Beiträge von MTL

    Womit wir dann auch wieder bei der Frage sind, warum es hingegen relativ einfach zu sein scheint, Straßenverbindungen wieder aufzubauen, während bei Schienenwegen nicht so die ganz große Eile herrscht.

    Eine Frage der Priorisierung. Feuerwehr und Krankenwagen fahren nunmal nicht auf Schienen, sondern auf Straßen von Punkt zu Punkt.

    Weiterhin vermute ich, dass sich Bahnanlagen auch leichter (wieder-)errichten lassen, wenn es intakte Zuwegungen gibt.

    Nicht direkt ein Fahrradthema und vom Melder sicher etwas überdramatisiert, aber die Antwort aus dem "Fachbereich Mobilität" zeugt nicht wirklich von guter Morgenlaune des jeweiligen MAs ^^

    https://maengelmelder.jena.de/de/requests/6222-2021

    Hintergrund ist die Vollsperrung der Kahlaischen Straße wegen Tiefbauarbeiten. In den ersten Tagen (Wochen?) war die Baustelle aber noch ohne nennenswerte zeitliche Einschränkung als Einbahnstraße zu durchfahren bzw. wurde in der Gegenrichtung offiziell durch eine mittels Parkverbot leer geräumte, kleine Nebenstraße umgeleitet, sodass sich keiner auf den deutlich längeren Weg der großen Umleitung gemacht hat.

    So fährt man jetzt natürlich weiter konsequent bis an die Sperrung heran. Völlig Schmerzbefreite befahren den Gehweg im Bereich der Kreuzung "An der Brauerei", die weniger mutigen heizen durch Sandweg und Felsenkellerstraße ...

    Hier scheint gerade jemand gezielt nach fehlenden Zusatzzeichen zu suchen:

    https://maengelmelder.jena.de/index.php/de/requests/6145-2021

    https://maengelmelder.jena.de/index.php/de/requests/6171-2021

    https://maengelmelder.jena.de/index.php/de/requests/6172-2021

    Basierend auf den Antworten würde ich vermuten, dass sich zwei verschiedene Mitarbeiter vom Fachdienst damit beschäftigen mussten. ^^

    Zwei, drei Stellen würden mir dazu auch noch einfallen. Mal schauen, was noch kommt.

    Ich versuche mal die Fragestellung zu übertragen.

    37 Nr. 4 StVO legt fest, dass " Busampeln" auch für Radfahrende etc. gelten, sofern die Busspur für sie freigegeben ist. Wer den Sonderweg einer anderen Verkehrsart mitnutzen darf, muss sich auch nach der entsprechenden Ampel richten.

    Im Fall der Busspur sehr sinnvoll, da die Busampeln häufig anders getaktet sind als die für den Fahrverkehr geltenden Lichtzeichen.

    Ich persönlich gehe davon aus, dass Radfahrende auf für den Radverkehr freigegebenen Gehwegen die Fußgängerampel beachten müssen.

    Den §37 Absatz 2 Nr. 4 kannte ich so im Detail auch noch nicht.

    Zitat

    1 Für jeden von mehreren markierten Fahrstreifen (Zeichen 295, 296 oder 340) kann ein eigenes Lichtzeichen gegeben werden. 2 Für Schienenbahnen können besondere Zeichen, auch in abweichenden Phasen, gegeben werden; das gilt auch für Omnibusse des Linienverkehrs und nach dem Personenbeförderungsrecht mit dem Schulbus-Zeichen zu kennzeichnende Fahrzeuge des Schüler- und Behindertenverkehrs, wenn diese einen vom übrigen Verkehr freigehaltenen Verkehrsraum benutzen; dies gilt zudem für Krankenfahrzeuge, Fahrräder, Taxen und Busse im Gelegenheitsverkehr, soweit diese durch Zusatzzeichen dort ebenfalls zugelassen sind.

    Heißt das wirklich, dass man als Radfahrer die Signale der ÖPNV-Bevorrechtigung (https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96PNV-Bevorrechtigung) kennen muss, für den Fall, dass man eine freigegebene Busspur benutzt und an der nächsten Kreuzung mal keine zusätzliche Fahrradampel vorhanden ist?

    Ist jemandem so eine Stelle bekannt?

