Beiträge von DMHH

    Ich gehe jede Wette ein, dass dort bis vor einigen Jahren noch in beiden Fahrtrichtungen [Zeichen 240] standen. Jetzt immer noch [Zeichen 239][Zusatzzeichen 1022-10] (warum eigentlich?). Daher die "Wanne" gegenüber der einmündenden Querstraße, damit Radfahrer auf den rettenden "Radweg" fahren können.

    Fußverkehr nicht vergessen. der sollte aus der Sackgasse "In der Ecke", die selbst ohne Gehweg auskommt auch eine Möglichkeit der barrierearmen Erreichbarkeit des einzigen Gehweges in der Klosterstraße bekommen.

    Die Absenkung ist daher auch ohne (ehemalige) RWBP erforderlich. :saint:

    ... und das Versagen der StVB, in einem vbB Verkehrsspiegel aufzuhängen, wird nicht thematisiert. Na gut, war auch nicht Gegenstand des Verfahrens. Finds dennoch befremdlich, dass im Urteil auf das Vorhandensein/nicht-genutzt-habens dieser nicht-verkehrstechnischen Einrichtungen abgestellt wird.

    puh.

    Urteil geht für mich völlig in Ordnung, ausgehend vom Unfallgutachten hätte ich eher sogar eine 60-40 Verteilung für fairer gefunden, weil einer sich massiv rücksichtslos verhalten hat, die andere "nur" nicht gut genug geschaut hat...

    jupp. Das ist im wesentlichen Stand der Technik.

    Höhengleiche Führung von Fußverkehr (und ggfs. vorhandenem Radverkehr). Jetzt könnte man noch über die Ausgestaltung der Anrampung diskutieren. Im vorliegenden Fall sind die recht "steil", wer hier als (2-spuriger) Fahrzeugführer zügig von der Fahrbahn abbiegen will, wird schon ordentlich durchgeschüttelt - kann aber eben auch Ziel sein, hier nicht schnell abbiegen zu sollen.

    Wenn ein zügigeres Abbiegen gewüscht ist / ermöglicht werden soll, dann würde man die Rampe flacher gestalten (Sinussteine) und dann ist das ein gutes Mittelmaß bei Abbiegegeschwindigkeit und Verkehrsfluss und Sicherheit.

    problematisch ist wie immer: Stand der Technik ändert sich - der bauliche Kram (Wanne) bleibt aber bis zur nächsten Sanierung bestehen...

    man kann natürlich stets an das Schlechte und Dumme im Menschen glauben und das auf alle projizieren. :whistling:

    Aber dann kann man sich am ende auch alle Gespräche sparen, weil nichts etwas ändern wird.

    Hoffnung ist: wenn jeder in die ERA reinschauen könnte, würden vielleicht Forderungen nach Radverkehrsmarkierungen über Kreuzungen, an denen RvL gilt, aufhören. Wie in dem von mir verlinkten Beispiel.

    und noch was lustiges:

    Pedanterie in Baden-Württemberg: Boris Palmer soll seinen »Dienstwagen« stehen lassen
    Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer ist offenbar wegen eines seit einem Tag ungültigen Fahrradkennzeichens angeschwärzt worden. Die Polizei wurde…
    www.spiegel.de

    tja, S-Pedelec halt :whistling:

    Zitat

    [...] Glück hingegen, dass ich in meinem Dienstkalender einen Termin für morgen 9 Uhr nachweisen konnte. Das neue Kennzeichen liegt im Rathaus bereit und wird dann von den Stadtbaubetrieben montiert. Denn es handelt sich um den Dienstwagen des Oberbürgermeisters.

    :/

    Zitat

    Es ist eine irre Regelung. Es wäre sinnvoll, eine Übergangsfrist von drei Tagen festzulegen. Es sei nicht möglich, das andere Kennzeichen schon vorher zu montieren.

    stell dir vor, du hast einen ca. 80m langen verkehrsberuhigten Bereich in der Innenstadt ausgewiesen, durch den du bestimmte Buslinien fahren lässt, aber auch MIV. Immerhin hast du es geschafft, den vbB auch wirklich in einen niveaugleichen Ausbauzustand zu überführen. Der tatsächlich intensive Fußverkehr dankt es dir immerhin. Klar könntest du den MIV da rausnehmen, aber das willst du nicht, weil ... (Zufahrt TG zu einem kleinen Hotel-chen). Stattdessen lässt du das Durchfahren zu und legst auch beim tagtäglich praktizierten Falschparken die Hände in den Schoß und guckst zu. Du willst ja nicht unbegründet deinen hinterletzten Platz auf der Liste der abschlepp-durchsetzungs-stärksten Städte aufgeben.

