Beiträge von Malte

    Aus irgendeinem Grunde fährt der ICE 4 jetzt auch zwischen Kiel und Stuttgart — das ließen Schneeweißchen II und ich mir natürlich nicht entgehen, schließlich bin ich mit dem Ding schneller und günstiger in Hamburg als mit der grünen Regionalbummelbahn.

    Prettyface parkt natürlich „falschrum“ am Bahnsteig in Kiel, Wagen 1 mit den Fahrradhalterungen ist ganz weit weg am anderen Ende. Und das Ding ist echt lang:

    Hier geht’s rein:

    Wider Erwarten ist diese Ecke kein großes Problem, der Vorraum ist großzügiger als in dem von Phil verlinkten Bild. Wie das Ein- und Aussteigen funktioniert, wenn man nicht locker um sechs Uhr morgens am leeren Bahnsteigende steht, sondern vielleicht zur Mittagszeit am Hamburger oder Berliner Hauptbahnhof, kann ich natürlich nicht beurteilen.

    Naja, passt. Auf den Klappsitzen darf aber niemand Platz nehmen, sonst wird’s echt etwas eng. Immerhin wurden hier tatsächlich „nur“ zwei Klappsitze eingebaut, an der Wand wäre ja Platz für vier oder fünf gewesen.

    Bei der vertikalen Halterung ist sogar endlich unten am Schaltwerk so viel Platz, dass man keine Sorgen haben muss, das Ding beim Beschleunigen oder Bremsen des Zuges zu verlieren. Bei einigen InterCity-Zügen konnte ich mit Schneeweißchen I diese Halterungen nicht nutzen, ohne bleibende Schäden davonzutragen:

    Problematisch dürfte hingegen der Einsatz eines Lowriders sein. Die Dinger sind so eng bemessen, da hätte ich schon gleich wieder Angst, dass es während der Fahrt recht viel Gejuckel gibt und entweder der Lowrider oder die Gabel oder beides beschädigt werden. Bei der vertikalen Aufhängung hat sowas vermutlich noch bessere Überlebenschancen als bei den niedrigen Halterungen:

    Elektronische Reservierungsanzeigen gibt’s natürlich auch. Ist halt die Frage, wie es um die Fahrradabstellplätze bestellt ist, wenn nicht nur eines, sondern acht Räder mitreisen. So eng, wie die Dinger aneinandergereiht sind, sind mindestens eine oder zwei Halterungen nicht nutzbar, weil von links oder rechts der Fahrradlenker reinragt:

    Ultranervig: Wenn auf dem hinteren Klappsitz jemand hockt, läuft andauernd die Schiebetür Amok. Das ist immerhin nicht ganz so schlimm wie in der Regionalbummelbahn oder im InterCity, wo direkt der ohrenbetäubende Lärm aus den Übergängen zwischen den Wagen ins Ohr drückt, aber nervig war’s trotzdem. Und: Wer im Herrgottesnamen hat diese ultraharten Sitze bestellt? Während der ersten zehn Minuten dachte ich, ich säße an einer Mauer, danach ging’s dann irgendwie. So richtig bequem waren die Teile aber nicht:

    Dafür gibt’s dann aber sowas:

    Unsere Fahrt war dann natürlich nicht ganz ereignislos, so wie das halt immer ist, wenn Malte Hübner mit dabei ist. Weil vorne im Führerstand die Heizung ausgefallen ist, fuhr der ICE 4 erstmal nach Hamburg-Altona, um dort zu wenden, so dass die Fahrt nach Stuttgart mit der funktionierenden Heizung auf der anderen Seite bestritten werden konnte. Das Zugpersonal hat sich im Fahrradabteil darüber unterhalten, das Thermometer soll im Führerstand wohl knapp über 0 °C angezeigt haben. Da kann ich schon verstehen, dass das ohne zusätzliche Kleidung niemand mehrere Stunden aushält.

