Beiträge von Fahrbahnradler

    Diese StVB möchte vermutlich den von links kommenden Autofahren, die rechts in die einmündende Straße abbiegen wollen, die Konfrontation mit Radfahrern, die aus der Einmündung kommend (unerwartet?) nach links abbiegen, ersparen.

    Diese StVB weiß vermutlich, dass ihre Handlungsempfehlung gaga ist: Wo soll man absteigen? Auf der Fahrbahn der einmündenden Fahrbahn? Vor den Autos, die da vielleicht schwungvoll bis über den roten Streifen rüber an die Hauptstraße heranfahren wollen? Und wo sollen die 2 Meter sein, die man da schiebt? Ist gemeint: Man steigt ab, dreht das Fahrrad um 90 Grad nach links, sitzt auf (immer noch vor der Motorhaube des nachfolgenden Autos) und radelt nach links?

    Das sind Themen und Tonarten, die in den letzten Jahren beinahe unbemerkt von rechts in die Mitte der Gesellschaft gesickert sind.

    An dieser Stelle ein sarkastisches "Das habt ihr gut hinbekommen" an die Öffentlich-Rechtlichen, die den entsprechenden Themen in den letzten Jahren gerne und viel Raum eingeräumt haben (mit einschlägigem Teilnehmerkreis), während ganz andere, reale und relevante Themen untergebuttert wurden.

    Eine Stadt unterhält ein Theater (auf Kosten aller), aber der engagierte Künstler wird im wesentlichen von Eintrittsgeldern bezahlt. Und so will ich das auch für den ÖPNV. Und dann kommen nicht €49 raus.

    Also wenn Du so herangehst, müsstest Du beim ÖPNV sagen: "Der Staat finanziert die Kosten der Trassen, der Haltestellen, der Fahrzeuge incl. Sprit und Instandhaltung, aber die Busfahrerin und der Ubahn-Fahrer werden im Wesentlichen von den Fahrkarteneinnahmen bezahlt".

    Hm. Dann sind 49 Euro eher noch zu viel :)

    Nur funktioniert das natürlich nicht so gut, wenn man sich in Etikettenschwindel übt und etwas Stadt nennt, aber dann endlosen Flächenfraß in Form von freistehenden Häusern meint.

    Die Einwohner von Othmarschen, Nienstedten, Hochkamp, Sasel, Ohlstedt, Duvenstedt und so weiter müssen jetzt sehr tapfer sein. ;)

    Na klar, die Finanzierung der Infrastruktur ist die Aufgabe des Staates bzw. Länder und Kommunen. Aber der Betrieb des ÖPNV sollte sich doch zumindest einigermaßen von den Nutzern finanzieren. Mit dem Billigticket wird das nicht funktionieren, sondern noch defizitärer werden. Es wird immer Menschen geben, die mehr oder weniger profitieren, aber es sollte in einem Staat Konsens sein, dass dies nicht übertrieben wird.

    Da haben wir des Pudels Kern.

    Glasfaser zum Gehöft in der Pampa legen? Aufgabe des des Staates bzw. Länder und Kommunen.

    Straßen ins Dorf bauen? Aufgabe des Staates bzw. Länder und Kommunen.

    Stromleitungen bis ins hinterste Dorf legen? Aufgabe des Staates bzw. Länder und Kommunen.

    Wasserleitungen bis ins hinterste Dorf legen? Aufgabe des Staates bzw. Länder und Kommunen.

    Auch noch das letzte Gehöft an die Kanalisation anschließen? Aufgabe des Staates bzw. Länder und Kommunen.

    Briefe für 85 Cent nicht nur von Hamburg nach Hannover, sondern auch vom Gehöft im Hochschwarzwald zum Strandhotel auf Norderney befördern? Aufgabe des Staates bzw. Länder und Kommunen.

    Aber jede Stunde einen Bus durchs Wendland schicken? Iiiiiiih, Teufelszeug, niemals gehört das zur Daseinsvorsorge! Das sollen die Nutzer selber zahlen, aber total gerecht je nach Aufwand!

    Ach übrigens:

    ab dem 6. Geburtstag benötigen Kinder ein eigenes Deutschland-Ticket, egal ob sie alleine oder mit Eltern unterwegs sind. Kostenlose Kindermitnahme ist gestrichen.

    Studis mit Semesterticket erhalten das Deutschland-Ticket gegen Zahlung der Differenz, erhalten also keinen Rabatt.

    Zumal solche pauschalen Aussagen einfach falsch sind. Meine Frau wartet sehsüchtig auf das 49€ Ticket. Es halbiert ungefähr ihr monatlichen Kosten allein für den HVV. Zusätzlich kann sie es nutzen wenn wir mal meine Eltern in Meck-Pomm besuchen.

    Dito. Auch ohne Eltern in Meck-Pomm. Ich verzweifle bei Verwandtenbesuchen am Heilbronner Tarifchaos, weil die keine tauglichen Pläne haben. Und nicht mal in der Geschäftsstelle des Verbundes konnte man die Preisfindung erklären.

    Was für eine Ampel soll das in München gewesen sein? Vielleicht links von der Impler- in die Alramstraße abgebogen und dabei "indirekt" über die Fußgängerampel anstatt mitten auf der Fahrbahn den Arm links rauszuhalten?

    Man muss sich auch immer wieder wundern, mit welchem Verfolgungseifer manche Polizistinnen und Polizisten sich auf "leichte Beute" stürzen. Wer impft denen sowas ein?

    Zitat

    „Ein ablehnendes Votum der Polizei ist zwar nicht bindend. Unser Sachbearbeiter könnte sich auch darüber hinwegsetzen, müsste dann aber selbst für die Entscheidung haften. Das wollen wir jedem Mitarbeiter ersparen“, erklärt Anders-Granitzki das langsame Prüftempo für Poller. „Und wenn ein Bürger gegen die Sperren klagt, wäre ein Negativurteil der Polizei vor Gericht nicht förderlich. Wir sollten lieber jetzt Zeit investieren und Konsens herstellen, als später rechtliche Probleme zu heilen.“

    Anstatt diesen renitenten Autofetischisten in Uniform einen Einlauf zu verpassen ...

    Irgendwie wundert man sich, dass einem dieser makabre Humor nicht im Hals steckenbleibt ...

    Aber ich bin da vorbelastet: ich bin 5 km von "Camp Redleg" entfernt aufgewachsen,

    H-Texte | Atomwaffen A-Z

    und wenn da einer auf den roten Knopf gedrückt hätte, dann wäre 3 Minuten später alles vorbei gewesen.

    Zum Glück ist da nur eine Pershing wegen elektrostatischer Entladung explodiert und vorher mal eine auf einer öffentlichen Straße vom Laster gefallen ...