Beiträge von Fahrbahnradler

    Lohnt sich der Kauf?

    Die Eigenwerbung des Autors:


    Der Tod fährt Rad
    Die Fahrradstadt Münster ist in ihrem Nerv getroffen: Auf der Promenade geht ein rad­fahrender Serienmörder um - nicht nur für den Tourismus ist das ein Desaster. Die Kripo hat nicht mal eine nennens­wer­te Spur. Exhauptkommissar Niklas De Jong kratzt das nicht besonders, denn seit er den Dienst quittiert hat, hat er mit all dem nichts mehr am Hut. Er trauert seiner Giulia nach, die ihn wegen eines Standup-Comedian verlassen hat. Und dann ruft Giulia ausgerechnet De Jong an und bittet ihn um Hilfe, weil ihr Neuer sich von Droh­briefen belästigt fühlt. Alles heiße Luft, meint De Jong, aber kurz darauf wird der Komiker ermor­det. Ein Opfer des Fahrradkillers, den die Presse Bikeman getauft hat? Oder nur ein Tritt­brett­fahrer? Und wie ist Vivian, die attraktive Lokalkrimiautorin und mögliche Alterna­ti­ve zu Giulia, in die Sache verwickelt? Ob Bulle oder Exbulle, De Jong muss den Mörder fin­den. Denn wer immer hinter den Morden steckt, scheint noch lange nicht am Ende zu sein ...

    Als Vergleich:
    - Die Renfe braucht in Spanien für die Strecke Barcelona (621 km) - Madrid nur 2h 30min (Durchschnitt: 248 km/h)
    - Die CRH braucht in China für die Strecke Shanghai - Peking (1318 km) nur 4h 55min (Durchschnitt: 268 km/h)
    - Die SNFC braucht in Frankreich für die Strecke Paris - Marseille (862 km) immer hin schon 3h 54min (Durchschnitt: 221 km/h)

    Bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Gerhart nahm die Luftlinie. Du nimmst Streckenkilometer.
    Der ICE-Sprinter hält zwischendurch einmal, nämlich in Hannover.

    Luftlinie Paris-Marseille: 660 km, allerdings geht es auch mit 3:22, das macht Tempo 196 (Halt in Avignon und Aix-en-Provence).
    Barcelona-Madrid: 505 km, also Tempo 202. (Das sind aber nur die Nonstop-Züge. Mit Halt in Zaragoza: 2:45; mit Halt in Lleida und Camp de Tarragona: 3:04)
    Schanghai-Peking: 1.070 km, also Tempo 218.

    Ich muss mal gucken, wo man mit 1.070 km Luftlinie von Hamburg aus hinkommt: Nantes oder Florenz. Hmm, und das Nonstop oder mit nur einem Halt? In Köln oder in Paris? Also nicht in Dortmund, nicht in Brüssel ...?

    Im Übrigen ist die Kritik an der Bummelstrecke nach Frankfurt natürlich berechtigt. Man lese mal nach, warum seinerzeit die Schnellstrecke von Hannover ab Fulda nicht nach Frankfurt, sondern nach Würzburg gebaut wurde. Tipp: Es hat was mit Lobbyismus und Bayern (in diesem Fall: Franken) zu tun.

    Für mich ist aber letztendlich nicht wichtig, ob der Zug auf freier Strecke irgendwelche Rekorde bricht, sondern ob die Fahrt von A nach B möglichst zuverlässig und flott läuft. Ein integraler Taktfahrplan mit einem Halbstundentakt auf den Hauptstrecken (wie in der Schweiz) würde da sehr viel bringen.

    Die Tabelle 3.1.1 auf den Seiten 96 bis 99 zählt Unfälle. Auf Seite 97 oben sieht man 218 Alleinunfälle mit Getöteten (davon 85 PKW- und 66 Fahrradunfälle), dazu 693 Unfälle mit Getöteten mit mehr als einem Beteiligten, darunter 321 mit einem PKW als Hauptverursacher und 81 mit einem Fahrrad als Hauptverursacher. Das sind zusammen 911 Unfälle innerorts mit Getöteten.

    Auf Seite 92 haben wir gesehen, dass innerorts 1.048 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben kamen. Also manchmal mehr als einer pro Unfall.

    Und jetzt springe ich in die Tabelle 3.1.2 und sehe auf Seite 103 oben, dass es bei Alleinunfällen von Radfahrern 66 Tote gab. Also: 66 Unfälle, 66 Tote. Kein Tandem, kein Kindertransport mit zwei oder mehr Toten pro Unfall. Bei den 85 PKW-Unfällen mit Getöteten gab es übrigens 87 Tote, also entweder ein Unfall mit 3 Toten oder 2 Unfälle mit je 2 Toten*. Daher insgesamt: 218 Alleinunfälle mit Toten, 220 Tote.

    Zum Vergleich außerhalb von Ortschaften (mit Autobahn): Seite 97 - 711 Alleinunfälle, davon 489 mit PKW und 18 mit Fahrrad. Seite 112 - 738 Tote bei Alleinunfällen, davon 515 bei PKW-Unfällen und 18 bei Fahrradunfällen.

    * Dieser geringe »Überschuss« wundert mich. Gefühlt liest man häufiger, dass sich auf einer Hamburger Ausfallstraße nachts um drei ein Auto um den Laternenmast gewickelt hat und Fahrer und Beifahrerin dabei draufgegangen sind. Aber möglicherweise wurde so etwas wegen eines ausweichenden anderen PKWs nicht als "Alleinunfall" gezählt.

    Das kann ich mir wie gesagt kaum vorstellen. Findet jemand einen Fehler?

    Ja. In manchen Tabellen werden Unfälle gezählt, in anderen Tabellen Tote.
    Rein zufällig gab es bei Unfällen mit Radlern, bei denen Tote zu beklagen waren, offenbar immer genau einen Toten: 66 Alleinunfälle = 66 Tote und 81 Mehrbeteiligtenunfälle = 81 Tote.

    Die makabre Bilanz: Bei den Unfällen mit mehreren Beteiligten, bei denen die Hauptschuld dem - toten - Radfahrer zugeschrieben wurde (er konnte sich ja nicht mehr wehren, wenn der Gegner oder Zeugen behaupteten, der Radfahrer sei aus dem Nichts angeschossen gekommen und so weiter), handelte es sich bei den für den angeblichen Verursacher tödlichen Gegnern um 47 PKW, 7 LKW (leicht, schwer, Sattelzugmaschine), 4 Busse, 2 Motorräder, 3 Straßenbahnen, 1 Trecker und 3 Fahrräder. Die elf von als hauptschuldig angesehenen Radfahrern Getöteten waren: 5 Radfahrer, 6 Fußgänger.

    Außerdem starben innerorts 85 Radfahrer bei Unfällen, die nicht von Radfahrern verursacht wurden: 44 LKW, 35 PKW, 3 Busse, 1 Traktor, 2 andere.

    Hm. Nach einem Überfliegen des Textes habe ich die Volltextsuche durchlaufen lassen. Stichwörter: "Tür", "Dooring" und "Seitenabstand". Die Skizzen und Videofotos lassen nämlich vermuten, dass die Radler mit dem rechten Lenkerende jeden Seitenspiegel rasiert haben. Dabei ist das doch der erste Fehler. Wenn ich anderthalb Meter weiter links fahre, muss ich nicht in jedes Auto gucken, ob da einer gleich losfährt oder die Tür aufmacht.
    Und was soll ich von einer Untersuchung halten, die davon ausgeht, dass die Phase "Ausweichen" erst beginnt, wenn ich auf der Höhe des störenden Objektes bin?