    Den Bahnhof Dammtor befuhren wir dann „falsch herum“, was für wahre Begeisterungsstürme am Bahnsteig sorgte, weil jeder ans jeweils andere Ende des Zuges rennen musste. Ich sah mich schon mit dem Rad im Vorraum ob der hineindrängenden Menschenmassen festhängen, aber, naja, ist halt dann doch irgendwie noch gutgegangen. Um die Zeit will eben niemand mit einem Rad einsteigen:

    Die bange Frage ist dann noch: Was passiert, wenn ein ICE 4 aufgrund eines technischen Defekts gegen einen Zug einer früheren Generation getauscht wird? Dann dürften Rollstuhl- und Radfahrer wohl wieder in die Röhre gucken.

    Wir haben hier also einen unbefriedigenden Ist-Zustand.

    Mich interessiert jetzt: wie konnte es denn dazu kommen?

    Wenn also die StVB heute sagt: "ätsch, Rechts vor Links!" - dann ist das ein klarer Widerspruch zu der "wahrgenommenen Vorfahrsregelung durch bauliche Gestaltung der Kreuzung". Und da darf man sich schon fragen: "wieso fällt euch das jetzt auf?"

    Also frage ich. Nur nicht direkt.

    Witzig, dass eine andere Straßenverkehrsbehörde oben am Leinpfad mit einer ähnlichen Aufplasterung eine andere Vorfahrtsregelung erreichen wollte, nämlich eine Vorfahrt längs der Fahrradstraße. Da gibt’s dann für den Querverkehr sogar noch [Zeichen 205], damit das wirklich jeder kapiert.

    Mag sonst jemand mal parallel beim LSBG nachfragen? Immerhin liegt die Ausschreibung in deren Verantwortlichkeit und alle Stellungnahmen aller Beteiligten sind dort eingegangen.

    Wen müsste man denn so ungefähr dort ansprechen?

    Okidoki, die Sache sollte jetzt funktionieren.

    Unten im Footer gibt’s den Link „Login über twitter“, mit dem ihr euch über euer twitter-Konto anmelden könnt. Einzige Voraussetzung: Das Konto muss mit der Zeichenkette @luft_ beginnen; mit @maltehuebner kann ich mich also nicht einloggen.

    Die Anwendung versucht automatisch anhand des twitter-Kontos die dazugehörige Stadt herauszufinden. Falls das nicht klappt, beispielsweise weil der Name der Stadt länger ist als der Benutzername, den twitter zulässt, schreibt bitte einen Kommentar in diesen Thread, wir finden dann schon irgendwie eine Lösung.

    Anschließend könnt ihr so genannte „Pläne“ erzeugen. Mir ist kein besserer Begriff eingefallen, aber jeder einzelne Plan wird einer Station zugewiesen und zu der jeweils konfigurierten Minute einmal stündlich ausgeführt.

    Wenigstens @luft_hamburg und @luft_kiel funktionieren noch.

    Falls jemand mithelfen will, habe ich noch folgende twitter-Konten registriert, kann sie aber nicht mehr mit meiner Mobilfunknummer verifizieren. Wenn jemand seine Telefonnummer dafür opfern mag wäre das ganz prima, ihr bekommt auch tatsächlich nach meiner Kenntnis nur einmalig einen Freischaltcode zugeschickt, ansonsten schickt euch twitter nichts.

    • @luft_aachen
    • @luft_augsburg
    • @luft_berlin
    • @luft_bremen
    • @luft_darmstadt
    • @luft_dresden
    • @luft_hannover
    • @luft_koeln
    • @luft_ldwgsbrg
    • @luft_muenchen
    • @luft_potsdam
    • @luft_reutlingen
    • @luft_stuttgart

    Am meisten wird von weiteren 4 Jahren GroKo vermutlich die AfD profitieren. Trübe Aussichten für den notwendigen Wandel in der Energie-, Verkehrs- und Sozialpolitik... :(

    Die Quellenangabe dazu findet sich übrigens direkt im AfD-Wahlprogramm. Sofern die AfD das Thema überhaupt im Wahlkampf platzierte, ging es dort auch nur um die Kosten des Bürgers, die hier und heute von Klimaschutzmaßnahmen verursacht würden. Die Kosten, die wir bei einer verfehlten Klimapolitik in dreißig oder fünfzig Jahren tragen müssen, sind der AfD leider egal — die meisten Mitglieder dürften dann schon längst in Frieden ruhen.

