Beiträge von Fahrbahnradler

    Hi
    im Artikel steht was von auf dem Friedhof.
    Ist das ein Friedhof, der wie ein Park angelegt ist ...

    Lassen wir das jemanden erklären, der da liegt: Wolfgang Borchert

    Hamburg!
    Das sind die tropischen tollen Bäume, Büsche und Blumen des Mammutfriedhofes, diese vögeldurchjubelten gepflegtesten Urwaldes der Welt, in dem die Toten ihren Tod verträumen und ihren ganzen Tod verträumen und ihren ganzen Tod hindurch von den Möwen, den Mädchen, Masten und Mauern, den Maiabenden und Meerwinden phantasieren. Das ist kein karger militärischer Bauernfriedhof, wo die Toten (in Reih und Glied und in Lingusterhecken gezwungen, mit Primeln und Rosenstöcken wie mit Orden besteckt) auf die Lebenden aufpassen und teilnehmen müssen an dem Schweiß und dem Schrei der Arbeitenden und Gebärenden - ach, die können ihren Tod nicht genießen! Aber in Ohlsdorf - da schwatzen die Toten, die unsterblichen Toten, vom unsterblichen Leben! Denn die Toten vergessen das Leben nicht - und sie können die Stadt, ihre Stadt, nicht vergessen!

    http://www.mopo.de/home/5066546,5066546.html
    Seit fünf Monaten ist er Hamburgs oberster Verkehrspolizist und Chef von 400 Beamten: Polizeidirektor Ulf Schröder (51). Die MOPO sprach mit dem leitenden Beamten, der seit 31 Jahren bei der Hamburger Polizei ist, über den zunehmenden Radverkehr, sogenannte Selfies (Selbstporträts, d. Red.) am Steuer, eine mögliche Gesundheitsprüfung für alle Verkehrsteilnehmer, zu geringe Strafen für Raser und die Standorte neuer „Superblitzer“ in Hamburg.

    MOPO: Es war der Sommer der Radler. Gefühlt gab es noch nie so viele Radfahrer auf den Straßen. Können Autofahrer und Radler miteinander auskommen in unserer Stadt?
    Ulf Schröder: Ja, sie müssen es und sie können es auch. Gar keine Frage. Die Verhältnisse in der Stadt ändern sich. Der Radverkehr nimmt deutlich zu und das ist auch so gewollt.


    Eher nicht. Ich gehe davon aus, dass damals das Gehwegparken noch nicht verbreitet war, und dies erst später mit dem allseits bekannten "Parkdruck" angeordnet wurde.

    Der Radweg ist zum Glück ein anderer Radweg, ich fahre da eh immer auf der Fahrbahn. Sonst hätte ich schon mal probiert, die Dinger gegen die halbseitige Variante auswechseln zu lassen.

    Wer Leitbaken auf den Gehweg stellt, hat eh nichts verstanden. Fachkräfte? Pfffffff X/
    Du kannst ja mal bei der Straßenverkehrsbehörde anfragen, was die eigentlich angeordnet haben. Das jedenfalls wohl nicht.

    Ich wage mal eine Interpretation: die Gehwegplatten rechts sind derart zugesandet, dass dieser Bereich als Baustelle nicht betreten werden soll. Alle sollen also zwischen rot-weiß links und rot-weiß rechts durch. Natürlich wäre es intelligenter gewesen, die Leitbaken auf die Gehwegplatten zu stellen, um wenigstens die 30 cm Standfußbreite zu gewinnen.

    Beim ersten Bild kann ich kein Problem erkennen, der Radweg auf dem zweiten Bild, von der Kante mal abgesehen, wäre einer, den ich in Deutschland wohl freiwillig benutzen würde.

    Der Streifen auf Bild 1 ist erstens zu schmal und zweitens übersät mit Steinchen.
    Beim Bild 2 kommt es darauf an, wo der Weg hinführt. Aus dem Dorf zum Strand? Wie hoch ist das Fußgängeraufkommen?

