Beiträge von CKO

    Seit 1998 besteht zwischen Baden-Württembergs Innenministerium und der DB Regio ein entsprechender Vertrag. Polizeibeamte in Uniform dürfen Nahverkehrszüge und Interregios gratis nutzen – in der 2. Klasse und ohne Anspruch auf einen Sitzplatz. Die Bahn verspricht sich davon ein besseres Sicherheitsgefühl aller Reisenden." Ob das wohl auch in Hamburg gilt? Und welche Verkehrsverbünde lassen ebenfalls Polizeibeamte in Uniform kostenlos mitfahren?

    Ich finde die Idee gar nicht schlecht. Und ein weiteres Ergebnis könnte sein: Weniger Parkplatzsorgen!

    Vor zwei, drei Jahren habe ich einen Polizisten aus unserem Wohngebiet im ICE von Leipzig nach Jena getroffen. Damals war er noch bei der Bundespolizei und kam von Berlin. In Uniform können die auch ICE fahren. Sie müssen dann halt einschreiten wenn es Ausschreitungen im Zug geben sollte. Eine sehr sinnvolle Regelung.

    Hier der Feststellungsentwurf:

    Also ich meine: Wenn schon nur 1,50 m, dann darf es kein RFS sein. Leider liebt es unsere Stadt, jede Form von (beabsichtigter) Radverkehrsinfrastruktur höher zu labeln als sie in Wirklichkeit ist. Ihr kennt das bestimmt auch:

    Gehweg -> [Zeichen 240]

    [Zeichen 240] -> [Zeichen 244]

    Sicherheitstrennstreifen -> Schutzstreifen

    Schutzstreifen -> RFS

    Vielleicht bringt dieses Vorgehen mehr Fördergelder?

    zum Überholen meines Wissens nach nicht

    Dann hat mich die weiße Linie, die sehr eindrücklich am Anfang des Films The Scarlet and the Black gezeigt wird, zu recht an die Begrenzung von RFS erinnert. Während die SS-Offiziere behaupteten: "Hinter dieser Linie seid ihr sicher. Die werden wir nicht überschreiten." sagte man sich im Vatikan: "Sie wollen uns mit dieser Linie vor allem zeigen, wie weit wir gehen dürfen."

    Warum bin ich auf diesen Thread gekommen?

    Um herauszufinden, ob ein Rf zum Überholen anderer Rf einen RFS verlassen darf.

    Es gibt natürlich auch so schmale RFS in unserem Land, dass man schon auf der Linie fahren muss, um Dooring-Unfällen vorzubeugen, z.B. in Leipzig in der Eisenbahnstraße. Da kann man gleich auf der KfZ-Spur fahren solange man einigermaßen schnell ist. Aber wie ist die rechtliche Lage

    a) bei Hindernissen auf dem RFS?

    b) beim Überholen anderer Rf, wenn dies innerhalb des RFS nicht möglich ist?

    Der Sinn des definierten StVO-Abstandes? Die Festschreibung bestätigt jetzt auch "amtlich", dass alles unter 150/200cm lebensgefährlich ist. Sie weckt und bestärkt damit irrationale Ängste vor überholenden KFZ in der Radfahrerschaft und erleichtert dadurch den Behörden die Durchsetzung der reinen "Autofahrbahn". Einerseits, weil die geschürte Angst die Nachfrage für neue Radwegebauten in der Bevölkerung massiv verstärkt, und andererseits, weil sie den Behörden die (Wieder-)Anordnung und Beibehaltung von Benutzungspflichten oder gar vollständigen Fahrradverboten aus angeblichen Sicherheitsgründen massiv erleichtern wird. Würde das kraftfahrende Establishment nicht dieses in der neuen Regel schlummernde Potential erkannt haben, wäre sie nie und nimmer in die StVO gekommen.


    Zu pessimistisch? Wir werden sehen.

    Die Befürchtung teile ich. Umso mehr, da mir unsere StVB schon Zweifel an der Umsetzung eines gefassten Beschlusses mit 1,50 m RFS + 3,25 m KfZ-Streifen verlauten lies. Weil an etlichen Stellen der Kfz-Streifen zum Überholen nicht verlassen werden darf bzw. kann. Der Trend geht wieder zu [Zeichen 240]. :(

    Zitat

    Der Streifenwagen kam am Eingang der dortigen Rechts-Links-Kurve nach rechts von der Fahrbahn ab,

    Nein, er fuhr einfach geradeaus weiter. (Aus ungeklärter Ursache, versteht sich.) Kam also nach links von der Fahrbahn ab.

    Typisch Polizeibericht. Wenn halt der Beamte bei der Unfallaufnahme auf der anderen Seite steht. :S

    gibts in Jena auch. :S

    Auch bei uns im Firmenchat wurde zum Mitmachen aufgerufen, worauf ich ergänzte:

    Hoffen wir, dass die Meldeplattform dazu beiträgt, dass die Planer auch Problemstellen abseits der Hauptverbindungen in den Blick bekommen.
    Hoffen wir außerdem, dass bis zum Jahr 2035 Büsche zwischen Radweg und Schnellstraße gepflanzt werden, damit auch einige von uns in der dunklen Jahreszeit auf dem Heimweg nicht mehr von den Autoscheinwerfern geblendet werden. Darum hat sich schon xyz [Anm.: Ein geschätzter Kollege, der inzwischen das Rentenalter erreicht hat] vor 20 Jahren bemüht.
    [Anm.: Alle Jahre wieder gibt es dazu Einträge im Mängelmelder, manche Bürger schlagen schon geeignete Sorten zum Anpflanzen vor. - Nichts passiert.]

