Beiträge von DMHH

    Jeden Tag stirbt ein Fahrradfahrer. Neue Technik könnte das verhindern

    https://www.zeit.de/mobilitaet/202…uto-v2x-technik (archive)

    Zitat

    462 Radfahrende sind im vergangenen Jahr im Straßenverkehr gestorben, rund 95.000 wurden verletzt. Die Zahl der Unfälle steigt. Fahrradverbände fordern deshalb seit Jahren sichere Radwege. Doch der Ausbau ist teuer und kommt vielerorts nur schleppend voran.

    ||

    Zitat

    Gerade mit Blick auf die wachsende Zahl leiser Elektroautos sei das aber wichtig, damit Radfahrende frühzeitig Fahrzeuge bemerken, die sich schnell von hinten nähern.

    *stöhn*

    der ganze Artikel ist eine einzige beliebige Aneinanderreihung von Marketing-Bullshit-Versprechen durch "V2X" (Vehicle-to-X-Communication). Unfassbar. Aber andererseits auch wieder nur ein logischer Schritt in der Eskalationsstufe. X/

    Zitat

    Und in der niederländischen Stadt Helmond geben sie Radfahrenden auf einer Hauptverkehrsachse Vorrang. »Wir waren mit einer Delegation der Coalition vor Ort und sind 20 Minuten durch den Berufsverkehr geradelt und mussten an keiner Ampel absteigen«, sagt Cosyns

    Das ist so ... ich mein: denkt da mal jemand auch nur 5min drüber nach? Da fahren dann also irgendwann 100% der Fahrräder mit Sendern durch die Gegend. Auf einer Hauptroute. Und da bekommt man immer grün? Egal, wie schnell man fährt? egal, in welche Richtung? Das geht dann ja nur mit einer Ampel, die auf Dauergrün gestellt ist! Denn wenn Rudi Rennrad mit 35kmh rumdüst, Gustav Gemütlich aber mit 12kmh und Marco Mittel mit dem Pedelec mit 20kmh fährt, dann läuft das nach 300m schon so weit auseinander, dass da keine reale Ampelphase mehr schwaltbar ist. Wem soll damit was vorgemacht werden?

    Oh, oder die berühmten Ampeln für Feuerwehr & Co. DAS ist natürlich ein Anwendungfall, um in alle anderen Autos V2X einzubau... achnee. Wäre ja eher anders herum: wenn alle V2X haben, braucht man die Ampel ja nicht mehr gesondert für BOS schalten, weil dann die Autos einfach so an der grünen Ampel anhalten. Die wissen ja, dass da von rechts der Löschzug ankommt. Der kommuniziert doch mit denen.

    Wo ist der konkrete Anwendungsfall? Ich seh den einfach nicht...

    ach, der erste Kommentar in noch lesbar und ... was soll man sagen:

    Zitat

    Ich verstehe die Technik noch nicht ganz. Die mit Abstand häufigste kritische Gefahrens ist fehlender Seitenabstand (bei oft auch gleichzeitig überhöhter Geschwindigkeit) von entgegenkommenden oder überholenden Autos. (...)

    nee, Kalle Wirsch. Die mit Abstand häufigste Gefahr sind nicht Fahrzeuge, die mit 50cm an dir vorbeiziehen...

    das mit dem Weg würde mich auch mal interessieren. Wenn ich an den Elbe-Radweg denke: da verlaufen in Niedersachsen etliche Kilometer beschildert auf genau solchen Deichbewirtschaftungswegen (oder Deichbewirt-Schaaaaaf-tungswegen? :/:whistling:)

    Klar, man kann weiterhin die Argumentation bringen, dass man als Radfahrer auch dann dort "zu Gast" ist. Aber da laufen dann meiner Meinung nach Funktion (Deichbewirtschaftung) und Beschilderung (Radfahrer: bitte hier dem grünen Pfeil auf weißen Schildern folgen) auseinander.

    Ich werd zwar schon vorsichtig, wenn ich auf der Fahrbahn unterwegs bin und auf dem Gehweg ein Kleinkind sehe - aber ich mag auch nicht ausschließen, dass ich bei "Schäfer mit Wagen auf Asphaltweg am Deichfuß" auch nur auf 15kmh runterbremsen würde und einen Draht nicht rechtzeitig erkenne.

    andererseits kanns dann auch nicht im Sinne der Bewirtschaftung sein, wenn der Schäfer am Ende eine VAO einholen muss und Schildersteller kommt, um die Arbeitsstelle zu sichern. Was - wenn man mal den üblichen Murks so betrachtet - dann auch nich zwingend besser wäre als gar nix machen (also nur Draht spannen).

    gedanklich helfe ich mir beim Lesen des Urteils so, dass ich mir erstmal denke: auf den Fotos war das bestimmt schon recht deutlich erkannbar... :/

    Schäfer durfte Draht spannen: Auf dem Deich ist ein Radfahrer nur Gast

    AG Husum, Urteil vom 23.7.2026 – Aktenzeichen 27C4226 27 C 42/26

    Zitat

    Ein Pedelec-Fahrer, der auf einem Deichweg in einen von einem Schäfer gespannten Draht fuhr (...) hat keinen Anspruch auf Schadensersatz oder Schmerzensgeld. Das AG Husum wies seine Klage ab. Selbst wenn der Schäfer eine Verkehrssicherungspflicht verletzt haben sollte, trete das hinter dem erheblichen Mitverschulden des Radfahrers vollständig zurück (...)