    Leider werden die Buslinien regelmäßig durch Falschparker aufgehalten.

    Und als Stadtverwaltung kommst du auf welche grandiose Lösung? Na?

    Knöllchen-Alarm in Jena: Wo das wilde Parken bald vorbei ist
    Eine neue Tempo-20-Zone und ein Halteverbot werden von der Stadt vorbereitet.
    www.otz.de
    Zitat

    In verkehrsberuhigten Bereichen ist das Parken grundsätzlich nur auf gekennzeichneten Flächen erlaubt, kurzes Halten jedoch sei zulässig. Zusätzlich dürfen Fahrzeugführer mit einem blauen EU-Behindertenparkausweis oder mit einem orangefarbenen Behindertenausweis in einem solchen Bereich parken, solange sie den Verkehrsfluss nicht behindern oder gefährden. Dadurch sei die Ahndung von Verstößen in der Praxis oft schwierig, heißt es von der Stadt.

    Richtig! du hebst die Anordnung zum vbB kurzerhand auf und verdammst den Fußverkehr ins Nirvana. Auf Grund der fehlenden Gehwege ist also nach StVO fast immer im Gänsemarsch hintereinander zu gehen. Vorsicht, nicht stolpern (die Blumenkästen stehen auf dem Vorsprung schon nicht mehr). und nicht über die Außengasto steigen!

    Und natürlich wird sich das Falschparken und Legalparken jetzt ... äh... sofort ändern. :whistling::saint:

    Es ist zum Mäusemelken mit dieser Stadt...

    Radwegenetz mit Optimierungsbedarf
    Wer sich in #Heidelberg mit dem #Fahrrad bewegt und ein wenig aufmerksam ist, kann schnell bemerken, wo es klemmt. Und es gibt auch gute ...
    text.tchncs.de

    X/ *stöhn*

    ich verstehe zunehmend die Aversion von Stadtverwaltungen, sich mit dem Radfahrerpöbel auseinanderzusetzen. Da kommen ohne Ende

    • Beschwerden rein ("ist gefährlich!!!"),
    • garniert mit Behauptungen ("es fehlen Fahrbahnmarkierungen für die Führung des Radverkehrs auf der Fahrbahn") und
    • Verbesserungsvorschlägen, die zu Kopf->Tisch führen ("Es fehlt eine Fahrbahnmarkierung über die Albert-Fritz-Straße." = an einer Einmündung bei Rechts-vor-Links fehlt als Fahrbahnmarkierung. Über die Fahrbahn. Für Radfahrer.... ||)

    ich wüsste auch gerade nicht, ob eine Veröffentlichung der FGSV-Werke unter einer eingeschränkt-freien Lizenz da helfen könnte - aber vielleicht würde es gegen solche Auswüchse helfen? :/

    Oder alles noch schlimmer machen? :/

    So wie bei den Juristen, die - glaubt man den Wasserstandsmeldungen - zunehmend von KI-generierten Klagen konfrontiert werden incl. erfundener Urteile und herbeifantasierter Fundstellen.

    Im vorliegenden Fall stützt das Gericht das Urteil allerdings zunächst einmal auf den vollständigen Ermessensausfall der Beklagten, welchen sie auch im laufenden Verfahren nicht versucht hat zu heilen, was ihr wegen § 114 (2) VwGO allerdings ohnehin verwehrt war (und was das Gericht auch so festhält).

    Zitat von VwGO - §114, Satz 2

    Die Verwaltungsbehörde kann ihre Ermessenserwägungen hinsichtlich des Verwaltungsaktes auch noch im verwaltungsgerichtlichen Verfahren ergänzen.

    die Ermessenserwägung kann von der Stadt im laufenden Verfahren hier nicht ergänzt werden, weil ein Ergänzen ein Ausüben voraussetzt; hier aber gar nichts ausgeübt (Ermessensausfall), sondern nur angeordnet wurde?

    ist auch so ein Fall von "mitm Hammer mal am Kopf anklopfen". Wenn ein Großteil autonom unterwegs ist mit Autos, die sich an die StVO halten, wird niemand ein Verkehrshindernis sein. Weil alle Autos so schnell fahren, wie es vor Ort angeordnet / angebracht ist...

