Beiträge von Yeti

    Zum Thema Fahrradroutenbeschilderung und Treppen habe ich auch noch einen:

    Dieser Pfeil erweckt den Eindruck als solle man hinter der Laterne auf den roten Weg einbiegen

    Der endet jedoch 20m weiter vor dieser Treppe

    Immerhin ist das ein Teil des Elbe-Radweges und ich habe schon oft Radfahrer mit vollgepackten Tourenrädern gesehen, die ihr Fahrrad die Treppenstufen hochgeschleppt haben.

    Gemeint ist natürlich, dass man hinter der Hecke rechts auf den Radweg abbiegt, aber da stand gerade kein Pfosten, an den man den Pfeil hätte dranschrauben können.

    Es ist einfach in vielen Köpfen tief verankert, dass Radfahrer sich gefälligst so zu verhalten haben, dass sie den Kfz-Verkehr nicht behindern. Wenn ich mir hier anschaue, auf welche Randstreifen sich Radfahrer verkriechen, um bloß nicht auf der Fahrbahn zu fahren, dann wundert es mich auch nicht, dass viele aus Angst, zu knapp überholt zu werden, dem Kfz-Verkehr möglichst viel Platz lassen wollen.

    Dass dieses Verhalten der eigenen Sicherheit abträglich ist, muss man erst mal lernen. Und man benötigt halt auch ein dickes Fell, um sich nicht von den Aggressionen von Autofahrern beeindrucken zu lassen, die einen von "ihrer" Fahrbahn weghupen wollen.

    Hier muss man gleichzeitig auf der linken UND auf der rechten Straßenseite auf benutzungspflichtigen Radwegen fahren. Leider erfüllen nicht mal beide Wege zusammen die Mindestanforderungen der StVO.

    Immerhin ehrlich: Zu einem beschissenen Radweg gehört ein beschissenes Schild :)

    Die derzeitige Besteuerung ist ein Ablasshandel. Typabhängige Pauschalen, die sich an Laborwerten orientieren oder Steuersätze nach Hubraum, bewirken keine Verhaltensänderung, denn die Steuer ist unabhängig vom tatsächlichen Gebrauch zu zahlen. Und wenn der Deutsche erst mal für etwas bezahlt hat, dann möchte er dafür auch seine "Rechte" maximal ausnutzen.

    Eine verursachergerechte Besteuerung würde sich zusammensetzen aus einer Pauschale in Abhängigkeit der Fahrzeuggröße für die Inanspruchnahme öffentlichen Raums, eine flächendeckende Maut für die Nutzung der Infrastruktur und eine Kraftstoffsteuer, über die der CO2- und Schadstoffausstoß besteuert wird. Kurz: Wer viel fährt, wer viel Kraftstoff verbrennt und wer dies in einem viel zu großen Auto tun möchte, zahlt auch mehr.

    Damit würde man auch marktwirtschaftliche Anreize schaffen, kleinere und sparsamere Autos zu kaufen, Car-Sharing Angebote, sowie öffentliche Verkehrsmittel und das Fahrrad mehr zu nutzen. Ohne solche Anreize wird das aber von alleine nicht passieren und die Autokonzerne werden immer größere Panzer auf den Markt bringen, weil sie damit Geld verdienen.

    Ich verstehe die ganze Diskussion um CO2-Grenzwerte nicht. CO2 entsteht bei der Verbrennung fossiler Energieträger und zwar 2,32 kg CO2/l Benzin und 2,65 kg CO2/l Diesel. Das ist das Ergebnis einer chemischen Reaktion und nicht vom Fahrzeugtyp abhängig.

    Wollte man den CO2-Ausstoß verursachergerecht besteuern, ginge das über die Kraftstoffsteuer, denn es ist unerheblich, ob der Kraftstoff in einem SUV oder einem Kleinwagen verbrannt wird, außer dass das sparsamere Fahrzeug mit der selben Kraftstoffmenge weiter fährt.

    Der diskutierte Grenzwert von 90g CO2/km entspricht übrigens einem Durchschnittsverbrauch von
    3,9 l/100km für Benziner
    3,4 l/100km für Diesel

    Davon sind moderne Kraftfahrzeuge weit entfernt. Man vermeidet es aber, den direkten Zusammenhang zwischen CO2-Emission und Kraftstoffverbrauch herzustellen, weil die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit damit offensichtlich wäre.