    13.03.22 Radfahrerin fiel und verletzte sich: gemeint ist natürlich, dass ihr der Vorrang an einer Einmündung genommen wurde (Hainspitz nach Eisenberg)

    Vier Tage später traf ich die 74-jährige auf dem Rad. Sie wollte am Samstag mit ihrem Mann von Porstendorf nach Gera fahren, ihre Schwester besuchen. 45 km mit dem Rad, so wie ich sie sah, denke ich, dass sie da den Akku nicht leer gefahren hätte.

    Unfallstelle: Zweirichtungs-Geh/Radweg im Dorf [Zeichen 240], entlang der B7, linksseitig. Die Seitenstraße mit [Zeichen 206][Zusazzeichen 1000-32] bewehrt. Gegenüber ein Verkehrsspiegel wegen schlechter Sichtbeziehungen.

    Hautverursacher: Amazon oder der 29-jährige polnische Fahrer? Der Fahrer hat zumindest "geträumt", nicht nach rechts geschaut, aber dann doch noch schnell genug gebremst, dass sich die unter der Stoßstange liegende Seniorin keine ernsthaften Verletzungen zugezogen hatte. Der Fahrer war ein sehr netter Mann, sehr besorgt. Zumindest hatten die Frau, ihr Mann und der Amazon-Fahrer noch 1 1/2 h Zeit miteinander zu plaudern bis die "Rennleitung" erschien. Die Frau war sich wirklich nicht sicher, wie die Schuld zwischen dem Fahrer und dem Unternehmen, welches enormen Zeitdruck auf ihn und seine Kollegen ausübt, aufzuteilen sei.

    Unfallfolgen: Die leicht verletzte Frau konnte gerade noch verhindern, dass der Rettungswagen gerufen wurde. Dennoch hat es für eine Pressemitteilung gereicht und sie bekam einige Zeitungsausschnitte überbracht. Nun hatte sie ihr ebenfalls nur leicht verletztes Rad gerade aus der Werkstatt abgeholt und ist damit ihre 8-9 km nach Hause gefahren.

    Anhand des folgenden Beitrags versuche ich mal die Infrastrukturkosten für den Kfz-Verkehr abzuschätzen:

    Thüringens größtes Straßenbauprojekt: FAQ zur B247n im Unstrut-Hainich-Kreis | MDR.DE
    Die B247 wird nordwestlich von Bad Langensalza neu gebaut, damit Fahrzeuge nicht mehr durch Mühlhausen, Höngeda und Großengottern fahren müssen. Das Budget…
    www.mdr.de

    Streckenlänge: 22 km

    Verkehr: 13.000 KfZ/Werktag

    Kosten (Bau + 30 Jahre Betrieb): 560 Mio. €

    Nehmen wir an, dass am Wochenende nur halb so viel Verkehr ist wie werktags, so haben wir ca. 120 Mio. KfZ / 30 Jahre.

    Macht ca. 4,50 € pro Fahrt, ca. 20 ct/km.

    Nun ja, die Straße kann dann bestimmt noch 10 Jahre ungewartet existieren, wodurch die Kosten auf 15 ct/km sinken.

    Dass die Baukosten evtl. höher ausfallen als geplant wird dadurch kompensiert, dass diese Straße mehr Verkehr anlockt. Schließlich kommt man dann in 40 Minuten von Mühlhausen nach Erfurt und lässt den Regionalexpress (48 min) zur zweiten Wahl werden.

    15 ct pro gefahrenen KfZ-Kilometer, das ist viel. Habe ich da die Verkehrsmenge falsch angenommen? Sind die 13.000 KfZ/Tag pro Fahrtrichtung gemeint?

    könnte sogar auf VZ.240er-Fläche gewesen sein... ?

    Da musst Du DM (nicht HH sondern LPI-J) fragen. Manchmal weiß er ein bisschen mehr als er der Öffentlichkeit verrät.

    also eigentlich ein Fahrrad, aber klingt so lustig, hihi, Drahtesel

    Das hat seine Kollegin geschrieben. Mit schönen Sätzen wie: Zur Sicherung ihres Eigentums nutze sie hierbei ein Schloss. [..] Vermutlich gewaltsam öffnete der Langfinger das Fahrradschloss .. Vielleicht hat sie mal Geschichten von M. Soschtschenko gelesen. Der war u.a. Kriminalkommissar und wurde dann ein bekannter Schriftsteller mit einem feinen trockenen Humor.

    Sorge bereiten auch Meldungen wie diese hier:

    11.03.22: Mal einfach so reingekracht

    Ich finde die Pläne, die in dem Artikel vorgestellt werden, gar nicht so schlecht.

    Gerade die Zielsetzung einer möglichst gerechten Kostenverteilung gefällt mir ebenfalls. Doch die Pläne erinnern mich an ein Erlebnis, welches ich vor Jahren mal in einem Vorbereitungskreis für einen kleinen Jugendkirchentag hatte. Ich brachte wohlüberlegte Vorschläge für einen Workshop. Der verantwortliche Jugendpfarrer hörte gut zu, überlegte kurz und sagte: "Du hast recht, aber es ist zu kompliziert." - Er hatte ebenfalls recht. ;)

    Wobei ich den genannten Artikel eher als Denkanstoß verstehe und noch nicht als konkrete politische Forderung, auch wenn die "laute" Überschrift letzteres suggeriert.