Beiträge von Fahrbahnradler

    Anstrengend dürfte ein Mensch "aus dem autistischen Spektrum" (siehe Greta Thunberg) vor allem für diejenigen sei, die daran gewohnt sind, qua Amt freihändig entscheiden zu können, was nun gilt oder nicht. Der eingeschüchterte Bürger, der vielleicht auch dieses "der Klügere gibt nach" oder "gegen die da oben kannst Du doch nichts machen" verinnerlicht hat, folgt dann brav-resigniert, aber jemand aus dem genannten Spektrum, der weiß, dass 2x2=4 ist, wird sich einer Autoritätsperson, die behauptet 2x2=5, nicht beugen.

    Wenn jemand wissen möchte, woher die Hierarchie

    SUV / Benz / BMW / großer Audi

    Mittelklasse

    Kleinwagen

    ...

    Fahrrad

    Fußgänger

    stammt:

    Zitat

    „Der leere Wagen soll dem beladenen, der wenig beladene dem schwer beladenen ausweichen. Der Berittene soll einem Fuhrwagen und der Fußgänger einem Berittenen ausweichen.“ So steht es in der ersten Straßenverkehrsordnung, die zwischen 1220 und 1235 von Eike von Repgow im Sachsenspiegel niedergeschrieben wurde.

    Reisen im Mittelalter: 7 erstaunliche Fakten
    Millionen von Menschen waren im Mittelalter täglich unterwegs: Pilger und Studenten, Boten und Vagabunden, Kaufleute und Könige. Doch wie genau reiste man in…
    www.nationalgeographic.de
    POL-Pforzheim: (PF/Enzkreis) Pforzheim/Neuhausen - Demonstration von Fahrradfahrern am Faschingssonntag - Erhebliche Verkehrsbehinderungen erwartet
    Pforzheim/Neuhausen (ots) - Bei einer Versammlung von Fahrradfahrern am kommenden Sonntag (11. Februar) muss mit erheblichen Verkehrsbehinderungen in Pforzheim…
    www.presseportal.de

    und

    POL-Pforzheim: (PF/Enzkreis) Pforzheim/Neuhausen - Angemeldete Versammlung mit störungsfreiem Verlauf
    Pforzheim/Neuhausen (ots) - Das Polizeipräsidium Pforzheim zieht ein insgesamt positives Fazit hinsichtlich des Verlaufs der Demonstration von Fahrradfahrern.…
    www.presseportal.de
    Zitat

    Im Verlauf des Aufzuges soll sich ein an einer Kreuzung wartender Autofahrer zwischen die Versammlungsteilnehmer gedrängt haben, eine strafrechtliche Relevanz wird geprüft.

    ...

    Gegen 15:45 Uhr wurde die Hauptversammlung, an der in der Spitze rund 500 Fahrradfahrer teilnahmen, weitestgehend ohne Zwischenfälle beendet.

    »soll sich« bedeutet wohl, dass die Polizei weggeguckt hat und nur diese Aktivisten irgendwas erzählen.

    Und ein möglicherweise strafrechtlich relevanter Vorfall plus weitere Zwischenfälle (es lief ja nur "weitestgehend", nicht "völlig" ohne Zwischenfälle gerinnen in der Schlagzeile zu:

    Zitat

    Angemeldete Versammlung mit störungsfreiem Verlauf

    Der taz-Gastautor nennt aber auch keine konkrete Maßnahme.

    In der Analyse stimme ich ja mit ihm überein: die ÖR-Talker*innen haben die Faschos groß und mächtig werden lassen, weil rauf und runter ihre Themen diskutiert wurden (selbst wenn keiner von ihnen eingeladen war).

    Und wir wissen mittlerweile, dass man ein Schachspiel gegen einen orangenen Affen, der die Figuren umschmeißt und sich zum Sieger erklärt, nicht gewinnen kann; die AfD braucht 10 Sekunden für eine Lüge, und wenn man dann anfängt, sie in 10 Minuten zu widerlegen, kommen die mit der nächsten Lüge bzw. sagen einfach "das stimmt nicht" (vergleichbar dem Phänomen, dass als Antwort auf den Radfahrer "das da rechts ist kein Radweg, sondern ein Gehweg" einfach gebrüllt wird "Raaaaadweeeeg").