    Ich finde auch die Aussage so nervig, dass sich das Klima schon immer gewandelt habe. Ja, das Klima hat sich schon immer gewandelt, aber meistens in Zeiträumen von mehreren Jahrhunderten oder mehreren Jahrtausenden. Immer dann, wenn plötzlich eine mehr oder weniger abrupte Änderung des Klimas eintrat, war für viele Lebewesen Schluss mit lustig: Nach jedem Vulkanausbruch oder nach dem berühmten Meteoriteneinschlag konnten sich viele Arten nicht von heute auf morgen umstellen.

    Und genau das passiert hier auch gerade. Wir werden binnen 150 Jahren nicht nur das Klima um bis zu fünf Grad Celsius aufblasen, wir bauen auch gerade das Gesicht des Planeten großräumig um. Wo vorher ein Lebensraum war, ist heute eine Großstadt mit versiegelten Flächen. Wo vorher Nahrung wuchs, steht heute eine Monokultur. Ich weiß nicht, wie man davon ausgehen kann, dass solche massiven Eingriffe gänzlich ohne Folgen blieben.

    Das ist alles ein Desaster, dagegen sind die momentanen Fahrradstadt-Geburtswehen ein Kindergarten.

    Mit diesen Ideen geht’s also jetzt die nächsten dreieinhalb Jahre weiter:

    Gesamtdokument_Stand_121_1_10.15.pdf

    Ab Randnummer 263 geht’s um Verkehr und Infrastruktur:

    Zitat

    Mobilität ist eine zentrale Grundlage für individuelle Freiheit und gesellschaftlichen Wohlstand, für wirtschaftliches Wachstum und für Arbeitsplätze in allen Regionen. Wir wollen deshalb für alle Menschen in Deutschland eine moderne, saubere und bezahlbare Mobilität organisieren und dabei die gesellschaftlichen Herausforderungen wie demografischer Wandel, Urbanisierung, Anbindung ländlicher Räume und Globalisierung meistern. Dazu werden wir unsere Infrastruktur weiter ausbauen und modernisieren und die großen Chancen von digitalen Innovationen, wie automatisiertes und vernetztes Fahren und von alternativen Antrieben auf allen Verkehrsträgern, nutzen.

    In dieser Einleitung zur Mobilität taucht das Wort „Fahrrad“ nicht auf, den Begriff „Fahrrad“ kann man allenfalls hinter „allen Verkehrsträgern“ vermuten, allerdings geht’s im Kontext des letzten Satzes um alternative Antriebe, nicht um alternative Formen. Mobilität ist für Schwarz-Rot weiterhin nur der motorisierte Individualverkehr, das Flugzeug und immerhin schienengebundene Verkehrsmittel im Nah- und Fernverkehr.

    Zitat

    Wir werden den Investitionshochlauf auf einem Rekordniveau für die Verkehrsinvestitionen mindestens auf dem heutigen Niveau fortführen. Wir werden die Mittel für das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) erhöhen und dynamisieren. Wir werden ein Planungs- und Baubeschleunigungsgesetz verabschieden. Damit wollen wir deutliche Verbesserungen und noch mehr Dynamik in den Bereichen Verkehr, Infrastruktur, Energie und Wohnen erreichen.

    Aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz werden nach meiner Kenntnis immerhin auch Projekte des öffentlichen Nahverkehrs umgesetzt, das ist schon mal nicht so ganz schlecht. Das Baubeschleunigungsgesetz hingegen zielt nur darauf ab, dass nicht jeder Lurch ein Infrastrukturprojekt verhindern kann, es sollen also primär die Klage- und Beteiligungsmöglichkeiten von Verbänden und Betroffenen beschnitten werden. Das mag sinnvoll sein, wird aber im Endeffekt wieder auf die lokale und regionale Umwelt als großer Verlierer hinauslaufen.

    Zitat

    Wir wollen Fahrverbote vermeiden und die Luftreinhaltung verbessern. Die Mobilitätspolitik ist dem Pariser Klimaschutzabkommen verpflichtet. Wir wollen die Klimaziele von Paris erreichen und dabei soziale Belange berücksichtigen, die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie gewährleisten und bezahlbare Mobilität sicherstellen.