    Ein Schäfer hatte seinen Viehanhänger auf einem Deichverteidigungs- und Deichbewirtschaftungsweg abgestellt und den Weg mit einem Schafdraht abgesperrt, um Tiere vom Deich zu holen. Zur gleichen Zeit war dort ein Mann mit seinem Pedelec unterwegs, übersah den Draht und stürzte. Dabei brach er sich den Ellenbogen. Für den Unfall macht er den Schäfer verantwortlich; dieser habe eine Verkehrssicherungspflicht verletzt.

    Das ließ das AG Husum nicht gelten. Selbst wenn den Schäfer ein Verschulden träfe, überwiege doch das des Fahrradfahrers so deutlich, dass kein Raum für eine Haftung des Tierhüters bleibe. Zwar sei der Weg für den Radverkehr freigegeben. Er diene jedoch vorrangig dem Küstenschutz und der Deichbewirtschaftung. Daher müsse der Verkehr jederzeit mit deichtypischen Hindernissen rechnen, vor allem mit Schafen, aber auch mit den zu ihrer Haltung erforderlichen Maßnahmen.

    Für den Radfahrer sei bereits durch den abgestellten Viehanhänger erkennbar gewesen, dass auf dem Deichweg Arbeiten im Zusammenhang mit der Schafhaltung stattfanden. Zugleich habe der Anhänger eine deutliche Engstelle geschaffen, die besondere Vorsicht erfordert habe. Auch eine in der Nähe liegende Drahtrolle hätte den Pedelec-Fahrer warnen müssen.

    Nach Auffassung des Gerichts hätte er seine Geschwindigkeit deutlich reduzieren und seine Aufmerksamkeit nicht nur auf den Anhänger, sondern auf die gesamte Fahrsituation richten müssen. Dass er nach eigenen Angaben mit mindestens etwa 15 km/h unterwegs gewesen sei und sich vor allem auf den Anhänger konzentriert habe, spreche gegen ein ausreichend vorsichtiges Fahrverhalten. Dass er den Draht nicht gesehen haben will, helfe ihm daher nicht weiter. Der Mann habe den Unfall zumindest überwiegend selbst verschuldet. Der Schäfer hafte daher nicht.

    hm. einerseits, andererseits... :/

    gab bestimmt auch in den letzten 2000 JAhren genügend Leute, die z.B. durch die Lande zogen und die Bibel (oder sonst ein Werk) wörtlich auslegten. Damals wurd man vermutlich verjagt, verbannt, verbrannt, gefoltert, getötet - oder hat eine neue Religion gegründet.

    Hast du eigentlich konkrete Pläne für die kommenden Jahre? :)

    Straßenverkehr für Ältere sicherer machen - Fast 40 Prozent der Verkehrstoten sind 65 oder älter - Rheinischer Spiegel
    Ältere sind seltener in Unfälle verwickelt, sterben aber doppelt so oft im Straßenverkehr wie Jüngere. Der Verband fordert Straßen, die Fehler verzeihen und…
    rheinischer-spiegel.de

    die Zeitung ist echt, sieht nur so aus wie Postillon. :S

    wobei ich beim TÜV-Süd aber keine aktuelle PM in diese Stoßrichtung finde :/

    jetzt wird man in streetview an die richtigen Stellen geworfen. Schönes Beispiel für "wir wissen, dass es gefährlich ist - aber machen nicht. Außer drauf hinweisen" :S

    Nimm die gedanklich mal 3 "Striche" der Mittelinie ab T30-Zone-Schild weg. es sind genau 3 Striche in der Fahrbahnmitte zwischen VErkehrszeichen und Haltlinie des Straßenbahn-Übergangs.

    Ändern diese 3 Striche etwas an der Ignoranz des T30-Zonen-Zeichens oder wird die Einmündung von rechts dadurch anders bewertet?

    Ich sage: nein.

    Allerdings sage ich auch, dass das T30-Zone-Schild 40m vorgezogen gehört (in Höhe der versenkten Altglascontainer) und eine entsprechende Fahrbahnmarkierung aufgebracht werden sollte. Und wenn dann, bei vorgezogenem Schild die Leitlinien auf mehr als 20m weg sind, siehts auch wieder anders aus.

    Servicelink: (archive)

    StreetView

    und ja, "früher"TM war die Stelle mit [Zeichen 306] geregelt, wurde dann aber vor ... 2 Jahren? in eine T30-Zone integriert.

    Kommt es zu Missachtungen der Regelung? ja.

    Häufig? vermutlich unwesentlich häufiger als bei anderen rechts-vor-links-geregelten Knoten.

    Was da viel viel häufiger passiert: Missachtung §9 (3) StVO. Ein sehr großer Teil des Fußverkehrs zwischen Innenstadt und ZOB/Bahnhof läuft an diesem Knoten in der StreetView-Ansicht oben auf dem rechten Gehweg geradeaus. Der abbiegende Verkehr müsste warten. macht kaum jemand. wohl auch, weil der Kurvenradius so groß ist und die Absenkung des Gehweges eher weiter abgesetzt ist.