Die Frage ist: wie kann man den nötigen Druck aufbauen, ohne dass einem alle Türen vor der Nase zugeschlagen werden?
Mehr Leute.
Mehr Beschwerden.
Das zieht bei der Verwaltung. ![]()
Einen Petenten/Beschwerdeführer bügelst du ab. Wendet der sich an den Bürgermeister, verkaufst du das als "wirrer Typ!". Meldet der sich immer wieder, sitzt du das aus.
Wenn sich aber mehr Leute melden, wirst du tätig. Weil du davon ausgehst, dass der eine Wirrkopf nichts macht und keinen kennt. Bei 10 Wirrköpfen, die alle mit dem gleichgelagerten Anliegen kommen, musst du als Fachbehörde irgendwann davon ausgehen, dass unter denen mindestens einer ist, der mit dem Bürgermeister oder Minister golfen geht oder dessen Schwipschwägerin ist.
Idealerweise existieren die Personen wirklich, setzen Ihre Schreiben auch selbst auf halten sich kurz, ohne in Verschwörungstheorien abzudriften oder der Verwaltung mal generell "Abzocke" oder "Unfähigkeit" vorzuwerfen.
Denn dann ist der Punkt erreicht, bei dem:
- du als Mitarbeiter im Fachdienst zu deinem Chef gehen kannst und sagst: "hier, so viele Leute! Alle mit dem gleichen Argument. Wir müssen was machen!", während du vorher nur allein vor dem Chef standest und der sagte "neenee, das bleibt so, auch wenn Sie frisch von der Weiterbildung kommen..."
- der Fachdienstleiter sich selbst hinterfragt, was die Konsequenzen sind, wenn einer von denen es informell an höhere Stellen trägt.
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