Umbau der Steinstraße

  • Direkt vor meiner Arbeitsstätte, die ich momentan pandemiebedingt eher selten aufsuche, wurde in den letzten Monaten die Steinstraße mit, nun ja, neuen Radverkehrsführungen ausgestattet und für den Kraftverkehr in einer Fahrtrichtung gesperrt. Ich halte das insgesamt für eine nicht so ganz ausgereifte Lösung und will, sofern es meine Zeit zulässt, hier noch mal ein paar Fotos fallen lassen.


    Bis dahin fange ich aber mit diesem Schnappsschuss von Twitter an. Der Kraftverkehr hat dort ohnehin seine liebe Not, aber das ist mir dann doch noch nicht passiert:


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  • Oh da kann ich ja mal wieder Schleichwerbung für meinen Youtube-Kanal platzieren.

    Ich bin da kurz nach dem ersten Umbau durch (Link zu Youtube). Inzwischen fahren wieder Busse durch die Mönckebergstraße, da weiß ich nicht ob man in der Steinstraße noch was geändert hat, in jedem Fall wurde die anschließende Domstraße auch mit breiten Radfahrstreifen ausgestattet.

  • (Link zu Youtube)

    Ah, schön.


    Bei 12:16 kann man sich schön mit dem Kraftverkehr streiten, ob das hier wohl § 10 StVO wird oder ein Reißverschlussverfahren oder § 1 StVO. Gegenüber dem Busverkehr würde ich das nicht unbedingt versuchen.


    Gleich danach bei 12:27 wird die Radverkehrsführung in die Straßenmitte verlegt. Da soll ich dann also mit dem Rad rüber in die Mitte, was insbesondere dann toll ist, wenn ich zusammen mit einem Bus an der roten Ampel stehe und der beim Umschalten auf grünes Licht noch überholen möchte, weil er nicht hinter einem lahmen Faltrad zur Bushaltestelle schleichen möchte.


    Das Fahren in der Straßenmitte ist auch direkt zum Abgewöhnen, denn während rechts der Busverkehr seine Haltestelle ansteuert, kommen einem direkt links Busse entgegen, man fährt dann also in einer etwa 1,8 Meter breiten Gasse zwischen hin und her fahrenden Bussen. Finde ich auch mit etwas mehr Erfahrung auf dem Sattel nicht geil.


    Dann 12:40. Hier ist die Fahrbahnmarkierung mittlerweile durchlässig, damit Kraftverkehr aus der Gegenrichtung hier links abbiegen kann. Hier hatte schon mal ein Transporter einen Bus gerammt in Folge dieser aberwitzigen Abbiegemanöver ohne Schulterblick. Auf dem Rad wird man an dieser Stelle insbesondere bei der so genannten tiefstehenden Sonne in der Winterzeit gerne mal nicht wahrgenommen.


    Die Barrieren bei 13:07 sind inzwischen fort, dafür wurden die gelben Drempel weiter bis in den nächsten Abschnitt verlegt. Dort wurden sie so oft von den Bussen kaputtgefahren, bis die Hälfe nun wieder entfernt wurde.


    Rechts davon ist auch noch die neue Bushaltestelle namens „Petrikirche (Mö)“ zu sehen, die eine besonders innovative Zuflussregelung hat. Damit die Dieselmotoren nicht den Kindergarten einstinken, sollen dort nur zwei Linienbusse halten, weswegen ein Bediensteter der Hamburger Hochbahn unten an der Ampel steht und die Busse aufstoppt. Das Problem hat sich mittlerweile allerdings durch die Rückverlegung einiger Buslinien in die Mönckebergstraße erledigt.


    Der Rest der Strecke ab 13:14 wurde auch neu gemacht und es ist halt alles so… halbgar und unausgereift, als ob das wieder vorschnell dorthingebaut wurde.

  • Der Rest der Strecke ab 13:14 wurde auch neu gemacht und es ist halt alles so… halbgar und unausgereift, als ob das wieder vorschnell dorthingebaut wurde.

    Man hat das als "Verkehrsversuch" deklariert. Dann muss man das offenbar ja nicht so langwierig planen. Man weiß ja offenbar selber nicht, was die finale Lösung sein soll und wollte das so jetzt erstmal ausprobieren. Deswegen ja, halbgar. Aber besser als vorher ja irgendwie schon.

  • Deswegen ja, halbgar. Aber besser als vorher ja irgendwie schon.

    Das auf jeden Fall, gar keine Frage. Aber wenn man einen Verkehrsversuch durchführt, dann will man doch in der Regel nicht wissen, ob sich die Verkehrsteilnehmer grundsätzlich über § 10 StVO einig sind oder ob sie mit entgegenkommenden Bussen kollidieren. Das sind doch Dinge, die man von vornherein unterbinden könnte.