    Hat eigentlich eine*r dieser Talker*innen jemals einen AfD-ler konfrontiert, also gefragt: "Wie kommen Sie da drauf? Woher haben Sie das? Welche Quellen haben Sie?" (Unseren Quellen glauben die eh nicht, also fordern wir doch mal ihre Quellen.) Und das machen die dann bitte so lange, bis die Faschos entweder aufgeben oder man ihnen das Mikro entzieht mit dem Argument: "Sie wissen genau, dass Sie lügen, und damit ist jetzt Schluss".

    Und vielleicht braucht es auch mal jemanden, der die ankoffert "Haben Sie zuhause Mein Kampf im Regal? Nein? Sie klingen aber so!"

    Zitat

    Noch im Pforzheimer Stadtgebiet gab es nach Angaben der Veranstalter zwei Zwischenfälle. Dabei hatten Autos den Demozug durchbrochen. In einem Fall kam es Augenzeugen zufolge zu einem körperlichen Angriff auf einen Ordner.

    Und? Fahrer aus dem Verkehr gezogen? Waffen beschlagnahmt? Oder hat die Pforzheimer Polizei mal wieder demonstriert, dass sie Radfahrer für Gewürm hält?

    »Verkehrsprobleme«

    Das ist so ziemlich das erste, was der der Polizei zur Gedenkfahrt für Natenom einfällt - und die dpa haut das auch genau so raus.

    Zitat

    In Fahrradkreisen war er bekannt, auch weil er über Gefahren auf der Straße bloggte. Nach dem Tod des Aktivisten «Natenom» planen Radfahrer eine Gedenkfahrt als Demo. Erwartet werden Verkehrsprobleme.

    ...

    Wie schnell sich die Versammlung fortbewegt, lässt sich nach Einschätzung des Pforzheimer Präsidiums nicht abschätzen. Insbesondere auf der Landesstraße 574 auf dem Weg zur Unfallstelle sei mit erheblichen Verkehrsbehinderungen zu rechnen. «Ein Überholen der Versammlungsteilnehmer wird nicht möglich sein.» Da in Neuhausen ein Faschingsumzug geplant ist, raten die Beamten, hierzu möglichst frühzeitig anzureisen.

    Ach ja, und:

    Zitat

    Menschen aus ganz Deutschland würden samt Rädern in Pforzheim erwartet. So sollen nach Polizeiangaben zum Beispiel rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Stuttgart kommen, eventuell auch mehr.

    Also eher 200 als 50. Die Polizei hat es ja auch schon in Hamburg fertiggebracht, aus 180.000 Demonstranten 50.000 zu machen ...

    Ja, ich weiß, dass Hamburg einen schmutzigen Deal mit der Bundesregierung gemacht hat, aber noch ist nicht aller Tage Abend ...

    LOK Report - Hamburg: Geheime Korrespondenz weiter unter Verschluss - Prellbock Altona e. V. zum VET
    Die Dokumente sind so brisant, dass ihre Bekanntgabe den Bau des Verbindungsbahn-Entlastungstunnels (VET) vereiteln würde. Mit dieser Begründung verweigert die…
    www.lok-report.de
    Zitat

    Die Dokumente sind so brisant, dass ihre Bekanntgabe den Bau des Verbindungsbahn-Entlastungstunnels (VET) vereiteln würde. Mit dieser Begründung verweigert die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende die vor mehr als einem halben Jahr beantragte Offenlegung der als streng geheim eingestuften Korrespondenz mit der Bundesregierung und der Deutschen Bahn in Sachen VET, soweit diese in die Amtszeit des heutigen Verkehrssenators Dr. Anjes Tjarks fällt.


