Beiträge von Fahrbahnradler

    Bildunterschrift:

    »Viele Radfahrer bringen sich auf dem Bürgersteig in Sicherheit«

    Viele ... bringen sich vor Gewitter auch unter einem Baum in Sicherheit.

    Und auf dem Foto sieht man sogar eine Einmündung von rechts, nicht einsehbar.

    Du meinst: die hier?

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    Ich habe mir jetzt notiert: "Jeder Bürger bekommt einen Strafzettel, wenn er falsch parkt".

    Dann nehmen wir ihn beim Wort.

    Hoffentlich sagt er das auch seinen Polizeibehörden und den Datenschutzbeauftragten, damit Opfer von Falschparkern, die dafür sorgen möchten, dass zumindest bei behinderndem Falschparken Strafzettel verteilt werden, nicht angeklagt werden.

    Im Gegenteil: Schockierend wäre es, wenn die Polizei ohne weitere Ermittlungen öffentlich erklärt, wer im Recht war und wer nicht.

    Das tut die Polizei übrigens sehr häufig, wenn sie sowas wie "Autofahrer hat übersehen", "Autofahrer war von der Sonne geblendet", "Radfahrer fuhr auf Gehweg" oder "Radfahrer fuhr über den Fußgängerüberweg" schreibt - obwohl der tote Radfahrer der Schutzbehauptung des Autofahrers nicht mehr widersprechen kann und es sich in Wirklichkeit um [Zeichen 240] oder [Zeichen 241-30] mit entsprechender Furt handelte.

    Du wirst sicherlich jedesmal mit derselben Vehemenz gegen solche einseitigen Darstellungen vorgegangen sein, nicht wahr?

    Ich weise darauf hin, wie Fremdwörter bzw. fremdsprachliche Begriffe behandelt werden.

    Meine Auffassung ist: Wenn ein solches Wort im Plural behandelt wird wie ein deutsches ("er hat zwanzig neue Follower" statt "followers", dann muss man es auch mit einem -in ergänzen, wenn es um eine Frau geht. Wie soll man es denn sonst sagen?

    a) "Erika Schulz ist meine neueste Followerin"

    b) "Erika Schulz ist meine neueste Follower"

    c) "Erika Schulz ist mein neuester Follower"

    d) "Erika Schulz ist mein*e neueste*r Follower*in"

    a) ist grammatikalisch und semantisch korrekt, wobei die Formulierung offenlässt, ob nach ihr noch Menschen sich registriert haben, die sich nicht als Frau definieren

    b) ist grammatikalisch falsch

    c) ist das, was Sabine Mertens und Christoph Ploß und der AfD vorschweben. Da wir aber 2023 schreiben und nicht 1973, würde ich fragen, ob das ein Tippfehler ist und der Vorname in Wirklichkeit Erik lautet

    d) ist Genderdeutsch und optisch eine Zumutung, aber bisher gibt es nichts Besseres, was niemanden ausschließt.

    Weil Du nach Genus fragst: ich erinnere mich noch gut an eine launige Unterhaltung in jungen Jahren, als eine Bayerin und ich in Odeceixe/Algarve überlegten, ob es im Deutschen "der Beach", "die Beach" oder "das Beach" heißen müsse.

    Irgendwann kam dann Ferrero mit der/die/das Nutella, und in meinem jetzigen Zweitberuf wird erwartet, dass ich so etwas schreibe wie "Der Partido Sozialista Obrero Español" oder "Le Parti Socialiste", weil es im Spanischen "el partido" bzw. im Französischen "le parti" heißt. Genauso "Der Banco Central hat die Zinsen erhöht". Das stößt an Grenzen - wenn man 1000mal "Die Tour de France" und "der Tour Eiffel" hört, dann kann man schon mal vergessen, dass es "le tour de France", aber "la tour Eiffel" heißt. Ach ja, und "der Algarve" - "o Algarve" im Portugiesischen, "al-gharb" im Arabischen ("der Westen").

    Was verwendet man/ihr eigentlich bei englischen Begriffen wie "Follower" ? Würdet Ihr da "Follower*innen" nehmen?

    Sobald das Wort einen deutschen Artikel bekommt, wird es behandelt wie ein deutsches Substantiv. Beispiel: Manager, Camper, User. "Das Gehalt des Managers" ... und eben auch "Petra ist die Followerin mit den meisten Postings".

