Die Verkehrswende-Aktivistin Katja Diehl empfiehlt: Taktisch wählen in Sachsen-Anhalt!

  • Es ist gut, dass es "Taktisch Wählen" gibt, und man kann der Initiative einfach nur sehr viel Erfolg wünschen!

    Diese Parteien werden von "Taktisch Wählen" empfohlen:

    Diese Parteien werden von "Taktisch Wählen" nicht empfohlen:

    Aktuelle Fotos von Wahlplakaten in Magdeburg und Umgebung.

    https://taktisch-waehlen.de/ ist eine Initiative, die dazu aufruft, genau zu überlegen, wen man mit Erst- und Zweitstimme wählt bei der bevorstehenden Landtagswahl in Sachsen-Anhalt.

    "Taktisch Wählen" will dazu beitragen, eine "Huch, wie konnte das passieren Mehrheit" der Abgeordnetensitze für die AfD im Landtag von Sachsen-Anhalt zu verhindern.

    Wie das geht, kann man unter dem angegebenen Link nachlesen.

    Einmal editiert, zuletzt von Ullie (10. August 2026 um 09:52) aus folgendem Grund: Rechtschreibung

  • In ihrem Blog empfiehlt die Verkehrswende-Aktivistin Katja Diehl die Initiative "Taktisch wählen" und erläutert, warum sie als Verkehrswende-Aktivistin diese Empehlung ausspricht!

    Sachsen-Anhalt braucht euren Support für Haustürgespräche vor der Wahl! — Katja Diehl
    Bitte teilen für die Reichweite, dieses Projekt ist SO wichtig! Ich würde herzlich gern jede wache Minute für gerechte, inklusive, intersektionale, soziale ...
    katja-diehl.de

    Einmal editiert, zuletzt von Ullie (9. August 2026 um 22:47) aus folgendem Grund: Rechtschreibung

  • Hat "taktisch wählen" geholfen in Sachsen-Anhalt?

    Der MDR bestätigt, das "taktisch" gewählt wurde::

    "In den Großstädten haben viele Menschen taktisch gewählt
    Jeder Wahlberechtigte kann bei Landtagswahlen zwei Stimmen abgeben: eine Erststimme für einen Direktkandidaten aus dem Wahlkreis und eine Zweitstimme für eine Partei. Ausschlaggebend für die Sitzverteilung im Landtag ist zwar die Zweitstimme – aber wer in einem Wahlkreis die meisten Erststimmen auf sich vereint, zieht als Direktkandidat in den Landtag ein.

    In einigen Wahlkreisen klaffen Erst- und Zweitstimmenergebnisse weit auseinander. Im Wahlkreis Halle III holt die Linkspartei 13,8 Prozent der Zweitstimmen, ihr Kandidat Jannik-Loris Balint erhält jedoch 39,9 Prozent der Erststimmen und gewinnt mit großem Abstand das Direktmandat. Dasselbe Muster zeigt sich in den Wahlkreisen Halle II und Magdeburg II. Das legt nahe, dass in den Großstädten viele Wählerinnen und Wähler ihre Erststimme gezielt eingesetzt haben, um ein Direktmandat der AfD zu verhindern.

    Sie können die Einbindung auf unserer Datenschutzseite deaktivieren. Dieses Element beinhaltet interaktive Infografiken von 23Grad.
    Auch die Zweitstimmenergebnisse liefern Hinweise auf taktisches Wählen. Vor der Wahl hatte eine Initiative dazu aufgerufen, SPD oder Grüne zu unterstützen, um deren Einzug in den Landtag zu sichern und so eine absolute Mehrheit der AfD zu verhindern."

    Wahlergebnis der Landtagswahl 2026 - AfD gewinnt alle 218 Gemeinden: Was die Wahldaten über Sachsen-Anhalt zeigen
    vom 09.09.2026

    AfD überall stärkste Kraft – warum es trotzdem nicht zur absoluten Mehrheit reicht
    Die AfD hat die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mit 43,8 Prozent deutlich gewonnen und wird in allen 218 Gemeinden stärkste Kraft. Zur absoluten Mehrheit im…
    www.mdr.de

    Auf der angegebenen Seite ist ein Video zu sehen, in dem der Eindruck erweckt wird, es handele sich um eine "Denkzettelwahl". Die hohe Wahlbeteiligung gibt jedoch auch Anlass zur Befürchtung, dass die in AfD-Kreisen verbreitete Nazi-Ideologie auch in Bevölkerungskreisen verbreitet ist, die normalerweise nicht zur Wahl gehen, sich aber von der AfD angespornt fühlten, ihre Naziideologie per Wahlurne zu dokumentieren.

  • Haben die nichts gelernt aus ihrer Berichterstattung? Diese Frage drängt sich auf, wenn erneut, diesmal bei der Wahlberichterstattung über die Berlin-Wahl und die Wahl in Mecklenburg-Vorpommern, von "Wahlgewinnern" gesprochen, wird.

    Die AfD ist nicht die "Wahlgewinnerin", sondern die Partei, die in Mecklenburg Vorpommern ein gerade mal 2,7 Prozentpunkte höheres Stimmenergebnis erzielt hat als die SPD.

    Der Begriff "Wahlgewinner" ist selbst dann unangebracht, wenn eine Partei die absolute Mehrheit erzielt. Denn es ist ja nicht so in einer Demokratie, dass die Opposition völlig bedeutungslos und entmachtet wäre.

    „Opposition ist Mist. Lasst das die anderen machen – wir wollen regieren.“ Dieses Zitat des SPD-Politikers Franz Müntefering ist natürlich in einer bestimmten Situation ausgesprochen eine aufmunternde oder anspornende Redewendung. Fakt ist aber auch, dass gute Oppositionsarbeit in einer Demokratie wichtig ist. Und selbst außerparlamentarische Opposition kann Erfolge erzielen. Die Partei Bündnis 90 / Die Grünen hat eine ihrer Wurzeln in der sogenannten "APO" der 1960er-Jahre.

    Leider gibt es Grund zur Befürchtung, dass die AfD im Falle eines Wahlergebnisses, dass ihr die absolute Mehrheit der Parlamentssitze ermöglichen würde, mit dem demokratischen Prinzip, Oppositionsarbeit zuzulassen, brechen würde. Und leider geben die Wahlergebnisse in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern Anlass für diese Befürchtung.

    Das Gerede vom "Wahlgewinner" assoziiert, dass die "Gewinner" jetzt alleine das Sagen hätten und die anderen jetzt "Staub fressen" müssten. Und das Gerede vom "Wahlgewinner" kann zu Irritationen führen bei Menschen, die Betrug wittern, wenn der "Wahlgewinner" zwar die "Wahl gewonnen" hat, aber trotzdem nicht regiert, wie es sich jetzt in Mecklenburg-Vorpommern abzeichnet. Es ist absehbar, dass die AfD jetzt kolportieren wird, sie, "die eigentlichen Wahlgewinner" würden jetzt um die Früchte ihrer Arbeit betrogen. Und die Menschen, die die AfD gewählt hatten, würden um die für die AfD abgegebenen Stimmen betrogen. Es wäre für die Demokratie hilfreich, ein wenig sparsamer mit dem Begriff "Wahlgewinner" umzugehen.