Beiträge von Malte

    An der Klütjenfelder Straße in Hamburg hat man sich etwas tolles ausgedacht. Dort führt ja die Veloroute 11 entlang, für die man sich eine tolle Treppe, ne, Moment, eine tolle Brücke gebaut hat.

    Nun ist die Brücke auf der einen Straßenseite, der alte Radweg aber auf der anderen, also muss man da irgendwie rüber und die Beschilderung ist mal wieder ganz großartig:

    Die Veloroute, also das Schild mit dem roten Fahrrad, zeigt nach hinten rechts. Okay. Ab dem Pfosten handelt es sich nach Hamburger Lesart aber um einen freigegebenen Gehweg, auf dem ja eigentlich Schrittgeschwindigkeit gilt, aber so ganz genau weiß man das ja nicht, weil gleich danach ja ein [Zeichen 240] mit [Zusatzzeichen 1000-30] folgt. Normalerweise bedeutet das einen gemeinsamen Fuß- und Radweg mit Radverkehr in beiden Richtungen — damit man aber in diesem Fall nicht auf die Idee kommt, in Blickrichtung noch weiter auf dem gemeinsamen Fuß- und Radweg zu gondeln, hat man am Horizont noch mal schnell [Zeichen 237] und [Zusatzzeichen 1012-31] angeklemmt. Ja, Moment: Soll damit auch die vorige Freigabe des Gehweges widerrufen werden?

    Oder ist einfach eh alles egal?

    Andere Blickrichtung — hier gibt’s immerhin ein Erklärbär-Schild:

    Besser wird die Sache aber nicht:

    Vielleicht ist es angesichts solcher Beschilderungen auch kein Wunder, dass man als Radling irgendwann keine Lust mehr hat und sich einfach seine eigenen Wege sucht — notfalls eben ordnungswidrig.

    Vermutlich nichtmal nach Aufforderung.
    Dabei müssten zumindest die Baustellen an Hauptverkehrsstraßen (und dazu zählen ganz sicher die innerorts verlaufenden Bundesstraßen) zwingend vor Aufnahme der Arbeiten abgenommen werden.


    Nach meinen Erfahrungen findet allenfalls mal auf Bundesautobahnen oder Bundesstraßen eine Kontrolle statt. Dortige Arbeitsstellen sind aber meistens relativ unproblematisch, da meistens auf der einen Richtungsfahrbahn die eigentlichen Arbeiten stattfinden, während auf der anderen Seite eine andere Firma für die Lenkung des Verkehrs zuständig ist — und manchmal klappt’s halt auch nicht.

    Wenn aber bei kleineren Baumaßnahmen die Baufirma auch für die Absicherung zuständig ist, dann kommt halt meistens etwas mangelhaftes bei rum. Oh, dann will da jemand Baumaterialien anliefern, stellt die Absicherung beiseite, um seinen Lastkraftwagen rückwärts in die Arbeitsstelle zu navigieren und nach Feierabend bleibt die offene Absperrung in der Gegend liegen und die Verkehrsteilnehmer dürfen dann sehen, wie sie klarkommen.

    Das ist allerdings nichts, was nur Radfahrer und Fußgänger betrifft, aber abseits der eigentlichen Fahrbahn sind halt überdurchschnittlich viele Nachlässigkeiten zu finden.

    Ich höre immer nur die Worte: "Kein Personal."


    Oder keine Lust oder kein Interesse oder: Es gäbe eine Anordnung und man solle sich keine Sorgen machen.

    @Blaue Sau hatte vor einiger Zeit auf facebook auf den temporären Luxusradweg an der Kieler Straße hingewiesen: 200 Millionen für Autobahn-Deckel

    Dort heißt es: „Der Fuß- und Radverkehr wird über die dann gesperrte Busspur am Baufeld vorbeigeführt.“

    Ich hatte mir ernsthaft vorgestellt, im fraglichen Bereich komfortabel auf den Bussonderfahrstreifen geleitet zu werden und anschließend irgendwo wieder auf den Radweg zu wechseln.

    Wie auch immer ich auf diese Idee kam.