    Fahrverbote vermeiden ist ganz einfach: Man sitzt das Problem einfach aus, so wie man es bislang tut und führt Justitia an der Nase herum. Das, was die Luft wirklich sauberer macht, mag man ja nicht umsetzen, weil’s unpopulär ist, also versteift man sich in Berlin künftig wieder auf Aktionismus ohne richtige Ergebnisse.

    Schön, dass man sich nach den Enttäuschungen der letzten Tage wenigstens noch zum Pariser Klimaschutzabkommen verpflichtet, allerdings ist die Einschränkung mit den sozialen Belangen in historischer Sicht so zu verstehen, dass man keine sozialverträgliche Umweltschutzpolitik fahren will, sondern Umweltpolitik nicht stattfindet, wenn sie soziale Belange beeinträchtigt. Damit das auch wirklich niemand falsch versteht, gibt’s noch den Halbsatz mit industrieller Wettbewerbsfähigkeit und bezahlbarer Mobilität hinterher.

    Zitat

    Dafür bedarf es eines ganzen Bündels von Maßnahmen, wie zum Beispiel der Förderung von Elektromobilität, des Öffentlichen Personennahverkehrs und des Schienenverkehrs; effizienteren und sauberen Verbrennungsmotoren inklusive Nachrüstungen sowie der Verstetigung der Mittel im Rahmen des Nationalen Forums Diesel. Wir setzen uns dabei für ein gemeinsames und koordiniertes Vorgehen von Bund, Ländern, Kommunen, Unternehmen und Gewerkschaften ein.

    Ein Mobilitätswandel, eine Verkehrswende klingt anders. Förderung von Elektromobilität, des Öffentlichen Personennahverkehrs und des Schienenverkehrs, ja, das ist toll, das ist sinnvoll, aber das passiert in Zeiträumen von Jahrzehnten. Guckt euch an, wie lange man in Berlin und Hamburg an der jeweiligen U5 bastelt, in Berlin ist man so langsam auf der Zielgraden, in Hamburg dürfte das Ding im Endeffekt nicht vor 2040 fertig werden, Neubauprojekte wie die Verbindung zwischen Berlin und München dauern ebenfalls lange Jahre.

    Tja. Kein Wort davon, dass wenigstens innerstädtische Mobilität auch ohne Stau stattfinden könnte. Klar, das ist primär Sache der Städte selbst, aber die neue Bundesregierung könnte hier wichtige Impulse liefern hin zu einer echten Verkehrswende — die dann übrigens nicht nur den Fahrradliebhabern zugute kommt, sondern allen Einwohnern einer Stadt.

    Das war’s dann auch schon. Übrigens steht im ganzen Sondierungspapier auf 28 Seiten nur unwesentlich mehr zur Umwelt. Ab Randnummer 1085 lässt man sich dazu aus, aber ehrlich gesagt ist das auch nicht viel mehr als inhaltsloses Blabla. Immerhin macht man mit der Position im Sondierungspapier deutlich, wo die Umwelt künftig steht: Ganz hinten.

    In diesem Sinne:

    Und zurück zum Kronsaalweg.

    Es gibt an dieser Stelle eigentlich nur zwei Szenarien, die beide in einem prächtigen Verkehrsunfall enden können:

    1. Auf der Fahrbahn staut es sich, die Kreuzung wird von wartenden Kraftfahrzeugen blockiert und aus dem Gegenverkehr links abbiegende Kraftfahrzeuge bahnen sich ihren Weg durch den Stau. Aufgrund der mangelhaften Sichtverhältnisse in dieser Situation hat man als Radfahrer oder Fußgänger schlechte Karten und sollte nur mit äußerster Vorsicht den Kronsaalweg überqueren.
    2. Es staut sich nicht, aus dem Gegenverkehr links abbiegende Kraftfahrzeuge warten eine Lücke auf der Fahrbahn ab. Da Radfahrer aufgrund der Baugrube kurz vor der Kreuzung stark abbremsen müssen, gehen abbiegende Kraftfahrer davon aus, dass sie jetzt ja noch fahren könnten und geben Gas. Der Radfahrer beschleunigt anschließend wieder und anschließend gibt’s Kalamitäten, weil man sich nun eventuell in die Quere kommen könnte.

