Geldstrafen nach Einkommen sind aber grundsätzlich aufwendig und damit auch für den Staat teuer. Einfacher ist es da "Zeitstrafen" zu verhängen, die machen keinen Unterschied zwischen arm und reich.
Das Problem mit dem "Reiche treffen die Bußgelder nicht" wäre damit, auch kleine Punktwerte vergeben zu können, zumindest deutlich ab gemildert.Die statischen Bußgelder grundsätzlich an zu heben ist ja okay, Deutschland ist da ja derzeit ja sehr günstig.
Das Einkommen dabei zu berücksichtigen bedeutet aber: Der Staat hat höhere Kosten für die Ermittlung der Bußgelder. Da es viel mehr Leute mit geringem Einkommen gibt, kämen dann auch oft geringe Bußgelder dabei raus. Und schon ist der Anreiz für Kontrollen weg.
Wie machen das bloß die Schweizer und die Finnen mit der Einkommensberücksichtigung, ohne dass der Staat zusammenbricht?
An anderer Stelle geht es doch in Deutschland auch: da werden Tagessätze verhängt - 90 Tage Knast oder drei Monatseinkommen. Dann kann sich Frau Klatten aussuchen, ob sie drei Monate gesiebte Luft atmet oder 235 Millionen Euro abdrückt.