Vermutlich meint er, dass es noch mehr im Leben gibt außer die StVO, z.B. den Selbsterhaltungstrieb, den es auch zu beachten gilt.
Mag sein, aber dann hat er das ziemlich ungeschickt ausgedrückt. Er hat keineswegs argumentiert, dass er im gefährlicheren/potenteren/was auch immer-Fahrzeug saß und sich deswegen durchsetzen kann wie er will, sondern er hat schon argumentativ versucht klarzustellen, dass er vor mir an der Kreuzung war und deswegen auch vor mir fahren darf.
Auf meine Frage, was er gemacht hätte, wenn ihn ein Fußgänger am Abbiegen gehindert hätte, ob ich dann hätte stehen bleiben müssen, oder ihn passieren, ob er so gut aufpasst, dass er sich dann sicher ist, dem richtigen Radfahrer in das Hinterrad zu fahren, falls sich einer mit dem Fußgänger durchmogelt, das konnte er auch nicht so genau beantworten.
Auch ich hab mir deine komische Argumentation nicht zu eigen gemacht, auch wenn ich darauf durchaus manchmal Lust hätte. Und hab ihm nicht erklärt, dass in seinem körperlichen Zustand ganz offensichtlich ein sehr geringer Selbsterhaltungstrieb vorhanden ist, wenn er erst versucht einen Radler zu überfahren, um dann 200m weiter zu parken.