    Wird umgekehrt genauso gemacht:

    "12 of the most beautiful kindergartens around the world"

    Und nicht "the most beautiful kindergärten of the world"

    Dabei hast Du noch eines nicht erwähnt:

    Zitat

    Sofern nicht anders vermerkt, werden abhängige Beschäftigungsverhältnisse aller Wirtschafts­abschnitte und Unternehmens­größen in die Berechnung einbezogen, ausgenommen die Wirtschafts­abschnitte "Land- und Forstwirtschaft, Fischerei", "Öffentliche Verwaltung, Verteidigung; Sozial­versicherung", "Private Haushalte mit Hauspersonal" und "Exterritoriale Organisationen und Körper­schaften" sowie Unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten.

    Von den 41,7 Millionen abhängig Beschäftigten sind damit 5,2 Millionen Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes mit einem GPG von 0,00 % gar nicht erfasst! Die 7 % beziehen sich also auf nur 36,5 von 41,7 Millionen - und da der Rest 0 % einbringt, ergeben sich für die Gesamtheit der abhängig Beschäftigten nur noch 6,1 % als bereinigter GPG.

    Und da haben wir noch nicht damit begonnen, die Überstunden-, Sonntags- und Nachtzuschläge herauszurechnen, die bei Männern mit ihrer höheren Vollzeitquote stärker zu Buche schlagen als bei Frauen.

    Vater und Sohn verunfallen bei einer gemeinsamen Ausfahrt mit dem Auto. Der schwerverletzte Sohn wird in den OP-Saal geschoben. Der Chirurg erschrickt und sagt: "Ich kann nicht operieren, dass ist mein Sohn!"

    Das Beispiel stammt ja aus dem Englischen. Da steht "the" und ein geschlechtsneutrales Nomen. Im Deutschen funktioniert das nicht, denn da muss "die Chirurgin stehen" und nicht "der Chirurg".

    Es gibt allerdings eine Ausnahme. Jemand wie Sabine Mertens, das Aushängeschild der Genderverbot-Petition, bezeichnet sich auf der Website des Vereins Deutsche Sprache (den man wegen der politisch-kulturellen Ausrichtung eigentlich mit rollendem r sprechen und mit "oi" statt "eu" schreiben müsste) als Mann, denn da steht: »Sprecher«.

    Das ist die Hardcore-Rollback-Fraktion. Frauen sollen sich als »Kaufmann« oder »Lehrer« bezeichnen statt als »Kauffrau« bzw. »Lehrerin«.

    Gibt es in Jena eigentlich Stellen, wo [Zeichen 220-20] [Zeichen 251] [Zeichen 253] [Zeichen 254] [Zeichen 260] oder ein Schild für "Autobahn", "Kraftfahrstraße" erst wenige Meter hinter der Einmündung stehen? Sodass man also bis zu diesem Schild fahren dürfte und dann überlegen muss, wie man da wieder rauskommt? Wenden? Rückwärts fahren? Kann bei BAB teuer werden ...

    Ich könnte jetzt als weiteres Kriterium vorschlagen: "HSV" / "St. Pauli" oder "Hertha" / "Union" ... aber Scherz beiseite, ich habe mich immer wieder geärgert, wenn auf amtlichen Schreiben eine Person nur mit ihrem Nachnamen und vielleicht dem Anfangsbuchstaben des Vornamens aufgeführt ist. Was soll ich dann schreiben? Meine Notlösung war bisher immer, trotz Namen "Sehr geehrte Damen und Herren" zu schreiben.

    Dann habe ich es mit ziemlich vielen Studierenden zu tun. Ich bekomme Mails mit Namen, von denen ich nur erahnen kann, woher sie stammen, und bei denen ich keinen blassen Schimmer habe, ob Mann oder Frau oder sonstwas dahintersteckt. Das geht sogar mit europäischen Namen - Andrea, Dominique, Kim ...

    Von Viktor Lazlo und George Sand ganz zu schweigen ...

    Alles eine Nummer kleiner, aber anders als in den von Malte beschriebenen Vorfällen, war es in Jena kürzlich keine Überforderung seitens der Polizei, dass die jährlich "große" Fahrrad-Demo motorisierte Begleitfahrzeuge bekam, sondern angeblich so vom Ordnungsamt gefordert und von der Polizei umgesetzt.

    ...

    Interessanterweise ist der in der Zeitung erschienene, ausführliche Artikel diesbezüglich nur stark verknappt und ohne Erwähnung der kleinen Planänderung als Online-Text zu finden:

    https://www.tlz.de/regionen/jena/…d238862967.html

    Der Beitrag in der TLZ vom 6. Juli 2023 ging mehr ins Detail:

    Wo hat dieses Ordnungsamt eigentlich seine Vorbilder? In Tiflis?