Radschnellweg Hamburg-Ahrensburg

  • Hallo,


    ich mache mal ein neues Thema auf zum Radschnellweg Hamburg-Ahrensburg.

    Link zur abgeschlossenen Bürgerbeteiligung

    Link zum Artikel im Hamburger Abendblatt


    Die Karte zeigt ganz gut die möglichen Varianten.

    Ich war auf dem Termin zur Diskussion zur Streckenführung dabei.

    In dem Artikel kommt nicht ganz raus, dass die Anbindung an die Veloroute 6 in Volksdorf von den potenziellen Nutzern als nicht sehr sinnvoll angesehen wird, da diese bis Farmsen sehr im Zickzack verläuft und damit kaum attraktiv ist.

    Favorisiert wird von den Nutzern entweder ein Weg ab Volksdorf parallel zur U1 oder Buchenkamp-Meienredder-Mellenbergweg-Ringstraße-Kriegkamp-Veloroute 6, wobei in der Praxis wohl eher entweder der Berner Heerweg oder der Weg parallel an der U1 nach "Am Knill" genommen wird. (weiter dann auf der Veloroute 6 oder durchs Wandsetal).


    Einige möchten zwischen Wulfsdorf und Ahrensburg West einen Weg an der U1 (ich eigentlich auch), wobei dies aus Naturschutzgründen und Kostengründen eher schwierig wird (daher kann ich mit der Trasse "Wulfsdorfer Weg" auch leben).

    Der Wulfsdorfer Weg ist eigentlich ideal, so hat dieser außerhalb Ahrensburgs bereits ca. 4m Breite, müsste nur noch asphaltiert werden. Nur: "Es passt nicht, wenn dort plötzlich Radfahrer mit 30 Kilometer pro Stunde durchrasen.“ (Im kreuzenden Bornkampsweg müssen die Autos dagegen mit Tempo 30 schleichen...).

    Relativ einig war man sich, dass der Wulfsdorfer Weg ab "Am Scharberg" entlang der U-Bahn bis Buchenkamp verlängert werden muss. Das wäre neben einer Asphaltierung der Verbindung dann tatsächlich ein großer Gewinn bei kleinem Aufwand.


    Innerhalb Ahrensburg ist am Wulfsdorfer Weg leider kein 4m breiter Radweg realisierbar. Echt doof....

    Natürlich quatsch, man kann einfach auf der Fahrbahn fahren. Die Fahrbahn ist breit genug und so wenig Verkehr, dass dort selbst die obligatorische Benutzungspflicht der Holperradwege in Dooringzone aufgehoben werden soll.


    In Ahrensburg wird es nur eine Radschnellwegtrasse geben, die Ahrensburger Velorouten werden aber als Zuführung dienen und weiter ausgebaut werden. (Status quo: ein 5 Jahre altes "Radverkehrskonzept" und 250m gepflasterter Radweg durch einen Grünstreifen)


    Ich habe ein wenig Hoffnung, dass das wenigstens mal ein "bisschen" ordentliche Radverkehrsführung nach Ahrensburg bringt. Das bisherige Veloroutenkonzept ist eher eine Sammlung von Strecken wo man gezwungener Maßen halt so einigermaßen mit dem Rad lang fahren kann. Wer sich das Elend anschauen möchte, darf gerne am Samstag, 18.5.19, 11 Uhr zur 1. Ahrensburger Fahrraddemo des ADFC kommen (Treffpunkt Rondeel)

  • Hallo,

    jetzt gibts die Machbarkeitsstudie.

    Sitzungsdienst Ahrensburg unter TOP 11.

    Direkt zu den Steckbriefen der Abschnitte mit Fotos

    Direkt zur Machbarkeitsstudie

    Direkt zur Vorzugsvariante in Ahrensburg


    Fazit: Schön, dass es weiter geht. Negativ: 2027. Vielleicht.

    - Asphaltierung Wulfsdorfer Weg zwischen "Am Haidschlag" und Bornkampsweg. Alta. 6 Jahre um da ein wenig Asphalt raufzukippen. Mannomann.

    - Ahrensburger Weg in Volksdorf wird asphaltiert, vorher Kopfsteinpflaster

    - Optimierung Immanuel-Kant-Str. bis Lübecker Straße in Ahrensburg. Das finde ich schon eine gute Sache.


    Und in Volksdorf soll die Claus-Ferck-Straße zumindest neben der U-Bahn "Autofrei" werden.


    Es wird kein einziger Meter Weg neu gebaut. Dabei hätte man den Ahrensburger Wulfsdorfer Weg gut bis U Buchenkamp verlängern können (Variante A1a1)


    In Ahrensburg ist die Routenführung ziemlich Zickzack. Wenn man von der Hamburger Veloroute 6 kommt ist man das aber ja auch gewohnt.

    RSW+Veloroute 6 sind 3,5km länger als der direkte Weg von Ahrensburg Beimoorweg bis Hamburg Hbf.


    In Ahrensburg wollte man einfach nicht über den Wulfsdorfer Weg Mapillary. Da ist halt "Verkehr". Da kann man mit dem Fahrrad natürlich nicht lang.

    Naja, ich bin mal gespannt, wie es weiter geht. Klar ist: Deutlich schneller wird die Verbindung nicht.

  • Die Planung haut einen jetzt nicht vom Hocker, steigert aber auf jeden Fall die Attraktivität.


    Das gute ist, jetzt (bzw. im Sommer) können die Fahrradstraßen ja rechtlich problemlos angeordnet werden... (und stehen nicht zur Frage wie es noh in den Steckbriefen hieß...)

  • Ich habe die Trasse mit den einzelnen Führungsformen der Übersichtlichkeit halber mal in einer Karte dargestellt:


    KARTE


    Eins steht schon mal fest: Das wird kein Radschnellweg nach internationalem Standard. Die einzelnen Maßnahmen verbessern zwar die Stellen dort, es fehlt aber irgendwie ein zusammenhängendes Konzept...

  • Danke. Auf Seite 64 der Machbarkeitsstudie ist so eine Karte auch ;)


    Für mich hat das einfach nichts von "Radschnellweg". Weder eine exklusive Infrastruktur noch überhaupt mal einen Meter Neubau. Einige Straßen davon hätten sowieso saniert werden müssen. Ich hoffe, dass zumindest das Rechts- vor Links weitgehend wegfällt.


    Allein auf Seite 57 der Knotenpunkt Lübecker Straße / Ostring. Das ist für mich Status quo und überhaupt keine Verbesserung. Man könnte auch die Brücke über die Hunnau unterqueren (so wie das heute durch 2 Wanderwege eh schon passiert, man müsste halt nur eine Brücke unter der Brücke bauen), dann müsste man auch nicht mehr über die Lübecker Straße und hätte nicht das Problem, dass genau diese Brücke oben für den RSW eigentlich zu schmal ist.