    Damit will die Stadt Hamburg sicherlich unter Beweis stellen, dass sie eigentlich supidupigerne eine tolle Radinfrastruktur bauen würde, wenn denn nur genug Platz da ist ;)
    Alle, die ständig meckern, dürfen dann auf dieser Straße immer hin und her fahren und sich freuen.

    Und wenn in ein paar Jahren das Geschäft der Fahrrad-Kreuzfahrten so richtig brummt, ist man dort schon mal gut vorbereitet.

    Beim Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr kann man hier die Broschüre "Sicher auf dem Fahrrad" herunterladen:

    Als ich das gelesen habe, ist mir ganz anders geworden.

    Zitat


    Wenn du auf einem Radweg geradeaus fährst, dann hast du Vorrang vor den
    Autos, die rechts einbiegen, oder welchen, die nach links abbiegen wollen.
    Die Autofahrer achten aber nicht immer auf Radfahrer oder können dich manchmal
    einfach nicht sehen, weil du im „Toten Winkel“ bist. Dorthin kann ein
    Autofahrer nämlich nicht gucken.

    Zitat

    Schutzstreifen für Radfahrer. Die erkennst du an der unterbrochenen
    weißen Linie am rechten Fahrbahnrand.Sie ist eine Leitlinie für Radfahrer und
    Autofahrer. Fahr möglichst weit rechts, denn diese Linie dürfen auch andere
    Fahrzeuge überfahren.


    Zitat

    Auf Straßen ohne Radweg gilt das Rechtsfahrgebot. Das heißt: fahre so
    weit rechts am Fahrbahnrand wie möglich. Wenn du dabei nicht über Gullys
    holperst oder durch die Rinne fährst, weißt du, dass der Abstand zum Bordstein
    stimmt.


    Zitat

    Bevor du an den Autos vorbeifährst, gib Handzeichen, schau dich um und fahre erst vorbei,
    wenn hinter dir kein Auto kommt.


    Zitat

    Manchmal kommt es vor, dass eine Autotür genau in dem Moment geöffnet wird, wenn du daran
    vorbei fahren willst. Dann hat der Autofahrer dich in seinem Rückspiegel einfach
    nicht gesehen. Du warst im sogenannten „Toten Winkel“.

    Zitat

    Der „Tote Winkel“ ist der Bereich, den ein Autofahrer oder ein Lkw-Fahrer trotz der
    Spiegel nicht einsehen kann. In den beiden Bildern siehst du die Ausdehnung
    des Toten Winkels in rot schraffiert. Befindest du dich in diesem Bereich, kann der
    Autofahrer dich nicht sehen.


    Zitat

    Besonders gefährlich wird es, wenn das Auto rechts abbiegen will. Ich darf an Kreuzungen oder Einmündungen nie direkt neben der
    Tür eines Lkw stehen. Der Fahrer kann mich da nämlich nicht sehen.
    Am besten wartest du, bis das Auto abgebogen ist. Wenn das Auto hält, solltest du aber fahren.

    Zitat

    [Zeichen 267][Zusatzzeichen 1022-10] Hier darfst du entgegengesetzt der Einbahnstraße fahren. Aber Vorsicht! Es können dir Fahrzeuge entgegenkommen.
    Besser du fährst hier nur in Begleitung eines Erwachsenen.

    Zitat

    Wenn du mit deinem Fahrrad so einen Zebrastreifen überqueren willst, musst du von deinem Fahrrad absteigen und
    es über die Fahrbahn auf die andere Seite schieben. Der Fußgängerüberweg ist ja nur für Fußgänger!

    Zitat

    Bei gemeinsamen Geh- und Radwegen und bei Radwegen, die direkt an einen Gehweg grenzen, ist manchmal kein eigenes Rad
    fahrersignal vorhanden. Dann gilt für dich die Fußgängerampel


    Dass man Kinder zu einer defensiven Fahrweise anhält und auf die besonderen Gefahren hinweist, ist gut. Aber manches, was in dieser Broschüre steht ist falsch und gefährlich.