    Zitat

    Dazu Michael Jung, Sprecher von Prellbock Altona e. V.: Die beispiellose Informationsverweigerung bei diesem Milliarden-Projekt lässt nur einen Schluss zu: Senator Tjarks wurde vom Verkehrsministerium in Berlin genötigt, sich auf ein Tauschgeschäft einzulassen. Geld für die noch zu den Hamburger Zeiten von Olaf Scholz angeschobenen Pläne für die U5 gibt es aus Berlin nur, wenn der Senat den Bau des von Bundesverkehrsminister Wissing favorisierten VET akzeptiert. Eine Fehlplanung zieht hier eine weitere nach sich. Der Senat muss endlich den Mut aufbringen, sich von den verkehrspolitischen Fehlentscheidungen zu befreien, die auf das Konto von Olaf Scholz gehen. Dazu gehören auch die unsinnige Verlegung des Bahnhofs Altona an den Diebsteich und das Nein zu einer Stadtbahn.

    Zitat

    »Wer herumfragt, bekommt mehrfach die gleiche Antwort – aber niemanden, der sich namentlich zitieren lassen will. „Alle haben ihn gekannt, alle haben ihn gehasst, alle hat er provoziert, alle hat er angezeigt“, sagt ein Rentner, der am Ortseingang von Schellbronn wohnt.

    Mandalka sei kein Märtyrer, sondern ein Provokateur gewesen. Deshalb sei er auch aus Prinzip nicht auf dem Radweg parallel der Straße gefahren, sondern habe den Verkehr auf der Landstraße ausgebremst. Auch den Unfallverursacher und dessen Familie kenne jeder im Ort, ein Mann, der im Ehrenamt engagiert sei und schwer am Geschehen leide, und der Ort mit ihm.«

    Über diese Aussage wird sich der Strafverteidiger des Autofahrers bestimmt nicht freuen.

    Bewaffneter überfällt Kino in Hamburg
    In Hamburg ist ein Kino mit Waffengewalt überfallen worden. Der Täter schoss in die Luft, schnappte sich die Einnahmen und verschwand unerkannt. Er könnte am…
    www.spiegel.de
    Zitat

    Nachdem er sich des Bargelds aus der Kasse bemächtigt hatte, sei er geflohen. Mehrere Streifenwagen suchten nach ihm. Auch ein Hubschrauber war an dem Einsatz beteiligt und kreiste stundenlang über dem Gebiet – vergeblich. Der Mann sei weiter auf der Flucht, ...

    Zitat

    Laut Polizei könnte der Tatverdächtige an zwei weiteren Überfällen am selben Tag beteiligt gewesen sein. Demnach wurde in einem Mehrfamilienhaus in der Nähe ein Paar in einem Treppenhaus mit einer Schusswaffe bedroht. Nach einem kurzen Gerangel seit der Täter auf einem Fahrrad geflohen.


    Zitat

    Laut ersten Erkenntnissen des Kriminaldauerdienstes wurde zudem am Abend ein Café in Eppendorf überfallen. In diesem Fall forderte der bewaffnete Täter von zwei Mitarbeitenden die Herausgabe von Geld. Es sei zu einem Gerangel mit einem 32-jährigen Angestellten gekommen, woraufhin der Räuber einen Schuss mit seiner mutmaßlichen Schreckschusswaffe abgegeben habe. Der Täter sei dann mit dem erbeuteten Bargeld, ebenfalls einem niedrigen dreistelligen Betrag, auf einem Fahrrad geflohen.

    Wenn ich so einen Satz schon lese (aus der Mottenpest):

    Zitat

    Welche zweiten, dritten, ... Erkenntnisse könnte es denn sonst noch geben? Hat die Polizei etwa gesagt: "Nach ersten Erkenntnissen stehen da jetzt Vorfahrtschilder zugunsten der Radfahrerin und keine Ampel, aber wir forschen nochmal nach, vielleicht stand da eine Stunde vorher noch keine Schilder"?