    Ich kenne nur die in anderer Hinsicht fragwürdige Lösung in der Gropiusstraße in Weimar:

    Dort gibt es an beiden Enden neben der eigentlichen Hauptfahrspur noch eine Busspur, die für den Radverkehr freigegeben ist.

    https://www.mapillary.com/app/?lat=50.97…683&focus=photo

    An der Ampel gibt es dran drei verschiedene Lichtzeichen:
    Eine oben mittig für den normalen Fahrverkehr, eine ganz rechts für den ÖPNV und eine gleichgroße direkt links daneben für den Radverkehr.

    Wenn die Fahrverkehrsampel grün ist, steht die Fahrradampel immer auf rot und umgekehrt. Die ÖPNV-Ampel läuft separat und wird vermutlich durch einen gesonderten Sender vom Bus angefordert.

    Verwirrend finde ich die Anbringung der Fahrradampel links der ÖPNV-Ampel, denn auf Nachfrage erläuterte die zuständige Verwaltung:
    Die Fahrradampel gilt ausschließlich für Radfahrer rechts auf der Busspur, nicht aber für Radfahrer, die auf der normalen Fahrspur fahren und mit dem Grünsignal der Fahrverkehrsampel durchfahren dürfen.

    Die Forderungen klingen so, als müsste man dann jährlich ein irrwitziges Projekt wie die wohl kommende "Osttangente" durchdrücken, denn dort werden ja mit einem Aufwasch die entsprechenden Kilometer Radweg geschaffen und gleich drei bis vier Kreuzungen umgestaltet. "Sicher" ist davon zwar erstmal das Wenigste und man darf sich z.B. beim Linksabbiegen mit dem Rad an mindestens einer Ampel mehr anstellen, aber formal könnte man ein Häkchen an die Forderungen machen.

    Bis dahin werden die Planer bestimmt auch noch im Wording sattelfest gemacht, damit Ihnen nicht wie beim letzten Mal solche Aussagen rausrutschen wie "Der Radverkehr darf die Fahrbahn nicht benutzen, weil er dort den KFZ-Verkehr behindert und so die Leistungsfähigkeit der Straße herabsetzt." ^^

    "Wer ein Fahrzeug führt, muss sich gegenüber Kindern, hilfsbedürftigen und älteren Menschen, insbesondere durch Verminderung der Fahrgeschwindigkeit und durch Bremsbereitschaft, so verhalten, dass eine Gefährdung dieser Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist." (StVO §3, Abs. 2a)

    Was nützt einem der Paragraph, wenn man in dem Falle das Kind erst Sekundenbruchteile bevor es gegen die Stoßstange knallt sieht?

    Bei einer 79-jährigen Fahrerin gehe ich auch nicht davon aus, dass sie da mit Top-Speed oder mehr durchgerauscht ist. Nur um schonmal der ISA-Leier vorzubeugen ;)

    Außerdem hätte dann sicher im Unfallbericht gestanden, wie weit der Bub durch die Wucht des Aufpralls durch die Luft geschleudert worden wäre.

    Ich fürchte, da erwartest du etwas zu viel von einem Kind. Auch wenn es schon 11 Jahre alt ist.

    Warum? In dem Alter sollte er nach StVO reif genug sein, um am Straßenverkehr auf der Fahrbahn teilzunehmen. Keine Ahnung, in welcher Klassenstufe heute die Verkehrserziehungskurse stattfinden, aber allzulange her sollten sie in seinem Fall auch nicht sein.

    Von Parken steht da nichts und es gibt dort auch gar keine Parkflächen, sondern nur zwei Fahrbahnen, bei denen der Gehweg direkt daneben liegt.

    Mit genügend Rückstau von der Kreuzung mit dem Berner Heerweg könnte es genauso gut sein, dass der Transporter schlicht verkehrsbedingt hinter dem Fußgängerüberweg halten musste.

    Ob die Dame mit hinreichend gedrosselter Geschwindigkeit an den Überweg heranfuhr, um im Fall der Fälle für einen Fußgänger von links anzuhalten, ist leider nicht beschrieben, aber man kann wohl auch davon ausgehen, dass der junge Radfahrer schneller als ein Fußgänger querte; möglicherweise sogar mit Schwung aus dem senkrecht zur Fahrbahn einmündenden Weg kam. Dass auch 11-jährige den Fußgängerüberweg nicht fahrend überqueren dürfen oder dabei zumindest nicht das Warten der querenden Fahrzeuge erwarten sollte, scheint bei der hiesigen Analyse ja nicht ganz so wichtig zu sein ...