    Fall 2 sieht beispielsweise so aus. Ich bremse ab, um die Engstelle zu passieren, der Lastkraftwagen dort drüben sieht mich, rechnet sich nun aber aus, dass er es noch vor mir schafft…

    … und setzt sich drum in Bewegung. Wir stellen ein zweites Mal Blickkontakt her, er muss nun aber erstmal meine grüne Fahrradampel kontrollieren, bremst ab, kann aber auf der Gegenfahrbahn nicht stehenbleiben und fährt weiter. Klar, die Kraftfahrer aus dem Gegenverkehr haben Hupen, mein Fahrrad leider nicht.

    Ich verzichte nun auf meine Vorfahrt, nur weil ich auf dem Fahrrad sitze, muss ich ja nicht vollkommen lebensmüde unterwegs sein:

    Nun kommt natürlich gleich der nächste hinterher. Der konnte mich aufgrund des vor ihm fahrenden Lastkraftwagens auch gar nicht sehen und hätte bei seiner Geschwindigkeit überhaupt gar keine Möglichkeit, in irgendeiner Weise rechtzeitig zu bremsen:

    Und die nächsten beiden dachten sich wohl, naja, wenn der Radfahrer eh schon steht, dann fahren wir auch noch schnell weiter:

    Auf facebook macht die Hamburger CDU Stimmung gegen das nächtliche Tempo-30-Vorhaben des rotgrünen Senats:

    Zitat

    Nächtliches Tempo 30 auf Hamburgs Hauptverkehrsstraßen reduziert Autolärm nicht wahrnehmbar, erhöht dafür aber die Abgasbelastung! Statt rot-grüner Placebos braucht es kluge Verkehrspolitik. Wir fordern daher mehr mobile Blitzer und "Flüsterasphalt" für mehr Ruhe in unserer Stadt.

    Echt geil. Vor zwei Wochen noch sang der Verkehrsexperte der Hamburger CDU das Abzocklied, weil es keine Warnhinweise vor stationären Geschwindigkeitsmessanlagen gäbe. Jetzt fordert man… mobile Blitzer. Im Fachjargon der Kraftfahrer nennt man so etwas Wegelagerei, Raubrittertum, Abzocke. Falls sich der Hamburger Senat tatsächlich für mehr Geschwindigkeitskontrollen erwärmen könnte, müsste der Verkehrsexperte wahrscheinlich Überstunden schieben, um die ganzen Pressemitteilungen bezüglich Abzocke und Melkkuh der Nation veröffentlichen zu können.

    Genauso funktioniert das Spielchen mit dem Flüsterasphalt. Wenn jetzt auch nur eine Handvoll Hauptverkehrsstraßen mit Flüsterasphalt ausgestattet worden wären, Mann, das wäre eine Party für die CDU, man könnte sofort die Steuergeldverschwendung, das Baustellenmanagement, die Verkehrsbehinderung, die Abzocke und die Melkkuh der Nation bemängeln.

    Alles wie immer. Das Spiel ist wirklich ermüdend.

    Nach meiner Erfahrung verschleißt Kettenschaltung auch nicht schneller.

    Ich teile da eher Peters Erfahrung: Der Verschleiß ist bei einer Kettenschaltung deutlich höher. Länger als ein halbes Jahr hält eine Kette bei mir nie durch, an meinen vorigen Fahrrädern musste allenfalls hin und wieder mal die Kettenspannung erhöht werden, da hielt die Kette aber jahrelang.

    Das Themen Ignorieren-Plugin wäre prima. Es gibt schlicht ein paar (vor allem HH-bezogene) Threads, die mich wirklich nicht die Bohne interessieren, aber trotzdem regelmäßig "weggeklickt" werden wollen. (Ich weiß, dass hier ganze Foren ignoriert werden können. Das erfüllt den Zweck aber leider nicht bzw. nur teilweise.)

