Beiträge von Malte

    Ich habe mal ein bisschen an der Seite herumgeschraubt, das dazugehörige GitHub-Repository befindet sich hier:

    Momentan ist aber noch nichts rechts auf der Seite zu sehen außer ein bisschen Bootstrap — die Radreise-Messe hat mich leider etwas mehr in Anspruch genommen als gedacht.

    Wenn jemand mitmachen will: Denkt bitte daran, dass hier schon Bootstrap 4 im Einsatz ist und ein paar Dinge aus Bootstrap 3 eventuell nicht mehr funktionieren. Die Dokumentation zu Bootstrap 4 findet man dort.

    Ich werde mich wohl mal am Wochenende mit ein paar Texten befassen. Sind hier zufällig Diskussionsteilnehmer anwesend, denen GitHub ein Begriff ist und die schon mal an einer Webseite geschraubt haben?

    Bei solchen Fotos würde ich gar nicht mal unbedingt direkt den Abstand ausrechnen wollen — es reicht ja vollkommen aus für eine grobe Einschätzung im Sinne von „Und so sieht dieser Abstand aus der Perspektive des Radfahrers aus“.

    noch mehr Bilder zu Harburger Unfall

    Dieser ganze Unfall ist eigentlich schon wieder Grund genug, endlich mal die einschlägigen sozialen Netzwerke zu verlassen. Ich bin da ja Mitglied in einigen Flitzer-Blitzer-Warngruppen und was dort wieder abging war kaum zu ertragen. Für jene Verkehrsteilnehmer bestand kein Zweifel daran, dass die Dame den Unfall verursacht hatte, weil sie nicht auf den Lastkraftwagen geachtet hatte. Und einige ganz große Profis sind beim Fahrschulunterricht mal gedanklich falsch abgebogen und sind der Überzeugung, man dürfe als Radfahrer solche Kreuzungen nur schiebend überqueren — und dann gibt’s noch ein paar, die eine Fahrradfurt nicht von einem Fußgängerüberweg unterscheiden können.

    Und wenn man das alles im Kontext sieht, dass diese Verkehrsteilnehmer offenbar in einem Tempo unterwegs sind, dass sie auf solche Blitzer-Warnmeldungen angewiesen sind, kann man sich ja seinen Teil denken.

    Ich habe mir gestern aus einigermaßen aktuellem Anlass den Domainnamen „150cm.de“ besorgt. Es geht nicht um 150 Critical-Mass-Touren, sondern um den aus der Rechtsprechung entwickelten Sicherheitsabstand beim Überholen oder beim Entgegenkommen eines Radfahrers. Ich will dazu wieder ein paar eingängige Texte formulieren und vielleicht ein bisschen Suchmaschinenoptimierung betreiben, damit vielleicht der ein oder andere Verkehrsteilnehmer mal einen Blick darauf werfen kann.

    Ich mache mir natürlich keine Illusionen, dass das beispielsweise die Kraftfahrer aus dem Hamburger Grandweg lesen, verinnerlichen und die Welt morgen bezüglich des Seitenabstandes ein angenehmerer Ort wäre, nein, aber vielleicht kann man ja dem einen oder anderen nach einer Diskussion noch diesen Link zustecken, damit er sich ein paar Beispiele in Text und Bild ansehen kann.

    Darum suche ich noch Bildmaterial, aus dem man etwa solche Sachen basteln kann:

    markierungen.jpg

    Hätte jemand Lust, zu der Seite etwas beizusteuern?

    Ich hasse diese Fahrradpolizisten.

    Den Videobeitrag halte ich auch für unglücklich. Abgesehen von den üblichen Falschinformationen — Kopfhörer nur auf einem Ohr, sonst verboten und so weiter und so fort — fährt die Polizei ja auch gerne mal auf dem Gehweg, auch wenn die Verfolgungsjagd eigentlich schon beendet ist. So ganz nachvollziehen kann ich das nicht.