    Was es dort gibt, sind kleine "Gehwege" die zu den einzelnen Hauseingängen führen; teilweise mit bündig abschließender Hecke und nicht einsehbar.

    Ist natürlich reine Spekulation, wie die anderen Thesen hier auch, aber es könnte ja auch ein sein, dass der Radler an der Haustür gestartet ist und geradewegs auf die Fahrbahn fuhr. Wenn man in dem Moment mit dem Auto vorbeifährt, kann man man ja fast noch froh sein, wenn man gerade schnell genug war, sodass er nur in die Beifahrertür knallt und nicht unterm Vorderrad liegt.

    Fragwürdig ist die Furtmarkierung mindestens, da sie mit 6 bis 6,5m soweit von der Hauptstraße abgesetzt ist um das Aussschlusskriterium in der VwV-StVO zu erfüllen.

    PS: Die neue Überschrift lautet übrigens: " Autofahrer übersieht Radfahrerin - 77-Jährige wird bei Unfall schwer verletzt"

    Wird sicher wieder aufregend morgen in der Sitzung ...

    Ich habe mir die beiden Lagepläne inzwischen ein paar mal angeguckt, aber immer noch nicht ganz verstanden, ob der Weg auf gesamter Länge am Sportpark vbB werden soll oder nur die Kreuzungsbereiche als "Shared Space". Irgendwie scheint die Zeichnung nicht alle Standorte der [Zeichen 325.1] wiederzugeben.

    Typischerweise haben die Kettenblätter immer flache Einsenkungen rund um die Befestigungslöcher, wo dann die Kragen der Kettenblattbolzen zu liegen kommen.

    Daran kann man innen und außen eigentlich gut festmachen.

    Ansonsten kann es auch sein, dass die Kette schlicht zu schmal ist. 9- und 10-fach hat z.B. in etwa das gleiche Innenmaß, aber verschiedene Außenbreiten.

    Mit der (deutlich) zu kurzen Ketten zu fahren, halte ich übrigens für keine besonders gute Idee, denn so wird nur die Spannfeder im Schaltwerk überdehnt und die nächste Fehlermeldung mit der richtigen Kettenlänge wird dann lauten: Kette fällt schon bei kleinen Bodenwellen vom Kettenblatt.

    360°-Kamerasysteme sind mittlerweile für beinahe jede Fahrzeugklasse verfügbar.

    Was daran so schwer sein soll, diese standardmäßig in Schwer-KFZ einzubauen, die vorwiegend oder ausschließlich im Stadtgebiet unterwegs, ist für mich unverständlich. Zumal die Verzerrung bei hoher Anbringung deutlich geringer ausfällt, als bei der Platzierung an der Unterkante Außenspiegel im PKW und so ein größerer Bereich sicher dargestellt werden könnte.

    Wahnsinn. Man kommt sich ja vor, als ob man in einem Esoterik-Forum für Impfungen geworben hätte ...

    Ihr scheint ja echt ein gutes Detailwissen zu dem Unfall und den resultierenden Verletzungen zu haben, um gleich kategorisch auszuschließen, dass ein Helm die Schwere der laut des Artikels lebensgefährlichen Kopfverletzungen gemildert hätte.

    Ich bin ja im Alltag auch meist ohne Helm unterwegs, jedoch mehr aus praktischen und stilistischen Gründen und nicht weil ich ihn als Teufelswerk der Auto- und Versicherungsindustrie sehen würde.

    Bestimmt hättet ihr dem Kollegen in folgendem Video aber auch erklärt, dass er nicht über den Lenker gegangen wäre, wenn er bloß nicht die schwere Styropor-Schale auf dem Kopf gehabt hätte:

    https://youtu.be/Gs6ldwXx9Ps?t=271

    Was ist denn bitte problematisch, wenn ein Zusammenhang zwischen "schweren Kopfverletzung" und dem Nicht-Tragen eines Helmes dargestellt wird?