    Hamburg-Threads von allgemeinen Threads separieren

    Ich habe die meisten Hamburg-Threads erst einmal in dieses Unterforum verschoben — ich hoffe, das tut der Übersicht gut.

    Die Suchfunktion ist leider wbb-Murks. Elasticsearch könnte helfen.
    Wenn’s kritisch wird, nutze ich ixquick mit "Suchbegriff site:radverkehrsforum.de" (klappt natürlich auch bei Google).

    Ja, das ärgert mich auch schon seit einer ganzen Weile. Ich ringe noch um die 50 Euro für das Plugin, aber ich glaube, allein wenn man sich den Umweg über Google sparen kann, wäre es das schon wert.

    Zurück zum Alltagsgeschäft. Ich wurde vor ein paar Tagen von jemandem ( Wahl-HHer?) angesprochen, warum ich denn nicht direkt vorne an der Fahrbahn wartete, sondern mit einem großzügigen Abstand zum Fahrbahnrand. Dort würde man schließlich viel später gesehen und die Wahrscheinlichkeit, dort „übersehen“ und übermangelt zu werden wäre viel größer.

    Volle Zustimmung, alles soweit richtig. Aber direkt am Fahrbahnrand kommt man abbiegenden Kraftfahrzeugen teilweise ungesund nahe — und gerade jetzt schmeißt so mancher dort mit Eisplatten. Das ist mir jetzt schon zum zweiten Mal dort passiert, man sollte sich also nach dem Drücken des Bettelknopfes lieber schnell wieder… verdrücken.

    Das einzige, was jetzt noch stört, stört allerdings eher die Anwohner und deren Schlaf: Der Kraftverkehr düst selbst zu dieser späten Stunde noch mit drei bis fünf Kraftfahrzeugen pro Minute hier rein, wendet und hupt und drängelt, um dann wieder rauszurollen.

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    Mittlerweile ist die Brücke tatsächlich für nichtmotorisierte Verkehrsteilnehmer geöffnet worden — und zwar richtig gut!

    Hier geht’s nun weiter. Sogar das Schild für die Sackgasse wurde ausgetauscht:

    Mittlerweile wurde sogar die Lichtzeichenanlage deaktiviert. Hier geht’s für Radfahrer erst einmal nicht weiter, hier ist absteigen und schieben angesagt:

    Aber: Absolut geil! Es gibt nicht nur eine Treppe für Fußgänger und eine Rampe für (schiebende) Radfahrer, nein, es gibt sogar einen kleinen Lift für Rollstuhlfahrer. Ehrlich, ich finde, da kann man auch mal applaudieren. Wenn ich hier noch etwas bemängeln müsste: Eine etwas weniger steile Rampe für Fahrräder wäre toll, nicht damit man dort fahren kann, nein, sondern damit das Schieben etwas leichter fällt, gerade bergab kommt der Einkauf in den Packtaschen ordentlich auf Touren:

    Blick in den im Bau befindlichen Deckel über der Autobahn:

    Und abwärts:

    Schon ein bisschen fies: Die Umleitung für den Radverkehr führt direkt in die gesperrte Straße hinein…

    … während eine andere (?) Umleitung außer Kraft gesetzt wurde:

    Auch entlang der restlichen Umleitungsstrecke fehlt jeglicher Hinweis, dass es hier nicht weitergeht:

    Mir ist auch erst am Sonnabend aufgefallen, dass es hier eigentlich nicht weitergeht. Rechts befindet sich die gesperrte Unterführung für Fußgänger und Radfahrer, weswegen der ganze Umleitungszirkus erst nötig wurde, nach links darf man nun auch auf der falschen Straßenseite im Zweirichtungsbetrieb fahren, darf aber nach links gar nicht abbiegen. Vermutlich ist das auch nicht zu empfehlen, wenn dort gerade ein Kraftfahrzeug aus der Kieler Straße einbiegt:

    Der Typ da im Hintergrund macht übrigens auch nur das, was ihm das Schild aufgetragen hat: Die Straßenseite wechseln. Aber leider direkt hier oben an der vielbefahrenen und breiten Fahrbahn, denn auf den wohl eigentlich angedachten Umweg von 800 Metern hat er keine große Lust.