Beiträge von Gerhart

    Hallo!

    Der Privatweg (https://www.openstreetmap.org/way/23787490) ist derzeit

    beidseitig mit Zeichen 250 "Verbot für Fahrzeuge aller Art" und

    Zusatzzeichen 1020-30 "Anlieger frei" beschildert, siehe Anhang. Dies

    betrifft auch den Radverkehr. Ich kann nicht erkennen, in wieweit es

    nötig oder gar sinnvoll ist, hier Radverkehr zu verbieten. Siehe §45

    Abs. 9 Satz 3 StVO.


    Deshalb stelle ich hiermit einen Antrag auf Informationszugang gemäß §11

    des Hamburgischen Transparenzgesetzes.

    Begehrte Information: Dokument, welches das o.g. Verbot anordnet und

    begründet, weshalb dieses (auch für den Radverkehr) notwendig ist.

    Die Form der Zugänglichmachung soll die kostengünstigste sein; aus

    meiner Sicht ist das E-Mail.

    Ich gehe davon aus, dass es sich hierbei um eine einfache Auskunft

    handelt, die nach §1 Abs. 3. Nr. 1 HmbTGGebO gebührenfrei ist.

    Falls doch eine Gebühr fällig würde, teilen Sie mir bitte vorab die Höhe

    der Gebühren und die Begründung hierfür mit, damit ich diesen Antrag

    ggfs. zurückziehen kann.


    Sollten Sie den Privatweg für den Radverkehr freigeben (z. B. Zeichen

    260, 1020-12 oder 1020-10), ziehe ich obigen Antrag gerne zurück. In

    diesem Fall bitte ich um einen kurzen Hinweis von Ihnen, wann und

    wie die Beschilderung geändert wird.


    Danke und mit freundlichen Grüßen

     

    Bußgelder erhöhen wäre eine Möglichkeit, aber das ist ja nicht mit dem gesunden Menschenverstand vereinbar...

    Nimm mal mich als Beispiel: In 2018:

    * Musste ich 0x ein Buß- oder Ordnungsgeld zahlen

    * Wurde ich 0x angezeigt (Vermutlich, vielleicht konnte ich auch nicht ermittelt werden)

    * Wurde ich 0x mündlich durch die Polizei verwarnt.

    * Habe ich unzählige Owis begangen.

    Und alle Jahre zusammen wurde ich paar mal verwarnt, hat mich die Polizei einmal angezeigt und musste NOCH NIE was zahlen.

    Wenn Owis mehr verfolgt würden, würde es doch schon ausreichen. Müsste ich auch nur für einen Bruchteil meiner Owis bezahlen, sagen wir 50€ pro Woche, würde das Wirkung zeigen.

    Als Autofahrer musste ich immerhin trotz notorischen 24km/h-zu-viel dreimal für Rasen auf der Autobahn und einmal innerorts (Ausland) zahlen.

    Man braucht im Allgemeinen keine hohen Strafen, sondern hohe Kontrolldichte und möglichst aufwandarme Möglichkeiten, Owis zu verfolgen.

    Für manche Owis sollten die Strafen trotzdem erhöht werden, weil sie im Moment einfach lachhaft niedrig sind.

    Zitat

    Sie streiften beim Überholen das in gleicher Richtung fahrende Fahrzeug. Es kam zum Unfall. -- 35€

    Wer hat denn nachts Termine, die er durch Rasen auf der leeren Autobahn erreicht?

    Vielleicht hat man morgens um 7 einen Termin? Um 2 in Hamburg ins Auto setzen, um 7 in München sein.

    Klar, man könnte auch den Abend vorher mit einem sinnvolleren Verkehrsmittel anreisen und im Hotel pennen, oder am 20:29 mit Nachtzug+Bummelbahn fahren. Aber es kommt bestimmt häufiger mal vor, dass Menschen sowas tun.

    Sinnvolle Argumente für "ich muss schnell fahren" gibt es ja nicht.

    Wenn die Strecke frei ist, spart man Zeit. Das ist mathematisch einfach auszurechnen.

    Ich behaupte, dass man auch dann noch schneller ist, wenn man mehr Tankstopps einlegen muss:

    Sagen wir mal ein Tank hat 36 Liter (+ Reserve die man nicht verfährt). Mit 120 km/h braucht man 6 Liter/100km, mit 180km/h 12 Liter/100km.

