Beiträge von DMHH

    Unfall! Helm verhindert schlimmeres.

    Zitat

    Der Radfahrer trug einen Fahrradhelm. Dieser hat nach Einschätzung der Polizei wahrscheinlich Verletzungen am Kopf verhindert.

    achso, jetzt nur noch Polizeibeamtenbauchgefühlswahrscheinlichkeit. :rolleyes:

    Wobei die Schilderung des Unfallhergangs in sich unschlüssig ist:

    Zitat

    Der 52-Jährige [Radfahrer] fuhr aus Richtung Vor dem Neutor in den Kreisverkehr. Zur selben Zeit fuhr ein 31-jähriger Autofahrer ebenfalls in den Kreisverkehr ein. Er bemerkte den Radfahrer zu spät, sodass die beiden zusammenstießen.

    Fahrtrichtung Radfahrer (Streetview). Kein Radweg dort. Wie fährt man da "zur selben Zeit" in den KV ein, so dass es zum Unfall kommt? Pressemitteilung der Rennleitung ist auch nicht aufschlussreich. hm. erfahrungsgemäß sind dort 90% der Radfahrer verbotswidrig auf dem Gehweg unterwegs. Ich hielte die Wahrscheinlichkeit, dass der Radfahrer auf dem Fußgängerüberweg angekarrt wurde, für sehr groß. Andererseits stünde das dann bestimmt in der PM drin... :/

    Da mag aber jemand die neue deutsche Rechtschreibung nicht. Die sieht doch Kommasetzung beim "erw. Inf. mit zu" als fakultativ? :/

    Außerdem ist das inhaltlich schon daneben. Entweder, ein Fahrrad nimmt auf dem Gehweg zu viel Platz ein - oder nicht. Die "Einnahme von Platz" ist doch nicht abhängig davon, ob es 10x am Tag für 2min bewegt wird, oder 1x im Quartal für 20min. X/

    ja gut, wenn man sich den Standort des GhostBikes anschaut, sieht das zumindest nicht nach einer Stelle aus, wo ein Querungsunfall oder Abbiegeunfall passiert ist. Möglicherweise ein "von hinten überfahren" oder ein "aus der Durchfahrt rausgeschossen"-Unfall.

    Und nachvollziehbar ist die Argumentation da schon, dass das Fahren und Parken in dieser "Parallelstraße" offensichtlich wichtiger als ein Radweg ist. denn dann wäre dieser Unfall nicht passiert. Klar, womöglich dann ein Unfall an einer der Einmündungen der Querstraßen, aus denen heraus man dann den "Radweg" / Fahrradstraße queren würde.

    hm. scheint ja auch schon 2 Wochen zurückzuliegen der Unfall und ganz klar ist die Ursache immer noch nicht?

    dass die Autonutzung zurückgeht und der Umweltverbund gestärkt wird.

    Der Umweltverbund kannibalisiert sich stets nur selbst. E-Scooter? weniger Bus- und Bahnfahrten. Radverkehrsanteil hoch? weniger Bus- und Bahnfahrten.

    Kfz-Anteil wird stets nur dann reduziert, wenn die Einschnitte der nutzung hinreichend groß sind: Kosten von Zeit / Geld.

    Am eindeutigsten scheint mir der langfristige Erfolg zu sein, der darin besteht, dass die Straßenraumgestaltung eindeutig signalisiert: Hier ist viel Radverkehr und Fußverkehr erwünscht.

    Ja, das Signal kann einerseits durch T30 kommen - was dann aber den ÖPNV ausbremst und weniger attraktiv macht. Das Signal kann aber einfach auch dadurch kommen, dass der Radverkehr aus sich heraus dominiert und die Straßen prägt. Die Infrastruktur ist da: 3,50m breite Richtungsfahrstreifen in feinstem Asphalt. bringe 50% des Verkehrs dort als Radverkehr unter und schon sieht das so aus wie in den Feigenblatt-Fahrradstraßen, bei denen Autoverkehr weiterhin erlaubt ist.

    Aber geht ja nicht, weil Radfahren ist gefährlich. Man trägt besser Helm (mit Licht!!!!!), Warnweste, Poolnudel am Gepäckträger und fährt nur auf Radwegen. Oder auf dem, was wie ein Radweg aussieht, mal einer war oder vielleicht einer sein könnte. Aber auf keinen Fall auf der Fahrbahn, weil: da wird man von hinten überfahren oder tödlich eng überholt.

    Warum meinst du im Zusammenhang mit dem Unfall, Verkehrssicherheit sei "unseparierbar"? Es ist doch schon auffällig, dass der Autofahrer, (wenn auch schwer verletzt) überlebte, drei der vier Mopedfahrer*innen aber bei dem Unfall getötet wurden.

    Der Unfall ist halt nur passiert, weil es keine Mopedwege gibt.

    Und Motorradwege (für die schnelleren)

    ja, man kennt es: fährste mitm Auto durch die Stadt, siehst auf 100m einen "breiten einladenden Radfahrstreifen" und entscheidest dich, beim nächsten Mal einfach mit dem Rad zu fahren.