    Die Wirklichkeit beginnt mit einem blauen Schild und den üblichen Kraftfahrzeugen der Baufirma, die halb auf den Radweg ragen, so dass man vorsichtig neben dem Radweg entlangfahren kann — schließlich sitzen im Auto manchmal Arbeiter und öffnen womöglich gleich die Tür.

    Danach geht es durch diesen Hindernisparcour, den ich aufgrund der tiefstehenden Sonne aus der Gegenrichtung aufgenommen habe. Tatsächlich fährt man ein Stück auf dem Bussonderfahrstreifen:

    Gleich zurück auf den Radweg:

    Falls man an den parkenden Kraftfahrzeugen von eben noch nicht genügend Nervenkitzel erlebt hat, gibt’s hier noch einen Bagger, der seine Schaufel manchmal ein bisschen in das Lichtraumprofil des Radweges schenkt. Also bitte nicht zu doll auf den herumlungernden schwarzen Standfuß achten, sonst gibt’s ’ne Schelle mit der Kelle, höhöhöhö:

    Hamburg kann einfach nicht Fahrradstadt, wie man so schön sagt. Warum stellt man nicht einfach ein [Zeichen 254] auf?

    Ja, ich weiß, alle Verkehrsteilnehmer müssen zurückstecken und so weiter und so fort und dieser gemeinsame Notweg für Fußgänger und Radfahrer ist ja sogar so breit, dass man beinahe einen Fußgänger überholen könnte. Trotzdem: Eine Lösung ganz ohne Gefährdung und Nervenkitzel kommt in Hamburg wohl kaum in Frage?

    Ich weiß, man soll ja keine Kommentare auf facebook lesen und ich rege mich auch schon wieder ein bisschen auf, aber andererseits denke ich mir, wow, ich weiß nicht, wie viele der Kommentatoren dort tatsächlich im Polizeidienst stehen, aber wenn der eine oder andere meint, man solle Rotlicht-Radler besser mit der Schusswaffe oder wenigstens mit dem Taser vom Sattel holen… da muss ich wohl schon froh sein, dass es fürs renitente Fahrbahnradeln am Jungfernstieg vorhin keinen Schlag mit dem Tonfa in die Fresse gab.

    Schon mal jemand Erfahrungen mit dem Fahrbahnradeln im Baustellenbereich auf dem Ring 2 gemacht? Schulweg und Im Gehölz Richtung Norden hat derzeit keinen Radweg. Gehwegradeln nicht erlaubt. Der resliche Fahrzeugverkehr wird auf einer einzigen Spur abgewickelt. In der Hauptverkehrszeit kein Vergnügen mit den autos in langen Kolonnen stop-and-go zu spielen . . .

    Tatsächlich bin ich da am Donnerstag reingeraten. Erst ging’s ganz gut, bis mich der Wagen hinter mir überholen und abdrängeln musste, um fortan dann eben vor mir in der Kolonne zu fahren. Das brachte wiederum den nächsten Wagen hinter mir auf ähnlich dumme Gedanken.

    Auf dem Gehweg geht’s allerdings nicht weniger heiß her, dort fahren klingelnde Kampfradler den Fußgängern in die Hacken.

    Hast Du oft mit so "Antworten" zu tun? Da weiß man ja nicht ob es billige Trollversuche sind oder ob das ernst gemeint ist.

    Ich sage mal so: Dass ich momentan nicht so ganz gut im Straßenverkehr zurechtkomme, liegt sicherlich nicht nur an zwei Gehirnerschütterungen, sondern auch an solchen Hasskommentaren, die ja teilweise auch mal recht persönlich werden können. Da bekommt man schon so das Gefühl, alle wären hinter einem her.

    Der Kreisverkehr wird im Mischverkehr befahren. Aufgrund der vorhandenen Verkehrsbelastung in der Schanzenstraße (Süd) und in der Lagerstraße ist es nicht zulässig, den Radfahrer nach der Durchfahrung des Kreisverkehres hier im Mischverkehr weiter zu führen.Südlich des Kreisverkehres wird der Radverkehr daher aus dem Mischverkehr wieder herausgeführt und über Auf- bzw.Ableitungen auf die dort vorhandenen Radwege in den Nebenflächen geführt.

    Will man da wieder blaue Schilder aufstellen?