der Begriff "fehlerverzeihende Infrastruktur" bezieht sich allerdings auf sämtliche Infrastruktur(-Teile), nicht auf Radwege.
Zur "fvInf" gehören auch Leitplanken. Im "Ausland" haben Lichtmaste teilweise ingebaute "Knautschzonen". An Autobahnabfahrten stehen am "spitzen Winkel" der abzweigenden Ausfahrt häufig miteinder verbundene Plastikringe, die bei einem Auffahren Energie absorbieren/umwandeln und ein "Abheben" des Autos an den Leitplanken verhindern.
zur fehlerverzeihende Infrastruktur an Radwegen gehört nach meiner Auffassung z.B. die bauliche Gestaltung von Asphaltkanten im Übergang zu angrenzenden Grünflächen. Im übrigen hier unterschiedslos zur Kante an einer popeligen Kreisstraße. Für beide "Fahrbahnen" gilt das: wo Asphalt aufhört, sollte angrenzend kein weicher, tiefer Oberboden vorhanden sein, sondern eine Oberfläche, die ein Abkommen von der Fahrbahn nicht direkt mit einem Verreißen des Lenkers / Sturz wegen Aufhängens an der Fahrbahnkante quittiert.
Ich bin daher der Meinung, dass man "fvInf" nicht verteufeln sollte, nur weil auch Radwege davon betroffen sind. Radwege, die z.B. auch Bahntrassenradwege sein können oder "quer-durch-den-Wald"-Radwege, wo weit und breit keine Straßenalternative verläuft, die also sehr wohl guten Gewissens und ohne die üblichen Einmündungs-Gefährdungen auf längeren Strecken genutzt werden können. ![]()