    Man fährt 600km. Fahrzeit sind 5h bzw. 3h 20min. Man muss also 1x bzw. 2x tanken. Braucht man für 1x Tanken 1h 40min? Nein. Vielleicht 10. Man spart also immernoch 1.5h durch Rasen.

    Anderes doofes Beispiel: Mat hat zwei Termine (d.h. feste Zeit, fester Ort) nacheinander. Man fährt vor'm 1. Termin tanken. Dann rast man über die Autobahn und kommt mit fast leerem Tank beim 2. Termin an und kann nach dem Termin wieder volltanken. Mit Langsamfahren spart man zwar Sprit, aber den 2. Termin hätte man verpasst.

    Dann gibt es noch die 10-Stunden-Regelung bei der Arbeit. Morgens zu einem Termin hin, Termin wahrnehmen, danach zurück. Ich kenne Leute, die dann das Gaspedal durchdrücken, um rechtzeitig zurück zu sein, weil's sonst Ärger mit der Personalabteilung gibt.


    Nachts sind die Autobahnen auch tatsächlich frei, da dürfte man den Schnitt von 180km/h halten können. Wenn man sich die Baustellen wegdenkt.


    Stattdessen muss abwägen: Erlaubt man es Einzelnen, durch hohes Tempo massive externe Kosten (Menschenleben, Lärm, Klima, usw.) zu verursachen, nur damit die etwas schneller ans Ziel kommen? Auf langen Strecken ist man mit dem Flugzeug deutlich schneller unterwegs, bei vergleichbaren Umweltschäden. Auf vielen Strecken ist der Zug auch schneller als das Auto bei geringen Schäden.

    Und ehrlich, ich fahre gerne mit dem Fahrrad. Aber wenn ein Auto vor der Tür steht, ist die Versuchung, damit einfach zum verdammten Bäcker 1200m die Straße runter zu fahren, einfach da. Und wir sind letztlich mit dem Auto zum Bäcker gefahren.

    Meine persönliche Schmerzgrenze für's zu-Fuß-gehen sind ca. 500m (Außer ich will's unbedingt, dann sind auch mal 10km drin). Alles darüber fahr ich dann, also Fahrrad oder Auto, was ich gerade da hab.

    Ich vermute mal du hattest an deinem Urlaubsort kein (benutzbares) Fahrrad? Hättest du deines mitgehabt, wärst du damit zum Bäcker gefahren?

    Außerdem kommen dann auch noch andere gesellschaftliche Umstände hinzu, die auch mich dazu brachten, bspw. in den allermeisten Fällen die 7 km zur Arbeit mit dem Auto - und nicht mit dem Rad zu fahren. Mir war z. B. die Fahrt in gesellschaftlich akzeptierten, "klassischen" Alltags-Klamotten einfach zu unbequem. Umziehen für die kurze Strecke aber ebenfalls unnötig und zu zeitraubend. Solange man also am Arbeitsplatz nicht in gemütlichen Shorts akzeptiert wird...!

    Ich fahr derzeit die 5km mit dem Rad zur Arbeit. Meistens sogar mit Hemd. Muss mich dann aber zurücknehmen, um nicht gar zu verschwitzt anzukommen. Muss mal schauen wie das im Sommer wird; den Job hab ich erst seit Kurzem.

    Für mich ist Radfahren mehr eine ökonomische Betrachtung. Bei mir vor der Tür ist alles zugeparkt. Es gibt in Hamburg viel Stau. Bei meinem neuen Job ist alles noch viel schlimmer zugeparkt. Ich will mir gar nicht ausrechnen, was ich auf dem Weg durch das Auto an Lebenszeit verlieren würde. Und Geld kostet's ohnehin sehr viel mehr.

    Ansonsten steig ich aus Bequemlichkeit (und Zeitgründe) gerne ins Flugzeug anstatt mit der Bahn zu fahren. Ich muss vermutlich demnächst wieder Richtung Bodensee. Gibt wieder Direktflüge ohne Umstieg in Frankfurt. Tür zu Tür ca. 3.5h, mit Bahn 9-10h.

    Bei meinem Vorletzten Job bin ich auch lieber 20km mit dem Auto in 25-30 min gefahren anstatt 2 Stunden (sic!) mit den Öffis.