    Und noch was aus der großen weiten Welt der Rechtsprechung - das Kammergericht Berlin sagt: Wenn jemand ein Unrecht erleidet, zum Beispiel diskriminiert wird, dann fällt die Entschädigung / das "Schmerzensgeld" deutlich geringer aus, wenn sich diese Person aufgrund früherer Erfahrungen mit Diskriminierung mit anderen Betroffenen zusammen gegen diese Diskriminierungen organisiert hat. Außerdem muss diese Person die gesamten Prozesskosten bezahlen, obwohl das Land Berlin anerkannt hat, dass die Betroffene im Recht war und Opfer einer ungerechtfertigten Diskriminierung wurde.

    Also wenn man das auf den Verkehr überträgt ... wenn die Eltern eines Wohngebietes seit Jahren Tempo 30 und Holperschwellen oder Diagonalsperren fordern und irgendwann eines der Kinder überfahren wird, dann kommt der Autofahrer billiger davon, weil die Eltern sich "gesellschaftlich engagiert" hatten und ihnen unterstellt wird, sie hätten das Kind in provokativer Absicht von der Wohnung zum Spielplatz geschickt?

    Anklage gegen Greta Thunberg verworfen
    Ermittler warfen Klimaaktivistin Greta Thunberg in London die Störung der öffentlichen Ordnung vor. Der Richter sah für diese Anklage keine Grundlage.
    www.spiegel.de
    Zitat

    Law sagte nun am zweiten Prozesstag, die Bedingungen, die den Demonstranten von der Polizei auferlegt worden waren, seien »so unklar, dass sie rechtswidrig sind«. Deshalb sei es keine Straftat gewesen, sich nicht an die Vorgaben zu halten, sagte der Richter, wie die britische Nachrichtenagentur PA aus dem Gerichtssaal meldete.

    Wieso muss ich jetzt an blaue Beschilderungen in Deutschland denken? :/:D

    Das System "Autobahnnummern in aufsteigender Reihenfolge" gab es vor über 40 Jahren schon beim NDR und dürfte bundesweit üblich sein.

    Die Ansagen sind wesentlich einfacher zu erfassen als das Gequake in der U-Bahn, wenn erst der Zeitraum genannt wird und dann die Linie und der betroffene Abschnitt ... zu diesem Zeitpunkt hat man den Zeitraum (heute? morgen? in sechs Wochen?) schon wieder vergessen.

    Passt nicht unbedingt zum Interview in den BNN mit einem Freund natenoms, der auch den Autofahrer kennt:

    Ob natenom Kameras mitlaufen hatte?

    Glaub im einen Nachruf wird Gegenverkehr erwähnt. Vielleicht hat der geblendet und wird deswegen gesucht ...

    Meine in der Gegend wohnende Schwester, die eine Menge von solchen Strecken kennt, sagte: "Wenn Dir einer entgegenkommt und Dich blendet, was bei Kurven leicht passieren kann, dann musst Du höllisch aufpassen, um einen Radfahrer zu sehen und zu erkennen, wie schnell der fährt."


    Mir kommt dieser Zeugenaufruf auch ungewöhnlich umfangreich vor, und ich kann mir auch keinen anderen Grund als die institutionelle Betroffenheit vorstellen, dass derjenige, der sich über Jahre hinweg am massivsten über unsichere Verkehrssituationen und Infrastruktur für Radfahrer beschwert hat und den man schikaniert hat, anstatt seiner Pflicht nachzukommen, in genau so einer Situation ums Leben gekommen ist, die er vermieden sehen wollte.

    Und vielleicht ... vielleicht gibt es ja bei Polizei und Verwaltung in Pforzheim Leute, die sich bewusst sind, dass die Pforzheimer Exekutive seit dem Fall Harry Wörz einen ganz, ganz dicken Eintrag in der Skandalchronik der Bundesrepublik hat (was so oft beschönigend und entschuldigend als "Justizirrtum" bezeichnet wird, waren/sind ja in Wirklichkeit bewusste Manipulationen von Beweismitteln, Zeugenaussagen und Akten usw.) und man wirklich keinen weiteren Fall gebrauchen kann, bei dem der Verwaltung/Justiz die Haltung "das musste ja mal so kommen, so wie der fuhr" nachgesagt werden kann.