    Zack, Anzahl Radfahrer +1

    Und jetzt kommen wir in der Realität an: "Angebote" zur Änderung des eigenen Verhaltens kommen nur dann an, wenn das neue Angebot besser als das bisherige ist. Warum genau soll ich mich aufs Rad setzen, wenn es nass, windig, kalt ist? Warum genau soll ich mit dem Rad einkaufen fahren, wenn dann einen Rucksack brauche oder Packtaschen und in beidem Waren-Tetris spielen muss?

    Hat man ein Auto, wird dieses so lange genutzt, bis die Kosten (monetär, zeitlich etc) dafür deutlich höher sind als bei der Alternative.

    oder als auf dem Rechten, wo im Prinzip 90kmh von LKW gefahren wird.

    Aber ja: links, nachts - und dann haste jemanden, der da mit 150kmh ankommt und damit nicht rechnet. Aber wenn ich das recht entsinne, gilt eine Einschränkung der Vorgaben nach §3 (Sichtfahrgebot) nur, wenn man die Rücklichter des vorderen Fz sieht. hm.

    tödlicher Unfall Radfahrerin in Jena.

    https://www.otz.de/lokales/jena/a…m-von-jena.html (archive)

    Zitat

    Radfahrerin wird bei Lkw-Abbiegeunfall in Jena tödlich verletzt

    äh - nein?

    :/ Eher einbiegen/kreuzen?

    Fahrtrichtung der Radfahrerin: Streetview

    Fahrtrichtung LKW, der hier rechts abbiegt und dabei dann wohl die von links kommende Radfahrerin erfasst hat: Streetview

    der LKW-Fahrer hat - wenn die erste Unfallbeschreibung der Polizei korrekt ist - die von links auf der Vorfahrtsstraße radelnde Radfahrerin nicht beim Abbiegen umgefahren, sondern beim Einbiegen.

    20:10 Uhr ist schon mehr als nur dämmerig, aber noch nicht absolut dunkel. Gleichzeitig ist die Stelle durch GEbäude und Straßenbeleuchtung eher "heller". Ich mag nicht ausschließen, dass die Radfahrerin ohne Licht unterwegs war, was ein "Übersehen" begünstigt haben mag. Aber auch ohne Licht ist man dort eigentlich relativ gut erkennbar.

    In dem Abschnitt fahren einige Radfahrer auf dem Gehweg, aber auch nicht nicht extrem viel. ich würde auf ca. 15% tippen, was für die Innenstadt wenig ist. Wo genau sie fuhr, wird ja nicht geschrieben-

    Ich gehe davon aus, dass der ADFC hier keine Radwege fordern wird, sondern das als Anlass nimmt, weiter für eine autofreie / autoarme Innenstadt zu argumentieren. Und die breite Masse wird weiter einstimmen in das Lied, dass die "Straße" ja so furchtbar gefährlich ist.

    vielleicht genau wegen der Gründe die du beschreibst:

    geschwindigkeit unterschätzt / falsch eingeschätzt. Das ist tendenziell eher bei igO der Fall, wo es tatsächlich einen Unterschied macht, ob der Radfahrer nun 15, 25, 35 vs. 50/55kmh fährt.

    agO macht das viel weniger Unterschied, ob der Radfahrer da mit 15, 25, 35 kmh fährt, wenn Kfz mit 60/70/90 unterwegs ist. Auch ist dann die Zeit, in der nach rechts rübergezogen werden kann, während der Radfahrer unmittelbar daneben ist, deutlich kürzer.

    Hast du aber igO die geringen Geschwindigkeitsunterschiede, ist auch ein Touchieren beim Pkw eher unschädlich. im schlimmsten Fall stürzt man, wird aber nicht überrollt. Beim LKW hingegen besteht die Sturz- und Überrollgefahr noch eher, andererseits ist die Überholzeit länger und - aus eigener Erfahrung - man sieht irgendwie eher, dass der LKW jetzt rechts rüberzieht, da bleibt noch Zeit zum Bremsen. Und im Gegensatz zu der oft kolportierten Behauptung, besteht doch kein Radfahrer auf irgendwelche "Rechte" und bremst nicht / weicht nicht nach rechts aus...

    hm.

    bin gerade beruflich wieder mal in Erlangen unterwegs, die Stadt hat eine Statistik zur Sicherheit im Radverkehr rausgebracht:

    https://erlangen.de/uwao-api/faila/files/bypath/Dokumente/Statistik/Statistik%20Aktuell/13-4_b_2026_7.pdf

    Zitat

    Betrachtet man gleichzeitig die Entwicklung der Schwere der Unfallfolgen im gleichen Zeitraum, so ist statistisch kein signifikanter Zusammenhang zwischen Helmnutzung und Unfallfolgen messbar.

    Ach...

    Zitat

    Allerdings lässt sich hier auch kein eindeutiger kausaler Zusammenhang herstellen, weil mehrere Effekte zusammenkommen: Schnellere Fahrräder (Pedelecs) und die stärkere Beteiligung älterer Menschen im Fahrradverkehr hätten hypothetisch ohne zunehmende Helmnutzung im Beobachtungszeitraum auch häufiger zu schwerwiegenderen Unfallfolgen führen können.

    Ist so etwas zulässig? Ich hab jetzt keine Vorlesungen zu Stochastik besucht, aber... hm. Erscheint mir etwas mutig, dieses Spiel über Bande. :/