    Letztlich brauchen wir beides: Autofahren und Fliegen muss unattraktiver werden. Und die Alternativen müssen besser werden.

    Davon ab: Autofahren ist bequem und macht Spaß. Aber die ökonomischen Gründe überwiegen für mich im Moment zu sehr.

    Ich persönlich halte vor allem sozialpolitisch eine weitere künstliche Verteuerung des Automobils für völlig falsch. Gesellschaftlich schädliches Verhalten sollte kein Privileg von Leuten mit ausreichend dicken Brieftaschen sein. Die Arbeitsmarktpolitik in D ist grausig und verlangt von Menschen unheimlich viel ab; den Niedriglöhner trifft es dann nämlich als Ersten. Oder denjenigen, der aus gesundheitlichen Gründen nicht drauf verzichten kann.

    Du brauchst irgendwelche Steuermechanismen. Der über Geld ist simpel und funktioniert.

    Wer aus gesundheitlichen Gründen auf ein KFZ angewiesen ist, soll entsprechende Steuererleichterungen bekommen.

    Wer aus beruflichen Gründen ein KFZ braucht, soll das vom Arbeitgeber gestellt/bezahlt bekommen.

    Alle anderen müssen zahlen oder verzichten.

    Wenn für schädliches Verhalten deutlich mehr Steuern gezahlt werden als Schaden angerichtet wird, ist das für mich in Ordnung.

    Wenn ich mich richtig erinnere, stehen dort kleine [Zeichen 205] für den kreuzenden Radweg. Die Stelle liegt außerorts und es ist Tempo 70 erlaubt. Und dennoch frage ich mich, was dem Bus Vorfahrt geben sollte ggü. einer parallel fahrenden Radlerin.

    Die Vorfahrt kommt zum Einen von diesen kleinen Z.205. Zum anderen fuhr die Radlerin nicht auf einem straßenbegleitenden Radweg sondern auf einem unabhängigen Radweg, der dort die Straße kreuzt. Vorfahrt dürfte sich also auch aus §10 ergeben.

    Auto abgeben und 1200 Euro für Bus und Bahn kassieren

    5 Leute sollen für 3 Monate ihr Auto abgeben, das wird dann auf die Verwahrstelle in Rothenburgsort gestellt. Und die kriegen noch jeweils 1200 EUR dafür.

    Die Verwahrstelle ist Gerüchten zufolge unterdimensioniert, weswegen häufig nicht abgeschleppt wird. Insgesamt können also paar Hundert Autos weniger abgeschleppt werden wegen so einer dämlichen Aktion.

    Außerdem fühle ich mich mich als autofreier Bürger benachteiligt. Ich würde an der Aktion gerne teilnehmen, obwohl ich gar kein Auto habe.

    U5 wird bestimmt toll. Planungen hätten aber vor 15 Jahren beginnen müssen...

    Falls eine Station "Lohkoppelweg" kommt, ist die für mich fußläufig gut erreichbar. Aber bis es soweit ist, bin ich 50 und wohne vermutlich irgendwo ganz anders.

    Planungsverfahren sind in Deutschland mittlerweile viel zu aufwendig geworden. Anstatt viele Jahre zu verschwenden, wäre es nicht sinnvoller, einfach zu bauen und sich hinterher mit Geschädigten zu einigen?

    Noch ein Unfall: Frau missachtet Vorfahrt: Elfjährige Radlerin in der Klinik

    Das war wohl diese Kreuzung. Man beachte die bei Google Streetview zu erkennenden exzellenten Sichtverhältnisse aufgrund der vielen Kraftfahrzeuge, die in den letzten zehn Jahren seit den Aufnahmen noch mal tüchtig gewachsen sind.

    Dort sind 30 km/h erlaubt (30-Zone). Das ist eigentlich viel zu schnell.

    Wir brauchen in Deutschland endlich die gesetzlichen Grundlagen für vernünftige Tempolimits, damit man dort z. B. eine Tempo-20-Zone anordnen könnte. Selbst wenn man davon ausgeht, dass man das Tempolimit voll ausschöpft, ergibt sich bei 1km Strecke (bis man aus dem Wohngebiet raus ist) gerade mal 1min Zeitverlust. Realistisch sind eher wenige Sekunden, weil es in solchen Wohngebieten so viele Störungen gibt, dass man nicht durchheizen kann.