Beiträge von Malte

    Nunja. Die Unfallstelle ist nun wenig überraschend, eigentlich relativ übersichtlich bis auf diese sagenhafte „Berliner Lösung“ Verschwenkung. An diese langgezogene Gerade, die genügend Zeit für die Beobachtung des rückwärtigen Verkehrs lässt, schließt sich leider im entscheidenen Moment dieser blöde Schlenker nach rechts an, der Radfahrer und andere nichtmotorisierte Verkehrsteilnehmer während des Abbiegens aus dem Sichtbereich der Außenspiegel manövriert.

    Das leichte Gefälle von der berühmten Holstenkampbrücke herunter ermöglicht Radfahrern ein höheres Tempo, während Kraftfahrer im Stau vor der roten Ampel vermutlich nicht ständig den rückwärtigen Verkehr beobachten. Und wenn’s dann beim Rechtsabbiegen um den Schulterblick geht, ist dank der Berliner Lösung Verschwenkung direkt im Kreuzungsbereich nichts von Radfahrern zu sehen:

    Hier wurde dann der Radfahrer vom abbiegenden Lastkraftwagen erfasst und getötet:

    Im Prinzip scheint das ja der typische Unfall zwischen einem abbiegenden Lastkraftwagen und einem Radfahrer gewesen zu sein:


    Die Hamburger BILD-Ausgabe musste sich leider ebenfalls äußern und hat als riesiges Aufmacherfoto noch den Kreiseumriss mit Blutspritzern abgebildet. Entscheidet selbst, ob ihr so etwas sehen wollt: https://www.bild.de/regional/hamburg/hamburg-aktuell/beim-abbiegen-muell-laster-uebersieht-radfahrer-tot-60750102.bild.html

    Interessant. Bei zugeparkten Geh- oder Radwegen tut man sich in Hamburg mit der Verhältnismäßigkeit zum Abschleppen immer ganz besonders schwer, aber beim Parken auf Grünflächen wurde gestern gar nicht lange gezögert: Polizei lässt „Narzissen-Killer“ abschleppen

    Nehme ich das nur anders war oder ist dieses extreme Zuparken jeglicher freier Flächen neu? Das wurde nach meiner Erinnerung in den letzten Jahren noch nicht praktiziert, das hätte ich ja mitbekommen, weil das direkt auf meiner Route zur Arbeit lag.

    In Hamburg-Stellingen wurde ein Radfahrer von einem rechtsabbiegenden Lastkraftwagen getötet: LKW Fahrer tötet Radfahrer

    Gestern wurde ein Zwölfjähriger von einem Kraftfahrer, der eine rote Ampel missachtete, beim Überqueren der Tangstedter Landstraße leicht verletzt worden: Zeugenaufruf nach Verkehrsunfall mit Flucht in Hamburg-Langenhorn An der Kreuzung gab es im Januar bereits einen Unfall.

    In Rothenburgsort kollidierte Anfang März eine abbiegende Kraftfahrerin mit einem Geisterradler an der Kreuzung zwischen Billstraße und Ausschläger Billdeich: Verkehrsunfall mit schwer verletztem Radfahrer in Hamburg-Rothenburgsort

    Die Erfindung kommt von einem Flensburger und entstand aus einem schlimmen Unfallereignis in Flensburg heraus: Das Flensburger Tageblatt berichtete darüber Anfang des Jahres. https://www.shz.de/lokales/flensb…id19151981.html

    Für den LKW-Fahrer gab es übrigens eine Haftstrafe von acht Monaten auf Bewährung, ein dreimonatiges Fahrverbot und eine nicht weiter definierte Geldstrafe von 1.500 Euro:

    Die Kommentare sollten wie immer lieber nicht genossen werden. Das beste war ja noch die Einlassung eines Gutachters (?), dass der Unfall nicht passiert wäre, wenn der Schüler seine Vorfahrt nicht durchgesetzt hätte. Naja.