    Wenn eine Autofahrerin schreibt, dass Polizisten spinnen (weil sie eine Radarkontrolle durchführen) und sie diese am liebsten mit Eiern bewerfen würde, könnte man meinen, sie sei für den Straßenverkehr nicht geeignet. Mit der Meinung steht man aber ziemlich alleine da:

    Hinrich Lührssen ist dieser durchgeknallte schräge Typ, der in einem Baumarkt, der Werbung mit »25 Prozent auf alles ohne Stecker« machte, sich eine Schlagbohrmaschine aus dem Regal nahm, das Stromkabel durchschnitt und dann an der Kasse die Maschine 25 % billiger haben wollte. Als die Marktleitung das verweigerte, hat er ein Buch daraus gemacht, das mal auf Spiegel online massiv promotet wurde. Die Kommentare waren ziemlich vernichtend.

    Leider unklar, an welcher Stelle des Krohnstiegs ? Könnte z.B. die Ausfahrt aus dem Parkhaus des Einkaufscenters sein. Ob bei der Ausfahrt auf querenden Radzweirichtungsverkehr hingwiesen wird?

    Die Polizeimeldung macht einen auch nicht schlauer:

    »Die Radfahrerin kam aus Richtung Swebenweg und fuhr in Richtung Tangstedter Landstraße.«
    Wenn da gestanden hätte »aus Richtung Langenhorner Chaussee« oder »aus Richtung Reekamp«, dann hätte ich auf die Ausfahrt gegenüber getippt.

    Es geht um unsere Freunde von der motorisierten Fraktion – auch die leiden erstens unter rücksichtslosen Autofahrern, zweitens unter einer tatsachenverdrehenden Schlagzeilenpresse und drittens unter einer Polizei, die … aber lest selber:


    Was erwartet man, wenn man liest »Unfälle« mit »Bikern«, worauf die Polizei »Kontrollen« einführt? Easy Rider? Sturzhelm am Ellbogen und Bierdose am Lenker? Tempo 180 auf der Mö?

    Und dann dies:
    »Am Freitagnachmittag verunglückten in Rissen zwei Motorradfahrer (56, 60). Sie waren auf der Sülldorfer Landstraße stadteinwärts unterwegs. An der Einmündung Sülldorfer Brooksweg hielten sie bei roter Ampel hinter einem Pkw an. Ein nachfolgender Audi-Fahrer (69) fuhr ungebremst auf die Biker auf. Die beiden Motorräder stießen zusammen, verkeilten sich ineinander und wurden auf den vor ihnen stehenden Audi geschoben. Der 60-jährige Suzuki-Fahrer erlitt schwere, die 56-jährige Harley-Fahrerin leichtere Verletzungen. Sie wurden in ein Krankenhaus transportiert. Der 69-jährige Autofahrer blieb unverletzt. Er gab an, unaufmerksam gewesen zu sein.«

    Und 3 Stunden später das:
    »Ein VW-Transporter-Fahrer (26) hat beim Abbiegen einen Harley-Fahrer (55) übersehen. Der Biker krachte gegen den Transporter und schwebt in Lebensgefahr. Auf der Straße Kornweide war der VW-Fahrer in Richtung Stillhorner Weg unterwegs, der Biker kam ihm entgegen. An der Kreuzung zur Otto-Brenner-Straße wollte der Autofahrer nach links abbiegen. Dabei übersah er die Harley-Davidson. Der Biker stieß derart heftig mit dem Fahrzeug zusammen, dass die Gabel samt Vorderreifen abriss. Der Motorradfahrer schleuderte zu Boden und erlitt schwere Kopf-, Brust- und Wirbelsäulenverletzungen – akute Lebensgefahr! Von einem Notarzt begleitet wurde er in ein Krankenhaus gebracht. Der Kleinlaster-Fahrer verletzte sich leicht. Er stand nach der Kollision unter Schock. Warum er den Biker übersah, ist unklar.«

    (Kleine Anmerkung: Beide Autofahrer fuhren nach Osten, hatten also die Sonne im Rücken. Diese Ausrede zählt also nicht.)

    Den Tiefpunkt setzt die Polizei:
    »Wegen der vielen Unfälle richtete die Polizei am Sonnabend eine Kontrollstelle ein und führte dabei Präventionsgespräche mit den angehaltenen Bikern durch.«

    Kontrolle und Präventionsgespräche!!! Nicht etwa bei bzw. mit den unaufmerksamen, dösbaddeligen, möglicherweise SMS tippenden oder Kuchenrezepte austauschenden Senioren oder Lieferwagenflitzern, den Abbiegern ohne Rücksicht auf Verluste - nein, mit den potenziellen Opfern! Wie muss man sich das vorstellen? Da hält man brav mit der Harley oder der Suzie an der Ampel und ein Polizist springt aus dem Gebüsch und agitiert einen: »Passen Sie gefälligst auf! Wenn Sie an einer roten Ampel halten, riskieren Sie, dass Ihnen ein Rentnerehepaar hinten reinrauscht«? Oder man fährt bei grüner Ampel mit 50 km/h auf eine Kreuzung zu und sieht die Kelle: »Sind Sie verrückt geworden? Fahren Sie gefälligst unter 20, denn sonst kracht jeder Sprinter in Sie rein, der hier abbiegen will!«

    Jede Ähnlichkeit mit der Haltung der Staatsmacht gegenüber ummotorisierten Zweiradfahrern im Verhältnis zu Kfz-Piloten ist so was von auffällig ...

    Den Bikern gute Besserung!

    Schade, da muss ich wohl noch mal schnell im Spätsommer nach Kopenhagen düsen. Bleibt ja ansonsten noch als Alternative, mit einer Übernachtung auf Fehmarn die Reise mit dem Rad anzutreten.

    Ich vermag diese Strategie der Bahn nicht zu beurteilen, aber ich habe das Gefühl, diese vielen City-Night-Line-Verbindungen würden noch weiter eingestellt oder verkürzt, so ähnlich wie die Auto-Züge, die ja rein vom Gefühl her auch nicht mehr fahren. Früher sind wir mitsamt dem Auto hinten drauf mehrfach mit dem Nachtzug nach Italien oder Südfrankreich gefahren, das scheint mir heutzutage überhaupt nicht mehr möglich zu sein.

    Zu den Autoreisezügen gibt es hier Näheres:

    Zu den Nachtzügen (und zu den Autozügen) hat der Verkehrsausschuss des Bundestages einen Fragenkatalog an die Bundesregierung geschickt. Sobald ich weiß, wann die Antworten (in nichtöffentlicher Sitzung) debattiert werden, melde ich mich:
    1. Wie sind diese beiden Zuggattungen Nacht- und Autozüge derzeit jeweils organisatorisch innerhalb des DB Konzerns zugeordnet?
    2. Wie haben sich die Zug- und die Fahrgastzahlen der Zuggattungen in den letzten zehn Jahren entwickelt?
    3. Inwiefern handelt es sich dabei um saisonale Verkehre, also wie verteilen sich die Zug- und Fahrgastzahlen über das Jahr?
    4. Welche Auswirkungen hätte die Umsetzung dieser Strategie auf die Beschäftigten einerseits und die Umweltbilanz andererseits?
    5. Was sind genau ist die mittelfristige Strategie der DB AG in Bezug auf beide Zuggattungen?
    6. Welche Alternativen gibt es für die Reisenden, wenn Nacht- und Autoreisezüge zunehmend wegfallen? Welche Verlagerungseffekte sind zu erwarten?
    7. Welche neuen Konzepte für Nachtzüge gibt es, die bislang noch nicht umgesetzt wurden? Gibt es entsprechende Studien und mit welchem Ergebnis?
    8. Wie ist das Potenzial für ein transeuropäisches Nachtzugnetz einzuschätzen – insbesondere in Hinblick auf die zunehmende Verfügbarkeit von Hochgeschwindigkeitsstrecken, die das Zurücklegen immer längerer Strecken über Nacht ermöglichen? Gibt es dazu Studien und mit welchem Ergebnis?

    Natürlich kann jede(r) auch mal beim Chef anfragen:
    zentralerkundendialog@bahn.de

    Anhand des Überholabstandes konnte man erkennen, aus welchem Land das Kraftfahrzeug stammt. Die Dänen überholen mit viel Abstand, wenn sich Gelegenheit dazu bietet. Die Deutschen hingegen überholen immer, also wie bereits erwähnt auch bei Gegenverkehr, in engen Kurven oder vor Kuppen, meistens auch mit gerade mal so ausreichendem Abstand, obwohl man problemlos locker auf den anderen Fahrstreifen wechseln könnte. Immerhin wurde ich auf der Strecke nicht angehupt, das trauen sich deutsche Kraftfahrer in der Fremde dann wohl doch nicht.

    Mir ist vollkommen unklar, wie dieses unterschiedliche Verhalten entsteht. Ist das reine Gedankenlosigkeit der Deutschen, dass man überhaupt nicht auf die Idee kommt, komplett auf den anderen Fahrstreifen zu wechseln, weil’s ja auch so irgendwie passt? Ist das wieder der übliche Hass gegenüber Radfahrern, die ja angeblich keine Steuern zahlen und sowieso nichts von Verkehrsregeln verstehen, so dass auch bei Gegenverkehr noch unbedingt überholt werden muss? Haben es die Dänen weniger eilig? Oder sind die Dänen von der Herrschaft des Fahrrades so weichgekocht, dass sie keinen Widerstand mehr leisten? In Dänemark habe ich noch nie jemanden auf dem Radweg parken sehen, beim Warten auf eine Lücke im Querverkehr wird der Radweg freigehalten, beim Rechtsabbiegen überfährt man keine Radfahrer und es wird nicht ständig gehupt.

    Hm. Da würden mir so einige Gründe einfallen:
    - Wie viele Autokonzerne haben ihren Sitz in Deutschland? Wie viele in Dänemark?
    - Wie viele PS und wieviel Hubraum hat der durchschnittliche PKW hier und da oben?
    - Deutschland hatte mal einen Autokanzler. Hatte Dänemark je einen "Autokönig"?
    - Gibt es in Dänemark ein Pendant zu folgendem deutschen Superhit aus den Achtzigern:
    »Ich schub's die Enten aus dem Verkehr
    ich jag die Opels vor mir her
    ich mach Spaß ich mach Spaß ich mach Spaß
    und kost's Benzin auch zwei Mark zehn
    scheißegal es wird schon gehen
    ich will fahrn ich will fahrn ich will fahrn
    Ich will Spaß ich will Spaß ich will Spaß
    ich will Spaß ich geb Gas ich geb Gas
    ich will Spaß ich will Spaß«

    Das wäre ja schon fast wieder einen eigenen Thread wert, aber nun stellt sich wie in jedem Frühjahr die Frage, wann man denn mal die Überreste des Winterdienstes von den Radwegen und Schutzstreifen zu entfernen gedenkt. Momentan hat man ja stellenweise immer noch Angst, sich am Split die Reifen zu öffnen.

    Bei uns im Neubergerweg war neulich die Stadtreinigung mit einer Kehrmaschine. Die ist die Straße rauf und runter, hat die neu asphaltierte Weygandtstraße (Einbahnstraße und für Radler in beiden Richtungen frei, beliebte Inline-Skating-Piste in beiden Richtungen) auch noch geputzt - oh, schrieb ich "Straße", nein: natürlich nur die Fahrbahn, die es eigentlich gar nicht nötig hatte. Die über 4 Meter Begleitpiste auf der Südseite (teilweise hinterm Grünstreifen oder Parkplätzen) (1,65 sonstiger Radweg, rund 2,5 Meter Fußweg) und das etwas schmalere Pendant auf der Nordseite haben noch keinen städtischen Kehrdienst gesehen, seit ich vor zwei Jahren hier eingezogen bin. Aber zufälligerweise habe ich ausgerechnet heute meinen Abschnitt gefegt. Man soll ja wissen, wo ein Schwabe und Radfahrer wohnt … ;)

    Ich kann ja mal bei Gelegenheit den Zustand der Nordseite fotografieren ...