfahrer auf der Radverkehrsanlage gibt es keine separate Signalisierung, also gilt das Lichtzeichen für den Fahrverkehr. Das ist ja auf den allermeisten Kreuzungen so, weswegen ich beim Rechtsabbiegen auf der Radverkehrsanlage bei Fahrverkehr-rot auch stets anhalte.

    Ich lege noch ein weiteres Mal nach. Eine Kreuzung weiter nördlich gibt es in Fahrtrichtung Osten diese Signalisierung:

    Hier muss ich ja nun doch davon ausgehen, dass der Signalgeber für Radfahrer den benachbarten Signalgeber mit Pfeiloptik übertrumpft, sonst käme ich ja nie von der Stelle.

    Blöder wird’s heute auch nicht mehr:

    Mann überfuhr in Salzburg Künstlerin, weil er sie für Puppe hielt
    Ein 71-Jähriger hat versehentlich eine 41-jährige Performance-Künstlerin überfahren, die er mit einer Schaufensterpuppe verwechselte. Die Frau wurde verletzt
    www.derstandard.de

    Früher hätte ich bei Radverkehrspolitik über so etwas einen ausführlichen Artikel geschrieben. Heute weiß ich, dass hier einfach nur zwei extreme Positionen aufeinandertreffen, die von zwei Protagonisten präsentiert werden, die beide nicht unbedingt beliebt sind. Alles nur für die Reichweite:

    Fahrradkurier und Taxifahrer im Streitgespräch: Warum steigt die Aggression im Straßenverkehr?
    Abbiegen ohne Blinker, Rowdys auf zwei Rädern – und die stetige Gefahr gebrochener Beine: Fahrradkurier Philipp Kapp und Taxiunternehmer Frank Wiencke…
    www.haz.de

    Das ist hier mal wieder eine dieser Situationen, die mich ratlos zurücklassen.

    Fahre ich auf der Altenbrückertorstraße stadteinwärts, komme ich irgendwann zu dieser recht großen Kreuzung. Geradeaus geht’s zum Sande und zum berühmten Karstadt-Parkhaus, nach links auf die Willy-Brandt-Straße, nach rechts auf die Schießgabenstraße. Für Radlinge ist diese Kreuzung sowieso interessant, möchte ich von Süden kommend nach rechts zum Bahnhof abbiegen oder im Zick-Zack geradeausfahren: Lustiges Abbiegen zwischen Willy-Brandt-Straße und Altenbrückentorstraße

    Fahre ich vom Bahnhof nach Hause, biege ich an dieser Kreuzung links ab:

    Gut, was haben wir da? Drei Vollscheiben für den Fahrbahnverkehr, links und rechts jeweils einen Signalgeber für Fußgänger, rechts noch ein Signalgeber für den Radverkehr, außerdem noch ein zweifeldiger Signalgeber für Rechtsabbieger, der während der eigentlichen Rotphase noch konfliktfreies Rechtsabbiegen signalisiert, wenn der Kraftverkehr aus der von rechts kommenden Schießgabenstraße links abbiegen darf.

    Besonders schön ist ja das lustige „Radfahrer Signal beachten“: Sollen Radfahrer das Fahrrad-Signal auf der gegenüberliegenden Straßenseite beachten und nicht die Vollscheibe? Oder sollen abbiegende Kraftfahrer darauf achten, dass hier womöglich noch ein Signalgeber für Radfahrer grün leuchtet und die rote Fußgängerampel nicht gilt? Nichts genaues weiß man nicht.

    Aber grundsätzlich ist alles eigentlich ganz übersichtlich. Nachdem ich seit Juni 2021 wieder häufiger ins Bureau nach Hamburg fuhr und mich abends an dieser Stelle „übersehen“ lassen durfte, verpetzte ich diese Stelle beim Mängelmelder der Stadt, ob man hier angesichts der nicht unerheblichen Massen an Radfahrern, die hier insbesondere im Sommer bei gutem Wetter geradeausfahren, nicht die Ampelschaltung ändern könne, so dass man sich nicht ständig noch mit rechtsabbiegenden Kraftfahrern herumärgern müsse.

    Versuchen kann man’s ja, auch wenn der Mängelmelder eher für Probleme in der Größe von ordnungswidrigen Müllentsorgungen oder zerbrochenen Gehwegplatten vorgesehen zu sein scheint — eine Antwort bekam ich leider nicht (was allerdings tatsächlich unüblich ist, in der Regel werden die Mängel mit einer ausführlichen Antwort ohne Textbausteine beantwortet).

    Als ich heute noch mal meine wöchentliche Ortskontrollfahrt im Regen abspulte, um zu gucken, wie die Autos parken, wurde ich mal wieder beinahe von einem Berufskraftfahrer mit einem Linienbus des heute aufgrund des Sturms verkehrenden Schienenersatzwerkehrs „übersehen“. Während meiner Vollbremsung stellte ich fest: Der Rechtsabbieger fuhr ja über rotes Licht.

    Irgendjemand hatte hier einen Signalgeber ausgetauscht und die Ampelschaltung geändert; solange Radfahrer und Fußgänger geradeausfahren und -gehen dürfen, ist auf der Fahrbahn das Rechtsabbiegen untersagt, anschließend folgt eine separate Phase zum konfliktfreien Rechtsabbiegen. Das ist also ungefähr das, was ich vor ein paar Monaten mal bei der Behörde erbeten hatte. Schade, dass es keine Rückmeldung gibt, ob diese Änderung nach meiner Mängelmeldung vorgenommen wurde, ob sich noch mehr Verkehrsteilnehmer beschwert hatten oder ob man einfach von selbst auf diese Idee gekommen ist.

    Nun, ich denke, ich werde wohl noch einmal den Mängelmelder bemühen müssen. So richtig herumgesprochen hat sich die veränderte Ampelschaltung leider noch nicht:

    Hier noch einmal der Schienenersatzverkehr:

    Wenn der erste bei rotem Licht fährt, dann fährt auch der zweite. Und der dritte. Und so weiter.

    Lüneburg ist bekanntlich ein Dorf, das hier ist offenbar die junge Fahranfängerin des örtlichen Pizzadienstes, mit der ich schon zwei Mal das Vergnügen hatte.

    Er hier hält an. Das ist auch eine gute Idee, denn gegenüber steht die Polizei (ob die wohl die neue Schaltung schon verinnerlicht hat?). Dafür fährt ihm dann gleich beinahe einer hinten rein, der nicht damit gerechnet hat, dass hier noch jemand anhält.

    Ich stand dort knappe zwanzig Minuten im Regen und es ist ungelogen bei so gut wie jedem Umlauf ständig jemand bei rotem Licht rechts abgebogen. Ich habe nur nicht so ganz viele Fotos davon, weil der Autofokus durch das feuchte Objektiv nicht so gut funktioniert hat.

    Dann schreibe ich wohl noch mal dem Mängelmelder.