    Bevor ich nun manuell alle Verkehrszeichen als Smileys einbaue, habe ich die Sache automatisiert. Über den neuen BBCode [zeichen] könnt ihr alle Verkehrszeichen mit ihren jeweiligen Nummern aus der Bildtafel der Verkehrszeichen in Deutschland nutzen:

    Code
    [zeichen]720[/zeichen]
    [zeichen]442-23[/zeichen]
    [zeichen]1007-36[/zeichen]

    wird zu

    [zeichen='1007-36'][/zeichen]

    An den üblichen Krankheiten mit Größe und Breite und den unterschiedlichen Varianten bestimmter Verkehrszeichen arbeite ich noch.

    Da solltest Du mal bei der entsprechenden behörde nachfragen wie man sich da verhalten muss... Was gilt denn nun und wer macht die amtliche Anordnung dafür.... Eventuell muss die Fahrschule ihr Werbekonzept überdenken....

    Bei dem Fahrschulwagen halte ich es für relativ eindeutig, dass man da nicht mit 17 Kilometern pro Stunde weiterfahren darf. Ob das Bekleben eines Autos mit so vielen lustigen Verkehrszeichen im Einklang mit den einschlägigen Vorschriften ist, wäre aber wirklich interessant zu erfahren.

    Problematisch wird es dann halt erst, wenn beispielsweise bei einer Autobahnbaustelle aus Kostengründen keine fahrbahre Absperrtafel zum Einsatz kommt, sondern nur jemand einen Aufkleber mit [Zeichen 274-56] aufs Heck seines eigenen Autos pappt und damit hinter dem Bauwagen herfährt. Das finde ich dann eher problematisch und auch das wird ja früher oder später passieren.

    Ich wiederhole mich ja andauernd, aber wie kann es denn sein, dass die Abgeordneten, die uns jetzt Artikel 11 und 13 bescheren wollen, einfach gar keine Ahnung von der technischen Materie haben?

    https://www.youtube.com/watch?v=86_0WE…=youtu.be&t=228

    Klar, man kann nicht alles wissen, auch nicht als Abgeordneter oder sonstwo in der Politik tätiger Mensch. Das geht einfach nicht, man muss sich auf sekundäre Quellen verlassen. Aber ich erwarte schon, dass man sich wenigstens oberflächlich mit der Thematik so weit befasst, um mehr als das erklären zu können, was Axel Voss dort hinbekommt.

    ein Hoch auf den unermüdlichen Einsatz der Polizei Hamburg, die stets eine Überwachung des Verkehrsraums im Rahmen der personellen Kapazitäten und nach Priorisierung der Örtlichkeiten durchfü... ach, leckt mich doch am Arsch.

    Laut den Beiträgen auf Facebook soll da gestern sehr großzügig abgezettelt worden sein.

    Die Besucher der Messe dürften die Kleckerbeträge allerdings nicht davon abhalten, heute wieder dort zu parken.

    Oh, während der Internorga in den benachbarten Messehallen wurde der Radfahrstreifen bereits seiner hanseatisch-sachlichen Verwendung zugeführt: https://twitter.com/christophnebge…623621533618176

    Die Hamburger Polizei schreibt weiter unten im Thread, man habe sich bereits um die Fahrzeuge „gekümmert“, nach meiner Kenntnis wurde aber weder abgeschleppt noch Strafzettel verteilt. Kommt zufällig jemand zeitnah oder morgen an dieser Stelle vorbei und könnte ein paar Fotos mitbringen?

    Manchmal hat man nach tollen Infrastrukturplanungen auch kein Geld mehr für Streuscheiben, dann reicht es nur noch für ein kleines, dem Verkehrszeichenkatalog nicht bekanntes Zusatzzeichen:

    In Kiel hat man das auch so ähnlich an einigen Stellen gelöst und [Zusatzzeichen 1060-11] aufgehängt. Hier gibt’s gleich noch die erste Zusatzproblematik, denn wer will denn schon auf diesem matschigen Gehweg weiterfahren?