    Hätte dort gestanden "Der Radfahrer trug keinen Helm und zog sich eine komplizierte Fraktur des Knöchels zu." würde ich die Kritik verstehen, aber so ...

    Angesichts dessen, was man von der Jenaer Verkehrsbehörde gewöhnt ist, bin ich ja trotz der nicht nachvollziehbaren finalen Entscheidung doch vom Engagement bei der Bearbeitung der Beschwerde begeistert.

    Ein Schmankerl, das ich mir einfach nicht verkneifen kann:
    Ist euch beim Lesen auch die Frage gekommen, was ein "Wirtschaf" ist und warum es in Thüringen ein Amt zu dessen Förderung gibt? :D

    Schöner Bericht und irgendwie bekomme ich gerade Lust, den Radweg mal wieder zu fahren.

    Wir hatten vor einiger Zeit eine Rennradtour über Elster-, Zuckerbahn- und Saaleradweg gemacht und da war mein Eindruck, dass der Zuckerbahnradweg auch bei gutem Wetter keinesfalls überlaufen ist. Vielleicht ist er inzwischen aber auch kein Geheimtipp mehr.

    Das schlechte Wegstück am Schluss haben wir umfahren, indem wir auf der B88 direkt nach Camburg auf den Saaleradweg gefahren sind.

    Wenn man in Zeitz startet, kommt man übrigens noch in den Genuss einer wirklich kuriosen Querung in Kretschau:
    Drängelgitter und Stop-Schilder für den Radverkehr, aber dennoch eine markierte Radverkehrsfurt quer über die Bundesstraße 180 ;)

    https://goo.gl/maps/gRc9pHYKbZAvLUpQ7

    Worauf ich aber eigentlich das Augenmerk lenken wollte:

    auf die sagenhafte Quote von 97,7%. Steht so explizit nicht drin und ich musste es auch mehrmals lesen, aber:

    97,7% waren auf der B88 schneller als erlaubt unterwegs. In absoluten Zahlen: 178 Fahrzeuge gemessen, 4 Fahrzeugführer waren innerhalb/unterhalb Toleranzschwelle. Irre!

    Ich gehe zwar fest davon aus, dass die POL in Schöps am Ende des GEschwindigkeitstrichters gemessen hat, der dort für die baustellenbedingte Ausfädelung über die Behelfsbrücke über die Bahnstrecke installiert ist - aber StVO ist eben StVO. Und zHg ist zHg. :S

    Eine Erklärung, aber keine Entschuldigung, weil ich an der Stelle auch gleich mein "Wegegeld" bezahlt habe, als ich das erste Mal die neue Route fuhr:

    Der Vorwegweiser weist im zweispurigen Abschnitt links die Geradeausspur aus und rechts die Abbiegerspur. Wenn man Richtung Rudolstadt will/muss, wechselt man erstmal auf die linke Spur. Mit einem Sattelzug rechts daneben sieht man vom weiteren Straßenverlauf wenig:

    https://www.mapillary.com/map/im/YpxgxAx5eaDhjt1sQtENnV

    Erst dann sieht man, dass die linke Spur wegfällt und die Abfahrt als separate Spur beginnt, also de facto drei Spuren nebeneinander liegen:

    https://www.mapillary.com/map/im/78ESMA3ltVqsn8dNGHjAMB

    Also noch schnell am LKW vorbei und dann einfädeln ... super und der Fahrer rechts geht auch noch vom Gas, sodass man besser davor nach rechts kommt.

    Zack und schon erwartet einen der gut getarnte Blitzer hinter der Leitplanke, zusätzlich verdeckt vom davor stehenden Zeichen 626-30. Der Messwagen steht dann unsichtbar rechts auf der Grünfläche zwischen Ab- und Auffahrt:

    https://www.mapillary.com/map/im/ZNZx1JhNHgMUeiFCRbEkPU

    Da der Vorwegweiser trotz diverser Hinweise von Pendlern nicht einfach um eine Darstellung der wegfallenden Spur ergänzt wurde, ist das eine dieser Stellen, wo ich unterstellen würde, dass die finanziellen Interessen die Sorge um die Verkehrssicherheit überwiegen.

    Bis jetzt habe ich auch immer nur einen Rotlichtblitz stehen sehen, sodass ich vermute, dass nur die linke Spur überwacht wird und so die "gute" Quote zustandekommt.