    Dass die Presse oft nicht im Bilde ist, mag sein. Das Abendblatt schreibt aber nichts von freiwillig, und auch die GdP würde isch kaum aufregen, wenn es wirklich wirklich freiwlliges Tragen beträfe. :whistling:

    Ich kann mich ja kaum des unpassenden Vergleiches erwehren, dass die Polizei doch zu dieser Jahreszeit auch immer gerne empfiehlt, eine Warnweste anzulegen, sobald man das Haus verlässt (1, 2, 3, 4, 5, 6). Da bekommen die Beamten dann ja direkt ein Gefühl dafür, wie affig man sich fühlt — wie soll man eigentlich mit einem beiläufigen Blick noch Polizeibeamte von der DB-Sicherheit, von Bauarbeitern, Fußgängern und Radfahrern unterscheiden, wenn jeder neongelb draußen herumläuft?

    Und hier?

    Das ist kein Seitenstreifen, der hat keine dicke Linie. Das ist irgendwas anderes.

    Und das ist natürlich total genial: Ich glaube nicht, dass es sich um einen Fahrstreifen handelt, insofern könnte es irgendein Bußgeld geben. Fährt man aber nicht auf diesem komischen Ding, bekommt man sicherlich Unmutsbekundungen von anderen Kraftfahrern zu hören.

    Man kann es eben niemandem Recht machen.

    Der Weser-Kurier zitiert den Verteidiger des Kraftfahrers mit den Worten, sein Mandant habe „alles richtig gemacht“. Da wüsste ich ja doch zu gerne, in welchem Kontext dieser Satz tatsächlich gefallen ist.

    Ich bin ja auch ein bisschen angepisst, dass ich erst nach der Verhandlung von der Verhandlung erfahre. Immerhin ist das ein Kommilitone von mir gewesen, da wäre ich gerne dabei gewesen. Und ich find’s auch ein bisschen schade, dass ich nicht als Zeuge geladen wurde.

    Achja, stimmt. Wie verhält sich das eigentlich mit benutzungspflichtigen Radwegen und anderen? Die Formulierung macht da ja keinen Unterschied.

    Bei benutzungspflichtigen Radwegen bekommst du auf die Mütze, weil du den benutzungspflichtigen Radweg ignoriert hast.

    Andererseits weiß ich auch noch nicht genau, wie ich mir die Situation vorstellen soll, für die es dort ein Bußgeld gab. Da fuhr also ein Radfahrer auf einem Seitenstreifen, mutmaßlich aus dem üblichen Grunde, den Verkehr nicht behindern zu wollen, und die Polizei hält die Kelle raus und verteilt ein Bußgeld? Das kann ich mir in Hamburg nicht so richtig vorstellen. Mir fiele jetzt auf die schnelle auch gar kein Seitenstreifen ein, auf dem man neben einem Radweg fahren könnte — da wird ja in der Regel drauf geparkt.

    Da es sich hier um einen Einzelfall handelt, 102106 wurde ja nur einmal verteilt, denke ich eher, dass sich da jemand mit der Nummer vertan hat und womöglich jemand auf einem Bussonderfahrstreifen oder was unterwegs war. Bei 102000 („Sie benutzten vorschriftswidrig nicht die Fahrbahn“) vermute ich ja auch, dass da eigentlich etwas anderes passiert ist; entweder fuhr da jemand auf dem Gehweg und man hatte nicht den richtigen Tatbestand zur Hand oder es war jemand irgendwo in einer Parkanlage oder in so einer Gasse unterwegs und man wusste sich nicht anders zu helfen als mit 102000.

    Die Nebenfahrbahn ist keine Nebenfahrbahn, sondern eine Stückelung von Überfahrten. Da sind abgesenkte Bordsteine allenthalben. Autofahrer fahren jeweils von einem anderen Straßenteil auf die Fahrbahn? Vielleicht? mit gutem Willen und Fantasie?

    Mit viel Fantasie vielleicht — aber das halte ich dann doch eher für abwegig. Dementsprechend müsste man ja in Tempo-30-Zonen mit diesen buckeligen Verkehrsberuhigungen auch jedes Mal § 10 StVO anwenden. Drüben im Verkehrsportal gibt’s zu einem ähnlichen Thema gerade eine Diskussion.