Buxtehude-Highlights

  • Im anderen Thread geht es schon um den Unsinn an der im Bau befindlichen Autobahnzufahrt an der Rübker Straße. Hier noch einige weitere Highlights aus der Hase- und Igel Stadt an der Este. Offenbar sind die Lösungsmitteldämpfe nach dem Teppichverlegen im Rathaus noch nicht ganz verzogen.


    Los geht's hier (altes Bild, aber noch aktuell). Wenn man über den Ottensener Weg nach Buxtehude kommt, geht es am Ende maximal kompliziert auf der linken Seite weiter.


    Das ist hier am Ende des Ottensener Weges mit Blick in Richtung der L127. 100m weiter zweigt die Straße "An der Rennbahn" ab, die ins Zentrum führt. Google Maps


    Auch An der Rennbahn soll man auf der linken / falschen Straßenseite rennen und dann hier auf die Fahrbahn wechseln. Wie war das mit der sicheren Querungsmöglichkeit am Ende eines linksseitigen "Radweges"? Und warum nicht von Anfang an / weiterhin auf der Fahrbahn. Im Ottensener Weg gibt es einen alternierenden Schutzstreifen, bergab in Richtung Stadt Mischverkehr.


    Ab hier also wieder auf der Fahrbahn.


    Selbst für Ängstliche sollte das kein Problem darstellen, aber "sicherheitshalber" hat man auch noch den Gehweg für Schleichradler freigegeben. Schneller als Schritttempo geht da ohnehin nicht und vermutlich stand da früher sogar mal ein [Zeichen 241-30] (keine Sorge: Ich bin nur für das Foto kurz rechts ran gefahren)



    Die Rennbahn, in der man nur mit 30km/h rennen darf, mündet am Ende in die Stader Straße, die zum Bahnhof führt. Die nächsten Bilder sind von hier: Google Maps


    Bis dahin [Zeichen 241-30] und dann? Auf der linken Seite auf einmal [Zeichen 240], geradeaus auf dem Angebotsradweg weiterfahren also verboten.


    Aber man kann es auf dem letzten Bild schon erahnen. Aus dem [Zeichen 240] wird plötzlich [Zeichen 239] [Zusatzzeichen 1022-10]. 30m später dürfte man also wieder auf die rechte Fahrbahnseite oder den rechtsseitigen Angebotsradweg wechseln. Vorher ist das verboten.


    Vorher noch ein Blick in die Gegenrichtung und wir sehen auf beiden Seiten blaue Schilder.


    Wenn man gar nicht zum Bahnhof, sondern weiter der Stader Straße folgen möchte, kann man hier wieder zurück auf die richtige Seite.

  • Der Grund für meinen Abstecher nach BXT war ein Artikel im Stader Tageblatt, in dem es um die Buxtehuder Bahnhofstraße ging. Die findet man hier: Google Maps


    Sieht aus wie eine Vorfahrtstraße mit beidseitigen getrennten Geh- und Radwegen (keine [Zeichen 241-30] ), ist aber eine T30 Zone. Das Befahren der Nebenanlagen ist also freiwillig und ich habe das zu Dokumentationszwecken mal ausprobiert (war ja Grusel-Feiertag).


    Sofort sind mir die vielen Halloween-Geister auf Fahrrädern aufgefallen. Auch das Tageblatt schrieb in dem Artikel von Gehwegen, die auf beiden Seiten in beide Richtungen befahren werden dürfen.




    Dürfen sie aber gar nicht, weil nirgends ein [Zusatzzeichen 1022-10] steht, das das erlauben würde. Dafür gibt es aber dieses...


    ...und jenes.


    Offenbar glaubt also auch die Buxtehuder Verkehrsbehörde, dass man dort nicht nur an Halloween legal geisterradeln darf.

  • Überhaupt scheint man es in Buxtehude für eine geile Idee zu halten, "Radwege" immer in beide Richtungen zu benutzen. Wenn man sie schon bezahlt hat, soll es sich ja auch lohnen und daher auch meistens mit Zwangsbeglückung.


    Hier ein weiteres Beispiel aus der Harburger Straße Google Maps


    Auf den Premiumwegen gibt es in regelmäßigen Abständen (vermutlich auch nicht nur an Halloween) diese gruseligen Schädelspalter.


    So kann man die Leute auch erziehen, immer mit Licht zu fahren.

  • Und zum Schluss noch ein paar Kuriositäten


    Fahrradstraße für Kfz und Anlieger frei. Anlieger dürfen dort also nicht nur fahren sondern auch reiten, alle anderen dürfen fahren, womit sie wollen. Toll!


    Fußgänger rechts, Radfahrer in die Tiefgarage


    Radfahrer sind auf dem Deich an der Leine zu führen?


    Mission impossile. Im Hintergrund fügt sich die A26 dezent in die Landschaft ein. <X

  • Wenn das Personal einfach nur ausgelastet wäre, würde man sich über konstruktive Hinweise freuen. Ich glaube aber, dass sich die StVB in BXT eher dagegen sträubt und sich dafür lieber noch mehr Arbeit einfängt. Nach meinem ersten Eindruck ein typischer Fall von "Radfahrer interessieren uns einen Scheixx".


    Das Problem ist immer auch das Verkehrsklima, das mit diesem ganzen Unsinn erzeugt und am Leben gehalten wird. Es gibt in solchen Städten nur eine ungeschriebene Regel, die alle verinnerlicht haben: Radfahrer haben auf der Fahrbahn nichts zu suchen und können ansonsten bleiben wo sie wollen.


    Geisterradeln? Kein Problem!

    Gehwegradler? Kein Problem!


    Aber T30 Zone mit Radwegen und Piktogrammen, die den Eindruck erwecken, dass man darauf in beiden Richtungen fahren darf. Wen wundert es, dass da viele falsch herum und nur wenige auf der Fahrbahn fahren? Geisterradeln ist ja auch sonst in Buxtehude behördlich erwünscht.


    Dazu noch die Polizei, die schreibt, dass es "nur" 27 Unfälle gegeben hat und dass das nicht auffällig sei. Muss wohl immer erst jemand sterben, bevor man solche offensichtlichen Missstände beseitigt.