    Das Schild gibt es auch noch in einer vergammelten Fassung, zu deren Lebzeiten vermutlich noch niemand an einen derart hohen Radverkehrsanteil gedacht hat, der eine besondere Signalisierung für Radfahrer rechtfertigen könnte:

    Und aus dem Sommer 2015, als noch immer nicht so ganz klar war, wer denn nun welche Ampel beachtet muss, stammt diese Aufnahme — das Schild hängt allerdings nach meiner Erinnerung schon mindestens seit 2009 dort:

    Das ist natürlich auch wieder lustig: Die Streuscheiben wurden längst ausgetauscht, aber nur der hintere Signalgeber ist explizit für den Radverkehr gültig — der vordere also nicht?

    Bei diesem Abend habe ich nicht viel über Feinstaub, Stickoxide oder andere Schadstoffe gelernt, dafür hat der Vortrag meines Erachtens auch nicht getaugt. Duwe ging leider nicht auf die einzelnen Schadstoffe, ihre Quellen und Wirkungen ein, sondern setzte das quasi als Grundwissen voraus — ein Trugschluss, wie sich ja in der anschließenden Debatte zeigte.

    Was sich aber gelernt habe: Derartige Vorträge, seien sie von einem noch so kleinen und übersichtlichen Publikum besucht, brauchen einen Moderator. Irgendjemand muss die Debatte bändigen, für Ruhe und einen geordneten Ablauf sorgen, und das kann nicht der Sprecher selbst tun, sobald der sich an der Debatte beteiligt.

    Ansonsten war der Abend meines Erachtens eher ein schlechter Witz. Die FDP titelt hier etwas von Fakten oder Fake-News, aber Duwe geht nicht mal im Ansatz auf die Fake-News ein, die aus seinem Publikum in die Debatte getragen werden. Da wundere ich mich wirklich ganz herzlich: Geht’s denn noch?

    Das geht los mit diesem offenbar ganz schwer zu verstehenden Unterschied zwischen dem MAK-Wert von 950 Mikrogramm pro Kubikmeter (gültig etwa für Fabriken) und dem AIR-Wert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter (gültig etwa für Bureauarbeitsplätze) und endet dann mit dieser absolut skurrilen Debatte, bei der Zuhörer, die sich als pensionierte Chef- und Oberärzte oder Allgemeinmediziner vorstellen und über Totenscheine spekulieren, ohne dabei zwischen Feinstaub und Stickoxid zu differenzieren. Und Herrgottnocheins, in keinem Totenschein steht die Buttercremetorte vom Bäcker drin, wenn ein Mensch an Diabetes gestorben ist, vermutlich steht bei Lungenkrebs auch nichts von Zigaretten darin.

    Aber so ist das eben mit Fake-News: Sie verbreiten sich so schnell und so schön, weil sie das eigene Weltbild unterfüttern.

    Dass der Naturwissenchaftler Duwe vorne steht und sich nicht einmal bei den verschwurbelten Begründungen zur Nichtexistenz des Klimawandels einmischt, offenbart mir, dass es bei der FDP mit Fakten wenigstens in diesem Bereich nicht so ganz weit her sein kann.

    Immerhin war ich nicht der einzige, der diese Veranstaltung kopfschüttelnd verließ. Neben dem Typen, der laut seinen Ragequit hinlegte, fanden auch ein paar andere, eher jüngere Teilnehmer, dass es mit Fakten heute Abend nicht so weit her war.

    Und das war eigentlich schade. Ich mache mir die ganze Mühe mit den Notizen schließlich nicht, damit ich mich über die lustigen Ansichten einiger Politiker amüsieren kann, sondern um mal herauszufinden, was denn der FDP als Lösungsansatz für diese ganze Stickoxid-Fahrverbot-Thematik vorschwebt. Bislang kann ich aber nur feststellen, dass es schon mal ein Fortschritt wäre, den Unterschied zwischen diesen Schadstoffen zu lernen.