Das Konzept mag interessant klingen, in der Praxis sind die Wege jedoch unnötig lang.
och, also so negativ seh ich das mit den Wegen nicht.
Auch eine "normale" Stadt hat eigentlich das Ziel, Wegstrecken möglichst kurz zu halten.
Und wenn so eine Linie die Aneinanderreihung vieler Subzentren ist, dann läuft das doch super.
Der Supermarkt ist um die Ecke. Der Feinkostladen etwas weiter weg. Und für's KDW steigt man in die Bahn und fährt hin.
Arzt? Allgemeinmediziner ist um die Ecke, Spezialist etwas weiter weg. Und fürs Uniklinikum steigt man in die Bahn und fährt hin.
Gleichzeitig wohnt in so einer Stadt jeder irgendwie dicht am Stadtrand und gleichzeitig urban.
Auf dem Papier klingt das recht nachhaltig. Zumindest wenn man den Vergleich zu hiesigen Siedlungsstrukturen anschaut: Da schafft die Zersiedlung auch nicht gerade ökologische Strukturen. Für "die Natur" wäre es vermutlich sinnvoller, wenn die Menschheit sich in extremen Ballungsräumen stapeln würde, dafür aber im Gegenzug ganze Landstriche, die jetzt mit Infrastruktur zerschnitten sind, wieder weitestgehend an die Natur zurückgibt und vllt. extensive Waldwirtschaft betreibt oder Ackerbau in relativer Insellage.