    Das fällt für mich in die gleiche Kategorie wie die Behauptung, dass bei autonom fahrenden Autos plötzlich Fußgänger einfach so über die Fahrbahn laufen würden, in dem Wissen, dass das autonom fahrende Fahrzeug schon bremsen wird. Wer so etwas verbreitet, muss ja daran glauben, dass aktuell menschliche Fahrer entweder nicht rechtzeitig reagieren oder drauf halten, wenn ein Fußgänger jetzt die Fahrbahn quert... Damit hat sich die Frage, welchen "Fahrer" man für geeigneter hält, dann erledigt :whistling:

    "Es brauche mehr Kontrollen..."

    Schön. Und wer soll das machen?

    ich wohne in Jena. Jena hat einen Profi-Fußballverein, der seit langem in der Regionalliga-Nordost spielt. Zum Stadion, das seit Jahren mit Millionen-Kosten neu gebaut wird, kann ich fast hingucken. Was an einem Freitag/Samstag/Sonntag großflächig rund um das Stadion an "Dunkelblau" aufgeboten wird, wenn Fußballclubs aus dem benachbarten Erfurt, aus Leipzig, Halle, Chemnitz etc zu Gast sind, ist grotesk.

    Da macht man "Prävention" und traut sich gleichzeitig nicht, sogenannte "Hochrisiko-Spiele" unter Ausschluss von Fans durchzuführen.

    Ich wüsste, wo ich Personal herbekäme, wenn ich wollte. :|

    aber hey, nicht einmal dem von Bremen erstrittenen Grundsatzurteil (Kostenübernahme Polizeieinsatz durch Profi-Fußball) möchte man sich hier anschließen...

    Gleichzeitig kommt von der lokalen Polizei die Ausrede, dass so viele Überstunden angefallen sind etc., so dass man unmöglich gezielt Kontrollen machen könne, sondern nur "während Einsatzfahrten" das "Geschehen im Auge behält". Wem der Duktus bekannt vorkommt: hat die Polizei in Hamburg als StVB ja stets auch angegeben bei der Frage nach Verkehrsschauen: "während der Einsatzfahrten bzw. der Rückkehr" :whistling::saint:

    Wegen der fehlenden Radstreuscheibe und zugleich fehlenden Sonstigerfahrverkehrsampel?

    nein, wegen fehlender Radverkehrsfreigabe auf der anderen Seite.

    Wenn etwas nicht aussieht wie Radweg, nicht beschildert ist wie ein Radweg oder nicht baulich hergestellt ist wie ein Radweg, dann ist es auch kein Radweg.

    aber gibt auch noch die Unterführung:

    Mapillary

    kommt auch ohne explizite Rad-Beschilderung aus, geht aber von einem gem. Geh- und Radweg mit Blauschild ab.

    Öffnet der Diskussion "durfte dort fahren! nein! doch! Schrittgeschwindigkeit! gar nicht! wohl!" dann Tür und Tor :S

    und noch ein schwer verletzter Radfahrer wegen ... äh ... *raschel* ... ah, hier: tiefstehender Sonne.

    Radfahrer wird bei Verkehrsunfall im Saale-Orla-Kreis schwer verletzt
    Eine Autofahrerin hatte die Silhouette aufgrund der tief stehenden Sonne offenbar nicht erkannt.
    www.otz.de

    hier der Abschnitt in StreeView: https://www.google.de/maps/@50.49619…SoASAFQAw%3D%3D

    Zitat

    Der Straßenabschnitt gilt schon immer als besonders gefährlich für Radfahrer. Im vorigen Jahr war daher das lange Bemühen der Stadt Saalburg-Ebersdorf umgesetzt worden, eine vom Kraftfahrzeugverkehr getrennte Radwegverbindung zwischen Pöritzsch und Zoppoten herzustellen. Warum der Radfahrer nicht den neu gebauten Radweg nutzte, ist bislang nicht bekannt.

    schon immer!

    und klar, wenn man über die schwurbel-Formulierung "eine vom Kraftfahrzeugverkehr getrennte Radwegverbindung" stolpert:

    genau, das ist ein asphaltierter Feldweg irgendwo über den Acker. Beschluss Stadtrat: klick.

    so ist die Führung:

    Landstraße in grün, Radwegführung orange

    Weil die Stadt 100.000 EUR locker gemacht hat, darf jetzt implizit dem Radfahrer ein "selbst schuld" zugerufen werden. Hurra.