Ich war am Sonntag noch mal kurz in Hamburg und habe mir die Sache zu Gemüte geführt. Anscheinend wurde die Streckenführung des Marathons etwas verändert, jedenfalls war beispielsweise an der Glacischaussee nichts mehr los, dementsprechend herrschte dort freie Fahrt:


Ein paar andere Stellen habe ich natürlich trotzdem aufgetan. Grundsätzlich gilt aber, dass es sich um eine Großveranstaltung handelt, an der nunmal mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen ist, wie man so schön sagt. Am Tag des Marathons hat der Kraftverkehr ebenfalls seine liebe Not, während man mit dem Rad noch viel näher an die eigentlich gesperrte Strecke rankommt, beziehungsweise die Strecke sogar queren kann oder notfalls Unterführungen und U-Bahnhöfe nutzen kann, um die Straßenseite zu wechseln. In diesem Jahr befanden sich die Bauklötze im unmittelbaren Umfeld des Marathons, davor oder dahinter war aufgrund der Veranstaltung ohnehin absteigen und schieben angesagt.
Jungiusstraße
Links im Bild ist der Gehweg, der früher ein Radweg war und dementsprechend auch über ein Jahr nach dem Umbau noch von Radfahrern frequentiert wird. Rechts der Gehweg, der mal zwischendurch ein Radweg war und dann wieder ein Gehweg, mittlerweile wieder mit
. Am rechten Fahrbahnrand der gegenläufige Radfahrstreifen, der so schlecht gar nicht ist. Da kommt man tatsächlich noch vorbei, wie man so schön sagt, weil offenbar auch auf die Einhaltung des temporären Haltverbots auf den Parkflächen geachtet wird. Ob diese Handvoll Bauklötze mit der Kette in der Mitte wirklich etwas bringen, wenn jemand mit dem Auto durch will? Ich habe da so meine Zweifel.


Johannes-Brahms-Platz / Sievekingplatz
Vom Johannes-Brahms-Platz kommt man eher nicht zum Sievekingplatz, vom Holstenwall geht’s, da wurde eine passgenaue Lücke am Radweg gelassen.


Rentzelstraße / An der Verbindungsbahn
Das hier ist schon ein bisschen blöder, weil hier nicht nur der Radverkehr zu den Messehallen beeinträchtigt wird, der dort aufgrund der Veranstaltung mutmaßlich ohnehin nichts verloren hat, sondern auch die Fahrt entlang der Radverkehrsinfrastruktur An der Verbindungsbahn erschwert wird. Die Klötze stehen zwar direkt neben der Fahrradfurt, aber beim Geradeausfahren wird’s wieder eng, zumal wie immer Fußgänger auf dem Radweg warten. Man weiß ohnehin nicht, ob hier das Zeichen 250 auch für den Radverkehr gelten soll oder nicht oder doch:


Allerdings muss man es erst einmal zur Fahrradfurt schaffen: Das ist heute gar nicht mal so einfach:


Auf der rechten Seite befindet sich ein kombinierter Geh- und Radweg mit Benutzungspflicht, der in der Gegenrichtung für den Radverkehr freigegeben ist. Tatsächlich habe ich auf dem Marathon eine ganze Menge Fahrräder mit Kinderanhänger gesehen, die es bei der Abfahrt eher schwer haben werden:


Auf dem Radweg der gegenüberliegenden Straßenseite ist auch eher absteigen und schieben angesagt. Man sollte nach Möglichkeit allerdings auch keinen Kinderwagen oder gar Rollstuhl mitführen:

Naja
Schade, dass Sportveranstaltungen per Definition immer mit einem erheblichen Abfallaufkommen einhergehen müssen:
