Der aussteigende Mensch auf "Spiegel online" bin ich.
Von 2000 bis 2008 hätte ich Dich von 22:30 bis 9:10 nach Paris gebracht, von 2010 bis 2014 von 20:30 bis 9:10 Uhr.
Ich habe Leute erlebt, die abends mit mir wieder zurückgefahren sind:
»Mit einem Nachtzug nach Paris / nur für einen Tag ...«
Zum Flohmarkt. 59 Euro pro Person und Strecke, Liegewagen.
2006, das wird im Artikel erwähnt, war Fußball-WM. 33 Argentinier im Schlafwagen, in den Liege- und Sitzwagen Mexikaner, Brasilianerinnen, Ivorer, Franzosen, Engländer, Trinis - eine Party über 1.200 km.
2000, als der Pariszug komplett in die Regie der DB überging, war Fußball-EM in NL und B. Mit dabei: N, S, DK. Der Zug war voll mit Interrailern aller Altersklassen. Die sind morgens um 6 in Brüssel raus, ab zum Spiel, und abends um 23:30 standen die wieder am Bahnsteig und sind heimgefahren. Zwei oder drei Tage später dasselbe nochmal ...
2014 hatten wir den Prototypen eines Bistro-Liegewagens im Pariszug. Tolle Umsätze, schönes Arbeiten, und kurz nachdem sich am Tresen ein Mensch in Holzfällerhemd und Jeans mit mir über die nicht sehr dunkle Farbe des gekauften Rotweins unterhalten hatte, deutete ein anderer Kunde auf diesen Menschen und sagte: »Ich liebe Nachtzüge. Wo sonst sieht man den ehemaligen Regierungschef eines souveränen Landes auf dem Fußboden sitzen und Rotwein trinken?«
Ich: »Wie bitte?«
Er: »Das ist der ehemalige Ministerpräsident der Färöer-Inseln!«
Erwin Pelzig hatten wir zu Gast, Alfons, Fritz Wepper, Barbara Schöneberger, Peter Struck, Bill Ramsey, Heide Simonis, Walter Riester, Sandra Maischberger (die gestern mit uns in Berlin für Nachtzüge demonstriert hat), Piotr Trochowski, Dietrich Kittner, ... und Millionen anderer ...
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Und am Donnerstag sollte man die »ZEIT« kaufen.